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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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In letzter Zeit scheint -subjektiv betrachtet- die Zahl der mißhandelten, vernachlässigten und getöteten Kinder zuzunehmen. Einige Verbände und Politiker fordern jetzt Maßnahmen dagegen.
In Frage kommen regelmäßige Kontrollen der Eltern durch Hebammen oder Kinderärzte, als Frühwarnsystem für vernachlässigte Kinder oder eben auch ein Kurs, in dem Eltern lernen richtig mit Kindern umzugehen, ihre Bedürfnisse zu verstehen und grundlegendes zur Erziehung mitgeteilt bekommen. Scheinbar sind Eltern heutzutage mit Kindern überfordert. Vor einigen jahren noch, wären diese Vorschläge recht absurd gewesen. Ich denke aber auch, dies ist eine Folge der Welt, in er wir heute leben. Viele junge Leute können in ihrer Region keine Arbeit mehr finden und leben deswegen nicht mehr in der Nähe ihrer Familie, sondern teilweise weit entfernt. Damit fällt eine Unterstützung durch die Familie schonmal weg. Einige Kompetenzen, die beispielsweise von der Mutter auf die Tochter weitergegeben werden fehlen somit einfach. Vom fehlenden, vertrauenswürdigen babysitter ganz zu schweigen. Die jungen Mütter sind überfordert. Angeblich soll durch diese Konstellation von fehlender familiärer betreuung/isolation auch die Wochenbettdepression gefördert werden. Persönlich kann ich mir soetwas nicht wirklich vorstellen. Bei diesem Eltern-Kurs mischt sich der Staat für mich doch schon sehr in die Kindeserziehung ein.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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Hallo
Ich finde es zwar erschreckend wie wenig Ahnung manche Eltern von Kindern haben, aber in vielen Fällen der letzten Jahre hat es sich, wie bei dem kleinen Kevin, um Vorgänge gehandelt die unter den Augen des Jugendamtes stattgefanden. Wie das bei den anderen beiden Kindern jetzt war, muß man auch noch abwarten. Ich bin der Meinung, zuerst einmal gilt es, Sorge zu tragen, daß die Jugendämter vernünftig arbeiten. Sonst nutzt der Elternführerschein sowieso nichts. M.f.G. A.Souchy |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 29
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Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte. Karl Heinrich Waggerl |
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#4 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Natürlich war es vor allem in Bremen verantwortungslos aus monetären Gründen auf eine Unterbringung des Kindes in einem Heim zu verzichten. Gerade eben in SternTV war ein Beamter vom Jugendamt, der sich beschwerte, er hätte so wenig möglichkeiten Kinder aus solchen Familien herauszuholen, denn das ginge nur mit Einverständnis der Eltern oder mit einem Gerichtsurteil. Aber herrje, wie soll das denn sonst geschehen? Wenn es diese Regelung nicht gäbe, wäre man ja wirklich der Willkür ausgesetzt. Was sich ja auch einer gewissen Beliebtheit erfreut sind diese Sendungen, in denen Erzieherinnen in Familien gehen, die probleme mit ihren Kindern haben, bzw. viel öfter haben die Eltern die Probleme... Mal ganz provokant gesagt, ist das vielleicht auch ein zeichen für eine zunehmende Hilflosigkeit von Eltern?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#5 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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M.f.G. A.Souchy |
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#6 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 29
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Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte. Karl Heinrich Waggerl |
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#7 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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Ich finde, in den Supernannyshows wird die gesamte Problematik arg 'runtergespielt. Gefährlich.
M.f.G. A.Souchy |
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#8 |
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Benutzer
Registriert seit: 08.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 29
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#9 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Ich persönlich weiß nicht, was ich von diesen Nanny-Shows halten soll. Einerseits denke ich schon, dass den Eltern neue Wege aufgezeigt werden mit Hilfe dieser Erzieherinnen. Andererseits sieht man manchmal auch kritisch zu betrachtende Erziehungsmethoden, wie den "stillen Stuhl" etc.
Ich frage mich auch, warum das unbedingt im Fernsehen gezeigt werden muss? Hilflose Eltern und noch hilflosere Kinder. Diese Hilfestellung, die da durch die Nanny gegeben wird, gibt es doch auch ohne die medialen Aufmerksamkeit. Vielleicht nicht so individuell, aber Familienbildungsstätten etc. bieten derartige Kurse an. Man müsste die Menschen also eigentlich nur dazu bekommen diese Hilfen anzunehmen und das am besten freiwillig, damit garnicht erst die Forerung nach einem obligatorischem Eltern-TÜV aufkommt. Wie kann man das schaffen? Ich sehe das als schwierig an, da ich mir diese Eltern in einer Isolation vorstelle und mit totaler Überforderung. Also wird es sehr schwierig sein zu diesen Elterndurchzuringen mit solchen Angeboten, wenn das Kind da ist und das Dilemma groß ist.
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#10 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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Gestern habe ich ein durchaus nachahmenswertes Beispiel gesehen. In Dormagen wird ausnahmslos jede Familie nach der Geburt eines Kindes von einem Sozialarbeiter besucht, der ein Paket mit Unterlagen mitbringt, in denen den Eltern Informationen über Anlaufstellen und Hilfsangebote zur Verfügun gestellt werden. Dieses Verfahren wird, wenn auch manchmal erst skeptisch, sehr gut angenommen. Viele jinge Familien werden so vor vielen Problemen geschützt, die dadurch entstehen, daß die Menschen nicht wissen wo sie Hilfe bekommen.
M.f.G. A.Souchy |
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#11 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Das wäre sicher eine Maßnahme, die solchen Situationen entgegenwirkt. Wobei ich dann darauf wert legen würde, dass das zuersteinmal wirklich nur ein Info-Besuch sein sollte und nicht gleich in Richtung 'Beurteilung der Familien-, Wohn- und Sozialverhältnisse' ausufert. Also ein reiner Info-Besuch. Ein Jugendamt, dass auf Schritt und Tritt überwacht, brauchen wir nämlich auch nicht. Über die Besuche und die Verhältnisse sollten also keine Protokolle geführt werden, außer der Bestätigung des Besuchs.
Ich denke man müsste nichtmal viele neue Fachkräfte einstellen. Es gibt zB in Krankenhäusern oft Sozialarbeiter, die könnte man dafür u.U. einspannen. Natürlich müsste man eine Erfolgskontrolle haben, denn sonst sehe ich die Gefahr, dass solche Projekte bei der nächsten Haushaltskürzung schnell wegrationalisiert werden.
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#12 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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Das macht das Projekt ja so erfolgreich. Die Leute wer |