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Pro und Kontra: Atomenergie - Ja/Nein
 #  Pro  #  Kontra
1 + nur 5% Lifetime Kostenanteil fallen auf Rohstoffkosten
05.08.2008 17:15 von T-Rex
6 - evtl. ist die demontierte Forschungslandschaft nun nicht mehr rechtzeitig wiederzubeleben.
05.08.2008 17:53 von T-Rex
2 + in Frankreich kostet Strom 10 cent pro KWh in Deutschland eher 18 und in Italien (no Atomstrom) 26
05.08.2008 17:16 von T-Rex
7 - Risiko eines SuperGAUs nur minimierbar, aber nicht auszuschließen.
06.08.2008 01:28 von tdd
3 + Atomtechnologie liefert konkurrenzlos effizient Grundlaststrom
05.08.2008 17:21 von T-Rex
8
Gegenargument zu #4:
- Mehr Müll vergrößert das Entsorgungsproblem. Die Folgekosten gehen noch gar nicht in die Stromkosten ein.
06.08.2008 01:30 von tdd
4 + man kann aus Atommüll nicht aussteigen. Das es kein vernünftiges Entsorgungskonzept gibt ändert nur der, der die Technologie voran treibt und eben nicht wer aussteigt.
05.08.2008 17:27 von T-Rex
9
Gegenargument zu #2:
Da der Strompreis nicht aufgrund der günstigsten Methode zur Energieerzeugung berechnet wird, macht Atomstrom keinen Unterschied bei den Strompreisen - außer man setzt auf 100% Atomstrom. Dann müssten allerdings tausende neuer AKWs gebaut werden, was ebenso illusorisch ist.
06.08.2008 02:43 von Fokker
5 + Nukleare Grundlasterzeugung ist die günstigste Voraussetzung für die wirtschaftliche Einführung von Solar- und Windenergie - ferner für einen Einstieg in die Elektrifizierung des Straßenverkehrs.
05.08.2008 17:29 von T-Rex
10 Nur 3% der Primärenergie weltweit wird aus Atmstrom erzeugt.
06.08.2008 02:44 von Fokker
15 + Ein SuperGau ist schon mit der jetzt verfügbaren Technologie physikalisch nicht mehr möglich.
08.08.2008 11:14 von T-Rex
11 Es gibt genügend wirtschaftliche Konzepte zur umstellung der Energieerzeugung auf erneuerbare Energien. Mehrere Studien zu dem Thema haben dies bewiesen, bspw. von der Uni-Kassel.
06.08.2008 02:47 von Fokker
16 + Die Mengen an Atommüll, die durch einen sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland vermieden würde ist irrelevant gering. Die Vermeidung dieser Mengen macht kein einziges Endlager und keine Entsorgungsforschung überflüssig.
08.08.2008 11:18 von T-Rex
12 Atomenergie wird zukünftig teuer und zum Klimakiller, da der Aufwand und auch der Preis des Rohstoffs in Zukunft steigen wird.
06.08.2008 02:48 von Fokker
17
Gegenargument zu #14:
Der Betrieb von Atomenergieanlagen oder Kohlekraftwerke ist die Voraussetzung für den Einsatz von "EE", die NICHT Grundlastfähig sind (alle außer Geothermie).

Die Forschung an - und der Einsatz von Atomenergieanlagen widerspricht nicht dem Ausbau von Solar- und Windkraft und schon gar nicht der Forschung im Bereich Energiesysteme sondern hat sie in der Vergangenheit und Gegenwart erst ermöglicht.
08.08.2008 11:41 von T-Rex
13 Atomanlagen werden in dritte Welt Länder exportiert, wo man zu recht um die Sicherheit fürchten muss.
06.08.2008 02:51 von Fokker
18 + Die CO2 Bilanz moderner Atomenergieanlagen ist besser als die von heute verfügbaren Solaranlagen - jedenfalls im Moment.
08.08.2008 11:58 von T-Rex
14 Durch die Umstellung auf EE kann Deutschland Marktführer auf diesem Markt werden. Da dies auf jeden Fall die kommende Technologie ist, kann man so eine wirtschaftsstrategische Position besetzen und halten.
06.08.2008 02:53 von Fokker
19 + Atomwaffenfähiges Material wird 'verheizt'
08.08.2008 12:03 von T-Rex
23
Gegenargument zu #17:
EE sind sehr wohl Grundlastfähig. Wie du schon schriebst, gibt es Geothermie und Wasserkraft, die man zur Deckung der Grundlast nutzen kann. Im Übrigen hat dies nichts mit der Marktführerstellung zu tun!
29.08.2008 15:13 von Fokker
20 + Die Freisetzung von Radioaktivität stellt nicht in jedem Fall ein Gesundheitsrisiko dar und nicht jeder Störfall ist ein Todesrisiko
08.08.2008 12:05 von T-Rex
24
Gegenargument zu #18:
Die CO2-Bilanz der Atomkraft wird in Zukunft schlechter werden.
29.08.2008 15:14 von Fokker
21 + Atomtechnologie steht erst am Anfang der Entwicklung. Hohes wirtschaftliches Potential bieten Kraftwerke, die nicht auf Uran 238 als Primärenergieträger angewiesen sind, neue Sicherheitskonzepte, neue Aufbereitungskonzepte und neue Entsorgungskonzepte.
08.08.2008 12:09 von T-Rex
25
Gegenargument zu #19:
Atomwaffenfähiges Material wird derzeit höchstens theoretisch verheizt. Bis dies marktreif ist, wird es noch dauern und abgerüstet wird derzeit ebensowenig.
29.08.2008 15:15 von Fokker
22
Gegenargument zu #10:
Nur weil Wasserkraft für viele Industrieländer mit Abstand die wichtigste Stromquelle ist - daraus kann sich logischerweise für Deutschland nicht ableiten, dass Atomstrom nicht benötigt wird.
13.08.2008 10:26 von T-Rex
26
Gegenargument zu #20:
Aber es gibt und gab immer wieder Störfälle bei denen große Mengen Radioaktivität frei wurden und ein Gesundheitsrisiko auf jeden Fall besteht/bestand. Außerdem sind in Zusammenhang mit der Kernenergie schon viele Menschen gestorben. Tschernobyl ist da nur ein Fall von vielen.
29.08.2008 15:17 von Fokker
34
Gegenargument zu #25:
In den 1990ern wurde Uran aus dem Rückbau von Atomwaffen gewonnen. Der Weltmarktpreis für Uran sank.
04.09.2008 11:23 von disputatio
27 Mit Atomkraft bleibt Deutschland weiterhin abhängig von Rohstoff-Importen (Uran) aus dem Ausland.
04.09.2008 10:54 von disputatio
35
Gegenargument zu #29:
Das Laden von Akkus für den Straßenverkehr ist auch nicht-kontinuierlich möglich - dennoch wird elektrischer Individualverkehr erst ähnlich nützlich wie der konventionelle, wenn auch eine effiziente und stetige Verfügbarkeit von Energie gegeben ist.

Akkus zu horten und zu tauschen um Netzschwankungen auszubüglen ist deutlich ineffizienter und unpraktischer als Akkus sofort und schnell zu laden.
08.09.2008 12:12 von T-Rex
28
Gegenargument zu #3:
Die wahren Kosten der Atomenergie stecken nicht im Strompreis: a) Die Rücklagen der AKW-Betreiber reichen nicht für die Endlagerung. b) Im Falle eines GAUS reichten die Rücklagen nicht mal mehr um 1% des Schadens zu bezahlen. c) Die Atomenergie wurde so wie die Erneuerbaren Energien heute - staatlich gefördert. Unterschied: Bei der Atomenergie flossen die Gelder direkt. Heute zahlt der Verbraucher über die Einspeisevergütung. d) Die Bewachung der Atomtransporte zahlt der Staat.
04.09.2008 10:59 von disputatio
36
Gegenargument zu #31:
Dies ist kein Gegenargument zu 16, denn es wurde in 16 nicht bestritten, dass zusätzlicher Müll Kosten verursacht - es ging in 16 auch nicht um die Betriebsrisiken sondern ledglich um eine Abschätzung der Kostenerleichterung durch einen Ausstieg.

Die Kosten werden kaum geringer, da auch im Falle eines Ausstiegs nicht auf die kapitalintensiven Infrastukturen verzichtet werden könnte. Lediglich die pro KWh vernachlässigbar geringen Kosten für die Einkapselung, Aufarbeitung und Transport würden gespart.
08.09.2008 12:17 von T-Rex
29
Gegenargument zu #5:
Das laden von Akkus (Elektrifizierung des Straßenverkehrs) funktioniert auch mit unkontinuierlichen Stromquellen.
04.09.2008 11:03 von disputatio
37
Gegenargument zu #27:
Die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten bei der Erzeugung von Elektrizität ist nicht relevant. Lediglich 5% der Lebenszeitkosten eines AKWs entfallen auf Rohstoffe und ein AKW kann extrem kosteneffizient Strom erzeugen.

Uran ist nicht selten und es stehen als Ersatzstoffe Thorium sowie Isotope aus den Reststoffen von Uranbrennstäben zur Verfügung.
08.09.2008 12:55 von T-Rex
30
Gegenargument zu #15:
a) die verfügbaren Technologie (EPR-Reaktoren) haben nur ein 10 mal geringeres Risiko. Das Restrisiko besteht auch hier. [quelle]
b) die verfügbaren Technologie wird derzeit in den meisten AKWs nicht angewendet.
04.09.2008 11:07 von disputatio
38
Gegenargument zu #33:
Nr. 33 ------>

ist unwahr.

Die viel zitierten Experimente und Pilotanlagen zum Partitioning und der Transmutation sowie die experimentell fundierten Möglichkeiten zum Deep Burn zeigen, dass es realisierbare Möglichkeiten zur endgültigen Entsorgung und Vermeidung von gefährlichen Abfallstoffen schon heute gibt.

Der weltweite Boom der nuklearen Energieerzeugung begräbt alle Prophezeiungen eines vorzeitigen Endes des beginnenden nuklearen Zeitalters.
08.09.2008 13:03 von T-Rex
31
Gegenargument zu #16:
Das stimmt nicht. Jede Tonne Müll verursacht zusätzliche Kosten (Konditionierung, Verpackung, Transport, Einlagerung, 1. Kontrolle nach 1000. Jahren, 2. Kontrolle nach 2000 Jahren, ...).
Jede weitere Betriebstunde birgt das Risiko eines Unfalls.
04.09.2008 11:10 von disputatio
39
Gegenargument zu #32:
Das durch freigesetzte Radionukleide nicht unbedingt ein stark erhöhtes Krebsrisiko ausgeht - je nach Art und Menge - wird sehr wohl häufig und von einem Großteil der Menschen in Deutschland bestritten.

Das Vertrauen in atomare Technologie und in die Energieerzeuger ist irrational stark eingeschränkt, so wie es in den 50er Jahren irrational groß war. Dies ist sicher die natürliche Folge der haarsträubenden Nachläßigkeiten und der schlechten Informationspolitik in der Vergangenheit.
08.09.2008 13:04 von T-Rex
32
Gegenargument zu #20:
Stimmt - aber das hat auch niemand bezweifelt. Kein wirkliches Argument. Entscheidend ist, dass es bei einigen Unfällen zu Gesundheitsrisiken und Todesfällen kam, und jederzeit wieder kommen kann.
04.09.2008 11:12 von disputatio
40
Gegenargument zu #30:
30 ist kein Gegenargument zu 15.

In 15 wurde beauptet, dass ein SuperGau mit geeigneter Technik physikalisch auszuschließen ist. (EPR - THTR später evtl. Rubia).

In 30 wurde ein Wikipedia Artikel mit Neutralitätswarnung zitiert, der keinen Bezug auf einen SuperGau Fall nimmt.

In dem angeführten Artikel wird lediglich ein Bezug zum GAU des EPR genommen, der aber im Falle des EPR besonders weit ausgelegt wird - es wird beim EPR Konzept sogar der extrem unwahrscheinliche Fall einer Kernschmelze berücksichtigt.
08.09.2008 13:05 von T-Rex
33
Gegenargument zu #21:
Die Atomtechnologie ist am Ende. Seit 50 Jahren wurde keine praktikable Möglichkeit gefunden den Müll ungefährlich zu machen. Die Brütertechnologie hat sich als zu gefährlich erwiesen. Einzig die Sicherheitstechnologie wurde verbessert. Die praktische Umsetzung dieser Konzepte hinkt allerdings 20 Jahre hinterher.
04.09.2008 11:15 von disputatio
49
Gegenargument zu #42:
Eine dauerhafte Verzwanzigfachung des Uranpreises ist unrealistisch - schon durch eine Verdoppelung würden große Teile der bisher nicht abbauwürdigen Vorkommen abbauwürdig.

Ausserdem kann Thorium als Brennstoff genutzt werden
08.09.2008 19:30 von T-Rex
41
Gegenargument zu #36:
Hier geht es um Atomkraft generell und nicht um baldigen oder sofortigen Ausstieg. Oder!?
08.09.2008 15:14 von disputatio
50
Gegenargument zu #43:
Uran kommt von Natur aus in Seewasser vor. Selbstverständlich ist Uran auch dort gefährlich - die Gefahr ist nur nicht relevant - darum ging es in #39
08.09.2008 19:35 von T-Rex
42
Gegenargument zu #37:
Die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten bei der Erzeugung von Elektrizität ist eben doch relevant. Schon mal was vom Öl-Kartell OPEC gehört? Warum sollte es bei Uran zu keiner Kostenexplosion kommen, wenn alle anderen Energie-Rohstoffe so teuer werden? Der Preis wird erst gedeckelt, durch die Kosten der Urangewinnung aus Meerwasser - und der ist sehr hoch. Auch wenn es nur derzeit nur 5% sind - wenn sich der Uranpreis verzwanzigfacht, dann macht das Uran plötzlich mehr als 50% des Energiepreises aus. Das bedeutet für den Energiepreis ein Anstieg um etwa 100%. Atomstrom wird in Zukunft nicht so "billig" bleiben. Erneuerbare Energien hingegen können nur günstiger werden.
08.09.2008 15:22 von disputatio
51
Gegenargument zu #47:
Enthält eine Bitte und eine Frage aber kein Argument - der Diskussionsteil befindet sich weiter unten
08.09.2008 19:44 von T-Rex
43
Gegenargument zu #39:
Welcher anerkannte Wissenschaftler / Studie bezeifelt die Gefährlichkeit radioaktiver Partikel? Quelle bitte.
08.09.2008 15:25 von disputatio
    44
Gegenargument zu #40:
A) In #15 wurde behauptet, dass die 100% sichere Technologie bereits existiert. Bitte Quelle dazu.
B) Die EPR-Technicht ist nicht sicher. Ein Resrisiko bleibt, und das wird auch immer so bleiben. Die Neutralitätswarnung bei Wikipedia bezieht sich auf den Abschnitt "Kritik" und nicht auf den Abschnitt "Sicherheitskonzept", die meine Aussage bestätig #30. Nenne erstmal selbst eine Quelle, die deine 100%ig sichere derzeit verfügbare Technologie belegt.
C) Kann ich nicht nachvollziehen, warum #30B kein Argument zu #15 sein soll.
08.09.2008 15:34 von disputatio
    45
Gegenargument zu #35:
Es bleibt dabei: Das laden von Akkus (Elektrifizierung des Straßenverkehrs) funktioniert auch mit unkontinuierlichen Stromquellen. Windkraftwerke erzeugen nacht zusätzlichen Strom, der die Akkus der E-Autos aufladen kann. Die stehen nachts nämlich meistens in der Garage. Die These #5, dass Atomstrom eine wichige Vorraussetzung für die Elektrifizierung des Straßenverkehrs sei, ist widerlegt.
08.09.2008 15:35 von disputatio
    46
Gegenargument zu #16:
Die zusätzlich Menge an Müll, die entsteht, wenn nicht aus der Atomenergie ausgestiegen wird, ist nicht gering. Es geht um 1000 von Tonnen von Müll.
08.09.2008 15:36 von disputatio
    47
Gegenargument zu #38:
Bitte Quelle ergänzen.
Besonders interessant wäre die Frage, was es kostet, aus einer Tonne hochradioaktivem Müll X Tonne(n?) Schwachradioaktiven Müll zu machen. Und um welche Potenz wird die Zeit reduziert, in der der Müll noch radioaktiv oder giftig ist.
08.09.2008 15:44 von disputatio
    48
Gegenargument zu #39:
Einzig Irrational ist, dass Atomkraft noch erlaubt ist. Die Gefahren der atomaren Technologien wurden und werden durch die Atomlobby maßlos verharmlost. Mann kann Strom auch ohne Restrisiko und ohne Atommüllproblem bereitstellen.
Die Atomlobby hat alleine mehr Geldmittel für die Propaganda zur Verfügung, als Greenpeace, die Anti-AKW-Bewegung und die Grünen zusammen. Und sie hat auch ein finanzielles Interesse am Weiterbetrieb der AKWs. Die Anti-Atom-Bewegung hingegen kann sich auflösen, wenn alle AKWs abgeschaltet sind.
08.09.2008 15:52 von disputatio

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Alt 08.09.2008, 19:12   #61
Au.Souchy
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Zitat: Benny Beitrag anzeigen
Es sind schon tausende Menschen bei der Explosion eines Kohlekraftwerks gestorben.
Wo und wann soll das gewesen sein? Ich konnte da beim besten Willen nichts finden.
__________________
Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wußte das nicht und hat's gemacht.
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Lieber die Polizei am Telefon, als die Strassen voll bewaffneter Irrer.
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Alt 08.09.2008, 19:17   #62
T-Rex
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Zitat: Benny Beitrag anzeigen
Es sind schon tausende Menschen bei der Explosion eines Kohlekraftwerks gestorben. Mehr als bei Tschernobyl und natürlich auch mehr als in der gesamten westlichen Welt durch Atomkraft zu Schaden gekommen sind.

Und bedenke mal, wie viele Windräder du aufstellen musst, um so viel Strom zu erzeugen wie ein AKW (mal ganz davon abgesehen, dass die Windräder fast mehr Strom verbrauchen als sie erzeugen). Und wie viele Menschen durch Geräusche und Schlagschatten der Windräder psychische Schäden erleiden.

Die Schäden, die Kohle- oder Windkraft anrichten kann sind wesentlich größer als bei deinem "kleinen" AKW-Unfall. Und sie sind Realität, während der von dir angesprochene AKW-Unfall durch Sicherheitsmaßnahmen unmöglich gemacht wird.
Wie Benny sagt.
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Alt 08.09.2008, 19:57   #63
disputatio
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Zitat: Benny Beitrag anzeigen
Es sind schon tausende Menschen bei der Explosion eines Kohlekraftwerks gestorben. Mehr als bei Tschernobyl
Quelle?

Zitat:
mal ganz davon abgesehen, dass die Windräder fast mehr Strom verbrauchen als sie erzeugen
Quelle?

Zitat:
Und wie viele Menschen durch Geräusche und Schlagschatten der Windräder psychische Schäden erleiden.
Wie viele sind das? Quelle?

Zitat:
während der von dir angesprochene AKW-Unfall durch Sicherheitsmaßnahmen unmöglich gemacht wird.
Quelle?

Sorry, ich glaube dir ohne Belege keine einzige deiner Aussagen.
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Alt 08.09.2008, 20:28   #64
disputatio
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Beiträge: 24
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Das stimmt - das ist sogar genau mein Punkt - es gibt eben keine gefahrlosen Methoden der Energieversorgung. Wenn wir auf dezentrale Methoden der Energieerzeugung setzen, werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr Menschen von LKWs getötet.
Bitte erläutern. Dezentrale Versorgung = Mehr Verkehr? Weißt du wie viele Kilometer Uran zurücklegt.

Zwischen einem Autounfall und einem AKW-Unfall sehe ich zudem einige Unterschiede. Ein Autounfall verseucht keine Landstriche auf Jahrzehnte. Es sterben keine Tausende Menschen an Krebs.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Bei einem kleinen Unfall in einem AKW wie sie in letzter Zeit durch die Presse gingen (Freisetzung von nicht-angereichertem Uran etc.) ist es hingegen sehr unwahrscheinlich, dass Menschen gesundheitlich geschädigt wurden.
?Welchen der vielen Unfälle meinst du? Und warum sollte es durch radiokative Partikel in der Luft und im Wasser zu keiner gesundheitlich Schädigung kommen?
Klar kann man die Krebsfälle nicht eindeutig diesem Unfall zuordnen. Atomkraft tötet langsam.


Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Nein, dass funktioniert beim THTR auf Grund der theoretisch maximalen Energiedichte nicht. Die Radionuklide sind in Zirkonoxid eingekleidet und diese Partikel im Graphit statistisch so weit voneinander entfernt, dass sie keine kritischen Zustände hervorrufen können.
Graphit schmilzt bei 3700 Grad. Bang.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Nochmal - der Austritt von radioaktivem Material ist nicht immer ein lebensgefährliches Ereigniss
Stimmt. Mit Krebs / der "Strahlenkankheit" kann man noch eine Weile leben.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
- klar: Wenn man einen THTR mit einer Tonne TNT unter den Grafitkugeln sprengt, muß man in der Nachbarschaft mit Toten und Verstrahlung rechnen - aber nicht mit einem Ereignis wie Chernobyl
Bei 3700 Grad hast du dein Tschernoby. Bang. Nimm kein TNT sondern sabotiere einfach die passive Kühlung.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Das Beispiel ist natürlich nur der theoretische maximale SuperGau, denn der Sprengsatz läßt sich dort wahrscheinlich nicht platzieren.
Wenn man alle SUPER-Gaus vorhersehen könnte, dann gäbe es Tschernobyl nicht.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Ein Jet, der in einen solchen Reaktor ohne Containment fiele, währe sicher eine realistische Katastrophe - aber noch lange kein Material für einen Kurt Emmerich Film.
Sicher - aber eben nie 100%.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Die Kugeln bleiben größtenteils in Takt - das nicht radioaktive Helium hemmt den Brand
Also dass Helium leichter als Luft ist, und nicht lange einen Brand hemmen wird, solltest du wissen. Und ich denke das dt. Kugelkraftwerk wurde u.a. stillgelegt, weil zu viele dieser Kugeln zerbröselt sind.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Das ist wahrscheinlich richtig. Ein Windrad ist wohl nicht so gefährlich, wie ein AKW mit Brennstabfabrik und Entsorgungsanlage.

Da Du aber bei diesen dezentralen Methoden so unglaublich viele Kraftwerke benötigst, können die ganzen Service LKW, die die Kraftwerke bedienen schon in Summe echt viele Leute überfahren, ohne das die Opfer jemals in einem Nachrichtenmagazin erscheinen.
Das klingt jetzt schon nach sehr verzweifelter Argumentation.
Verkehrstote mit Opfern der Atomwirtschaft zu vergleichen - ich weiß nicht wohin das führen soll. Sollen wir jetzt die Gefahren von Urantransporten und die Gefahren durch Service-Techniker miteinander vergleichen!?

Ich glaube das Worst-Case-Szenario ist da entscheidender:
Wenn bei einem Orkan 1000 Windräder umknicken dann werden einige wenige Menschen erschlagen und einige Anleger weinen.
Wenn ein AKW Tschernobyl spielt, dann kann den Schaden niemand bezahlen. Halb Deutschland wäre unbewohnbar. Millionen würden an Krebs sterben. Die Anleger würden sich mit ihrem bisher gemachtem Geld still und leise ins Ausland absetzen.

Im Falle von Terror und Krieg wird niemand auf die Idee kommen Windräder zu attackieren.
Aber ein AKW und mindestens ein kleiner Landstrich ist kontaminiert.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Ferner ist Atomstrom in meinem Buch für uns derzeit die einzige Möglichkeit genügend günstigen Grundlaststrom zu erzeugen und Morgen könnte der Bedarf an Atomenergie sogar noch höher sein.
Dein Buch... Klingt so als könntest du deine Meinung gar nicht mehr ändern.
Überleg mal wieviele Länder in den nächsten 30 Jahren mehr Energie benötigen. Denk an China, Indien, Afrika und Russland. Der jetzige Anstieg von Rohstoffpreisen ist erst der Anfang. Alle Länder, in denen sich die Bevölkerung nicht wehrt, werden auf Atomenergie setzen. Das ist kurzfristig nämlich ganz ganz toll. Man wird mit der Förderung von Uran nicht hinterher kommen. Wir sollten uns schnellstmöglich unabhängig von allen Rohstoffen machen, die wir nicht selbst in endloser Menge haben, oder die man recyclen kann. Das nenne ich eine gute Investition in unsere Zukunft.
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Alt 08.09.2008, 20:30   #65
Au.Souchy
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Die Liste der Störfälle und daß daraus klar zu erkennen ist wie oft wir schon nur knapp einem GAU wenn nicht einem Super GAU entgangen sind, sollte doch deutlich machen welcher unötigen Gefahr wir durch AKWs ausgesetzt sind. Die Sicherheit von THTRs ist auch nur theoretisch gegeben.

Zitat:
Kernkraftwerk THTR-300 Hamm-Uentrop traten radioaktive Aerosole aus. Zerbrochene Kugelbrennelemente verstopften Rohre der Beschickungsanlage, und man versuchte, sie mit hohem Gasdruck freizublasen. Weitere Versuche hatten zur Folge, dass sämtliche verklemmten Kugeln zerbrachen und Teile der Anlage verbogen wurden. Der Reaktor wurde vorübergehend abgeschaltet. Am 1. September 1989 wurde die Stilllegung des THTR-300 aufgrund von Unstimmigkeiten über die weitere Finanzierung beschlossen
Quelle
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...ischen_Anlagen
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Alt 09.09.2008, 18:35   #66
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Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Dein Buch... Klingt so als könntest du deine Meinung gar nicht mehr ändern.
Lol - also da hast Du Dir ein sehr anspruchsvolles Ziel gesetzt. Du hattest nicht im Ernst vor innerhalb von 2 Tagen meine Zweifel am deutschen Alleingang beim Ausstieg aus der Atomenergie zu zerstreuen - oder ?

Ich habe eine Allergie gegen Massenbewegungen - vielleicht trübt das manchmal meinen Blick auf die Gefahren der Atomenergie - mag ja sein.


Noch ein paar Zeilen zum Thema - schließlich bin ich nicht Gegenstand der Debatte:

Ein SuperGau ist IMMER unvorhersehbar - der GAU ist das, was man vorhersieht.

Eine Technologie - Risikoabschätzung ist IMMER eine quantitative Sache und dient fast immer dem Vergleich von Technologien- eine alllein qualitätive Betrachtung von Gefahren (Uran ist Gesundheitsschädlich) reicht nie als Argument aus.

Graphit schmilzt nicht in einem THTR - so heiss kann die Kiste nicht werden - also nix Bang ;-)

Selbst wenn Graphit schmilzt - wieso Bang ? Graphit ist nicht explosiv. In Chernobyl war Wasserdampf das Problem - Heisses Wasser, dass mit Kohlenstoff reagiert bildet H2 und CO - H2 ist eher bekannt für Bang !

Also um mal diesen THTR Kram abzukürzen - damit ein THTR eine Katastrophe auslöst muss viel Wasser 'rein fließen nachdem fast alle Kugeln zerbröselt sind und die Stab-Steuerung nicht mehr funktioniert. Dann gibt's ne Dampfwolke mit viel Radionukleiden drinn - das aber größtenteils immer noch in ZrO2 eingekapselt sein dürfte -also bei weitem nicht so weit vertreibt, wie der Chernobyl Mist. Man muss dass Ding ja nicht im Rhein bauen - dann isses wieder sicher.


Nun zum Vergleich mit dem Straßenverkehr, den Du verzweifelt findest:

Chernobyl hat medizinischen Modellen zufolge (wikipedia machts möglich) nicht halb soviele Leben gekostet (Krebsfälle und direktverstorbene vom Ereigniss bis 2026 modelliert), wie der Straßenverkehr der Bundesrepublik (allein zwischen 2000 und 2008).

Die zivile atomare Stromerzeugung ist vielleicht ähnlich nützlich für die Menschheit wenn nicht nützlicher als der Straßenverkehr in Deutschland (der seit 2000 über 65000 Menschen das Leben direkt gekostet hat) - und wieviele Menschen fordern den totalen Ausstieg aus dem Straßenverkehr und den Einstieg in Zeppeline ?

Hier keine Autobahn - dort ein Tempolimit - hier eine Verkehrsberuhigung - das wird allerdings gefordert: Mit dem Erfolg, dass sich die Zahl der Toten pro Jahr seit 1970 fast geviertelt hat - und das bei immens vergrößertem Verkehrsaufkommen.

Also ich finde den Vergleich auch ein bischen grobschlächtig aber es klingt doch nicht vollkommen unvergleichlich oder ?



Also, damit ich mich da nicht missverstehen lassen muss:

Chernobyl war natürlich kein Kindergeburtstag und die Kinder von Chernobyl keine tollerierbaren Opfer als Kollateralschaden im Kampf um ein gutes BIP..... (nein, die Erwachsenen auch nicht)

Aber wir (die Atomkraftbefürworter) wollen ja auch keine Chernobyl-Typ Reaktoren betreiben - und vor allem nicht mehr so viele Reaktoren und nicht so alte - und wir haben verstanden, dass jede Technologie mit Risiken behaftet ist - aber das dies in Relation zu Ihrem Nutzen und in Relation zu den Alternativen betrachtet werden muss.

Rübenschnitzel, Mais und Zuckerrohr als Kraftstoff zu nutzen ist eindeutig wesentlich gefährlicher für die Menschheit als in Deutschland einen Energiemix aus Sonne, Wind, Wasser und U oder Th zu betreiben um Autos elektrisch anzutreiben. Vor allem möchte ich die Entsorgungsforschung und Entwicklung nicht missen.


Hier noch ein Link auf einen technisch sehr schönen Ersatz für einen Verbrennungsmotor:

http://www.romawa.nl/welcome.html

Das und ein Skysail auf'm Dampfer wäre doch ein netter Beitrag zum Energieproblem einer wachsenden Menschheit.
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Alt 11.09.2008, 12:02   #67
disputatio
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
schließlich bin ich nicht Gegenstand der Debatte:
ok.

Zitat:
Ein SuperGau ist IMMER unvorhersehbar - der GAU ist das, was man vorhersieht.
ok.

Zitat:
Eine Technologie - Risikoabschätzung ist IMMER eine quantitative Sache und dient fast immer dem Vergleich von Technologien- eine alllein qualitätive Betrachtung von Gefahren (Uran ist Gesundheitsschädlich) reicht nie als Argument aus.
Einverstanden. Mann muss einbeziehen wie hoch das Risiko je Anlage ist, und was im Falle eines Unfalls die Konsequenzen sind.

Zitat:
Graphit schmilzt nicht in einem THTR - so heiss kann die Kiste nicht werden - also nix Bang ;-)

Selbst wenn Graphit schmilzt - wieso Bang ? Graphit ist nicht explosiv. In Chernobyl war Wasserdampf das Problem - Heisses Wasser, dass mit Kohlenstoff reagiert bildet H2 und CO - H2 ist eher bekannt für Bang !
Natürlich kann Graphit schmelzen (und brennen!). Warum sollen bei einer nuklearen Kettenreaktion keine 3700 Grad entstehen. Ohne Kühlung oder mit Feuer kann das Zeug schmelzen und sich entzünden.

Das Graphit und die Luft zwischen den Graphitkugeln dient dazu das Zeug kühlen zu können und bringt Abstand zwischen die radioaktiven Stoffe. Wenn das Zeug schmilzt wird der Abstand geringer und eine Kühlung wird schwerer. Die Kettenreaktion wird unkontrollierbar. Das ganze nennt sich Kernschmelze. Jetzt brauchst du ein Wallmann-Ventil o.ä. damit der Reaktor nicht alleine schon aufgrund des Drucks explodiert und kannst hoffen, dass der Filter gut funktioniert. Dann musst du irgendwie verhindern, dass sich geschmolzene Kernmaterial davonmacht. Ob der Core-Catcher hierbei eine gute Lösung ist, ist umstritten. Kommt das Kernmaterial ind die Nähe eines explosiven Stoffes oder Wasser(dampf) macht es bang.
Kommt Sauerstoff in den Reaktor fängt das Graphit (so wie in Tschernobyl) an zu brennen und verteilt das radioaktive Material.


Zitat:
Nun zum Vergleich mit dem Straßenverkehr, den Du verzweifelt findest:

Chernobyl hat medizinischen Modellen zufolge (wikipedia machts möglich) nicht halb soviele Leben gekostet (Krebsfälle und direktverstorbene vom Ereigniss bis 2026 modelliert), wie der Straßenverkehr der Bundesrepublik (allein zwischen 2000 und 2008).
Das ist ein total albernes Argument. Die Verkehrstote gibt es mit oder ohne Atomkraft.
Tschernobyl hat ZUSÄTZLICHE Menschenleben gekostet. Das war völlig unnötig und hätte ohne Atomkraft vermieden werden können.

Wenn radioaktive Stoffe aus Atommülllagern in das Grundwasser oder in die Luft gelangen gibt es ZUSÄTZLICHE Tote.

Zitat:
Die zivile atomare Stromerzeugung ist vielleicht ähnlich nützlich für die Menschheit wenn nicht nützlicher als der Straßenverkehr in Deutschland
In den Straßenverkehr begibt man sich FREIWILLIG. Die Risiken sind bekannt und es gibt sicherer Alternativen auf die ich ausweichen kann (Zug).

Ob in meiner Nähe aber ein AKW oder Endlager gebaut wird, kann ich NICHT persönlich entscheiden. Zudem reicht es ja, wenn ein AKW im Nachbarland (hallo Frankreich) radioaktive Stoffe entweichen lässt.

Nach einem Autounfall kann die Straße am nächsten Tag wieder benutzt werden. Bei einem SUPER-GAU kannst du den Landstrich für 100 Jahre vergessen. Wenn radioaktive Stoffe aus Atommülllagern in das Grundwasser gelangen hast du ebenfalls für mehrere Jahrzehnte ein Problem.

Zitat:
Also ich finde den Vergleich auch ein bischen grobschlächtig aber es klingt doch nicht vollkommen unvergleichlich oder ?
Das ist überhaupt nicht miteinander vergleichbar.
Mit deiner Argumentationsweise könntest du auch einen Krieg rechtfertigen.

Wenn, dann vergleiche das Verkehrsaufkommen von Atom mit dem Verkehrsaufkommen von Kohle/Wind.

Vielleicht ein anderer Vergleich:
Stell dir vor, du hättest eine 5000 MW Energiequelle, die keine Nachteile hat, außer dass sie zufällig jeden Tag einen Menschen (egal ob er die Energie nutzt, dieser zugestimmt hat oder nicht) auf der Welt umbringt.


Hättest du ein Recht, diese Energiequelle in Betrieb zu nehmen?
Ich sage: nein.

So sehe ich das mit den Atomkraftbefürwortern: Ihr nehmt Euch das Recht heraus für andere (z.B. noch nicht geborene Menschen) eine Entscheidung zu treffen. Der Atomkraftbefürworter ist bereit, das Restrisiko einzugehen. Das gilt nur leider nicht für ihn allein, sondern für alle Menschen, die in der Nähe (AKWStandort + Ort des Uranabbaus + Transportstrecke + Ort des Endlagers) wohnen oder wohnen werden.

Ob ich am Straßenverkahr teilnehme, und wenn dann wie, entscheide ich alleine. Risiko bringe ich nur denjenigen, die auch im Straßenverkehr sind.

Zitat:
Rübenschnitzel, Mais und Zuckerrohr als Kraftstoff zu nutzen ist eindeutig wesentlich gefährlicher für die Menschheit als in Deutschland einen Energiemix aus Sonne, Wind, Wasser und U oder Th zu betreiben um Autos elektrisch anzutreiben.
Das musst du mir nochmal erklären.

Zitat:
Vor allem möchte ich die Entsorgungsforschung und Entwicklung nicht missen.
Ja gerne, aber bitte dort, wo es niemanden Gefährdet.

Noch mal ein Link zum Thema Restrisiko:
http://www.tagesschau.de/inland/atomenergie100.html (unten)
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Alt 22.10.2008, 14:37   #68
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Zitat: disputatio Beitrag anzeigen

Das Graphit und die Luft zwischen den Graphitkugeln dient dazu das Zeug kühlen zu können und bringt Abstand zwischen die radioaktiven Stoffe. Wenn das Zeug schmilzt wird der Abstand geringer und eine Kühlung wird schwerer. Die Kettenreaktion wird unkontrollierbar. Das ganze nennt sich Kernschmelze. Jetzt brauchst du ein Wallmann-Ventil o.ä. damit der Reaktor nicht alleine schon aufgrund des Drucks explodiert und kannst hoffen, dass der Filter gut funktioniert. Dann musst du irgendwie verhindern, dass sich geschmolzene Kernmaterial davonmacht. Ob der Core-Catcher hierbei eine gute Lösung ist, ist umstritten. Kommt das Kernmaterial ind die Nähe eines explosiven Stoffes oder Wasser(dampf) macht es bang.
Kommt Sauerstoff in den Reaktor fängt das Graphit (so wie in Tschernobyl) an zu brennen und verteilt das radioaktive Material.
Beim THTR sind die Nukleide in SiC Partikeln verkapselt - diese sind mit großem Abstand in den Graphitkugeln verteilt - selbst beim Ausfall aller Funktionen reicht die produzierte Wärme nicht aus, das Graphit bis zum Schmelzpunkt zu erhitzen. Ein SuperGau ist somit unmöglich.

Beim EPR ist im Gegensatz zum Tchernobyltyp Reaktor die Wärmeabgabe nicht positiv rückgekoppelt an die Reaktortemperatur. Durch Versagen aller redundanter Funktionen kann beim EPR allerdings in Folge einiger denkbarer Betriebszustände oder durch Sabotage eine Kern
schmelze eintreten (ich glaube nicht, dass soetwas öfter als alle 100000 Betriebsjahre vorkommen sollte) dann tritt der Core Catcher in Aktion.
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A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects."
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Alt 31.01.2009, 11:09   #69
disputatio
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Hier noch mal was zur Zukunft der Urangewinnung / Preisentwicklung...
http://www.welt.de/welt_print/articl...n_Preis. html
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Alt 31.01.2009, 11:16   #70
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Beim THTR sind die Nukleide in SiC Partikeln verkapselt - diese sind mit großem Abstand in den Graphitkugeln verteilt - selbst beim Ausfall aller Funktionen reicht die produzierte Wärme nicht aus, das Graphit bis zum Schmelzpunkt zu erhitzen. Ein SuperGau ist somit unmöglich.
Ich wette so etwas dieser Art haben die Ingenieure von Tschernobyl auch behauptet...
Bei einer "exothermen" Reaktion soll eine bestimmte Temperatur beim Ausfall der Kühlsysteme nicht erreicht werden können!? Das halte ich für Blödsinn. Eine Kernreaktion hat keine "maximaltemperatur", wie ein Heizkörper. Da wird bei entsprechend fehlender Abwärme ständig weiter erhitzt.

"Unmöglich" ist die Verseuchung weiter Landstriche nur bei einem Windrad
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Alt 31.01.2009, 17:33   #71
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Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Ich wette so etwas dieser Art haben die Ingenieure von Tschernobyl auch behauptet...
Bei einer "exothermen" Reaktion soll eine bestimmte Temperatur beim Ausfall der Kühlsysteme nicht erreicht werden können!? Das halte ich für Blödsinn. Eine Kernreaktion hat keine "maximaltemperatur", wie ein Heizkörper. Da wird bei entsprechend fehlender Abwärme ständig weiter erhitzt.

"Unmöglich" ist die Verseuchung weiter Landstriche nur bei einem Windrad
Damit ist es nur leider auch unmöglich in unserer Situation genügend Grundlaststrom zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen zu erzeugen. Besonders in einer Zeit, in der in Frankreich die EPRs spriessen und der Binnenmarkt in unserem Interesse offen bleiben muss.

Tschernobyl mit dem THTR zu vergleich ist eine Klasse für sich. Das ist besser als die Hindenburg mit einer Diesellok zu vergleichen - da beides Verkehrsmittel, die brennbare Stoffe enthalten sind.

Trotzdem schön, dass Du mal was von Thermodynamik gehört hast und der Gedanke ist ja auch nicht schlecht - nur das System THTR ist ja nicht thermisch abgeschlossen sondern konvektionsgekühlt.

Man müsste es mit Beton, dem z.B. Glasisolierkörper beigemischt werden verfüllen oder es anderswie aufwändig sabotieren - in jedem Fall müsstest Du die Gasumströmung des Graphites unterbinden - dann brennt es natürlich auch nicht mehr.

Graphit schmilzt, wenn man sehr viel geduld hat und es eben vorher nicht verbrannt ist bei 3800°C - hast Du eine Ahnung, was man mit dem Zeug anstellen muss um es so zu isolieren, dass es bei 3700° immer noch nicht genug Wärme abführt um immer noch Zerfallswärme zu speichern ?
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Alt 01.02.2009, 10:22   #72
disputatio
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Damit ist es nur leider auch unmöglich in unserer Situation genügend Grundlaststrom zu wirtschaftlich tragbaren Bedingungen zu erzeugen.
Du immer mit deinem "unmöglich". Selbst wenn die Investitionskosten alternativer Energien + Speicher erst mal teurer wären, würde sich das schon bald auszahlen.

Wenn es an einem Ort einen Atomunfall gibt, dann kann sich "Simens" schön ins Ausland absetzen. "Herr Müller" kann das aber nicht. Den Profit der Atomkraft trägt die Industrie. Die langfristigen Kosten zahlt der kleine Mann und dessen Kindeskinder.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Tschernobyl mit dem THTR zu vergleich ist eine Klasse für sich.
Ja, beides sind Risikotechnologien, beide galten als "sicher" und beide können Landstriche verseuchen. Von mir aus ist der THTR sicherER als Tschernobyl, aber ansonsten bleibt ein AKW ein AKW, so wie ein Zug ein Zug bleibt.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
... in jedem Fall müsstest Du die Gasumströmung des Graphites unterbinden - dann brennt es natürlich auch nicht mehr.
Schmelzen langt völlig aus, um eine unkontrolliere Kettenreaktion zu provozieren.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Graphit schmilzt, wenn man sehr viel geduld hat und es eben vorher nicht verbrannt ist bei 3800°C - hast Du eine Ahnung, was man mit dem Zeug anstellen muss um es so zu isolieren, dass es bei 3700° immer noch nicht genug Wärme abführt um immer noch Zerfallswärme zu speichern ?
Wenn man Geduld hat!? Schmelzen einige Stoffe bei Überschreitung des Schmelzpunkts schneller als andere!?
Und ja, mann muss es einfach erhitzen. Z.B. durch eine Kernreaktion. Dir ist schon klar, das im deutschen Test-Kugelreaktor die Graphitkugeln "einfach so" im Normalbetrieb zerbröselt sind. Es gab gute Gründe das Projekt an den Nagel zu hängen.
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Alt 01.02.2009, 14:45   #73
T-Rex
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Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Du immer mit deinem "unmöglich". Selbst wenn die Investitionskosten alternativer Energien + Speicher erst mal teurer wären, würde sich das schon bald auszahlen.
Wenn Du Äpfel für 1.30 produzieren kannst und Dein Nachbar kann das für 0.60 in besserer Qualität, dann wird sich das eben nicht auszahlen - warum glaubst Du baut Frankreich einen EPR mehr ?

Du kannst natürlich Markthemmnisse aufbauen - aber so ein Wirtschaftskrieg wird sich als erstes an der Exportnation Deutschland rächen.

Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Wenn es an einem Ort einen Atomunfall gibt, dann kann sich "Simens" schön ins Ausland absetzen. "Herr Müller" kann das aber nicht. Den Profit der Atomkraft trägt die Industrie. Die langfristigen Kosten zahlt der kleine Mann und dessen Kindeskinder.
Bei den meisten Atomunfällen wird aber niemand verletzt. Es gab öfter Freisetzung von Radioaktivität aus Kernanlagen - dabei wurden nur selten Menschen einer gegenüber normalen Aktivitäten wie Bergwandern oder Fliegen erhöhten Strahlendosen ausgesetzt - geschweige denn, dass jemand ernstlich erkrankt währe.

Selbst Chernobyl, bei dem der ganze Dreck durch die Atomexplosion in die Atmosphäre geblasen wurde hat nur etwa 5000 - 6000 Menschen getötet - das ist viel aber es sind nicht die von Greenpeace und anderen prognostizierten 500 000 Menschen gewesen. Für einen richtigen Atomhorror brauchst Du Kernwaffen oder einen Chernobyl Reaktor im Ruhrgebiet.




Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Ja, beides sind Risikotechnologien, beide galten als "sicher" und beide können Landstriche verseuchen. Von mir aus ist der THTR sicherER als Tschernobyl, aber ansonsten bleibt ein AKW ein AKW, so wie ein Zug ein Zug bleibt.
Risikotechnologie ist ein Politikerwort wie Scheinasylant.

Es gibt keine Technologie ohne Risiken und die Anti-Atombewegung ist ein riesen Geschäft mit der Angst. Ich bin kein THTR Verkäufer aber mit leuchtet ein, warum eine offene ICE Strecke mehr Risiken birgt, als ein THTR und warum ein Chernobylreaktor in dicht besiedeltem Gebiet mehr Risiken birgt, als eine Zugstrecke.


Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Schmelzen langt völlig aus, um eine unkontrolliere Kettenreaktion zu provozieren.
Darf ich Dich bitten zu erläutern, wie Du darauf kommst ? Mit unkonrolliert meinst Du überschreiten der Kritikalität ?

Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Wenn man Geduld hat!? Schmelzen einige Stoffe bei Überschreitung des Schmelzpunkts schneller als andere!?
Gute Frage !

Eigendlich nicht - aber es erwärmen sich zwei unterschiedliche Stoffe bei gleicher Wärmezufuhr nicht gleich schnell (Wärmekapazität, Leitfähigkeit etc.).

Wärme ist nicht gleich Temperatur - das weisst Du doch (ich hatte nach Deinem Posting den Eindruck).

Graphit wird gern als Feuerfestauskleidung genutzt, weil die obere Schicht zwar ab 3800 °C schmilzt, dabei aber die unteren Schichten deutlich kühler bleiben und wenn die obere Schicht dann abgeschmolzen ist braucht es noch eine weile, um die Schicht darunter zu erwärmen. Deswegen ist Graphit, das so hergestellt wurde, wie das Graphit für THTR Brennstoffkugeln nur sehr langsam zu schmelzen - die Kugelform spielt dabei auch noch eine Rolle.

Zitat: disputatio Beitrag anzeigen
Und ja, mann muss es einfach erhitzen. Z.B. durch eine Kernreaktion. Dir ist schon klar, das im deutschen Test-Kugelreaktor die Graphitkugeln "einfach so" im Normalbetrieb zerbröselt sind. Es gab gute Gründe das Projekt an den Nagel zu hängen.
Der erste Grund war der Wahlkampf Johannes Rau gegen Helmut Kohl.

Der zweite - der Flopp mit dem schlechten Kugelrezept (es gab bereits kurz darauf Kugeln, mit denen es nicht passiert)
... ist aber ein technisches Problem - kannst Du mir mal verraten, womit wir hier im Land sonst Geld verdienen sollen als eben mit komplizierten Technologien ?

Windräder baut Indien irgendwann besser, Solarpannels kommen schon jetzt zumeist aus China.

Einen THTR würde man heute allerdings anders bauen und es währe eine der sichersten Methoden Strom zu produzieren.

Sicherheitsfragen hätte ich bei der WAA - ich kenne kein Vernünftiges WAA Konzept für THTR Brennstoffe. Durch Deep Burn währe das auch wirtschaftlich nicht nötig aber das Endlagern von langlebigen Alpa Strahlen gefällt mir nicht so gut - die könnte man noch nutzen um Energie zu erzeugen. (Rubbia !)
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Alt 19.06.2009, 13:06   #74
Neuklon
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Wir hatten das alles zich mal. Du weißt das ich nichts gegen Kernkraft hätte, wenn sich das Katastrophen-Risiko auf einen Umkreis von max. 5 km beschränken und vor allen Dingen der Müll kein Problem mehr darstellen würde. Deine Einschätzung in Ehren, sie bleibt im Konjunktiv. De facto werden keine sicheren Reaktoren gebaut. In der Realität strahlt auch der Abfall, bis das Gegenteil in der Praxis - nein, nicht nur im Labor - belegt ist. Das ist die Wirklichkeit. Das ist der Maßstab. Von könnte-müsste-hätte kann sich niemand vergewissern.
Genau an dieser Stelle wirkt sich das Risiko aus. Annahmen und eventuelle Zukunftsaussichten müssen herhalten um aktuelle Unwegbarkeiten auszubügeln. Schön, das kann in mancherlei Hinsicht in Ordnung sein, in diesem Fall ist mir persönlich (und bekanntlich nicht nur mir) das Risiko zu gewaltig. Ändert sich die Realität, ändert sich auch meine Meinung.

Zitat:
Die Überkapazitäten an Ökostrom, die für Schleuderpreise exportiert werden müssen sind im Übrigen kein Zeichen für eine Bedarfsdeckung oder eine hohe Nachfrage aus wirtschaftlichen Gründen - sie sind nur an windigen Wochenendtagen relevant und subventioniert
a) Die Annahme des Schleuderpreises ist falsch. Wie überall regelt Nachfrage Angebot und Preise. Und wie bei der Kernkraft gibt es vorkalkulierte Mengen.

b) EE sind in ihrer Gesamtheit nicht von äußeren Bedingungen abhängig. Das zwischen Rügen und der Zugspitze flächenübergreifend Windstille herrscht, ist eine zuhöchst theoretische Annahme und kann selbst dann noch von anderen EE abgefangen werden bei einer nachhaltigen Verzahnung die im Begriff des Aufbaus ist. Bis 2021 wird hier eine Menge geschehen.

c) Nur gut das Kernenergie so gar nicht subventioniert ist. Das DIE Energieform der Zukunft gefördert wird, ist nahe liegend und richtig.
__________________
Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt.
Hubert Reeves
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Alt 19.06.2009, 18:35   #75
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c) Nur gut das Kernenergie so gar nicht subventioniert ist. Das DIE Energieform der Zukunft gefördert wird, ist nahe liegend und richtig.
Netto ist Nukleartechnologie in Deutschland ein Steuer und Gewinnbringer.
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