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#16 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 932
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Ersatzdienstleistende die in Deutschland wahrscheinlich nach einem kurzen Crashkurs und ohne Waffen auf die Straße geschickt würden wären hier völlig fehl am Platze. Aber da wir heute ja allesamt wieder Untertanen werden wollen, ist wahrscheinlich auch die Wehrpflicht obsolet.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#17 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Und es sind erheblich mehr Fähigkeiten gefragt als damals im kalten Krieg. Eigendlich hat sich der Bedarf nach länger ausgebildeten Soldaten im Verhältnis zu schnell angelernten genau auf den Kopf gestellt. Die Ammis haben SAP front Ends in ihren M1 und Mainframe Rechner auf jedem Kreuzer, die miteinander kommunizieren, um in echtzeit Inspektionen, Munitionsnachschub und Personalplanung zu betreiben. Die haben heute viel mehr Trouble mit falschen Windowstreibern als mit Ladehemmungen. Piloten für Drohnen z.B. oder Feldjäger, die in Afghanistan Polizisten ausbilden. Das sind doch gerade die urbanen Krieger von heute. Gerade Infanteristen sind doch mit moderner Technik umgeben und müssen im Umgang mit den Einheimischen verhandeln und auftreten wie geschulte Psychologen - gleichzeitig sollen sie noch unter Beschuss Ruhe bewahren und schnell entscheiden, ob eine 1000 Pfund Bombe oder eine 250 Pfund Bombe bestellt wird, oder ob die Angelegenheit kollateralfreundlich mit Handfeuerwaffen erledigt werden kann. Keine Patroille in Südafghanistan läuft ohne Traumaexperten 'rum- das sind gut ausgebildete Spezialisten. Fast jede Patrouille bindet einen Verbindungshubschrauber - der braucht Besatzung. Die Leo-Batallione sind weitgehend abgebaut, die pro Fahrzeug einen Menschen damit beschäftigt haben ein Kreuz mit dem Joystick auf den bösen Feind zu richten und einen um einen schweren Gegenstand in ein Loch zu schieben. Meine alten Aufklärer fahren auch nicht mehr Luchs sondern Fennek mit Bodensensoren, Wärmebildkameras und solchen Dingen. Die betreiben dann intensiv Kommunikation wie die Fluglotzen um den Bedarf nach in Echtzeit übermittelten Informationen aus unzähligen Quellen zu bändigen. Klar gibt's noch Platz für ungelernte - aber wesentlich weniger. Der Panzerfahrer, Jäger oder Grenadier Typ Dumm, Stark, Wasserdicht ist echt nicht mehr gefragt. Wenn der Bund klamm wird kann man die Leute ja wieder verpflichten - diese Option darf nie geopfert werden, sonst gibt's irgendwann wieder ein Ermächtigungsgesetz à la 1931. |
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#18 |
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.:Big Al:.
Registriert seit: 11.10.2006
Ort: Lünen
Beiträge: 64
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Aber seien wir mal ehrlich, von unseren Nachbarn müssen wir nicht befürchten das sie schon morgen bei uns einfallen und ein moderner Krieg wird nicht von Soldaten gewonnen, wenn es mal dazu kommt. Da wird ein Knopf gedrückt und fertig, keiner hat gewonnen aber alle sind tot. Da ist es auch egal ob man mit geladener Waffe da sitzt und auf den Feind wartet, der wird nicht kommen, eher wird man bei 2000 Grad verglühen. Wehrpflicht ist ein Relikt, wer seinen Dienst an der Waffe tun will, soll es machen. Aber bitte ohne Wehrpflicht, eine Sozialpflicht wäre angebrachter. Denn Menschen zu helfen ist wohl nicht so wichtig, wie in einem Panzer rumzufahren und Saufwettbewerbe mit seinen Kameraden zu veranstalten. Das die Bundeswehr Einsätze in Afghanistan hat und auch so in Krisenregionen tätig ist, dafür sind keine Wehrpflichtigen wichtig, da agieren nur diejenigen die wirklich bei der Bundeswehr dienen wollen. Ich will hier diesen Dienst nicht abwerten, aber eine Wehrpflicht ist abzuwerten und das in einer Gesellschaft mit Werten der Freiheit und Gleichheit jedes Einzelnen, so etwas sollte man wohl erwarten, das Ganze ist kein Spass, sondern Militär! |
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#19 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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#20 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.702
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Ganz klar, er will ausdrücken, dass die Wehrpflicht von einer Gesellschaft deren Werte Freiheit und Gleichheit sind, abzulehnen ist.
Ich meine, sie sollte beibehalten werden, gerade wegen der Gleichheit. Wenn wir eine Berufsarmee haben, dann werden es meistens Menschen aus der Unterschicht sein, die das Rückgrat der Armee bilden. Sieht man ja in den USA. Meine Befürchtung ist in diesem Zusammenhang eine fehlende Lobby, die die Interessen dieser Menschen vertritt. Am Ende haben wir eine vom Volke losgelöste Armee, die die Regierung überallhin schicken kann und keinen interessiert es, was mit der Armee dort passiert.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#21 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Wichtig ist zunächst mal, dass der Haufen seine Aufgaben erfüllen kann. Dabei würde eine gewisse Akzeptanz helfen - die meiner Ansicht nach mit einem Berufsheer noch weniger erzielt werden kann als es im Moment funktioniert. |
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#22 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 932
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Genau das sind nämlich die Leute, die heute unsere Auslandseinsätze tragen.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#23 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 932
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und 2. Ist die Wehrpflicht nur deshalb legitimiert, weil sie letztlich die Aufrechterhaltung dieses Staates und den Schutz seiner Bevölkerung ermöglichen soll. Das lässt ganz andere Eingriffe in die Lebensführung des Bürgers zu, als die Beibehaltung irgendwelcher Sozialleistungen. Ein Kumpel von mir hat beim THW Ersatzdienst gemacht. Als ich am Tag der offenen Tür mal da vorbeigekommen bin, hat die ganze Mannschaft gesoffen als gäbe es kein Morgen (Strahlrohrsaufen etc.). Auf Feuerwehrfesten (speziell auf den internen Nachfeiern) ist es kein Stück besser. Und über die Unis brauchen wir erst garnicht zu reden. Jeder 6. männliche Student hat ein Alkoholproblem.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#24 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.09.2007
Beiträge: 121
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#25 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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