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Alt 29.02.2004, 21:45   #1
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ausrufezeichen Schröder, Bush, EU - Bündnisse und Strafzölle

Bundeskanzler Schröder und der amerikanische Präsident George W. Bush haben in Washington ein neues deutsch-amerikanisches Bündnis geschlossen.
Dieses Bündnis soll auf Basis der NATO als "Anker gemeinsamer Verteidigung" fungieren. Ebenso wird festgestellt, dass die Herausforderungen der Gegenwart aus gewaltsamen Extremismus, internationalem Terror und Massenvernichtungswaffen bestünden.
Natürlich hat man in diesem dreiseitigem Papier auch Länder wie den Irak oder Afghanistan nicht vergessen und sich auf eine verstärkte Zusammenarbeit, sowie die Bildung einer souveränen Regierung 2004 im Irak geeinigt. Deutsche Truppen sollen dennoch nicht in den Irak entsandt werden, man wolle allerdings keiner NATO-Mission im Wege stehen.
Ein weiterer Punkt des Bündnisses ist die wirtschaftlichen Beziehungen durch Handelsliberalisierung zu stärken.

So weit so gut? Für mich hört sich dieses "Bündnis" nach viel blabla an, ohne konkrete Inhalte. Bekanntes wird bestätigt mehr nicht. Allerdings stellt dieses Bündnis vielleicht die Normalisierung der Beziehungen dar, ohne das eine Partei wirklich nachgeben musste.

Der Spiegel hat heute einen Artikel bezüglich der Handelsbeziehungen EU - USA auf seiner Website.
Titel: "Ab Montag herrscht Handelskrieg"

So wird berichtet, dass die EU ab Montag Strafzölle in Millionenhöhe erheben wird. Der Grund hierfür seien illegale Exporthilfen für US-Exporteure, die durch die amerikanische Regierung gebilligt werden.

Zitat:
Die WTO hatte die so genannten Foreign Sales Corporations (FSC), über die US-Unternehmen steuergünstig Auslandsgeschäfte abwickeln können, schon vor vier Jahren als illegale Exporthilfen deklariert. Mit dem Außenhandelsgesellschaften sparen US-Unternehmen wie Boeing und Microsoft im Jahr mehr als vier Milliarden Dollar. Die EU setzte den USA ein Ultimatum bis zum 1. März, um die Gesetze zu ändern. Im Senat und im Repräsentantenhaus sind mehrere Gesetzentwürfe aber erst auf Ausschussebene behandelt worden.
Nachdem die Frist zur Abwendung der Sanktionen Freitag abgelaufen ist, besteht jetzt kein Weg mehr an den Strafzöllen vorbei - so EU-Kommissar Pascal Lamy.

Im ersten Jahr der Strafzölle sollen diese eine Summe von 290 Millionen Dollar ergeben. Betroffen sind Textilien wie Anoraks oder Anzüge, Lebensmittel wie Schinken, Tomaten, Ananas oder Milchpulver, Elektrogeräte wie Kühlschränke, Papierwaren, Stahlerzeugnisse oder Atomreaktoren.

Tja, soviel zu den Handelsbeziehungen.
Btw, die EU zahlt jährlich 116 Millionen Dollar Strafzölle, wegen des Importverbotes von US-Hormonfleisch.


Quellen: Spiegel.de & Yahoo.de
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