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Alt 14.09.2004, 19:02   #1
tdd
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Das Köhler-Interview

Hi
Die letzten Tage haben viele ihre Meinung zum Köhler-Interview mit dem Focus kund getan. Aber kaum jemand weiß jemand weiß, was er wirklich gesagt hat. Daher hier mal ein Ausschnitt mit den umstrittenen Aussagen:
Zitat:
FOCUS: Müssen wir nicht nach 15 Jahren Einheit so viel Ehrlichkeit aufbringen, den Menschen beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern zu sagen: Dort wird sich nie wieder Industrie ansiedeln?

Köhler: Solche Prognosen kann niemand seriös abgeben. Aber unabhängig davon gab und gibt es nun einmal überall in der Republik große Unterschiede in den Lebensverhältnissen. Das geht von Nord nach Süd wie von West nach Ost. Wer sie einebnen will, zementiert den Subventionsstaat und legt der jungen Generation eine untragbare Schuldenlast auf. Wir müssen wegkommen vom Subventionsstaat. Worauf es ankommt, ist, den Menschen Freiräume für ihre Ideen und Initiativen zu schaffen.

FOCUS: Und was sagen Sie nun den Menschen in den neuen Ländern?

Köhler: Dass sie mit der friedlichen Revolution etwas ganz Großes für Deutschland geleistet haben, wofür wir alle dankbar sind. Wir brauchen sie für die Gestaltung einer guten Zukunft. Und: Dass sie sich auf die Solidarität der Gemeinschaft und die gemachten Zusagen verlassen können. Aber ich sage auch: Jeder in Ost wie West muss wissen, dass er selber gefordert ist. Jeder einzelne Arbeitnehmer, jeder einzelne Unternehmer. Und wenn ein Arbeitnehmer in seiner Heimat keinen Arbeitsplatz finden kann, der seinen Ansprüchen gerecht wird, dann muss er selbst entscheiden: entweder dort hinziehen, wo er Chancen sieht, seine beruflichen Ziele zu verwirklichen, oder bewusst dem Leben in der unmittelbaren Heimat den Vorzug geben. Ich weiß, dass diese Wahl oft schwer fällt. Niemand kann sie uns abnehmen. Die Zukunft ist eben ein offenes Wagnis. Das wissen die Menschen im Osten viel besser als die im Westen. Aber das hat noch niemanden von uns daran gehindert, die Zukunft trotzdem gestalten zu wollen. Ich will deshalb dazu beitragen, dass den Menschen im Osten mehr Spielraum für ihre Ideen gegeben wird – etwa durch Befreiung von überflüssiger Bürokratie. Dort sollten wir ansetzen. Ich bin sicher, dass den Menschen etwas einfällt. Für eine gute Idee ist es egal, ob sie im Osten oder im Westen ausgeheckt wurde. Lasst uns herausfinden, was wir für Deutschland und die Welt anbieten können!
Das Ganze Interview: http://focus.msn.de/F/2004/38/Deutsc...er/koehler.htm

Ich finde er hat viel geredet, aber nichts neues gesagt.
__________________
mfg
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