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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Jungs Äußerungen zum Abschuss von Flugzeugen in der Kritik
Jung hatte erklärt, im Falle des Falles ein entführtes Flugzeug von der Luftwaffe abschiessen zu lassen, auch wenn das Bundesverfassungsgericht dies verboten habe. Nicht nur bei der SPD und den Grünen regt sich dagegen Widerstand, sondern auch in den Reihen der Jägerpiloten.
Was haltet ihr von diesem Vorgehen Jungs? Meiner meinung nach ist es eher unwahrscheinlich in so einem Fall tatsächlich genug Zeit zu haben Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zum einen muss die Entführung bemerkt werden, dann muss geklärt werden, ob das Flugzeug als Bombe eingesetzt werden soll, wenn man nicht alle Flugzeuge, die entüfhrt werden abschiessen möchte und zuletzt muss die Entscheidung fallen und die Jäger müssen das Flugzeug erreichen. Letzteres ist vielleicht in kurzer zeit erreichbar, aber alle vorherigen Punkte werden ihre Zeit dauern und in der zeit wird ein Terrorist schon gehandelt haben. Ganz abgesehen davon bringt er die Piloten in eine schwierige Lage..
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 03.09.2007
Beiträge: 148
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Meiner Meinung nach steht der Jung dem Papst in Sachen unüberlegte Äußerungen in nichts nach...
Spinnt der???? Selbst wenn es möglich wäre ein solches Flugzeug schnell genug abzuschießen würde es in einem vergleichsweise dicht besiedelten Land wie Deutschland höchstwahrscheinlich über einem Wohngebiet abstürzen und somit gäbs keinen Unterschied was die Opferzahl angeht. |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Beiträge: 49
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Ich denke auch, er nimmt sich da viel zu viel raus.
Erst regen sich alle lautstark über den Schießbefehl an der Mauer auf und dann äußert der sowas. Niemand hat das Recht zu entscheiden, ob andere Menschen leben dürfen/sollen oder nicht! Weder ethisch, noch gesetzlich. |
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#4 |
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Beiträge: n/a
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Für mich steht fest, dass Herr Jung da weit über das Ziel hinaus schießt, in diesem Fall im wahrsten Sinn des Wortes!
Und die BW-Verbände haben Recht, dass in solch einem Fall der Pilot des Massenmordes verurteilt und ins Gefängnis gehen würde, Herr Jung aber allenfalls zurücktreten müsste bei vollem Pensionsanspruch.... Von daher kann ich jeden Piloten eines Kampf-Jets verstehen, der dann den "Abschuss-Befehl" verweigern würde! Lieber verurteilt wegen einer Befehlsverweigerung statt eines Massenmordes! Aber ich gebe auch zu bedenken, wieviele unschuldige Menschenleben zu retten gewesen wären, damals bei 9/11, wenn solch ein Abschuß erlaubt gewesen wäre! Es ist in meinen Augen unvertretbar, Menschenleben zu opfern, aber wenn ich einige Menschenleben opfern müsste, um tausenede zu retten, wie im Fall des WTC, wer dürfte über mich richten, wenn ich in der Position gewesen wäre, dies entscheiden zu müssen! Niemals wünsche ich einem Menschen, solche Entscheidungen zu fällen zu haben! Und wir alle hier, die wir posten, haben gottseidank solche Entscheidungen nicht zu fällen, wir dürfen (noch) mit unserem Gewissen im Reinen leben! Daher sollten wir uns auch sehr zurückhalten mit moralischen Bewertungen realer Situationen, da wir uns noch nie in solchen befunden haben mussten und uns hoffentlich nie befinden müssen! Politische Verantwortung geht aber weit über das Maß hinaus, welches wir als junge Menschen kennen und über welches wir meinen, hier urteilen zu dürfen! Ethisch ist jeder Tod eines Lebewesens zu verurteilen, sofern er nicht natürlich stattfindet, aber wir reden hier über Terror, über Menschen, die bewusst den Tod anderer Menschen in Kauf nehmen, einschließlich ihres eigenen, um gewissen politischen oder religiösen Dogmata zu folgen, ohne Rücksicht auf die Menschlichkeit! Der Tod unschuldiger Menschen wird dabei nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern sogar als Signal gesehen, die ach so böse Welt der "Kapitalisten" zu treffen (was natürlich NIE zutreffen wird) und eine Art neuen "Kreuzzug" zu starten, diesmal nicht vom Christentum her, sondern vom Islam...... Wer von euch sich jemals die Mühe gemacht hat, den Koran zu lesen, also wirklich zu lesen, wird feststellen, dass es frappante Übereinstimmungen mit der christlichen Bibel gibt (ebenso wie Gemeinsamkeiten zwischen "Jesus" und dem Propheten "Mohammed"), und dass erst Fanatiker auf beiden Seiten dazu verleiten, das Christentum und den Islam nicht in Frieden nebeneinander leben zu lassen! Das Christentum war missionarisch im Mittelalter präsent und hat dabei viele grausame Verbrechen begangen, der Islam versucht es heute nicht durch sich selbst, aber er geht nicht energisch genug gegen seine Extreme vor! Der Islam ist eine friedliebende Religion, das ergibt sich aus dem Koran! Doch sowohl die Bibel, als auch der Koran lassen Interpretationen zu, die Fanatiker immer wieder zu Handlungen hinreißen, die ethisch unvertretbar sind! Wir sollten die Chance nutzen, Religionen zu überwinden in der Form, dass wir Gemeinsamkeiten erkennen, statt auf den Unterschieden herumzuhacken! Und auch Gewalt ist keine Lösung, nur das Miteinander zählt. Dazu gehört allerdings auch das Zusammenarbeiten ALLER Staaten gegen jedweden Terror auf dieser Welt, gleich von welcher Seite er ausgeht! Nicht jeder Terrorist ist islamischen Glaubens, und wir sollten uns hüten, Moslems grundsätzlich als Terroristen zu bezeichnen! Allerdings sind die meisten bisher bekannten Terroristen islamischen Glaubens, wenn auch in der extremsten Form! Aber auch dort sind sie in der absoluten Minderheit, also im Islam. Ich bleibe dabei, dass der Islam eine friedliebende Religion ist und bleibt, und wenn die Religionen endlich über ihre Schatten springen und ihre Gemeinsamkeiten erkennen, zu einer besseren Welt beitragen können! Geändert von Gelöscht (18.09.2007 um 01:56 Uhr). |
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 03.09.2007
Beiträge: 148
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#6 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Das Bundesverfassungsgericht hat in meinen AUgen ein klares Urteil gefällt. Wer sich dem Widersetzt, missachtet unsere Verfassung und eines der höchsten und wichtigsten Organe in Deutschland.
Der propagandistische Umgang mit der Angst der Bevölkerung bezeichnet man auch als Terror. Und sowas ist unser Verteidigungsminister...
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#7 |
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Benutzer
Registriert seit: 13.09.2007
Beiträge: 49
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Ich dachte immer, der wäre Kriegsminister ?!
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Ein Minister kündigt an, sich über das GG hinwegzusetzen. Er hat angeblich Leute in der Bundeswehr, die zu dieser Tat bereit sind. Einige Leute befürworten diesen Schritt. Gabs alles schonmal.
Wenn es erstmal in Ordnung ist, sich in gewissen Situationen nicht mehr an Art. 2 GG zu halten, dann gilt das nicht nur für diesen einen Artikel, sondern für alle. Dann soll er eine Gesetzesinitiative anstoßen und dies bitte nicht auf so eine plumpe Art und Weise.
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#9 |
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Benutzer
Registriert seit: 03.09.2007
Beiträge: 148
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Für die Leute die die Gesetze mitüberwachen ist es ein leichtes diese zu missachten. *ganzklugscheiß*
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#10 |
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Beiträge: n/a
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Allerdings ergeben sich im Lauf der Zeit neue Situationen, die auch im GG berücksichtigt werden sollten, allerdings natürlich nach Willen des Volkes, nicht eines einzelnen Ministers! Jeder von uns hat die Möglichkeit, bei Wahlen abzustimmen, welche Partei oder welcher Volksvertreter in der Kommune, im Land oder im Bund seine ureigene Meinung vertritt! Wessen persönlicher Favorit dabei unterliegt oder gewinnt, sollte keine Rolle spielen, denn jeder muss sich fairerweise der Mehrheit unterordnen. Wenn man selbst anders denkt als die Mehrheit, sollte man nicht um sich schlagen, sondern versuchen, es im nächsten Wahlkampf besser zu machen und durch Argumente statt durch Polemik zu überzeugen! Demonstrationen sind sicher ein Mittel, dass die Meinung des Volkes eines Staates zum Ausdruck gebracht wird, aber solange die Demonstranten eine Minderheit darstellen, wie es ja zuletzt beim G8-Gipfel zu sehen war, wird keine Regierung darauf reagiern! |
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#11 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Jap, warum sollte man sich auch bewegen wenn nicht 42.000.000 Menschen auf die Straße gehen?
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#12 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.173
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Jung hat eindeutig nicht die Verfassung missachtet. Richtig ist, dass das BVerfG entschieden hat dass die Abschussregelung im Luftsicherheitsgesetz nicht mit Art. 1 GG vereinbar ist. Grund hierfür ist, dass es dem Staat nicht erlaubt ist Leben gegeneinander aufzurechnen. Würde Jung nun ankündigen, dass er dieses Gesetz dennoch aufrecht erhalten und im Falle eines Falles anwenden würde, dann handelte er tatsächlich gegen die Verfassung.
Das hat er aber nicht gesagt. Er sagte stattdessen, dass er in so einem Falle den Befehl zum Abschuss geben und sich nachträglich auf den sogenannten übergesetzlichen Notstand berufen wolle. Dieser Notstand erlaubt es wiederrum in bestimmten Lagen die keine andere Wahl zulassen Leben gegeneinander aufzuwiegen. Um ein vergleichbares Beispiel zu bringen: Eine Frau liegt in den Wehen. Es treten Komplikationen auf, die in kürzester Zeit zum Tode von ihr und ihrem ungeborenen Kind führen werden. Durch eine Operation könnte der Arzt einen der beiden retten, das würde aber unweigerlich zum Tod des Anderen führen. Hier käme der übergesetzliche Notstand ins Spiel, um den Arzt straffrei ausgehen zu lassen. Der übergesetzliche Notstand ist allerdings ein Jedermannrecht (wie z.B. auch die Notwehr) und kann daher kein staatliches Handeln begründen. Daher die Entscheidung des BVerfG gegen die gesetzliche Regelung im Luftsicherheitsgesetz. Was die Folgen angeht: Da der Pilot nicht als Hoheitsträger handeln würde, müsste er für sämtliche zivil- und strafrechtlichen Folgen seines Handelns als Privatmann gerade stehen. Ihn würde es wohl in den Ruin treiben, den Angehörigen eventueller Opfer aber wenig nutzen, da seine Mittel eher begrenzt sein dürften. Gegen die Bundesrepublik Deutschland könnten dagegen keinerlei Ansprüche geltend gemacht werden. Jung selber wäre allerdings als Privatmann keineswegs aus dem Schneider, da er als Anstifter der Handlung des Piloten anzusehen wäre. Und damit kann er im selben Maße wie der Pilot sowohl strafrechtlich belangt, als auch zivilrechtlich verklagt werden. Vor diesem Hintergrund trotzdem bereit zu sein eine notwendige Entscheidung zu fällen, braucht schon eine gehörige Portion Mut. Ob er sie im Ernstfall hätte sei dahingestellt. Zumindestens hat er aber den Arsch in der Hose seine Meinung zu diesem Thema kund zu tun.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#13 |
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Benutzer
Registriert seit: 18.02.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 468
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Jungs Aussagen waren sicher gewagt und nicht gerechtfertigt. Alleine solch eine Aussage im Voraus zu fällen halte ich für voreilig. Wenn tatsächlich die gesicherte Situation eintreten würde, dass deutlich mehr Menschen gerettet wurden, als getötet, würde der Minister sicherlich nicht zurücktreten müssen. Aber alleine die Chancen darauf das Flugzeug über |