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#271 |
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Bündnis90/Die Grünen
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 1.877
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Das Wort "Krieg" ist aber auch ein hässliches Wort. Man denkt automatisch an Tod, Zerstörung und Vernichtung. Bekanntlich verfolgen die Alliierten das Ziel des Friedens und der Verheißung *hust*...(Macht, Rohstoffe, Einfluss in Eurasien etc. = nicht doch). Deswegen klingt "Verteidigung von Freiheit und Demokratie" oder "Kampfeinsatz der Gerechten" fast so elegant wie der verbreitete Glaube zu Zeiten der Kreuzzüge "Jerusalem, die ewige und heilige Stadt des Christentums" oder "Im gelobten Land Jesu herrsche Frieden und Gerechtigkeit."
Bringt uns das weiter? Ändern Wortspielereien irgendetwas? Jeder macht sich seinen Reim daraus, und weiter?
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Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt. Hubert Reeves |
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#272 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Die Taliban sind nur dann keine Gefahr für die Einheimischen, wenn diese gewährleisten können dass z.B. die Tochter des Hauses nicht in der Öffentlichkeit singt. Ferner sind die Einheimischen deswegen in der Regel nicht gefährdet, weil die Einheimischen, die sich mit der Talibankultur nicht 100% anfreunden konnten öffentlich hingerichtet wurden und ihre Kadaver beispielsweise bis zum Verzehr durch Raubvögel an Pflöcken am Boden befestigt wurden.
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“ A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects." Robert Anson Heinlein |
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#273 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Wenn Du glaubst, es ginge nicht um die Niederschlagung einer gefährlichen Bande, die eine wirkliche Bedrohung auch der Deutschen darstellt, sondern viel mehr annimmst, das die Businesspläne der CEOs von BASF und Bayer hätten uns in den Kampf auf Leben und Tod (verzeihung ich verharmlose schon wieder) geführt, dann glaube ich nicht, dass Du in der Mehrheit der Deutschen Bevölkerung Befürworter findest. Die sind nur gegen den Krieg.
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“ A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects." Robert Anson Heinlein |
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#274 |
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Beiträge: n/a
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![]() ![]() ![]() Wird oder kann sich natürlich ändern, wenn Deutschland meint dort eine Demokratie im Sinne Deutschlands einführen zu müssen. ![]() |
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#275 |
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Bündnis90/Die Grünen
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 1.877
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T-Rex, wenn du Glauben möchtest, nur zu. Ich verschließe mich derweil nicht der Realität oder idealisiere den Einsatz. Er ist was er ist, Teil eines alliierten Imperialismuskonzeptes zur Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe und dessen Zuganges auf der einen Seite und Machtausdehnung der Achse Nordamerika - Europa - Saudi-Arabien - Japan - Australien auf der anderen Seite im Hinblick auf Kontrolle Eurasiens.
Deutschland ist inmitten des Spiels, was für unsere Nation sicher nicht das Schlechteste ist. Eine bessere Alternative gibt es nicht. Deswegen unterstütze ich das meistens...Kritik hagelt es dennoch. Das musst du mir schon zugestehen. Für Afghanistan ist der Kurs unter Umständen ebenfalls ein Gewinn, dazu muss aber mehr passieren als nur "Kampf". Darum bemüht sich die BW von Anfang an. Immerhin, das ist zu würdigen und rechtfertigt den Einsatz ein Stückchen mehr. Höre mir auf mit der Bande, das kann ich nicht mehr hören. Nicht Bayer oder BASF hat uns nach Asien geschickt, sondern Deutschlands Allianzen und geopolitischen Reize.
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Der Urknall ist in Wahrheit unser Horizont in der Zeit und im Raum. Wenn wir ihn als Nullpunkt unserer Geschichte betrachten, dann aus Bequemlichkeit und in Ermangelung eines Besseren. Wir sind wie Entdeckungsreisende vor einem Ozean: Wir sehen nicht, ob es hinter dem Horizont etwas gibt. Hubert Reeves |
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#276 |
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Pragmatiker mit Idealen
Registriert seit: 06.11.2008
Ort: Oldenburg
Beiträge: 207
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Warum? Ich habe da gedient,wenn auch nicht ganz so lange wie manch anderer,aber durchaus lange genug für prägende Erlebnisse. Solange nicht geleugnet wird,dass dort gekämpft wird,empfinde ich das nicht als Schlag ins Gesicht. Ein Kampfeinsatz ist es,wenn ein Soldat irgendwo hingeschickt wird,um auch oder ausschließlich zu kämpfen. Ich wußte nicht das dieser Terminus neu ist. Und da ein Krieg eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen mindestens zwei Kombattanten darstellt,und diese Definition nicht erst für den Afghanistan-Einsatz geschaffen wurde, wird es mit dem Begriff des Kampfeinsatzes endlich beim Namen genannt. Beantworte doch einfach einmal,endlich,meine Frage. Warum JETZT DORT,und nicht schon vorher in anderen Erdteilen,in denen es mindestens genau so brannte,und dass auch zwischen dem 14-tägigen Kosovo-Einsatzes der Luftwaffe und dem Beginn der Misssionen ISAF und Enduring Freedom? Und denkst du,Deutschland meine dies? Und wenn ja,woher haßt du diese Info?
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Salus publica suprema lex (Das Wohl des Volkes ist oberstes Gesetz) Geändert von IronPig (02.07.2009 um 23:38 Uhr). |
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#277 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Du sagst - es geht um die Rohstoffe und die Macht. Das ist doch aber in dem Fall das Selbe - würdest Du auf einem Schiff ausgerechnet dem überführten perversen Massenmörder den Schlüssel zur Pulverkammer und zum Dieselbunker geben ? Würdest Du den Kapitän in Frage stellen: " Es geht ihm nur um seine Spritrechnung" wenn ein Irrer an Bord die Mannschaft bestialisch meuchelt und auch noch Zugang zu Treibstoff, Alkoholvoräten und Küche hat ? Die Bande profitiert schließlich auch von der strategisch günstigen Lage. Das Wort Bande benutze ich auch nur, um es kurz zu fassen - gibt's was treffenderes -prägnanteres ? Evtl. könnte man sich beschweren, weil z.B. Straßenbanden in LA nun wirklich ein erträglicheres, weil vermeidbares Problem sind.
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“ A human being should be able to change a diaper, plan an invasion, butcher a hog, conn a ship, design a building, write a sonnet, balance accounts, build a wall, set a bone, comfort the dying, take orders, give orders, cooperate, act alone, solve equations, analyze a new problem, pitch manure, program a computer, cook a tasty meal, fight efficiently, die gallantly. Specialization is for insects." Robert Anson Heinlein Geändert von T-Rex (03.07.2009 um 12:51 Uhr). |
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#278 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Warum kommt 3 nach 2 und nicht nach 4 ? Ich will das nicht ins lächerliche zeihen, aber die Frage zielt doch darauf ab, dass die USA keine andere Möglichkeit mehr hatten, weil Ihnen die Rohstoffsituation zu brenzlig wurde und der Chinesische Einfluss zu gross. In den USA gibt es tatsächlich Think Tanks, die fleißig und mit grossen Resourcen geostrategische Planspiele druchführen und die Regierung beraten. Dort wird hauptsächlich an der Wunschliste der Ammis gearbeitet - welche Entwicklung währe weshalb wünschenswert - und dabei spielen -dass ist bei den Ammis nunmal so die Grundwerte eine große Rolle - es geht natürlich um offene Märkte aber eben auch und in Verbindung damit um Frieden und Freiheit. (Dadurch unterscheiden sie sich von den Taliban, die wie ein betrunkener Affe mit einer Kettensäge agieren.) Natürlich ist aber die tatsächliche Politik nicht die Umsetzung dieser Empfehlungen, die sind teilweise widersprüchlich, politisch gefärbt, wirtschaftlich gefärbt und geostrategisch unterschiedlich - hautpsächlich aber ist die Umsetzung eine Frage der Machbarkeit. Afghanistan zu Enttalibanisieren, zu Sichern und Aufzubauen ist nur deshalb möglich geworden, weil durch Al Qaida der Talibanterror (ja das hängt zusammen) nach NY getragen wurde. Da ging es um die Gunst der Stunde. Wir sind nur im Boot, weil wir über die NATO ein Teil der strategischen Entscheidungen sein wollten - und da ging es um Rohstoffe, Märkte und Regionen, weil eine friedliche und freie Welt eben eine allgemein akzeptierte - marktwirtschaftliche Rohstoffverteilung benötigt - aber eben auch um unsere innere Sicherheit.
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#279 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden
Beiträge: 3.571
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Was ist Talibanterror - bzw. wo geht er über die Grenzen des Mittleren Ostens hinaus?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#280 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Natürlich müssen wir jetzt die Bundeswehr nach Hause holen, da ja nicht die Taliban die Bedrohung sind. Erst, wenn durch die Finanzdirektion Bochum opiumfinanzierte Einkünfte mit Quellnachweis des Katasteramtes Hellmand vorgelegt werden ist von einer Quasi Doppelbeschäftigung auszugehen und zunächst eine einstweilige Erschießung durchzuführen....
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#281 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden
Beiträge: 3.571
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Moment. Also ist jeder Anschlag ausserhalb Afghanistans al-qaida zuzuschreiben und allen in Afghanistan den Taliban - diese Unterscheidung wird aber nur von der Presse getroffen. Welche Terroranschläge wurden den von den Taliban/Paschtunen ausserhalb Afghanistans begangen, wo nur die Presse dies als Al-Qaida Anschlag umgedeutet hat?
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#282 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 1.428
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Jeder Terroranschlag, der in Afghanistan mit vorbereitet wurde ist natürlich auch Werk der Taliban, sie finanzieren und sichern die Rückzugsgebiete betreiben Terrorausbildung und besorgen Material und Menschen. Das trifft auf 911, London, Spanien und die Sauerländer zu.
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#283 |
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Beiträge: n/a
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#284 |
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Benutzer
Registriert seit: 22.06.2009
Beiträge: 428
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Aber ich möchte in diesem Zusammenhang nur einen guten Aufsatz empfehlen: Geis, Anna; Brock, Lothar; Müller, Harald: "From Democratic Peace to Democrativ War". In: Peace Review: A Journal of Social Justice (San Francisco), Nr. 19, Issue 2, 2007, S. 157 - 163 In der selben Ausgabe noch den Artikel "Crusades, Just Wars, and the Bush Doctrine" auf Seite 165 - 172 von Andrew Fiala. Zu finden ist dieses Zeitschrift in jeder gut geführten Unibibo wo es auch einen Lehrstuhl für IB, Internationales Recht, Friedensforschung, PoWi o.ä. gibt oder zum kostenpflichtigen Download hier: http://www.informaworld.com/smpp/title~content=g779485990~db=all Allgemein ist die ganze Ausgabe zu empfehlen, für jemanden der sich auch nur einigermaßen für Afghanistan und die grundsätzlichen Überlegungen und Hintergründe interessiert. grüße Geändert von Detlef05 (03.07.2009 um 21:58 Uhr). Grund: Zitatbezug |
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#285 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden
Beiträge: 3.571
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Btw. es muss enttäuschend für dich sein, dass man mit den Taliban versucht zu verhandeln, oder?
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