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Alt 20.10.2007, 00:54   #1
tdd
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tdd hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Weitere Elite-Unis gekürt

Zitat:
Sechs weitere Elite-Unis gekürt

19. Oktober 2007 Im Rahmen der zweiten Runde der Exzellenzinitiative hat der zuständige Bewilligungsausschuss am Freitag in Bonn sechs weitere Hochschulen als Elite-Unis ausgewählt. Dabei handelt es sich nach Teilnehmerangaben um die RWTH Aachen, die FU Berlin sowie die Universitäten von Heidelberg, Konstanz, Göttingen und Freiburg. Nicht berücksichtigt wurden demnach die Humboldt-Uni in Berlin und die Universität Bochum.

In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 schon drei Elite-Universitäten gekürt worden: die TH München, die Ludwig-Maximilians-Universität-München und die TH Karlsruhe.
Quelle: http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE...~Sspezial.html

Hi
Sicherlich schön für die einzelnen Unis. Sie erhalten durchaus nicht unerhebliche Mengen an Fördergeldern. Hier muss man sich also fragen, wo die übrigen Universitäten und Fachhochschulen bleiben. Und wie sinnvoll ist die ganze Aktion eigentlich? Es werden 1,9 Milliarden Euro für alle Elite-Unis in Deutschland ausgeben. Harvard hat alleine einen Etat von 25 Milliarden Euro. Ganz offensichtlich möchte man wohl nicht wirklich diesen Weg gehen. Meiner Meinung nach sollten die Hochschulen lieber in voller Breite gefördert werden. Denn diese 9 Unis werden sicherlich nicht alleine alle unsere Akademiker ausbilden.
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mfg
tdd
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Alt 20.10.2007, 01:57   #2
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Zitat: tdd Beitrag anzeigen
Quelle: http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE...~Sspezial.html

Hi
Sicherlich schön für die einzelnen Unis. Sie erhalten durchaus nicht unerhebliche Mengen an Fördergeldern. Hier muss man sich also fragen, wo die übrigen Universitäten und Fachhochschulen bleiben. Und wie sinnvoll ist die ganze Aktion eigentlich? Es werden 1,9 Milliarden Euro für alle Elite-Unis in Deutschland ausgeben. Harvard hat alleine einen Etat von 25 Milliarden Euro. Ganz offensichtlich möchte man wohl nicht wirklich diesen Weg gehen. Meiner Meinung nach sollten die Hochschulen lieber in voller Breite gefördert werden. Denn diese 9 Unis werden sicherlich nicht alleine alle unsere Akademiker ausbilden.
Da muss ich dir Recht geben, denn wirklich sinnvoll ist die Streuung auf so viele Universitäten nicht! Aber ist das nicht wieder ein rein deutsches Problem? Dass wir lieber zur Verfügung stehende Gelder mehr oder weniger "demokratisch" aufgrund unserer Geschichte verteilen, anstatt wie in den USA (noch) wertneutral üblich, eine "Elite" fördern, aus der ein Staat auch positiv schöpfen könnte? Warum fehlen mittlerweile in Deutschland hochausgebildete und entsprechend qualifizierte Kräfte? Weil wir aus falsch verstandenem Geschichtserlebnis den Begriff der "Elite" immer noch als negativ besetzt sehen, da er in den "tausend Jahren" zwischen 1933 und 1945 von verblendeten Hirnen instrumentalisiert worden ist?

Jedes Land braucht eine gut ausgebildete Bevölkerung, ohne Frage, und jedem Bürger sollte das Recht zu einer adäquten Ausbildung offen stehen! Doch was spricht dagegen, dass es eine sogenannte "Elite" gibt, die sich dann allerdings durch eine ihrer Ausbildung entsprechende Lebensleistung auszeichnen sollte, ja geradezu muss? Dazu muss man nich Nobel-Preisträger werden, auch kein Präsident oder Kanzler oder Minister eines Landes oder Staates, eine herausragende Leistung auch im Kleinen kann jemanden zu einer "Elite" werden lassen!

Die jetzt nicht als "Elite-Universität/-Hochschule" eingestuften Bildungseinrichtungen würde ich deshalb nicht abqualifizieren wollen, denn sie stellen quasi den Pool der Akademiker dar, die bei entsprechender persönlicher Leistung alle Chancen haben, zu diesen "bevorzugten" Einrichtungen zu wechseln!

So wichtig Akademiker für ein Staatsgefüge sind, so sollte man auch nicht die Leistungen der nichtakademischen Mitbürger außer acht lassen, die immerhin den größten Teil unseres volkswirtschaftlichen Einkommens sichern, welches es uns erst erlaubt, uns eine solche "Elite" leisten zu können! Jeder, der tagtäglich seiner Arbeit nachgeht, nach bestem Können und nach bestem Ausbildungsstand, ist unendlich wichtig für den Staat und die Gesellschaft, in der er/sie lebt! Dessen muss sich auch schlussendlich die "Elite" bewusst sein, denn ohne diese Menschen könnte auch eine Elite diesem Staat, in dem sie lebt, nicht dienlich sein! Diese meine Meinung ist übrigens völlig religons-, staatspolitisch und ethnisch neutral gemeint!

Meines bescheidenen Wissens nach wurden diese Universitäten/Hochschulen nach der Breite ihrer Forschung und der Lehre nach ausgesucht, nach der Anzahl ihrer veröffentlichten und anerkannten Forschungsergebnisse, nach der Quantität und Qualität der Förderung der Studierenden sowie der Qualität der Bedingungen für die Forschenden, Lehrenden und Studierenden...... sollte ich hier falsch liegen, bitte ich höflichst um eine Berichtigung meiner Aussagen!
 
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Alt 20.10.2007, 12:44   #3
Imago
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Zitat: tdd Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach sollten die Hochschulen lieber in voller Breite gefördert werden.
Was nur noch teuer sein würde. Und Geld ist eben genau das was nicht da ist

Nebenbei, neben den Förderungen von Elite-Unis(oder wie es formal heißt: Zukunftskonzepte), werden auch mehrere kleinere Unis gefördert(Graduiertenschule) und auch spezifische Themenkomplexe an gewissen Standorten(Exzellenzcluster). Bei beiden sind so ungefähr eine Größenordnung von 30-40 Stück ausgewählt worden. (nicht genau gezählt, wikipedia hat die Details).

Also die Förderung geht schon etwas mehr in die Breite als der der ganze Medienhype um Eliteuniversitäten einen glauben lässt.

Auch wenn im Vergleich zu oben genannten Zahlen von Harvard das natürlich Peanuts sind.

Zitat: tdd Beitrag anzeigen
Denn diese 9 Unis werden sicherlich nicht alleine alle unsere Akademiker ausbilden.
Das Geld geht sowieso nicht in die Lehre/Ausbildung sondern in die Forschung an den Unis (afaik).

Zitat: Nessaio
Da muss ich dir Recht geben, denn wirklich sinnvoll ist die Streuung auf so viele Universitäten nicht!
Deiner Meinung nach hätten wir also lieber nur eine Elite-Uni anstatt 9?

Zitat:
Dass wir lieber zur Verfügung stehende Gelder mehr oder weniger "demokratisch" aufgrund unserer Geschichte verteilen, anstatt wie in den USA (noch) wertneutral üblich, eine "Elite" fördern, aus der ein Staat auch positiv schöpfen könnte?
, kapier den Satz nicht
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Alt 21.10.2007, 01:16   #4
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Zitat: Imago Beitrag anzeigen

Deiner Meinung nach hätten wir also lieber nur eine Elite-Uni anstatt 9?

, kapier den Satz nicht
Wir haben für die Bildungspolitik leider in Deutschland nur sehr begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung, deren Streuung auf 9 Universitäten dazu führt, dass jede einzelne einen relativ geringen Förderbeitrag bekommt, der in der Tat im Gegensatz zu Harvard "Peanuts" bedeutet. Vielleicht hätte man sich auf 3-4 Universitäten beschränken sollen?

Mit dem Satz, den du nicht verstanden hast, wollte ich ausdrücken, dass der Begriff der "Elite" in Deutschland immer noch eher negativ besetzt ist (wie ich oben schon geschrieben habe), ich aber finde eine, wenn auch kleine, Elite im positiven Sinne für jeden Staat eher förderlich. Von daher würde ich also eine Konzentration der besonderen staatlichen Mittel auf einige wenige Universitäten, die sich durch ihre wissenschaftliche Qualifikation auszeichen, begrüßen. Was aber nicht zu Lasten der übrigen Hochschulen gehen darf, ohen Frage!
 
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Alt 22.10.2007, 22:13   #5
Killerkeks
 
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Bildung für die die Asche haben... Die Gelder gehören in die Haupt- und Realschulen und nicht in irgendwelche Eliteunis... Wenn Deutschland eine Zukunft haben will, dann muss das Geld in die Schulen....
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Alt 23.10.2007, 16:51   #6
Leitwolf
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Mal abgesehen davon, dass 1,9 Milliarden € nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein sind, stelle ich mal die ketzerische Frage, warum ich noch Geld in Leute stecken soll, die ohnehin nichts erreichen werden?
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Alt 24.10.2007, 01:35   #7
Imago
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Mal die ketzerische Gegenfrage, ob du allen, die nur mit Haupt-/Realschulabschluss und nachfolgender Berufsausbildung im Leben rumlaufen, nachsagst nichts erreicht zu haben ?
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Alt 24.10.2007, 11:07   #8
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Weil das in Bezug auf wissenschaftliche Leistungen stimmt. Es war nicht meine Absicht Menschen ohne abgeschlossenes Studium abzuwerten. Ich gehöre ja selber zu diesen Menschen.
Ich bin auch ohne Studium oder gar Elitestudium glücklich. Tatsächlich wäre ich es sogar ohne Abitur. Aber ich werde niemals herausragende wissenschaftliche Leistungen erbringen oder irgendwelche Nobelpreise einheimsen.
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Alt 24.10.2007, 13:53   #9
Jockel
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Ich weiß erlich gesagt nicht, was die Diskussion soll. Ich für meinen Teil arbeite in einer Gruppe die so einem Exzellenzcluster angehört. Ja und deswegen bin ich kein besserer oder schlechterer Mensch. Sicher wird allgemein mehr Geld für die Bildung benötigt, aber da sollte man das Geld an anderer Stelle wegnehmen. Diese Gelder werden genutzt um unter anderem im Weltweiten vergleich mithalten zu können. Was nützen mir am Ende zwei drei Schüler die nicht mehr ganz so dumm sind, wenn Deutschland im Internationalenvergleich eh nicht mehr mitredet.
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Alt 24.10.2007, 18:11   #10
Leitwolf
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Wo würdest du das zusätzliche Geld für Bildung denn wegnehmen wollen?
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Alt 26.10.2007, 13:07   #11
Killerkeks
 
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Weil das in Bezug auf wissenschaftliche Leistungen stimmt. Es war nicht meine Absicht Menschen ohne abgeschlossenes Studium abzuwerten. Ich gehöre ja selber zu diesen Menschen.
Ich bin auch ohne Studium oder gar Elitestudium glücklich. Tatsächlich wäre ich es sogar ohne Abitur. Aber ich werde niemals herausragende wissenschaftliche Leistungen erbringen oder irgendwelche Nobelpreise einheimsen.
Weil das zusammenleben und die Arbeit in Deutschland von 99%-nicht elitär-universitätsabschlussinhabern gemacht wird...
Weil sich Gewalt und Rechtsextremismus in genau diesen Schichten am Schnellsten Boden fasst
Weil das Bildungssystem komplett verkommt und von der Grundbildung die Zukunft dieses Landes abhängt und nicht von ein paar Elitärakademikern...

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Alt 26.10.2007, 13:56   #12
Leitwolf
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Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Weil das zusammenleben und die Arbeit in Deutschland von 99%-nicht elitär-universitätsabschlussinhabern gemacht wird...
Ich möchte garnicht wissen, wo unser Zusammenleben ohne die tausenden Erfindungen von einigen wenigen Genialen wäre...

[quote=Killerkeks;8503Weil sich Gewalt und Rechtsextremismus in genau diesen Schichten am Schnellsten Boden fasst[/QUOTE]

Rechtsextremismus ist natürlich das Problem im Deutschland des 21. Jahrhunderts. Und wie toll er sich mit Bildung bekämpfen lässt, merkt man ja am Beispiel Holger Apfel...
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Alt 02.11.2007, 07:25   #13
Fokker
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Einen Elite-Uni Abschluss gibt es zur Zeit in Deutschland nicht, denn die Lehre hat nichts mit der Förderung zu tun. Die Bedingungen für die Studierenden ändern sich nicht.
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