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#47 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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ich wollte Dir schon lange auf Dein ausführliches und offenes Posting antworten. Du hast es schön eingeleitet und den Widerspruch der Anti Atom Bewegung damit anschaulich gemacht. Die Anti Atombewegung nimmt in Deutschland viele Intellektuelle für sich ein. In der Bewegung sind bestimmt viele Leute die frei und unabhängig Denken wollen und sich eben nicht von Lobbyisten einlullen lassen möchten - das ist sehr sympatisch... aber : dann kommt eben immer der Punkt den Du beschreibst: Das Wissen im Bereich Atomphysik und -chemie ist nicht rückgängig zu machen. Ich gehe noch weiter - es war unausweichlich, tief menschlich und im Grunde gut, dass brilliante Physiker wie Fermi, Bloch, Bohr, Feynmann, Oppenheimer, Curie, Hahn, Meitner, Planck, Heisenberg und Einstein der Menschheit diese kostbare Wissen über die Natur aufgeschlossen haben, dass eine tiefere Einsicht in die treibenden Kräfte des Kosmos ermöglicht hat. Wir müssen lernen, mit diesem Wissen umzugehen. Wir können es nicht wieder 'entlernen', wir können den Atommüll nicht einfach vergraben und vergessen. Wir können auch aus dem Atommüll, den wir selbst produziert haben und noch produzieren werden nicht aussteigen. Wir können auch nicht darauf hoffen, dass der wesentlich größere Rest der Menschheit ausserhalb der Bundesrepublik ohne unsere Hilfe besser und schneller mit diesem kritischen Wissen umgeht. Du sagst es selbst: Atomkraftwerke und Atomwirtschaft ist auch realisierbar ohne eingebaute Supergau Gefahr. 4 Neue Kraftwerke mit stabilem Containment und Core Catcher - oder besser 4 neue THTRs und der SuperGau ist physikalisch ausgeschlossen. In einer Sache bin ich ganz anderer Meinung. Die wirtschaftliche Interessen der Deutschen sind eine immens wichtige Sache. Erst kommt das Fressen - dann die Moral. Wenn wir also eine moralisch agierende Gesellschaft sein wollen, muss was zu Fressen auf den Tisch. OK - wenns funktioniert ein AKW durch ein Wellenkraftwerk zu ersetzen und es rechnet sich auch noch - her damit. Aber ... ich glaub' noch nicht drann. Wo hast Du dass denn her, mit den 2100 Terra Watt an amerikanischen Küsten ? ( Im Übrigen habe ich mal an einer Exkursion zu den neu Aufgefüllten Braunkohlelöchern in NRW teilgenommen. Die Herren der Rheinbraun haben schon vor dem zuschütten geplant, in welcher Tiefe welche wasserführende Schicht angeordnen werden soll, damit darüber später das Maisfeld und der Mischwald optimal gedeihen - der Mischwald ging dann so: Buche - Fichte - Buche - Fichte - Buche - Fichte... ich war überrascht, dass da keine Elektroeichhörnchen auf Schienen um die Bäume fahren sollten. ) Heute habe ich ausserdem gelesen, dass genetisch modifizierte Hefen (modifizierte Gene aus Bakterien wurden in die Hefen eingebracht) in der Lage sein sollen, aus Stroh Butanol in hohen, lohnenden Konzentrationen zu erzeugen. Butanol kann dann mittels Membrantechnik ohne Erhitzen von den Gärrückständen abgetrennt werden. Der Endverbraucherpreis soll 20 cent pro Liter betragen und das Zeug kann in Verbrennungsmotoren eingesetzt werden. Da es aus Stroh erzeugt wird, steht die Erzeugung nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung. Ein Fermenter ist ein technisch sehr einfaches Gerät, so dass die Erzeugung quellennah durchführbar ist. Das, Dein Wellenkraftwerk, Die Dächer voller Zellen und 4 THTRs sollten es tun. Dann noch Diesotto Motoren für den privaten Nahverkehr - goodbye OPEC - goodbye Nahostkonflikt - sorry Mr. Putin - Hello BIP und Gehaltserhöhungen - hello Steuersenkung. Entschulde mich jetzt - ich muss was für kommende Generationen tun. ;-) |
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#48 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden
Beiträge: 3.571
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Hervorragende Prinzipien... Wir wissen noch nicht wohin mit dem Müll, T-rex, so hervorragend kann das nicht sein. Außerdem gibt es immer wieder Störfälle und es werden nicht zugelassene Materialien in AKWs eingesetzt. Gemeldet werden diese Vorfälle dann auch nur mit Verspätung. Nein, so hervorragend hört sich das nicht an.
Zudem frage ich mich immer noch, wo die Logik stecken soll, wenn man mit der Atomenergie weitermacht und mehr Müll produziert, weil man ja sowieso schon tonnenweise Müll hat, von dem man nicht weiß wohin. Vielleicht willst du den ja in deinem Garten vergraben - aber achtung, damit müssen auch noch deine Nachfahren der nächsten paar Jahrtausende leben... Neue Kraftwerke? Derzeit sind kaum welche in Sicht, gerade mal zwei Stück befinden sich in ganz Europa im Bau mit explodierenden Kosten und technischen Problemen. Aus diesen Gründen verlegt man sich bei den deutschen Energiekonzernen auch nur auf die Verlängerung der Laufzeiten von deutschen AKWs. Die THTR Reaktoren, der in Hamm hat doch auch schon Radioaktivität in die Luft geblasen? Ein 100% sicheres AKW gibt es derzeit nicht und es ist auch nicht in Planung, ganz abgesehen davon, das auch dieses Müll abliefern wird. ![]()
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#49 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Mein Maß an Dingen, die ich heute erstmalig nicht mehr ignorieret habe ist schon recht voll - ich höre morgen damit auf, die Wellenkraft Studie zu ignorieren. Ja im THTR ist mal was Radioaktives entfleucht - aber es waren sich alle einig, dass die ausgetretene Menge an radioaktivem Isotop nicht bedenklich war und ... hey ! Das habe ich doch alles schon tausendmal erzählt und verlinkt und begründet, langsam werde ich müde.... achso ! Das ist beabsichtigt, wie ? Ausserdem finde ich die Argumentation, man müsse nun aus der Atomtechnologie sofort aussteigen, weil man nicht weiss wohin mit dem Müll total absurd. Hier geht's doch nicht darum einem kleinen Kind Manieren beizubringen. Den Müll zu bändigen, den wir jetzt schon haben und auf jeden Fall noch produzieren werden - das kann nur eine fortschrittliche Atomindustrie was ist daran nicht zu verstehen ? Siehe oben !!! |
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#50 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Ausserdem - was sich am Ende rechnet bestimmen nicht die Kosten, sondern die Summe aus Gewinn und Kosten. (Ach das hast Du absichtlich nicht mitbetrachtet ? Schäm Dich !) Atomenergie boomt weil sie so effizient ist und der Rohstoffpreis nur mit 5% in die Kalkulation eingehen muss und bisher hat sich dann diese Technologie kostenmäßig als die beste Methode der Stromerzeugung erwiesen - nach dem Drei-Schluchtenprojekt und Itaipu. - da kann man mir vorrechnen was man will - am Ende ist Strom dort, wo es viel Atomenergie gibt und ähnlich wenig Möglichkeiten zur Stromerzeugung durch Wasserkraft gibt wie hierzulande wesentlich billiger - und dort, wo es eben keine Atomenergie gibt und keine Möglichkeit zur Erzeugung von Strom durch Wasserkraft wesentlich teurer. Dann kommen Bärbel Höhn und andere Rechenexperten und rechnen was wäre wenn und würde - das kann man dann glauben... wenn man sehr blaue Augen hat. Mir leuchten die Argumente der 5000 Anti Atomkraft Profi Seiten im Netz nicht ein, die sagen, eine Atomlobby würde Deutschland im eisernen Griff halten und sie wollten uns von denen befreien. Wenn ich Atomkraftwerk bei Google eingebe, dann sehe ich nur eine Lobby - die der Profi Antis - die mit den ewig gleichen falschen Argumenten (teurer knapper Rohstoff Uran, SuperGau der alles Leben beendet sei Systemimmanent, Entsorgung sei nicht möglich etc) den selben ollen Wind machen. Jeder Störfall ist doch ein endloses Medienereignis - wie kann es denn anders sein, als das die viel besungenen Gefahren dieser Technologie gegenüber den Gefahren der alternativen unterschätzt werden ? Es MUSS doch jeden Politiko reizen auf dieses Riesige Anti AKW Politpotential, sponsored by the German Media - aufzuspringen und sich in ein Amt tragen zu lassen. Was ist so toll am 'Gegen Atomkraft sein' ? Die Grillabende ? Die Musik ? Ich weiss es nicht - aber es IST ein Stück deutsche Identität geworden. Das ist fast so heimelich wie 'über die Ammis schimpfen' oder 'Die Russen verstehen, egal was sie tun' oder die Taliban nicht für unser Problem halten. Dabei KANN die deutsche Atomindustrie noch nicht einmal was dafür - wenn es wenigstens die Chemiker getroffen hätte - die haben in Leuna Landstriche hinterlassen, die unbewohnbar waren für alle Lebensformen, die höher entwickelt sind als Skinheads. Aber nein - aus der Chemie aussteigen - das war dann doch zu absurd. Alte Chemiestandorte wurden abgerissen - sicherer und moderner wieder aufgebaut - trotzdem es noch nicht für jeden Dreck eine Sanierungsmethode gab - die gab es dann später. Hätte jemand Bodensanierungsmethoden für Leuna entwickelt, wenn man aus der Chemie ausgestiegen währe ? |
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#51 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1.684
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13 Milliarden Euro kostet. http://de.wikipedia.org/wiki/Sowjeti...sch.C3.A4 den Ja, da ist so manches nicht zu verstehen. Warum muss der Steuerzahler die Entsorgung zahlen? Warum wird das in die Preisdiskussion nie eingebracht? Warum wird nicht abschließend geklärt aus welchem Grund in der Umgebung von AKWs die Krebsrate bei Kindern höher ist? Wie wirkt sich die dauernde Abgabe von Radioaktivität auf die Umwelt aus? Warum wird verschwiegen, daß bei den zu erwartenden steigenden Temperaturen im Sommer, ähnlich wie in Frankreich, AKWs 'runtergefahren werden müssen? Die Franzosen mussten da übrigens bei uns Strom kaufen. |
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#52 |
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Benutzer
Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 24
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http://www.derwesten.de/nachrichten/...50/detail.html
Das zeigt mal wieder wie "Verantwortlich" mit dem Müllproblem umgegangen wird. Hochradioaktiver Müll muss 100.000 Jahre lang sicher gelagert werden. Ist zu erwarten, das die Privatwirtschaft in Zukunft verantwortungsvoller mit dem Atommüll umgehen wird? Nö. Wenn man davon ausgeht, dass zwei Personen in Vollzeit ausreichen, um ein Endlager zu überwachen, und man diesen 20 Euro die Stunde bezahlt, dann entstehen dafür alleine Kosten in Höhe von 20*40 (Stunden pro Woche) *52 (Wochen) * 100.000 (Jahre) = 4,16 Milliarden Euro pro Endlager. Da man spätestens alle 1000 Jahre die Behälter austauschen und alles umfüllen muss (und nachsehen muss, ob Grundwasser in das Endlager eingedrungen ist) ist klar, dass diese zwei Personen nicht einmal mehr für die Bewachung des Lagers ausreichen werden. Hinzu kommen natürlich noch die Kosten für Material und Transport... Werden die von den AKW-Betreibern gebildeten Rücklagen diese Kosten decken? Ich halte das für illusorisch. Die Kosten für die "preiswerte" Atomkraft zahlt der Steuerzahler von morgen.
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#53 |
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Benutzer
Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 24
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AKWs sind nicht sicher vor Terrorismus
Ich habe mehrere, die das Gegenteil behaupten: http://www.zeit.de/2004/11/Atomterror1 http://www.tagesspiegel.de/politik/d...art122,2427615 http://www.vistaverde.de/news/Politi.../18_terror.htm Außerdem dürfte es für bewaffnete Terroristen kein Problem sein, in ein AKW einzudringen und Bomben zu legen. Oder meintest du "einige" deutsche AKWs sind gegen eine Boing gesichert?
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#54 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Doch ! Ich glaube, wir haben einen leidlich funktionierenden Staat, in dem die Wirtschaft nicht machen darf, was sie will - es gibt durchaus noch Unterschiede zu Nigeria - und das gerade wegen der Privatwirtschaft - staatswirtschaftlich geführte Regionen sind da doch wesentlich schlimmer dran - hätte jemand in China über ein chinesisches Asse berichten dürfen ? Die Gründe dafür: 1) 4 Milliarden Euro über 100 000 Jahre ? Hast Du eine Vorstellung, wieviele Promille des Wertes der erzeugten Energie eines einzigen AKWs in dieser Zeit Du damit erreichst ? Nicht eine ! Deutschland produziert ca. 160 000 GWh Atomstrom p.a. - linear extrapoliert auf 100 000 Jahre (was schon echt nicht wahr sein kann) währen dass 1.6 x10^19 Kwh *14 cent (aktueller Durchschnittspreis an der Strombörse) das währen also 2.24x10^18 €. also mit anderen Worten ca. 2 ppm. Um also ein Prozent der Einkünfte aus dem heute üblichen Preis für Strom - der ja vielleicht in den nächsten 100 000 Jahren auch steigen könnte, man weiss sowas nicht - mit Entsorgungskosten aufzufressen, müsstest Du also mehr als 100 000 mal mehr Geld ausgeben, als in Deiner Rechnung. Die ganze Rechnung krankt schon daran, dass wir so wie die Technik steht wahrscheinlich den ganzen Dreck in 50 Jahren ausgraben um ihn zu transmutieren um ihn endgültig unschädlich zu machen. (Wenn wir dann noch finanziell dazu in der Lage sind und es uns noch gibt) Was in 100 000 Jahren zu teuer oder zu billig ist - das weiss heute noch keine Sau. |
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#55 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Ohe Witz - die ollen Dinger gehören abgestellt. Da muss was neues kommen. Ich meine die ollen AKWs ohne vernünftiges Containment - nicht die Boeings. |
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#56 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1.684
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Asse zeigt mal wieder, wieviel Gutachten wert sind, die vom Betreiber, nicht nur in der Atomindustrie, selbst erstellt oder in Auftrag gegeben werden. Genauso wie Vertuschung bis zum bitteren Ende mittlerweile Usus geworden ist. Im Falle von Atommüll hat ein solches Verhalten natürlich noch ganz andere Qualität. So wußte man ja bereits 1978 wie es um Asse wirklich bestellt ist.
In Bezug auf Subventionen sitzen die Betreiber von AKWs auch im Glashaus. Uran wird durch die Nichtbesteuerung im Gegensatz zu Gas, Kohle und Öl subventioniert. Ganz zu schweigen von den nicht gezahlten Entsorgungskosten die alleine der Steuerzahler trägt. |
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#57 |
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Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 24
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An Atomkraft/müll zu Forschen ist die eine Sache. Diese unausgereiften Dinger in Serie zu produzieren und sie Müll produzieren zu lassen ist etwas völlig anderes. Bei einem Kohlekraftwerk oder Windrad werden nicht unsere Kinder die Zeche zahlen. Wir haben bereits HEUTE die Technologie um diese Dinger wieder zu recyclen. PUNKT. B) Ich glaube nicht, dass dieses Verfahren billiger wird, als das Bewachen und Umfüllen des Mülls. C) Wenn es gemacht wird, dann zahlen es mit Sicherheit nicht diejenigen, die heute die Millionen an Gewinnen kassieren. Denn die sind dann bereits tot und die Rücklagen bereits aufgebraucht. Das eine ist Demokratie - das andere ist Verantwortungslosigkeit.
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#58 |
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Registriert seit: 03.09.2008
Beiträge: 24
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Es ist unbestritten, dass AKWs innerhalb den letzten Jahrzehnte sicherer geworden sind. Aber von einer (100%ig) "sicheren Technologie" zu reden ist absoluter Blödsinn. Ein Restrisiko bleibt immer. Man kann lediglich streiten, wie hoch es ist. Selbst beim HTR könnte es passieren, dass es durch einen Unfall in der Reaktorkammer mehr als 4000 Grad heiß wird und das Graphit schmilzt. Unwahrscheinlich - aber Bang. Und selbst wenn es sicher vor einem GAU wäre - radiaktives Material kann bei einem Brand/Explosion/etc. immer noch an die Umwelt gelangen. Ob ein Kohlekraftwerk abfackelt oder ein Windrad explodiert - in beiden Fällen ist der Schaden für Mensch und Umwelt nicht so groß wie bei einem "kleinen" AKW-Unfall, bei dem kiloweise radioaktive Partikel freigesetzt werden.. Wozu also bei Atomkraft bleiben? Das ist doch nicht die einzig günstige Methode Strom herzustellen. Forschungsreaktor in der Antarktis - von mir aus. Aber bitte keine neuen AKWs in Deutschland/Europa.
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#59 |
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Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Jena
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Es sind schon tausende Menschen bei der Explosion eines Kohlekraftwerks gestorben. Mehr als bei Tschernobyl und natürlich auch mehr als in der gesamten westlichen Welt durch Atomkraft zu Schaden gekommen sind. Und bedenke mal, wie viele Windräder du aufstellen musst, um so viel Strom zu erzeugen wie ein AKW (mal ganz davon abgesehen, dass die Windräder fast mehr Strom verbrauchen als sie erzeugen). Und wie viele Menschen durch Geräusche und Schlagschatten der Windräder psychische Schäden erleiden. Die Schäden, die Kohle- oder Windkraft anrichten kann sind wesentlich größer als bei deinem "kleinen" AKW-Unfall. Und sie sind Realität, während der von dir angesprochene AKW-Unfall durch Sicherheitsmaßnahmen unmöglich gemacht wird. |
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#60 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Bei einem kleinen Unfall in einem AKW wie sie in letzter Zeit durch die Presse gingen (Freisetzung von nicht-angereichertem Uran etc.) ist es hingegen sehr unwahrscheinlich, dass Menschen gesundheitlich geschädigt wurden. Nochmal - der Austritt von radioaktivem Material ist nicht immer ein lebensgefährliches Ereigniss - klar: Wenn man einen THTR mit einer Tonne TNT unter den Grafitkugeln sprengt, muß man in der Nachbarschaft mit Toten und Verstrahlung rechnen - aber nicht mit einem Ereignis wie Chernobyl - die Zirkonpartikel sind sehr schwer und fallen recht schnell vom Himmel, das ganze bleibe vergleichsweise begrenzt. Das Beispiel ist natürlich nur der theoretische maximale SuperGau, denn der Sprengsatz läßt sich dort wahrscheinlich nicht platzieren. Ein Jet, der in einen solchen Reaktor ohne Containment fiele, währe sicher eine realistische Katastrophe - aber noch lange kein Material für einen Kurt Emmerich Film. Die Kugeln bleiben größtenteils in Takt - das nicht radioaktive Helium hemmt den Brand, die kleinen Mengen an Staub bleiben lokal begrenzt, wegen der Zirkonpartikel, die so schön schwer, hart und groß sind... Tote und Verletzte durch den Absturz - auch Strahlenschäden durch im nahen Kreis inhalierte Partikel - aber dass könnte man vergleichen mit einem Braunkohlekraftwerk, in dem ein Kessel platzt. Da ist das Risiko sicher vergleichbar - da in so einem Kraftwerk viele Menschen arbeiten. Nur - ein THTR ist so eine effiziente Stromerzeugungsmaschine, dass man sich noch einen echt schicken Betondeckel dazu leisten könnte. Dann gäbe es nur noch den Kriegsfall zu fürchten - in dem aber ganz andere Risiken zu schultern währen. Klar - den Betondeckel müssen die Behörden und die wachsamen Bürger fordern. Ein Gekungel wie in Asse können wir uns nicht erlauben - tun wir ja auch nicht. Da Du aber bei diesen dezentralen Methoden so unglaublich viele Kraftwerke benötigst, können die ganzen Service LKW, die die Kraftwerke bedienen schon in Summe echt viele Leute überfahren, ohne das die Opfer jemals in einem Nachrichtenmagazin erscheinen. Landwirt ist sogar derzeit einer der gefährlichsten Berufe, denen man hierzulande nachgehen kann. Und wenn der Landwirt der Ölscheich von Morgen sein soll, werden die Opferzahlen dort totsicher deutlich steigen - nur sterben die nicht alle bei einer Knallgasexplosion in einem AKW sondern einer nach dem anderen in der Provinz. Ferner ist Atomstrom in meinem Buch für uns derzeit die einzige Möglichkeit genügend günstigen Grundlaststrom zu erzeugen und Morgen könnte der Bedarf an Atomenergie sogar noch höher sein. |
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