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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Als 10 Jährige wurde sie entführt. Acht Jahre später gelingt der 18 Jährigen Natascha Kampusch die Flucht vor ihrem Entführer, der sie in einer Montagegrube in seiner Garage gefangengehalten hat.
Der Entführer flüchtet daraufhin und begeht Selbstmord, indem er sich vor einen Zug wirft. Ihr Gefängnis war mit Toilette, Kleiderschrank und Bett ausgerüstet, Zeitung und Radio durfte sie lesen/hören. Hier gibt es noch mehr Informationen. Meiner Meinung nach absolut krass. Nach so langer Zeit in gefangenschaft wieder frei zu sein. Soviel wie die Frau verpaßt hat... die gesamte Jugend, keine Schulausbildung geschweige denn berufsausbildung. Das jetzt nachzuholen wird sicher schwer sein - wer setzt sich als Erwachsener schon gern zu 11 jährigen in die 4./5. Klasse? Ganz abgesehen davon, inwieweit Natascha Kampusch die Gefangenschaft psychsich überstanden hat... ![]()
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 05.07.2006
Ort: Schneverdingen
Beiträge: 19
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
Was man nicht vergessen sollte: die polizei hatte den entführer schon unter verdacht und hat ihn dann laufen lassen...
wie das wohl für die eltern ist nach 8 jahren ihr kind wiederzubekommen?
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. |
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#3 |
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Das Alte Europa.
Registriert seit: 22.08.2006
Beiträge: 22
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
Ich gehe mal gar nicht auf diesen Beitrag ein, bevor ich nicht die Genehmigung für wütende Beschimpfungen habe. ![]()
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Ich mag mich! Und Mozart mag mich auch. |
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#4 |
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Boardinventar
Registriert seit: 09.12.2003
Ort: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 200
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
Viel wichtiger ist doch die Frage, ob sie überhaupt wieder richtig leben kann.
Eine sooo lange Gefangenschaft hinterlässt Spuren. Die Psychologen sprechen ja schon vom Stockholm-Syndrom bei N.K. Also da muss man echt langsam dran gehen. Die ganze Geschichte an sich finde ich sehr furchtbar. Die Eltern haben sich nach der Entführung getrennt, weil jeder den/die anderen/andere beschuldigt hat..... Und der Typ der gekidnappt hat, hat sich ja auf der Flucht vor der Polizei vor einen Zug geworfen..... Der hat ja wohl mal richtig Angst gehabt. Und das vollkommen zu Recht. Für N. wird es jetzt richtig schwer, sich wieder in das "normale" Leben zu integrieren. Und die Eltern werden es da auch nicht leicht haben. Die Gefahr besteht natürlich auch, daß sie selber so eine Aktion selber durchführen wird/will. Sie kennt es ja nicht anders und hält es für richtig. Da bin ich mal gespannt, wie es weitergeht. Schlimm ist ja, daß ihr Entführer schon hin ist. Normalerweise ist die Fahndung, Verhaftung und natürlich auch die Verhandlung mit der Verurteilung ein sehr wichtiger Prozess, für die "Heilung". Und das fällt ja komplett weg. Ich habe sehr großen Respekt vor N.K., weil sie es geschafft hat, da rauszukommen. Und ich werde wohl jetzt auch sehr viel an sie denken. Sie wird jetzt sehr viel Kraft brauchen um die nächsten Wochen, Monate und Jahre zu überstehen. Kisses Dru
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#5 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
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#6 |
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unteilbar
Registriert seit: 17.08.2006
Ort: Großraum Stuttgart
Beiträge: 111
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
Auch diese Gefahr Interessant finde ich - so schockierend der Fall als Ganzes ist und so sehr ich den Täter verabscheue - dass sie in all den Jahren ihren Intellekt offenbar altersgemäß entwickeln konnte, wobei das auch nur den ersten Eindruck der mit dem Fall befassten Beamten darstellt.
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#7 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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AW: Nach acht Jahren dem Entführer entkommen
Nunja, das Stockholm-Syndrom gibt es ja in unterschiedlicher Ausprägung.
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#9 |
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unteilbar
Registriert seit: 17.08.2006
Ort: Großraum Stuttgart
Beiträge: 111
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Der Mann war 8 Jahre lang ihre einzige Bezugsperson, selbstverständlich lässt sie da sein Tod nicht kalt, was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie ein positives emotionales Verhältnis nach der Definition des Stockholm-Syndroms zu dem Entführer aufgebaut hat. Was ich schon im letzten Posting angesprochen habe, ihre wiederholten Bitten um Freilassung, ihre Flucht sowie die im yahoo-Artikel und vielen anderen heutigen Berichten zu dem Fall zitierte Äußerung, der Entführer hätte "sich mit der Falschen angelegt" sprechen dagegen.
Ich weiß nicht ob sich ein anderes Kidnapping je über so lange Zeit hinweggezogen hat, herkömmliche psychologische Erklärungsmodelle stoßen bei einem derart außergewöhnlichen Fall vermutlich schnell an ihre Grenzen.
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#10 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 383
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Reinterpretieren ist wohl das richtige Wort. Ich finde hier wird zu viel spekuliert. An den knappen Aussagen die bisher gemacht worden, kann man sowas nur schwer machen.
Man darf ja etwa einfach nicht vergessen, dass sie geflohen ist. Da würde ich ein Stockholm-Syndrom doch schon fast ausschließen. Ich meine mich auch daran zu erinnern, dass sie deswegen fliehen konnte, weil er das Interesse an ihr verloren hat, da sie ihm wirklich langsam zu stark (zu groß, zu alt) wurde. Wenn diese Erklärung wirklich von ihr selbst geschrieben wurde, macht sie auch nicht den Eindruck sonderlich schwach zu sein oder durch das Geschehene besonders geschädigt. Insofern könnte ihr Einschätzung der Situation zu treffen Auch gibt sie klar zu erkennen, dass sie sich ihrer teilweise schlechten Behandlung bewußt war, immerhin schreibt sie, dass sie mit «mit Füßen getreten» wurde. Das hört sich nicht nach Stockholm-Syndrom an. Die Momente, wo er sie «auf Händen getragen» hat, wird es wohl auch sicherlich gegeben haben und diese entsprechend so zu verstehen, ist auch legetim. Dass man um Leute trauert, die 8 Jahre Bestandteil des Lebens waren, ist wohl auch ganz normal. Sowas kann man mit einer normalen Entführung, wo die Geiseln mehr Angst vor der Polizei als vor den Geiselnehmern haben, doch überhaupt nicht vergleichen. Ist ja jetzt auch nicht so, dass sie ihn in der Öffentlichkeit überschwenglich lobt und eine Abschiedsfeier veranstaltet.
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#11 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Man könnte sich zB fragen, wie sie zu der oben zitierten Aussage kommt...
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#12 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 383
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Dass sie jetzt nicht der witzig spritzige Kontakttyp ist, merkt man ja etwa auch daran, dass sie mit ihren Eltern nur telefonischen Kontakt hat und dabei war sie doch schon alt genug, als sie entführt wurde, um sich an ihre Eltern zu erinnern. Vermutlich fühlt sie sich durch ihre Eltern gestört.
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