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#1 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Mosquito - ein aktueller Fall der kinder- und jugendfeindlichen Gesellschaft in D.
Diese Teile werden jetzt auch in Deutschland montiert. Wie tief sind wir gesunken, wenn wir jetzt schon so gegen Menschen vorgehen, die sich auf öffentlichem Terrain aufhalten? Die Verdrängung der Jugend hat massive Probleme mit sich gebracht und tut es nach wie vor. Ich muss hier vor Ort auch ständig gegen solche Pläne kämpfen. "Die Jugend stört das Ortsbild" bei solchen Aussagne kotze ich doch nur noch. Und wenn man ihnen dann bei Gesprächen zu hört, dann bekommt man mit, dass sie früher selbst im Ortskern Fußball gespielt haben und Scheiben eingeschossen haben etc. Man muss endlich mal wieder lernen Werte zu schätzen und die Jugend zu respektieren. Man muss lernen zu zu hören, denn das ist Demokratie und Jugendliche, die Demokratie am eigenen Leib erleben, lernen sie auch zu schätzen. Und wer die Demokratie schätzt, wird kein anderes System wollen. kex
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 37
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Der hier vorgestellte Moskito ist sicherlich arg grenzwertig. Aber es ist eben nur eine Seite einer Medaille.
Stell dir vor, es gibt einen Bistro-/Kiosk-Besitzer, vor dessen Kiosk immer betrunkene Jugendliche rumlungern. Niemand hilft ihm. Was soll der Besitzer tun? Das es sowas gibt, ist meiner Ansicht nach ein Indiz dafür, dass in unserer Gesellschaft die einzelnen Gruppen immer mehr auseinander driften und vereinzeln. Ein Indiz auch dafür dass die Jugend orientierungslos und ohne Führung ist. Die Gründe dafür sind m.E. in der veränderten Arbeitsgesellschaft und der Abwertung der Rolle der Familie und der Veränderung des gesamten männlichen und weiblichen Rollenbildes zurückzuführen was auch durch die Scheidungsraten und die niedrigen Geburtenraten belegt ist. Ich denke mal dass man dies nicht so einzeln betrachten sollte, sondern mal versuchen (das ist aber sehr schwer) die ganzen Puzzlestücke differenziert zusammen zu kriegen, damit man das grosse Ganze sieht. Was meint ihr? |
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#3 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.923
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Also im öffentlichen Raum wird das System in Deutschland ja bisher nicht eingesetzt. Bisher wird es scheinbar nur auf Privatbesitz genutzt. Da habe ich auch nichts dagegen, wer sein Grundstück damit beschallen will, soll es tun.
Bedenklich wird es im öffentlichen Raum, oder wenn der Ton über das Privatgrundstück hinaus zu hören ist. In dem Moment halte ich das für unnötige Gewalt. Ein Zeichen das die Generationen auseinanderdriften sehe ich in dieser Maßnahme nicht. Das Problem besteht schon so lange es die Menschen gibt, schließlich haben sich sogar schon die alten Griechen über die verlotterte Jugend beschwert. Der unterschied besteht einfach darin, dass man jetzt etwas gegen die Jugendlichen unternehmen kann, was nach außen gewaltlios erscheint.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#4 |
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Benutzer
Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 37
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Ich musste einfach instiktiv an die Probleme der Kinderarmut in Deutschland in doppelter Hinsicht denken: Deutschland ist Arm an Kindern, und die Kinder sind Arm. Eltern sind überfordert - mehr als je! Siehe die vielen Tötungsfälle von Säuglingen.
Die Jugendarbeitslosigkeit und der Bildungsstand sind auf niedrigstem Niveau. Toleranz und Hilfsbereitschaft und das sich miteinander Auseinander zu setzen sind auf niedrigem Niveau. Das ist doch offensichtlich: Leute werden aus Talkshows rausgeworfen, nicht in Hotels eingelassen, vom Ladenbesitzer mit Moskito-Geräten weg gepfiffen. Man beruft sich auf Vertragsfreiheit, auf Hausrecht und so weiter. Das alles liegt doch offensichtlich und glasklar vor einem: Dies alles sind für den aufmerksamen Beobachter Indizien dafür, wie unsere Gesellschaft sich von einer Konsens-Gesellschaft weg entwickelt. Hin zu einer Kontra-Gesellschaft. Mann kann die Menschen nicht zwingen friedlich und im Konsens zusammen zuleben. Man kann im Gegenteil viele tolle Ausreden und Ausflüchte finden, und Begründungen, warum man diese Gruppe nicht mag, oder eine andere Gruppe, aus politischen, gesellschaftlichen, religiösen Gründen. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass die Gruppen aus ein ander driften, das Konsens fehlt und das die Demokratie gefährdet ist. Da hilft auch der Rückgriff aufs alte Griechenland nicht viel. Klar gab es immer eine Kluft zwischen Alt und Jung. Und klar, heute sind die techn. Möglichkeiten besser. Dennoch ist die Qualität der Veränderung des Verhältnisses zwischen Alt und Jung heute bei uns eine andere wenn wir das ganze mit den 50er, 60er, 70er, 80er Jahren vergleichen. Damals hätte es auch schon Moskito-Geräte geben können, das Prinzip ist ja nicht neu und bekannt. Noch ein Wort zur Gewalt: Klar ist der Moskito nicht angenehm. Aber es gibt schlimmeres. Ich würde ihn auch einsetzen! |
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#5 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.093
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Bei Privatbesitz der für gewöhnlich allgemein zugänglich ist (z.B. Kaufhäuser) sähe das wieder anders aus. Dort müssten dann zumindestens Verbotsschilder und eine Warnung vor den möglichen Folgen deutlich sichtbar aushängen. Und dann sind wir wieder bei deinem geliebten AGG, das es dem Ladenbesitzer verbietet Jugendliche zu diskriminieren.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#6 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.923
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Ich stimme dir voll zu, ein Einsatz in der Öffentlichkeit wäre eine nicht hinnehmbare Einschränkung.
Man kann also froh sein, dass auch das AGG diesem Gerät entgegenwirkt. Nur braucht man hier wohl kaum mit Klagen rechnen, da die Zielpersonen dieser Beschallung wohl eher nicht in der Lage sind großartig Prozesse zu führen und vielleicht auch kein Interesse daran haben. Das Gewalt nicht hinnehmbar ist, sollte selbstverständlich sein.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#7 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.093
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.923
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Hm, und wie war dann jene Aussage von dir zu verstehen:
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#9 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.093
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Das AGG würde dir eben nicht verbieten so ein System zu installieren, sondern Jugendlichen den Eingang in dein Kaufhaus zu untersagen. Es verbietet dir also auch Verbotsschilder aufzuhängen, Türsteher zu engagieren usw. Daraus jetzt nun zu folgern, dass es dich vor solchen Geräten schützt ist lächerlich.
Ich sags nochmal: Schutz erhälst du hier durch das StGB.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#10 |
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Benutzer
Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 37
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Und welcher Paragraph wäre das dann, bzw wie lautet der genaue Wortlaut? Ich kenne mich in den Gesetzen und den Bestimmungen überhaupt nicht aus, und kann dazu nichts sagen, dennoch würde es mich interessieren. Darum meine Frage! Meine persönliche Meinung wäre, dass jeder dieses Gerät in seinen Privaträumen einsetzen darf. Gilt ein Verkaufsraum, ein Laden, usw., auch als Privatraum? Der Raum vor dem Laden, also zB. die Straße ist öffentlicher Raum, wie sind dort die Regeln für Moskitos oder Kameras? Da ist meine persönliche Meinung, dass es dort nicht mehr Privatsache ist. Wie aber lautet das genaue Gesetz das es dort verbietet?
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#11 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 622
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Sowas ist auf jeden Fall mal Nötigung. Wenn ich will dass bestimmte Personen einen bestimmten Bereich nicht betreten, lass ich die erst garnicht rein. Aber erst freien Zugang gewähren und dann quälen geht nicht.
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#12 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.093
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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