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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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Die FDP hat ein eigenes Konzept einer Gesundheitsreform vorgestellt. Demnach sollen die gesetzlichen Krankenkassen abgeschaft und privatisiert werden.
Kinder sollen nicht mehr beitragsfrei mitversichert sein, sondern über eine Pauschalprämie miteingebunden werden. Allerdings müsste deswegen auch das Kindergeld erhöht werden, so führt es Guido Westerwelle aus. Die Versicherungspflicht würde demnach weiterbestehen. Für die Versicherungen müsse es Pflicht sein Basistarife ohne Risikoüberprüfung anzubieten. Hört sich alles schon etwas amerikanisch an. Bevor man aber urteilen kann, sollte schon etwas mehr bekannt sein.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.01.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 139
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Naja, ich würde vorschlagen wir übernehmen das Gesundheitswesen von Dänemark, und gut ist.
Was die FDP vorschlägt, geht natürlich wieder nur zu Lasten der Geringverdiener, andere Ideen können die halt nicht entwickeln. |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Die tun eben weiter liberal. Das wollen sie schließlich auch sein. Ich glaube nicht, dass das sinnvoll ist.
Die Krankenkassen müssen sparen; gut. Dann sollte man sich darauf besinnen, was sie sind... Krankenkassen. Die sollte Kranken vorbehalten bleiben. Wer ängstlich ständig verdachtlos Vorsorgeuntersuchungen machen lässt oder wegen jeder kleinen Erkältung zum Doc rennt, kann das bitte vollständig aus eigener Tasche finanzieren. Dann können wir uns auch die Praxisgebühr schenken. |
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#4 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.01.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 139
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Vorsorgeuntersuchungen haben ihren Sinn, und sind sicherlich nicht mit "aängstlich" und/oder "verdachtlos" in Verbindung zu bringen. Je älter ein Mensch wird, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das er erkrankt. Somit ist es mehr als angebracht, sich regelmäßig durchchecken zu lassen. Dies spart enorm Geld. Denn Krankheiten, werden sie rechtzeiti erkannt, können so im Keim erstickt werden. Und bist du selbst Arzt, das du beurteilen kannst was eine harmlose Erkältung ist, und was nicht? Es gibt viele gefährliche Krankheiten, die eben "harmlose" Symptome wie Erkältung und leichtes Fieber haben. Die Gesundheit ist das höchste Gut. Man sollte es nicht zum Wirtschaftsfaktor machen. Untersuchen aus eigener Tasche bezahlen? So ein Vorschlag kann nur von jemanden kommen, der entweder im Wohlstand lebt, oder die Preise nicht kennt. Bereits ein einfaches EKG kostet um die € 130,00. |
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#5 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Vor allem: Wenn keiner mehr zum Arzt geht, wird auch ein Wirtschaftszweig geschwächt!
![]() Unser Gesundheitssystem hat jetzt schon so einige absurde Regelungen, wie zB die Budgetierung der Ärzte.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#6 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Ein EKG kostet übrigens nur 6,25 € mit Befund. Ein Belastungs-EKG nur 15 €.
Also nichts mit 130 €... So viel verdienen Ärzte nicht.
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#7 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Und ich bin kein Arzt; auch habe ich nicht vor, einer zu werden. Allerdings ist ein guter Freund von mir Arzt, und das schon eine Weile. Meine Meinung dazu habe ich mir erst nach einigen Gesprächen über dieses Thema mit ihm gebildet. Die Anzahl der Leute, die in Deutschland wegen lächerlichen Symptomen ins Krankenhaus rennen, ist enorm. Das ist eine zentrale Ursache für die extreme Überlastung der Ärzte hier. Es kostet unheimlich viel Zeit, die die wirklich Kranken viel dringender bräuchten. Der Besagte wohnt jetzt im Norden von Norwegen, knapp unterm nördlichen Wendekreis, und ist dort ebenfalls als Arzt in einem Krankenhaus tätig. Dort kommen die Leute tatsächlich nur, wenn sie wirklich krank sind. Und dann weiß ein Arzt auch, dass er das tut, was er tuen sollte: Kranke heilen. Und nicht überempfindlichen, verwöhnten Leuten gut zureden. Ständige Arztbesuche von gesunden Menschen dagegen sind nicht lebensnotwendig, die sind Luxus. Und der sollte nicht aus der Krankenkasse finanziert werden. Noch einmal: wer teure Untersuchungen und Behandlungen nötig hat, der soll sie auch bezahlt kriegen. Aber nicht die, die es nicht nötig haben. Ich bin in den letzten Jahren dreimal zum Arzt gegangen. Einmal wegen einer Mittelohrentzündung, einmal wegen einer Blinddarmreizung oder -entzündung (da waren sich die Ärzte nicht so ganz sicher, ich habs ganz knapp ohne Operation überstanden) und einmal wegen Karies unter einer Füllung, ebenfalls höllisch schmerzhaft. Und wegen kleineren Wehwehchen bewege ich mich nicht zum Arzt. |
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Wie willst du entscheiden, ob jemand doch nicht so krank ist? Auch diese leute haben ein Recht auf Behandlung und der Arzt die Verpflichtung den Symptomen nachzugehen. Wenn es wirklich ein "lächerliches" Symptom ist, dann wird die Behandlung auch entsprechend einfach und schnell sein. Zwischen lächerlichen und ernsten Symptomen zu unterscheiden ist schwer.
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#9 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Natürlich ist es nicht ganz einfach, zu differenzieren. Aber einige einfache Richtlinien kann man durchaus aufstellen. Am Ende muss dann der Arzt entscheiden. Der wird im Zweifelsfall eher nicht gegen den Patienten entscheiden; der wird nämlich sowieso bezahlt. Da sollte man sich also keine Sorgen machen. |
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#10 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
![]() In der Medizin wird per Ausschlussdiagnostik behandelt. Man muss die Krankheiten nach und nach ausschließen, bevor man eine sichere Diagnose stellen kann. Auf dem Weg dahin liegen nunmal viele Untersuchungen, um die man nicht herumkommt, wenn man eine qualifizierte Diagnose stellen will. Das bedeutet eben auch, dass man erst nach den Untersuchungen sagen kann, ob jemand ernsthaft krank ist oder nicht.
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#11 |
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Benutzer
Registriert seit: 27.04.2004
Beiträge: 25
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Die Frage die sich stellt ist doch, warum man in anderen Leuten deutlich weniger zum Arzt gehen.
In Dänemark gibt es das Hausarztmodell. Er behandelt allein, nur im Notfall wird der Patient an Fachärzte überwiesen, daß spart enorm, da z. B. auch diese teuren Doppeluntersuchungen wegfallen. |
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#12 |
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Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: FDP - eigene Gesundheitsreform
Natürlich kann es passieren, dass jemand nicht zum Arzt geht, obwohl er besser gegangen wäre. Aber das passiert jetzt genauso, und wahrscheinlich eher; denn momentan muss er immer zahlen, egal, wie schwer die Krankheit ist. Und das ist selbstverständlich nur eins von vielen Beispielen. |
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