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Alt 10.10.2007, 07:53   #46
Au.Souchy
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Erkläre, warum können sich Kulturen nicht ergänzen und wieso ist es ein Paradoxon? Ein friedliches nebeneinander im Rahmen der deutschen Gesetze ist doch vielfach verwirklicht. Du meinst doch nicht wirklich, dass sich Kulturen nicht gegenseitig beeinflussen?
Ich bezog mich auf die Politiker, die eben dieses ständig behaupten, nämlich das Kulturen parallel zueinander existieren sollten. Das kann und darf meiner Meinung nach nicht passieren. Wir können unmoglich weiter nebeneinander herdröseln und uns einreden: Allles wird gut.
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Die drei großen Feinde der Unabhängigkeit sind die Habenichtse, die Reichen und die Parteien.
Friedrich Wilhelm Nietzsche
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Lieber die Polizei am Telefon, als die Strassen voll bewaffneter Irrer.
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Alt 10.10.2007, 17:09   #47
Leitwolf
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Zitat: Nessaio Beitrag anzeigen
Deutschland hat natürlich ein Problem mit seiner Geschichte, denn nie zuvor ging so viel menschenverachtende Gewalt wie unter dem Nazi-Regime anderen Völkern gegenüber aus!
Das wage ich zu bezweifeln. Schon die Römer gingen mit unvorstellbarer Brutalität gegen die von ihnen unterworfenen Völker vor.
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"Political correctness is tyranny with manners".
Charlton Heston

Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon.

Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze.
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Alt 12.10.2007, 23:59     #48
Fokker
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Na, komm schon Leitwolf, die Römer haben das nicht in dem Maßstab, mit der Planung und mit dem Einsatz an Mitteln betrieben, wie die Nazis.
Zitat: Au.Souchy
Ich bezog mich auf die Politiker, die eben dieses ständig behaupten, nämlich das Kulturen parallel zueinander existieren sollten. Das kann und darf meiner Meinung nach nicht passieren. Wir können unmoglich weiter nebeneinander herdröseln und uns einreden: Allles wird gut.
...und was würdest du also machen?
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Alt 13.10.2007, 02:07   #49
Gelöscht
 
Beiträge: n/a
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Na, komm schon Leitwolf, die Römer haben das nicht in dem Maßstab, mit der Planung und mit dem Einsatz an Mitteln betrieben, wie die Nazis.
...und was würdest du also machen?
Auch die Römer hatten ihre Mittel, auch sie haben zielgerichtet eroberte Völker unterdrückt und vernichtet! Wirft man deshalb den Italienern als legitimes Nachfolgevolk der Römer so wie uns Deutschen oder den Türken (Thema Armenien 1915/1916) zielgerichteten "Völkermord" vor? Oder gar auf dem Balkan die Völkermorde in den 1990er-Jahren? Noch dazu seitens der USA, die wohl auch einen Genozid größten Außmaßes den Ureinwohnern gegenüber, den Indianern, aus weit weniger tragenden geschichtlichen Hintergründen, vollbracht haben?

Und warum wehren wir uns so vehement dagegen, dass auch Israel, welches 1948 Land von Großbritannien bis dahin besetztes solches geschenkt bekam, aufgrund biblischer Überlieferung, die durch nichts wissenschaftlich belegt ist, Palästinesern gegenüber sehr feindlich gesinnt war und noch ist? Wo gibt es da eine Rechtfertigung außer politischen und militärischen Interessen des Westens statt einer Aufarbeitung der ethnischen und historischen Hintergründe?
 
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Alt 13.10.2007, 13:20   #50
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Na, komm schon Leitwolf, die Römer haben das nicht in dem Maßstab, mit der Planung und mit dem Einsatz an Mitteln betrieben, wie die Nazis.
Die Römer hatten ja auch noch garnicht die technischen Möglichkeiten. Aber eine menschenverachtende Ideologie gegenüber anderen Völkern kann man ihnen eindeutig unterstellen. Ihr Verhalten bei Kriegszügen, die millionenfache Sklaverei und ihr Verständnis von "Volksbelustigung" kann man durchaus mit dem der Nazis gleichsetzen.
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Alt 13.10.2007, 13:34   #51
Leitwolf
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Zitat: Nessaio Beitrag anzeigen
Und warum wehren wir uns so vehement dagegen, dass auch Israel, welches 1948 Land von Großbritannien bis dahin besetztes solches geschenkt bekam, aufgrund biblischer Überlieferung, die durch nichts wissenschaftlich belegt ist, Palästinesern gegenüber sehr feindlich gesinnt war und noch ist?
Israel wurde nicht von Großbritannien verschenkt, sondern auf Grund eines UN Beschlusses gegründet. Man teilte damals Palestina gemäß den Bevölkerungsverhältnissen in einen jüdischen und einen arabischen Teil, wobei die Araber den größten Teil des Gebietes und Jerusalem erhielten. Die Juden nannten ihren Teil dann eben "Israel".
Und Israel ist in Deutschland keineswegs über jede Kritik erhaben. Im Gegenteil, in unseren Medien werden seine Militäraktionen regelmäßig rauf und runter kritisiert. Wobei das weniger mit einer Ablehnung von Israel als solchem zu tun hat, als vielmehr mit unserem tiefverwurzelten, naiven Pazifismus.

Zitat: Nessaio Beitrag anzeigen
Wo gibt es da eine Rechtfertigung außer politischen und militärischen Interessen des Westens statt einer Aufarbeitung der ethnischen und historischen Hintergründe?
Ob die Gründung Israels damals richtig war kann man durchaus bezweifeln. Inzwischen wurden aber einfach Fakten geschaffen und man kann diese Leute (die zum Großteil in Israel geboren sind) dort nicht mehr einfach vertreiben. Ebenso könnte man anfangen die deutschen Ostgebiete von Polen und Tschechien zurück zu fordern.
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Alt 13.10.2007, 19:17     #52
Fokker
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Den Römer mögen zwar technische Möglichkeiten gefehlt haben, dennoch bezweifele ich doch sehr stark, das die mit bürokratischen Eifer alles dokumentiert und geplant haben.
Sklavenhaltung war damals in der ganzen Welt gebräuchlich und im geschichtlichen Kontext nichts übermäßig grausames.

Die Existenz der Juden in Palästina ist nicht nur biblisch bewiesen, darüber besteht kein Zweifel, dies kann man bei Interesse auch in Wikipedia nachlesen.
Die Gründung Israels fußte nicht nur auf einem UN-Beschluss, sondern auch darauf, dass den Juden in Palästina viel Land gehörte und sich der Teilungsplan auch an den jüdischen Besitztümern orientierte. Zum anderen muss man sagen, dass auch ein arabischer Staat in Palästina vollkommen neu gewesen wäre, bisher war Palästina meistens eine Provinz.
Man muss sich auch klarmachen, dass es Palästinenser bis zur israelischen Staatsgründung praktisch nicht gab. Ein arabischer Staat in palästina hätte auch nicht alng existiert, denn er wäre das Opfer der Interessen der Nachbarstaaten geworden - schließlich haben diese die Gebiete auch nach dem Ende des britischen mandats besetzt.
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Alt 14.10.2007, 09:16   #53
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Den Römer mögen zwar technische Möglichkeiten gefehlt haben, dennoch bezweifele ich doch sehr stark, das die mit bürokratischen Eifer alles dokumentiert und geplant haben.
Oh doch, das haben sie allerdings. Ansonsten wäre ein so großes Reich auch garnicht zu regieren gewesen.
Übrigens haben die Nazis, die doch angeblich so begeistert von den Germanen waren, endlos vieles von den Römern übernommen. Sogar den "Hitler Gruß".

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Sklavenhaltung war damals in der ganzen Welt gebräuchlich und im geschichtlichen Kontext nichts übermäßig grausames.
Angriffskriege und Völkermord waren 1939 auch nicht wirklich ungebräuchlich...
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Alt 14.10.2007, 16:13     #54
Fokker
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Ich bezog mich mit dokumentieren und planen auf den Völkermord und nicht auf generelle Verwaltungsstrukturen.

Die Vernichtung der Juden und anderer nicht dem Ideal entsprechender Bevölkerungsgruppen ist einmalig in der Geschichte in dem Ausmaß und mit der dahinterstehenden Planung.
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Alt 14.10.2007, 16:39   #55
Leitwolf
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Und das eben bezweifle ich. Einmalig ist lediglich die recht genaue Dokumentation dieser Taten und dass die Täter hierfür verfolgt wurden.
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Alt 15.10.2007, 14:26   #56
Au.Souchy
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Judenverfolgung hatte in Europa schon eine gewisse Tradition, die dann im Holocaust gipfelte. Es hatte ja schon so seine Gründe warum der Rest der Welt nicht nur zugeschaut hat, sondern manche Nachbarn nachweislich geholfen haben. Aber sei's drum, der Holocaust an den Juden ist höchstens mit dem Verhalten der, seinerzeit noch recht europäischen, Amerikaner zu vergleichen ist, wo mit gleicher Menschverachtung Jagd auf Indianer gemacht wurde wie hier auf Juden. Zum Glück für die Indianer sind die Staaten aber sehr groß (Fläsche) und die hatten schon immer genug andere Probleme und waren in dem Glauben das die Indianer in ihren Reservaten schon von alleine verrecken würden.
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Alt 15.10.2007, 14:35   #57
Au.Souchy
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...und was würdest du also machen?
Den Dingen ihren Lauf lassen.
Die Menschen müssen zusammen-wachsen. Im Rahmen unserer Verfasssung ist dies durchaus möglich. Wenn man alle nach den gleichen Grundsätzen behandelt wird sich eine multireligiöse Kultur entwickeln. Und das ist genau der Punkt. Alle reden von Multikulti und meinen eigentlich Multireligiös. Die aktuelle Religion stellt aber nur einen Teil der Kultur da. Menschen gibt es aber schon viel viel länger als den Monotheismus des Islam, der Juden oder des Christentums.
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