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Pro und Kontra: Atomenergie - Ja/Nein
 #  Pro  #  Kontra
1 + nur 5% Lifetime Kostenanteil fallen auf Rohstoffkosten
05.08.2008 17:15 von T-Rex
6 - evtl. ist die demontierte Forschungslandschaft nun nicht mehr rechtzeitig wiederzubeleben.
05.08.2008 17:53 von T-Rex
2 + in Frankreich kostet Strom 10 cent pro KWh in Deutschland eher 18 und in Italien (no Atomstrom) 26
05.08.2008 17:16 von T-Rex
7 - Risiko eines SuperGAUs nur minimierbar, aber nicht auszuschließen.
06.08.2008 01:28 von tdd
3 + Atomtechnologie liefert konkurrenzlos effizient Grundlaststrom
05.08.2008 17:21 von T-Rex
8
Gegenargument zu #4:
- Mehr Müll vergrößert das Entsorgungsproblem. Die Folgekosten gehen noch gar nicht in die Stromkosten ein.
06.08.2008 01:30 von tdd
4 + man kann aus Atommüll nicht aussteigen. Das es kein vernünftiges Entsorgungskonzept gibt ändert nur der, der die Technologie voran treibt und eben nicht wer aussteigt.
05.08.2008 17:27 von T-Rex
9
Gegenargument zu #2:
Da der Strompreis nicht aufgrund der günstigsten Methode zur Energieerzeugung berechnet wird, macht Atomstrom keinen Unterschied bei den Strompreisen - außer man setzt auf 100% Atomstrom. Dann müssten allerdings tausende neuer AKWs gebaut werden, was ebenso illusorisch ist.
06.08.2008 02:43 von Fokker
5 + Nukleare Grundlasterzeugung ist die günstigste Voraussetzung für die wirtschaftliche Einführung von Solar- und Windenergie - ferner für einen Einstieg in die Elektrifizierung des Straßenverkehrs.
05.08.2008 17:29 von T-Rex
10 Nur 3% der Primärenergie weltweit wird aus Atmstrom erzeugt.
06.08.2008 02:44 von Fokker
15 + Ein SuperGau ist schon mit der jetzt verfügbaren Technologie physikalisch nicht mehr möglich.
08.08.2008 11:14 von T-Rex
11 Es gibt genügend wirtschaftliche Konzepte zur umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien. Mehrere Studien zu dem Thema haben dies bewiesen, bspw. von der Uni-Kassel.
06.08.2008 02:47 von Fokker
16 + Die Mengen an Atommüll, die durch einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland vermieden würde ist irrelevant gering. Die Vermeidung dieser Mengen macht kein einziges Endlager und keine Entsorgungsforschung überflüssig.
08.08.2008 11:18 von T-Rex
12 Atomenergie wird zukünftig teuer und zum Klimakiller, da der Aufwand und auch der Preis des Rohstoffs in Zukunft steigen wird.
06.08.2008 02:48 von Fokker
17
Gegenargument zu #14:
Der Betrieb von Atomenergieanlagen oder Kohlekraftwerke ist die Voraussetzung für den Einsatz von "EE", die NICHT Grundlastfähig sind (alle außer Geothermie).

Die Forschung an - und der Einsatz von Atomenergieanlagen widerspricht nicht dem Ausbau von Solar- und Windkraft und schon gar nicht der Forschung im Bereich Energiesysteme sondern hat sie in der Vergangenheit und Gegenwart erst ermöglicht.
08.08.2008 11:41 von T-Rex
13 Atomanlagen werden in dritte Welt Länder exportiert, wo man zu recht um die Sicherheit fürchten muss.
06.08.2008 02:51 von Fokker
18 + Die CO2 Bilanz moderner Atomenergieanlagen ist besser als die von heute verfügbaren Solaranlagen - jedenfalls im Moment.
08.08.2008 11:58 von T-Rex
14 Durch die Umstellung auf EE kann Deutschland Marktführer auf diesem Markt werden. Da dies auf jeden Fall die kommende Technologie ist, kann man so eine wirtschaftsstrategische Position besetzen und halten.
06.08.2008 02:53 von Fokker
19 + Atomwaffenfähiges Material wird 'verheizt'
08.08.2008 12:03 von T-Rex
23
Gegenargument zu #17:
EE sind sehr wohl Grundlastfähig. Wie du schon schriebst, gibt es Geothermie und Wasserkraft, die man zur Deckung der Grundlast nutzen kann. Im Übrigen hat dies nichts mit der Marktführerstellung zu tun!
29.08.2008 15:13 von Fokker
20 + Die Freisetzung von Radioaktivität stellt nicht in jedem Fall ein Gesundheitsrisiko dar und nicht jeder Störfall ist ein Todesrisiko
08.08.2008 12:05 von T-Rex
24
Gegenargument zu #18:
Die CO2-Bilanz der Atomkraft wird in Zukunft schlechter werden.
29.08.2008 15:14 von Fokker
21 + Atomtechnologie steht erst am Anfang der Entwicklung. Hohes wirtschaftliches Potential bieten Kraftwerke, die nicht auf Uran 238 als Primärenergieträger angewiesen sind, neue Sicherheitskonzepte, neue Aufbereitungskonzepte und neue Entsorgungskonzepte.
08.08.2008 12:09 von T-Rex
25
Gegenargument zu #19:
Atomwaffenfähiges Material wird derzeit höchstens theoretisch verheizt. Bis dies marktreif ist, wird es noch dauern und abgerüstet wird derzeit ebensowenig.
29.08.2008 15:15 von Fokker
22
Gegenargument zu #10:
Nur weil Wasserkraft für viele Industrieländer mit Abstand die wichtigste Stromquelle ist - daraus kann sich logischerweise für Deutschland nicht ableiten, dass Atomstrom nicht benötigt wird.
13.08.2008 10:26 von T-Rex
26
Gegenargument zu #20:
Aber es gibt und gab immer wieder Störfälle bei denen große Mengen Radioaktivität frei wurden und ein Gesundheitsrisiko auf jeden Fall besteht/bestand. Außerdem sind in Zusammenhang mit der Kernenergie schon viele Menschen gestorben. Tschernobyl ist da nur ein Fall von vielen.
29.08.2008 15:17 von Fokker
34
Gegenargument zu #25:
In den 1990ern wurde Uran aus dem Rückbau von Atomwaffen gewonnen. Der Weltmarktpreis für Uran sank.
04.09.2008 11:23 von disputatio
27 Mit Atomkraft bleibt Deutschland weiterhin abhängig von Rohstoff-Importen (Uran) aus dem Ausland.
04.09.2008 10:54 von disputatio
35
Gegenargument zu #29:
Das Laden von Akkus für den Straßenverkehr ist auch nicht-kontinuierlich möglich - dennoch wird elektrischer Individualverkehr erst ähnlich nützlich wie der konventionelle, wenn auch eine effiziente und stetige Verfügbarkeit von Energie gegeben ist.

Akkus zu horten und zu tauschen um Netzschwankungen auszubüglen ist deutlich ineffizienter und unpraktischer als Akkus sofort und schnell zu laden.
08.09.2008 12:12 von T-Rex
28
Gegenargument zu #3:
Die wahren Kosten der Atomenergie stecken nicht im Strompreis: a) Die Rücklagen der AKW-Betreiber reichen nicht für die Endlagerung. b) Im Falle eines GAUS reichten die Rücklagen nicht mal mehr um 1% des Schadens zu bezahlen. c) Die Atomenergie wurde so wie die Erneuerbaren Energien heute - staatlich gefördert. Unterschied: Bei der Atomenergie flossen die Gelder direkt. Heute zahlt der Verbraucher über die Einspeisevergütung. d) Die Bewachung der Atomtransporte zahlt der Staat.
04.09.2008 10:59 von disputatio
36
Gegenargument zu #31:
Dies ist kein Gegenargument zu 16, denn es wurde in 16 nicht bestritten, dass zusätzlicher Müll Kosten verursacht - es ging in 16 auch nicht um die Betriebsrisiken sondern ledglich um eine Abschätzung der Kostenerleichterung durch einen Ausstieg.

Die Kosten werden kaum geringer, da auch im Falle eines Ausstiegs nicht auf die kapitalintensiven Infrastukturen verzichtet werden könnte. Lediglich die pro KWh vernachlässigbar geringen Kosten für die Einkapselung, Aufarbeitung und Transport würden gespart.
08.09.2008 12:17 von T-Rex
29
Gegenargument zu #5:
Das laden von Akkus (Elektrifizierung des Straßenverkehrs) funktioniert auch mit unkontinuierlichen Stromquellen.
04.09.2008 11:03 von disputatio
37
Gegenargument zu #27:
Die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten bei der Erzeugung von Elektrizität ist nicht relevant. Lediglich 5% der Lebenszeitkosten eines AKWs entfallen auf Rohstoffe und ein AKW kann extrem kosteneffizient Strom erzeugen.

Uran ist nicht selten und es stehen als Ersatzstoffe Thorium sowie Isotope aus den Reststoffen von Uranbrennstäben zur Verfügung.
08.09.2008 12:55 von T-Rex
30
Gegenargument zu #15:
a) die verfügbaren Technologie (EPR-Reaktoren) haben nur ein 10 mal geringeres Risiko. Das Restrisiko besteht auch hier. [quelle]
b) die verfügbaren Technologie wird derzeit in den meisten AKWs nicht angewendet.
04.09.2008 11:07 von disputatio
38
Gegenargument zu #33:
Nr. 33 ------>

ist unwahr.

Die viel zitierten Experimente und Pilotanlagen zum Partitioning und der Transmutation sowie die experimentell fundierten Möglichkeiten zum Deep Burn zeigen, dass es realisierbare Möglichkeiten zur endgültigen Entsorgung und Vermeidung von gefährlichen Abfallstoffen schon heute gibt.

Der weltweite Boom der nuklearen Energieerzeugung begräbt alle Prophezeiungen eines vorzeitigen Endes des beginnenden nuklearen Zeitalters.
08.09.2008 13:03 von T-Rex
31
Gegenargument zu #16:
Das stimmt nicht. Jede Tonne Müll verursacht zusätzliche Kosten (Konditionierung, Verpackung, Transport, Einlagerung, 1. Kontrolle nach 1000. Jahren, 2. Kontrolle nach 2000 Jahren, ...).
Jede weitere Betriebstunde birgt das Risiko eines Unfalls.
04.09.2008 11:10 von disputatio
39
Gegenargument zu #32:
Das durch freigesetzte Radionukleide nicht unbedingt ein stark erhöhtes Krebsrisiko ausgeht - je nach Art und Menge - wird sehr wohl häufig und von einem Großteil der Menschen in Deutschland bestritten.

Das Vertrauen in atomare Technologie und in die Energieerzeuger ist irrational stark eingeschränkt, so wie es in den 50er Jahren irrational groß war. Dies ist sicher die natürliche Folge der haarsträubenden Nachläßigkeiten und der schlechten Informationspolitik in der Vergangenheit.
08.09.2008 13:04 von T-Rex
32
Gegenargument zu #20:
Stimmt - aber das hat auch niemand bezweifelt. Kein wirkliches Argument. Entscheidend ist, dass es bei einigen Unfällen zu Gesundheitsrisiken und Todesfällen kam, und jederzeit wieder kommen kann.
04.09.2008 11:12 von disputatio
40
Gegenargument zu #30:
30 ist kein Gegenargument zu 15.

In 15 wurde beauptet, dass ein SuperGau mit geeigneter Technik physikalisch auszuschließen ist. (EPR - THTR später evtl. Rubia).

In 30 wurde ein Wikipedia Artikel mit Neutralitätswarnung zitiert, der keinen Bezug auf einen SuperGau Fall nimmt.

In dem angeführten Artikel wird lediglich ein Bezug zum GAU des EPR genommen, der aber im Falle des EPR besonders weit ausgelegt wird - es wird beim EPR Konzept sogar der extrem unwahrscheinliche Fall einer Kernschmelze berücksichtigt.
08.09.2008 13:05 von T-Rex
33
Gegenargument zu #21:
Die Atomtechnologie ist am Ende. Seit 50 Jahren wurde keine praktikable Möglichkeit gefunden den Müll ungefährlich zu machen. Die Brütertechnologie hat sich als zu gefährlich erwiesen. Einzig die Sicherheitstechnologie wurde verbessert. Die praktische Umsetzung dieser Konzepte hinkt allerdings 20 Jahre hinterher.
04.09.2008 11:15 von disputatio
49
Gegenargument zu #42:
Eine dauerhafte Verzwanzigfachung des Uranpreises ist unrealistisch - schon durch eine Verdoppelung würden große Teile der bisher nicht abbauwürdigen Vorkommen abbauwürdig.

Ausserdem kann Thorium als Brennstoff genutzt werden
08.09.2008 19:30 von T-Rex
41
Gegenargument zu #36:
Hier geht es um Atomkraft generell und nicht um baldigen oder sofortigen Ausstieg. Oder!?
08.09.2008 15:14 von disputatio
50
Gegenargument zu #43:
Uran kommt von Natur aus in Seewasser vor. Selbstverständlich ist Uran auch dort gefährlich - die Gefahr ist nur nicht relevant - darum ging es in #39
08.09.2008 19:35 von T-Rex
42
Gegenargument zu #37:
Die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten bei der Erzeugung von Elektrizität ist eben doch relevant. Schon mal was vom Öl-Kartell OPEC gehört? Warum sollte es bei Uran zu keiner Kostenexplosion kommen, wenn alle anderen Energie-Rohstoffe so teuer werden? Der Preis wird erst gedeckelt, durch die Kosten der Urangewinnung aus Meerwasser - und der ist sehr hoch. Auch wenn es nur derzeit nur 5% sind - wenn sich der Uranpreis verzwanzigfacht, dann macht das Uran plötzlich mehr als 50% des Energiepreises aus. Das bedeutet für den Energiepreis ein Anstieg um etwa 100%. Atomstrom wird in Zukunft nicht so "billig" bleiben. Erneuerbare Energien hingegen können nur günstiger werden.
08.09.2008 15:22 von disputatio
51
Gegenargument zu #47:
Enthält eine Bitte und eine Frage aber kein Argument - der Diskussionsteil befindet sich weiter unten
08.09.2008 19:44 von T-Rex
43
Gegenargument zu #39:
Welcher anerkannte Wissenschaftler / Studie bezeifelt die Gefährlichkeit radioaktiver Partikel? Quelle bitte.
08.09.2008 15:25 von disputatio
    44
Gegenargument zu #40:
A) In #15 wurde behauptet, dass die 100% sichere Technologie bereits existiert. Bitte Quelle dazu.
B) Die EPR-Technicht ist nicht sicher. Ein Resrisiko bleibt, und das wird auch immer so bleiben. Die Neutralitätswarnung bei Wikipedia bezieht sich auf den Abschnitt "Kritik" und nicht auf den Abschnitt "Sicherheitskonzept", die meine Aussage bestätig #30. Nenne erstmal selbst eine Quelle, die deine 100%ig sichere derzeit verfügbare Technologie belegt.
C) Kann ich nicht nachvollziehen, warum #30B kein Argument zu #15 sein soll.
08.09.2008 15:34 von disputatio
    45
Gegenargument zu #35:
Es bleibt dabei: Das laden von Akkus (Elektrifizierung des Straßenverkehrs) funktioniert auch mit unkontinuierlichen Stromquellen. Windkraftwerke erzeugen nacht zusätzlichen Strom, der die Akkus der E-Autos aufladen kann. Die stehen nachts nämlich meistens in der Garage. Die These #5, dass Atomstrom eine wichige Vorraussetzung für die Elektrifizierung des Straßenverkehrs sei, ist widerlegt.
08.09.2008 15:35 von disputatio
    46
Gegenargument zu #16:
Die zusätzlich Menge an Müll, die entsteht, wenn nicht aus der Atomenergie ausgestiegen wird, ist nicht gering. Es geht um 1000 von Tonnen von Müll.
08.09.2008 15:36 von disputatio
    47
Gegenargument zu #38:
Bitte Quelle ergänzen.
Besonders interessant wäre die Frage, was es kostet, aus einer Tonne hochradioaktivem Müll X Tonne(n?) Schwachradioaktiven Müll zu machen. Und um welche Potenz wird die Zeit reduziert, in der der Müll noch radioaktiv oder giftig ist.
08.09.2008 15:44 von disputatio
    48
Gegenargument zu #39:
Einzig Irrational ist, dass Atomkraft noch erlaubt ist. Die Gefahren der atomaren Technologien wurden und werden durch die Atomlobby maßlos verharmlost. Mann kann Strom auch ohne Restrisiko und ohne Atommüllproblem bereitstellen.
Die Atomlobby hat alleine mehr Geldmittel für die Propaganda zur Verfügung, als Greenpeace, die Anti-AKW-Bewegung und die Grünen zusammen. Und sie hat auch ein finanzielles Interesse am Weiterbetrieb der AKWs. Die Anti-Atom-Bewegung hingegen kann sich auflösen, wenn alle AKWs abgeschaltet sind.
08.09.2008 15:52 von disputatio

Antwort
 
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Alt 19.06.2009, 19:29   #76
Gelöscht
 
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Zitat: Raptor Beitrag anzeigen
Ich bin für die Kernkraft, da ich es deutschen Ingenieuren zutraue die Technik unter Kontrolle zu halten. Kernkraft ist nicht nur eine zur Zeit der saubersten Energien, sondern die Kraftwerke produzieren im Gegensatz zu Windkraft z.B. viel mehr Energie.

Nur Kernkraftwerke sind sowieso nicht realisierbar, da diese nicht so individuell gesteuert werden können wie Gas- oder Kohlekraftwerke. Kernkraftwerke werden in der Regel als Grundlastkraftwerke eingesetzt, deren Leistung kaum gedrosselt wird.

Bis zur Fusionsenergie ist es noch ein weiter weg und bis dahin gibt es wohl kaum andere Möglichkeiten. Ich frage mich ja was die Grünen machen wollen, wenn es in Europa keine Kohle mehr gibt, womit sie dann ihre Elektrogeräte antreiben wollen? Mit Wind- und Wasserkraft sicherlich nicht.
Ich möchte mich bei der Umfrage diesen Worten anschließen.
Solange man noch nicht den gesamten Stromverbrauch durch Solar (z.B.Sahara) oder durch Meereskraftwerke,Ausnutzung von Ebbe und Flut, solange brauen wir die Atomenergie. Was soll der Schwachsinn, wenn wir die Atomkraftwerke stilllegen, aber die Länder um uns herum immer neue bauen, und den Strom billiger liefern können. mag ja sein, dass Frau Kynast oder Herrn Tritin die Energiepreise egal sind, aber der "normale " Arbeiter hat nicht dieses Gehalt der beiden.
 
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Alt 06.07.2009, 14:11   #77
Neuklon
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Neuklon befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Die erneuten Störfälle um Krümmel (drei in zwei Wochen) zeigen das Vattenfall und Co. nichts, aber auch rein gar nichts aus den letzten Geschehnissen gelernt haben. Nun endlich wird die Thematik als Wahlkampfthema wahrgenommen.

n-tv: Nur der Ausstieg ist sicher
__________________
Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
Hubert Reeves
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Alt 06.07.2009, 19:42   #78
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Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
Die erneuten Störfälle um Krümmel (drei in zwei Wochen) zeigen das Vattenfall und Co. nichts, aber auch rein gar nichts aus den letzten Geschehnissen gelernt haben. Nun endlich wird die Thematik als Wahlkampfthema wahrgenommen.

n-tv: Nur der Ausstieg ist sicher
ich denke mal, selbst wenn nur ein Lichtschalter in einem Atomkraftwerk defekt ist, wird es schon als Störfall von der Presse und den Grünen aufgebauscht.
Was war denn nun defekt, und welche Auswirkungen hatte der Defekt für unsere Sicherheit? Kannst Du das beantworten?
 
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Alt 06.07.2009, 20:22   #79
Raptor
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Zitat: riverpirate Beitrag anzeigen
ich denke mal, selbst wenn nur ein Lichtschalter in einem Atomkraftwerk defekt ist, wird es schon als Störfall von der Presse und den Grünen aufgebauscht.
Was war denn nun defekt, und welche Auswirkungen hatte der Defekt für unsere Sicherheit? Kannst Du das beantworten?
Soweit ich das mitbekommen habe, hat es quasi denselben Störfall, wie bei der letzten Abschaltung gegeben. Ein Trafobrand. Wieso man das nicht in den Griff bekommt ist schon etwas komisch.
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Alt 06.07.2009, 20:29   #80
Neuklon
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Ein Lichtschalter? Bitte? Das AKW Krümmel musste abermals wegen einem schwerwiegenden Systemfehler (höchstwahrscheinlich identisch mit 2007) Not-Abgeschaltet werden, was in der Schnelle erhebliche Auswirkungen und Schäden am Stromnetz in Hamburg und Schleswig-Holstein zur Folge hatte.

Wenn nun sogar die FDP in Schleswig-Holstein eine endgültige Abschaltung fordert, kannst du dir ausrechnen wie ernst die Lage und wie unsicher Krümmel geworden ist.
FDP: Krümmel soll nicht wieder ans Netz"

Das Kernkraftwerk ist erst seit kurzem wieder in Betrieb nach 2 Jahren Reparaturarbeiten. Ein Witz ist das, trat doch nun das angeblich behobene Problem wieder auf. Krümmel ist nicht mehr betriebsfähig!
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Alt 07.07.2009, 19:27   #81
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Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
Ein Lichtschalter? Bitte? Das AKW Krümmel musste abermals wegen einem schwerwiegenden Systemfehler (höchstwahrscheinlich identisch mit 2007) Not-Abgeschaltet werden, was in der Schnelle erhebliche Auswirkungen und Schäden am Stromnetz in Hamburg und Schleswig-Holstein zur Folge hatte.

Wenn nun sogar die FDP in Schleswig-Holstein eine endgültige Abschaltung fordert, kannst du dir ausrechnen wie ernst die Lage und wie unsicher Krümmel geworden ist.
FDP: Krümmel soll nicht wieder ans Netz"

Das Kernkraftwerk ist erst seit kurzem wieder in Betrieb nach 2 Jahren Reparaturarbeiten. Ein Witz ist das, trat doch nun das angeblich behobene Problem wieder auf. Krümmel ist nicht mehr betriebsfähig!

schwerwiegenden Systemfehler, höchstwahrscheinlich, wer sagt das, der Betreiber oder die Grünen oder andere politische Stimmenfänger?
Mal ehrlich, dieses Problem kann aber doch überall vorkommen, nicht nur in AKW`s . In anderen Kraftwerken wird es nur keinem interessieren. Was hat ein Trafobrand mit dem Reaktor zu tun?
 
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Alt 07.07.2009, 20:34   #82
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Zitat: riverpirate Beitrag anzeigen
schwerwiegenden Systemfehler, höchstwahrscheinlich, wer sagt das, der Betreiber oder die Grünen oder andere politische Stimmenfänger?
Mal ehrlich, dieses Problem kann aber doch überall vorkommen, nicht nur in AKW`s . In anderen Kraftwerken wird es nur keinem interessieren. Was hat ein Trafobrand mit dem Reaktor zu tun?
Dir ist schon klar, dass der Reaktor jetzt wegen einem Trafobrand so lange vom Netz war und nun wieder einige Monate still liegt. Passiert sowas in anderen Kraftwerken regelmäßig? Der Schaden für den Betreiber muss doch auch unheimlich hoch sein. Man kann ja schon fast glauben, dass da jemand gerne Restlaufzeiten übertragen würde um die alte Schleuder loszuwerden.
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Alt 08.07.2009, 23:49   #83
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Wenn wir weiterhin bezahlbaren Strom haben wollen führt an der Atomenergie kein Weg vorbei. Das ohnehin immer knapper werdende Öl wird als Treibstoff, zum Heizen und als Rohstoff für die chemische Industrie benötigt, Erdgas und Kohle ebenfalls zum Heizen. Uran kann man zu nichts anderes gebrauchen als zur Stromerzeugung - aber das sehr effektiv. Regenerative Energiequellen werden in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein, den gesamten Strombedarf zu decken.

Für die Linke existiert dieses Problem natürlich nicht - die fordert einfach Sozialtarife um die Strompreise "für alle" bezahlbar zu halten. Und wenn es nach den Grünen geht dann brauchen nicht unbedingt alle Strom - Hauptsache die Umwelt wird geschont.

Wer aber ernsthaft an der Sicherung der Energieversorgung interessiert ist, für den sollte die Atomkraft an erster Stelle stehen. Und was die angeblichen Risiken angeht: Das Leben ist immer lebensgefährlich. Die Gefahr eines GAUs ist nicht größer als die, dass man bei einem Verkehrs- oder Haushaltsunfall ums Leben kommt oder dass einem ein abstürzendes Flugzeug auf den Kopf fällt. Die Atomkraftgegner fordern aber nicht die Abschaffung des Straßen- und Luftverkehrs...
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Alt 09.07.2009, 13:43   #84
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Zitat: Aslan Beitrag anzeigen
Wenn wir weiterhin bezahlbaren Strom haben wollen führt an der Atomenergie kein Weg vorbei. Das ohnehin immer knapper werdende Öl wird als Treibstoff, zum Heizen und als Rohstoff für die chemische Industrie benötigt, Erdgas und Kohle ebenfalls zum Heizen. Uran kann man zu nichts anderes gebrauchen als zur Stromerzeugung - aber das sehr effektiv. Regenerative Energiequellen werden in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein, den gesamten Strombedarf zu decken.

Für die Linke existiert dieses Problem natürlich nicht - die fordert einfach Sozialtarife um die Strompreise "für alle" bezahlbar zu halten. Und wenn es nach den Grünen geht dann brauchen nicht unbedingt alle Strom - Hauptsache die Umwelt wird geschont.

Wer aber ernsthaft an der Sicherung der Energieversorgung interessiert ist, für den sollte die Atomkraft an erster Stelle stehen. Und was die angeblichen Risiken angeht: Das Leben ist immer lebensgefährlich. Die Gefahr eines GAUs ist nicht größer als die, dass man bei einem Verkehrs- oder Haushaltsunfall ums Leben kommt oder dass einem ein abstürzendes Flugzeug auf den Kopf fällt. Die Atomkraftgegner fordern aber nicht die Abschaffung des Straßen- und Luftverkehrs...
Bin ganz Deiner Meinung, aber was ist falsch , wenn die Linke bezahlbaren Strom für alle fordert.?
 
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Alt 10.07.2009, 02:39   #85
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Die Forderung an sich ist natürlich nicht verkehrt - aber man sollte dann auch ein entsprechendes Konzept haben wie man das Ganze verwirklichen will. Die Linke meint damit aber nur, dass sie die Stromerzeuger per Gesetz dazu zwingen will, Sozialtarife anzubieten. Damit ist aber das Problem nicht gelöst, denn der Strom kommt nicht einfach aus der Steckdose sondern er muss irgendwie erzeugt werden. Und wenn das teurer ist als der Preis zu dem man ihn verkaufen soll, dann funktioniert das Ganze nicht - wie das bei planwirtschaftlichen Ideen nun mal so ist.

Regenerative Energiequellen werden in absehbarer Zeit nicht in der Lage sein, den gesamten Energiebedarf von Industrie und Haushalten zu decken, es gibt also zwei Möglichkeiten: Man nutzt andere Energieträger oder Strom wird knapp und damit teuer. Wer gleichzeitig niedrige Strompreise fordert und den Erzeugern die Nutzung einer preisgünstigen Alternative verwehrt, der widerspricht sich selbst und streut dem Verbraucher Sand in die Augen.
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Alt 10.07.2009, 09:29   #86
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Die Einführung des Argumentes, erneuerbare Energien würden auf längere Zeit noch keine 100% der Energieversorgung sicherstellen, ist blanker Aktionismus. Es impliziert, Kernenergie oder andere Träger in Deutschland erreichten diesen Wert. Das ist Unsinn. Rund 30% macht Kernkraft in Deutschland aus. Wenn der letzte Meiler planmäßig nach dem Ausstiegsgesetz vom Netz geht 2021/2, werden EE diese 30% ersetzt haben, Tendenz steigend, im Plan voraus.

Ebenfalls ein Märchen sind knappe Strommengen. Dank EE hat Deutschland im letzten Jahr einen Rekord bei der Exportnettoverstromung vorzuweisen, und das obwohl mehrere Atomkraftwerke außer Betrieb waren. Desweiteren ist es falsch zu behaupten, Kernenergie sei preiswert. Es gibt Meiler auf unserem Planeten, die werden seit 1972 gebaut . Der finnische Meiler Olkiluoto 3 (der Modernste seiner Art) dürfte als Millionengrab ein Begriff sein. Man muss sich das einmal vorstellen, die momentan favorisierten EPR-Reaktoren (angeblich soooo sicher) haben bereits eine meterlange Pannenstatistik, ehe sie überhaupt einmal ordentlich im Betrieb waren, bzw. fertig gebaut sind. Diese Kosten werden natürlich alle ignoriert, wie auch sämtliche Kosten für Wiederaufbereitungen und Endlagerung.

Krümmel zeigt uns mal wieder auf, das Sicherheit nicht zu garantieren ist. Mittlerweile wurde bekannt das es im Reaktor zusätzlich zu Problemen bei der Reaktorkühlung (Ausfall) kam. Das sind Vorstufen zu sehr ernsten Szenarien die sich niemand wünscht.

Niedrige Strompreise sind auch in Zukunft ohne Kernkraft zu erwarten. Dazu muss man allerdings nicht auf aktuelle Preise schauen wie es T-Rex so gerne tätigt, sondern die Entwicklung im Blick haben. Bis 2013 wird sich der Preisabstand bis auf 1 Cent angleichen. Bis 2020 wird z.b. Windkraft endgültig billiger sein als Kernenergie.

EE fördern und schaffen Arbeitsplätze, es sind bereits heute mehr als bei der Atomwirtschaft. Die Liste ist erweiterbar...an EE kommt niemand mehr vorbei. Prognosen und Pläne können jedes Jahr nach oben korrigiert werden, diese Entwicklung lässt den größten Kritiker verstummen.
__________________
Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
Hubert Reeves
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Alt 10.07.2009, 10:07   #87
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Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
Die Einführung des Argumentes, erneuerbare Energien würden auf längere Zeit noch keine 100% der Energieversorgung sicherstellen, ist blanker Aktionismus. Es impliziert, Kernenergie oder andere Träger in Deutschland erreichten diesen Wert. Das ist Unsinn. Rund 30% macht Kernkraft in Deutschland aus. Wenn der letzte Meiler planmäßig nach dem Ausstiegsgesetz vom Netz geht 2021/2, werden EE diese 30% ersetzt haben, Tendenz steigend, im Plan voraus.

Ebenfalls ein Märchen sind knappe Strommengen. Dank EE hat Deutschland im letzten Jahr einen Rekord bei der Exportnettoverstromung vorzuweisen, und das obwohl mehrere Atomkraftwerke außer Betrieb waren. Desweiteren ist es falsch zu behaupten, Kernenergie sei preiswert. Es gibt Meiler auf unserem Planeten, die werden seit 1972 gebaut . Der finnische Meiler Olkiluoto 3 (der Modernste seiner Art) dürfte als Millionengrab ein Begriff sein. Man muss sich das einmal vorstellen, die momentan favorisierten EPR-Reaktoren (angeblich soooo sicher) haben bereits eine meterlange Pannenstatistik, ehe sie überhaupt einmal ordentlich im Betrieb waren, bzw. fertig gebaut sind. Diese Kosten werden natürlich alle ignoriert, wie auch sämtliche Kosten für Wiederaufbereitungen und Endlagerung.

Krümmel zeigt uns mal wieder auf, das Sicherheit nicht zu garantieren ist. Mittlerweile wurde bekannt das es im Reaktor zusätzlich zu Problemen bei der Reaktorkühlung (Ausfall) kam. Das sind Vorstufen zu sehr ernsten Szenarien die sich niemand wünscht.

Niedrige Strompreise sind auch in Zukunft ohne Kernkraft zu erwarten. Dazu muss man allerdings nicht auf aktuelle Preise schauen wie es T-Rex so gerne tätigt, sondern die Entwicklung im Blick haben. Bis 2013 wird sich der Preisabstand bis auf 1 Cent angleichen. Bis 2020 wird z.b. Windkraft endgültig billiger sein als Kernenergie.

EE fördern und schaffen Arbeitsplätze, es sind bereits heute mehr als bei der Atomwirtschaft. Die Liste ist erweiterbar...an EE kommt niemand mehr vorbei. Prognosen und Pläne können jedes Jahr nach oben korrigiert werden, diese Entwicklung lässt den größten Kritiker verstummen.
Mal eine Frage zwischendurch. Gestern in wieder ein Zwischenfall mit einem ICE. Die Zwischenfälle bei diesem Bahntyp häufen sich. Sollte man nicht alle ICE´s abschaffen?
 
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Alt 10.07.2009, 10:47   #88
Neuklon
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Zitat: riverpirate Beitrag anzeigen
Mal eine Frage zwischendurch. Gestern in wieder ein Zwischenfall mit einem ICE. Die Zwischenfälle bei diesem Bahntyp häufen sich. Sollte man nicht alle ICE´s abschaffen?
Was sollen denn bitte diese abstrusen Vergleiche? Das ist doch Quark. So ist eine Diskussion unmöglich fortzuführen.

Unabhängig davon ein Kommentar der recht interessant ist:

Krümmel machts möglich
Kernaussage: "Wenn die Profitgier eine Region mit Millionen von Menschen bedroht, dann hört der Spass einfach auf. Krümmel muss geschlossen werden. "
__________________
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Alt 10.07.2009, 17:39   #89
Imago
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ich denke mal was er meint ist, dass man aus dem Fakt, dass ein Kraftwerk hier bei uns massive Probleme hat, nicht den Schluss ziehen kann, dass Atomkraft per se unsicher ist.
Gerade nicht wenn man sich ansieht dass die Kraftwerke hierzulande allesamt schon uralt und oftmals mehr oder weniger schrottreif sind.
Will sagen, den Kümmel-Problemfall als Argument gegen die Atomkraft heranzuziehen ist leicht unfair. Es sei denn man kann denn zwingenden Schluss liefern dass aus jedem AKW irgendwann ein "Kümmel" wird
Das gesagt ... ansonsten stimme ich deiner "grünen" Argumentationslinie größtenteils zu
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Alt 11.07.2009, 03:29   #90
Aslan
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Wenn ältere Kraftwerke unsicher sind, dann sollte man diese tatsächlich stilllegen - und dafür neue bauen, so wie andere Staaten es auch tun. Der Umwelt ist es relativ egal, auf welcher Seite des Rheins ein Atomkraftwerk in die Luft fliegt. So lange also Staaten rings um uns herum weitere AKWs bauen bringt es überhaupt keine Sicherheit, wenn man ausgerechnet hierzulande, wo relativ hohe Sicherheitsstandards gelten, aus der Atomenergie aussteigt.

Erneuerbare Energien können also den 30 %-Anteil der Kernenergie ersetzen ? Meinetwegen. Aber irgendwann wird man auch die fossilen Brennstoffe ersetzen müssen und da könnte das Uran noch sehr nützlich sein. Um den gesamten Energiebedarf mit regenerativen Energiequellen zu decken müsste man ganz Deutschland mit Windrädern und Solarzellen zupflastern - die Grünen wären die ersten die gegen so etwas protestieren würden wenn es nicht gerade um umweltfreundliche Energiequellen ginge. Außerdem ist man damit sehr wetterabhängig. Das funktioniert ergänzend vielleicht ganz gut, aber nicht, wenn man ausschließlich darauf angewiesen ist.

PS, zum Thema Sicherheitsrisiken: In der Stadt Staufen im Breisgau wurde durch Erdwärme-Bohrungen der Untergrund destabilisiert, so dass sich jetzt in hunderten von Häusern Risse bilden die langsam wachsen und sich ausbreiten. Ich habe aber noch keine großangelegten Proteste der Grünen gegen die Nutzung von Erdwärme gesehen... es kommt wohl darauf an, wo man Risiken sehen will und wo nicht.
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