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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.702
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Jeder zweite Deutsche Wehruntauglich?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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.:Big Al:.
Registriert seit: 11.10.2006
Ort: Lünen
Beiträge: 64
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Also wenn mich niemand vom Gegenteil überzeugen kann, bin ich auch für eine Berufsarmee und einen Sozialdienst, der verpflichtet. Eine Berufsarmee ist kostengünstiger und effizienter.
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#3 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 932
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Das Thema hatten wir jetzt ungefähr schon 1.000 Mal.
![]() Ein paar Fakten: 1. Eine Berufsarmee ist keinesfalls kostengünstiger als eine Wehrpflichtarmee. Dazu kommt noch die sinkende Qualität des Nachwuchses. 2. Das GG erlaubt ausdrücklich nur Personen zum Wehrdienst zwangszuverpflichten. Der Zivildienst ist nur eine Alternative für Verweigerer aus Gewissensgründen. Keinesfalls aber eine eigenständige Pflicht. 3. Irgendwann habe ich mal durchgerechnet, dass alleine die Personalkosten 6 Milliarden € betragen würden, wenn man alle jungen Männer und Frauen zu einem Zivildienst verpflichtete. Ganz davon abgesehen, dass man eine solche Zahl niemals unterbringen könnte. 4. Richtig ist, dass keine Wehrgerechtigkeit besteht. Das ist aber kein Grundproblem der Wehrpflicht, sondern eines ihrer Umsetzung. So lange wir die Bundeswehr gezielt kaputt sparen kann man nicht mehr erwarten.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#4 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.702
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Dann sind wir uns ja eigentlich einig, Leitwolf.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 67
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Eine Berufsarmee ist die einzigste akzeptable Zukunftsvariante für Deutschlands Armee. Die herkömmliche Struktur ist veraltet und uneffizient. Gerade im Herr ist eine Runderneuerung zwingend notwenig. Derzeit wird die DSO auf 10.000 Mann ausgebaut, das ist der richtige Weg. Elitesoldaten in kleinen Verbänden bilden am Boden das Rückgrat heutiger Einsätze. Ich wünschte mir das es noch 4-5 weitere Divisionen dieser Art in Zukunft gibt. Das konventionelle Herr sollte man ebenfalls in kleine Verbände auflösen und spezifisch ausbilden.
Der Umbau, egal wie er aussieht, würde übrigens nicht weniger kosten. Das ist kaum möglich. Deutschland gibt im internationalen Vergleich sehr wenig fürs Militär aus. Am heutigen Modell ist vor allen Dingen das Mitschleifen kampfunfähiger Wehrpflichtiger zu kritisieren. Ich weiß leider was in den Kasernen abläuft, das ist einer Armee unwürdig. Das Verhältnis zwischen Kosten und Leistung stimmt da ganz und gar nicht. Sehr unwahrscheinlich ist seit geraumer Zeit auch die Notwendigkeit eines Einsatzes ehemaliger Rekruten als Reservekräfte. Mit der Entwicklung der EU hat sich einiges überholt. Der Dienst für die Allgemeinheit sollte auf anderen Wegen fortgesetzt werden. Für junge Menschen sind Erfahrungen aus der Wehr/Zivilzeit goldwert. In dieser Zeit lernen sie viel für ihr weiteres Leben. Die Frage ist nur mit welcher Tätigkeit dies verknüpft werden sollte. Das Militär ist die falsche Spielwiese geworden... Besser wäre es alle Jugendlichen direkt nach der Schule für ca. 6 Monate gesetzlich verpflichtend in soziale Einrichtungen/Institutionen zu schicken um ihnen weiterhin wichtige Erfahrungen vermitteln zu können. Vom THW, Rotes Kreuz bis Altersheime sollte alles dabei sein...bunt gemischt und frei wählbar. Der finanzielle Aspekt sollte dabei deutlich zurückgefahren werden. Freie Koste und Logis und gut ist... Dadurch das ALLE betroffen wären, würde die klaffende Ungerechtigkeit Schnee von gestern sein. Es gibt in diesem Bereich leider viel zu tun...
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#6 |
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Benutzer
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Jena
Beiträge: 40
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Bei so einem sinnfreien Verein würde ich nicht von "kaputtsparen", sondern von sinnvollen Einsparungen reden. Natürlich lassen sich die Einsparungen mit der Wehrpflicht schwer vereinbaren, aber deshalb würde ich nicht die Einsparungen, sondern die Wehrpflicht kritisch überdenken! |
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#7 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 932
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Wenn die Wehrpflicht wegfällt, müssen zehntausende Stellen im Mannschaftsdienstgrad mit Zeitsoldaten besetzt werden. Das führt zu dem weiteren Problem, dass die Bundeswehr kaum geeignete Bewerber für diese eher schlecht bezahlten Stellen mit geringen Aufstiegschancen und beschissenem Image finden würde. Man müsste die Vorraussetzungen (die sowieso schon ein Witz sind) also noch weiter absenken, viel mehr Werbung machen, deutlich höhere finanzielle Anreize bieten und bekäme am Ende nur noch Leute die wirklich keine andere Wahl mehr haben. 2. Da wir bei den derzeitigen Auslandseinsätzen in erster Linie größere Gebiete besetzt halten und gegen irreguläre Kräfte verteidigen müssen, wäre es vor allem notwendig eine große Anzahl infanteristischer Kräfte zu haben. Auch die besten Elitesoldaten helfen dir nichts, wenn du sie irgendwo verkleckerst. 3. Woher willst du geeignetes Personal für deine Elitetruppen bekommen, wenn künftig jeder auch nur annähernd taugliche Bewerber eingestellt werden muss? Dass Wehrpflichtige nicht zu Auslandseinsätzen herangezogen werden dürfen ist weniger ein Problem ihrer Ausbildung, als viel mehr ein politisches. ![]()
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.702
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#9 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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#10 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Ich favorisiere ein soziales Pflichtjahr für beide Geschlechter im In- und Ausland für ausgesuchte Organisationen - z.B. eben auch für die Bundeswehr. Es sollten aber nicht kommerzielle Unternehmen sein - sonst gibt's nur subventionierte Praktika. Sani-Helfer - Sozialarbeiter - Entwicklungshilfer - Sicherheitsexperten zu Lande Wasser und in der Luft - Feuerwehrleute - Geschwindigkeitsüberwachungen an lukrativen ähhh gefährlichen Stellen - halt so Trachtengruppenarbeit mit Blaulicht. (play: who's afraid of virginias wolf...) |
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#11 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.702
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#12 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Also es WIRD ein Praktikum - aber eins mit humanitären und / oder militärischen Aufgaben. Eben 'was mit Menschen' aber etwas was die Jungs und Damen fordert und an die Grenzen gehen läßt. Siehste - Kinderbetreung hatte ich ganz vergessen. |
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