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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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In anderen Ländern werden sogar die Klausuren der Schüler extern berichtigt. Wenn ich an meine Shculzeit zurückdenke, in der Lehrer teilweise eine halbe Stunde zu spät zum Unterricht kamen oder Klassenarbeiten monatelang korrigierten bis man sie endlich einmal wiederbekam, wären diese Veränderungen schon unbedingt nötig. Ich finde sowieso, dass sich das deutsche Schulsystem einiges von anderen Ländern abgucken kann. Zum Beispiel die Abschaffung der "Ehrenrunde", den Schulbeginn um neun Uhr oder eine flexiblere Unterrichtswahl.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Beiträge: n/a
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AW: Schul-TÜV
Das ganze dauert ganze sechs Jahre?!
Das ist viel zu lange, bis dahin dürften die PISA-Ergebnisse kaum aktuell. Außerdem besagen sie nicht, dass Deutschland schlecht ist, sondern dass 15-jährige deutsche Schüler während der Testphase bei den Textverständnis-Fähigkeiten schlecht abgeschnitten haben... Dass Deutschland sich was von anderen abgucken sollte, da stiimme ich dir zu, aber was davon? Vor allem kann man nicht einfach die Schulsysteme hierhin rüber kopieren, da die Rahmenbedingungen anders sind... Ersteinmal finde ich, dass der Beamtenstatus der Lehrer abgeschafft werden sollte, so dass Lehrer wie Angestellte bei schlechten Leistungen gefeuert werden sollten... Ferner sollten sie regelmäßig kontrolliert werden... Schule um 9 ist meiner Meinung nach keine gute Idee, da zuviel Zeit vom Nachmittag verloren geht, die einige Schüler durchaus viel sinnvoller nutzen können. Ach ja und als allererstes muss man mehr Lehrer einstellen, wenn ich mich nicht irre, so gibts an einer ganzen Reihe von Schulen Lehrermangel, so dass verdammt viel Unterricht ausfällt... Die curricula sollte man auch überarbeiten, z.B. dieses Auswendiglernen von Getreidearten in Australien bringt nichts, es kann jeder in einer Enzyklopädie nachschlagen... Das Hauptziel der curricula sollte sein, aus dem Schüler ein selbständig denkendes Wesen zu formen. Dementsprechend muss es zwei Sachen tun: ihm eine gewisse Allgemeinbildung vermitteln (da würde ich mehr mit griechischer Mythologie & klassischer Literatur lehren lassen), und zu diesem Wissen braucht er noch die nötigen Methoden um sich selbständig mehr erarbeiten zu können... Wenn Lehrer erstmal Beamte sind, so sollten besondere Engagements der Lehrer auch entsprechend belohnt wären, es gäbe viel mehr Freizeitaktivitäten an den Schulen, Arbeitsgemeinschaften, die Schule würde zu einem Lebensraum der Schüler werden... Was die naturwissenschaftlichen Fächer angeht, so müssen Schüler mehr rumexperementieren dürfen, dafür bräuchte man evtl sogar spezielle Räume, hingegen sollte man diesen Computer & Vernetzungs-Quatsch einschränken; meiner Erfahrung nach blödeln die Leute im Unterricht beim Surfen eh nur rum, bringen Computer zum Absturz und sind nicht in der Lage konzentriert zu arbeiten... Gruppenarbeit! Da passt der Begriff "kollektiver Schuld" zu, wenn am Ende nichts da ist, gibts für alle schlechte Noten, also fühlt sich einer in der Gruppe verpflichtet die gesamte Arbeit zu erledigen; das ganze kann abgeschafft werden, in dem die Gruppenmitglieder eine Motivation erhalten, mitzuarbeiten, hierzu muss jedes Gruppenmitglied lediglich nachher die Möglichkeit erhalten, die Arbeitsleistungen des anderen zu bewerten... "Ideologiefreier" Unterricht, ich weiß das ist eigentlich unmöglich, aber besser als jetzt kann es werden; was ich meine: z.B. hatte ich in der Unterstufe allerhand Anti-Bodentierhaltung-Texte, die in mir mein Umweltbewußtsein wecken sollten, dann gab es noch all die Texte gegen Krieg, die das ganze ziemlich oberflächlich abhandelten... man muss aber dem Schüler auch immer die zweite, die entgegengesetzte Seite präsentieren, dann lernt er schnell dass die Möglichkeiten zwischen den beiden Extremen, dass es kein Schwarz-Weiß sondern nur ein unzählige Grautöne und Kompromisse gibt, und die Hauptfrage nicht die Richtung sondern das Maß ist... Dementsprechend hätte ich damals erfahren, dass rigoroser Umweltschutz zwar wünschenswert sei, aber die Wirtschaftsleistung stark beeinträchtigen kann, so dass man auch da wieder abwägen muss... Analog sieht es mit einer Vielzahl anderer Themen aus... Die Schüler sollten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Fächer zu wählen, und vor allem macht dieses Sitzenbleiben-Konzept kaum Sinn, wegen einem Fach muss man die gesamte Stufe wiederholen; ich glaube, dass es schwindend wenige sind, die sitzengeblieben sind, weil sie einmal faul waren, und danach aber wieder arbeitsam werden... Man müsste die einzelnen Kurse wiederholen können, dementsprechend müssten die "Ausgleichsmöglichkeiten" z.B. Mathe 5 durch Englisch 3 ausgleichen, abgeschafft werden... Man könnte den Lehrer zum Prestige-Beruf machen, in dem man die Anforderungen für Lehrer hochsetzt, wenn Lehrer dann nur leistungsstarke, hochgebildete Studenten werden dürften, hätte der Lehrer-Beruf ein elitäres, bewundernswertes Image... Im Moment gelten ja hier und da Lehrer ja als Versager... Man sollte nicht viel von Finnland kopieren, denn Finnland mag im sprachlichen stark sein, aber die Naturwissenschaften werden z.B. stark vernachlässigt... Und vor allem darf man nicht mit dem PISA-Hammer argumentieren, bloß weil dies oder jenes Land in der Studie besser abgeschnitten hat, kann man nicht dieses oder jenes abschaffen oder übernehmen... denn die Studie ist eine Beobachtung, sie legt nicht offen, warum andere Länder besser waren, diese Arbeit bleibt leider den Politikern überlassen... Gesamtschulen? Sind die so sinnvoll, also vom Sozialen her mögen sie etwas beitragen, aber die Leistungen der Gesamtschüler sind nicht besonders gut - zumindestens so meine Erfahrungen (Nachhilfe etc.)... Mehr Förderung! Das wäre schon wohl durch die Zusatz-AGs oben abgedeckt, aber extra Förderungsprojekte fordern den Ehrgeiz heraus... 13 Jahre sind außerdem viel zu lange, die 11 ist völlig oberflüssig, abschaffen! stattdessen mehr Unterricht in den anderen Klassen, ein 30 Stunden Minimum für Mittel & Oberstufe muss gewährleistet werden... Und ein wenig mehr Geld für Bildung wäre nicht verkehrt, eine zweckgebundene Steuer auf irgendein Produkt fände ich da angebracht... z.B. auf Alkohol oder Tabak, ok, aber Steuererhebungen lassen sich ja eh nicht durchsetzen weil jeder glaubt, bis an seine äußersten Grenzen steuerbelastet zu sein... Trotzdem gibt es gravierende Argumente die für Investitionen in Bildung & Forschung sprechen: Deutschland kann im Globalisierungswettlauf langfristig nur bestehen, wenn der Arbeitsfaktor Wissen/Bildung besonders stark wird. Billigere Arbeitskräfte gibt es ja auf anderen Kontinenten... man müsste aber noch überlegen, wie man die Fachkräfte hier im Land hält, denn sie pflegen es nach ihrer Ausbildung in besser bezahlte Positionen außerhalb Deutschlands wegzuwandern... Dazu müsste man sich wohl wahrscheinlich um Investoren kümmern, die hier die nötigen Arbeitsplätze schaffen, der Staat müsste für ein angemessenes soziales Klima sorgen... |
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#3 |
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Boardinventar
Registriert seit: 09.12.2003
Ort: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 200
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AW: Schul-TÜV
Die Dauer ist definitiv zu lang. Aber die Idee des Schul-TÜV finde ich sehr gut. Doch es ist sicherlich nicht so umsetzbar, wie die es sich vorstellen.
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#4 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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AW: Schul-TÜV
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden
Beiträge: 241
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AW: Schul-TÜV
Hi,
also die Idee vom Ansatz her ist schonmal gut. Auch gut, wie Xargonis hier viele Ideen eingebracht hat ![]() Also ich geb mal ein paar Beispiele von meiner Schule, an denen klar wird ,wie manche Sachen an Schulen doch verkehrt laufen: Also bis auf die Klassen der Unterstufen, sind eigenlich alle Räume total kahl und langweilig. Unsere Schule hat letzdes Jahr Geld für ein neues Klingel System gehabt, obwohl das Alte genauso gut war. Der einzige Vorteil der dieses neue Klingelsystem ist, das sich das Klingeln jetz wie beim Bahnhof anhört, wenn dieses Ding Dong kommt. eine Polyphone Klingel praktisch Und die Klingel kann Musik abspielen, TOLL! das wurde bisher 1mal vor den Sommerferien in einer Pause genutzt.Diese verdammte Klingel hat Tausende Euro gekostet, aber Geld für einen Schwamm oder so ist nicht drin! Die Komplette naturwissenschaftliche Ausstattung ist aus den 70er Jahren! Jeder neue Lehrer den wir bekommen regt sich erstmal auf und nimmt es später nur noch mit Humor. Also wir haben jetz auch nen sehr Guten PC-Raum, doch er wird kaum Sinnvoll genutzt. Und wir haben Netzwerk Anschluss in der halben Schule, der wird jedoch auch nur gebraucht, weil abundzu mal ein Lehrer sein Notebook mitbringt und was runterläd. Immoment wird unserer Schule von neuen Referendaren überschwemmt, weil die OS in Niedersachsen abgeschafft wurde und die gesammten 5ten und 6ten Klassen direkt zu den Haupt-, Realschulen, Gymnasien komment. Das alles läuft jedoch total chaotisch so das es bald Aussenstellen Schulen gibt; total Konfus. Diese Referendare sind logischerweise nicht so gut wie die alten Lehrer, jedoch werden sie auch noch gezwungen diese neuen Lehrmethoden anzuwenden, die zu nichts führen. Wer arbeitet schon in einer Gruppe, wenn man nach 20Minuten dann einfach was erzählen kann was man sich grade ausgedacht hat. So mal ein paar Probleme die mich aufregen ![]() |
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