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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Die erste freie Präsidentschaftswahl in Afghanistan ist jetzt vorbei. Befürchtete Angriffe von Taliban blieben aus.
Allerdings gab es Probleme bei der Stimmabgabe. So hatten einige Wähler zwei Wählerausweise. Um eine doppelte Stimmabgabe zu verhindern, wollte man den Wählern die Daumen mit einer wasserfesten Tinte schwarz färben. Dies mißlang und viele Afghanen wuschen sich einfach die Tinte ab. Andere berichteten, sie wären bedrängt worden ihre Stimme einem bestimmten Kandidaten zu geben. So kommt es auch, dass 14 der 18 Kandidaten Neuwahlen fordern. Karzai hingegen erklärte die Wahl für legitim. Mein Gott. Bestätigt das die Behauptung, dass in einem arabisch/islamischen Land keine Demokratie möglich ist?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.05.2004
Ort: Bei Bonn
Beiträge: 95
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AW: Afghanistan: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl
Es zeigt allerdings, dass man einem Land die Demokratie nicht aufzwängen kann. Diese ist ein langwieriger Prozess. In den europäischen Staaten hat das mehrere Jahrzehnte gedauert. Das Problem ist auch, dass der Karsai ja von den USA und ihren Verbündeten eingesetzt wurde. Frei nach dem Motto: "Es braucht einen Präsidenten, nehmen wir den, der uns am besten passt." Das so eine Milchmädchenrechnung natürlich nicht so einfach aufgeht hätte den Verantwortlichen eigentlich klar sein sollen. ![]()
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Tequila! Nemo patriam quia magna est amat, sed quia sua. Oder doch: Ubi bene, ibi patria. |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.05.2004
Ort: Bei Bonn
Beiträge: 95
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AW: Afghanistan: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl
Oh, da is mir nochwas eingefallen:
Der Karsai war ein hohes Tier bei Union Oilcompany of California (UNOCAL). Diese Firma wollte noch vor dem 11. September 2001 eine Pipeline von Turkmenistan, durch Afghanistan nach Pakistan bauen um die Öl und Gasvorräte für die USA erschließen zu können. Zu dumm nur, dass die Taliban nicht für die genügende Stabilität in ihrem Land sorgen konnten. Und jetzt ist ein UNOCAL Mitarbeiter Präsident von Afghanistan. Und ein anderer wurde vom Bush zum Gesandten der USA ernannt. Tolle Regierung!
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Tequila! Nemo patriam quia magna est amat, sed quia sua. Oder doch: Ubi bene, ibi patria. |
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#4 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: Afghanistan: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl
Jahrzehnte? Die Entwicklung der Demokratie in Europa hat viele Jahrhunderte gedauert.
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#5 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.173
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AW: Afghanistan: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl
Demokratie und Rechtsstaat kann man nur langfristig anstreben. Kurzfristig wäre für Afghanistan eine starke, säkularisierte (Militär-)Diktatur das Richtige.
Wenn sich die Lage dann stabilisiert hat (nicht nur sicherheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich), dann kann man langfristig über die Einführung demokratischer Strukturen nachdenken.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#6 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 737
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AW: Afghanistan: Unregelmäßigkeiten bei der Wahl
Hi
so schlecht ist die Wahl gar nicht gelaufen. Ok, es war sicher keine Perfekte Wahl, wie wir es z.b. in Deutschland erwarten. Aber für die allereste Wahl in Afganistan, in einem Land, wo Chaos die Normalität darstellt, lief es wirklich überraschend gut. Auch die OSZE nannte die Forderung von 14 der 18 Präsidentschaftskandidaten "ungerechtfertigt", den Urnengang wegen Unregelmäßigkeiten zu wiederholen. Ich finde, Afganistan ist auf dem richtigen Weg.
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mfg tdd
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