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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Beiträge: 471
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22.000 Tote
Im November 2005 habe ich in der Geo einen Artikel gelesen der mich sehr berührt hat. Hier habe ich nun ein paar Informationen aus diesem Artikel zusammengestellt. Es ist allerdings nur ein kleiner Teil der Infos. Es handelte sich aber um einige Fallbeispiele die ich nicht alle hier einbringen kann, weil der Artikel sehr lang ist. Den kursiv geschriebenen Text habe ich eins zu eins übernommen.
Aus der Geo: Trinkwasser ist eines der wichtigsten Probleme in der Welt. Wenn der elendste Teil der Menschheit an die Trinkwasserversorgung angeschlossen würde dann beliefen sich die Kosten auf eine Summe von weniger als den Betrag, den die Europäer jährlich für Parfüm oder die US-Bürger für Schönheitsoperationen ausgeben. Aber es besteht kaum die Hoffnung, dass die besagten Volkswirtschaften dieses “Opfer” bringen werden. Immerhin haben sich die Industrieländer bereits vor 35 Jahren die Selbstverpflichtung auferlegt 0,7% ihres Bruttosozialprodukts in die Entwicklungshilfe zu geben. Von den 20 reichsten Ländern kommen dieser Verpflichtung nur Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und Schweden nach. Die geizigen sind USA, Italien, Österreich, Japan und Deutschland, das nur 0,28% des Bruttosozialproduktes für Entwicklungshilfe aufbringt. 2005 haben die Vereinten Nationen versucht den im Jahr 2000 beschlossenen Millenniumszielen Nachdruck zu verleihen. Bei dem Versuch ist es geblieben. Bis zum Jahr 2015 soll die Zahl der Menschen die mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen halbiert werden. Diese Zahl wird um 380 Millionen Menschen verfehlt. Dies könnte verhindert werden wenn die Industrieländer ihrer, wie gesagt selbst auferlegten, Verpflichtung nachkommen würden und die Entwicklungshilfe drastisch erhöhen würden. Nach derzeitigem Stand allerdings werden im Jahr 2015 47 Millionen Kinder nicht in die Schule gehen und 710 Millionen Menschen werden kein Trinkwasser haben, sondern nach wie vor verseuchtes Wasser trinken und für die Bewässerung benutzen. Täglich verhungern ca. 22.000 Menschen. Das sind acht Millionen Menschen im Jahr. Acht Millionen - wie viele sind das? Sagen wir, die Uhr beginnt an einem Samstagmorgen zu ticken, wir stehen um neun Uhr auf. Nach dem Zähneputzen sind schon hundert Leute tot; wir holen Brötchen, kochen Kaffee, wecken die Kinder, da ist es schon ein Jumbojet voller Leichen. Bis zur Sportschau gibt es an diesem Tag mehr Hungertote zu beklagen, als in Deutschland pro Jahr im Straßenverkehr sterben; bis zum Sonntagabend liegt die Zahl der Opfer etwa gleichauf mit derjenigen durch die Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Am Montagmorgen schlagen wir die Zeitung auf: ”Eine komplette Stadt mit 50.000 Einwohnern ausgelöscht”, könnte dort stehen. Nach einer Woche hat der Hunger dann schon mehr Menschen dahingerafft als die Hiroshima-Bombe. Nach zwei Wochen mehr als der Tsunami am 26.12.2004. An der ganzen Sache hat mich eigentlich am meisten bedrückt, dass kein Politiker und keine Partei sich dieses Problem zu eigen macht. Jeder bedauert die Toten in diversen hausgemachten Krisen und will das Leiden und Sterben mildern. Sind wir denn wirklich so verroht, dass uns alles kalt lässt wo man keinen schnellen Euro machen kann? Mich würde eure Meinung dazu interessieren. A.Souchy
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„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ Albert Einstein |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
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Die Dritte Welt rückt nur in den Fokus der Menschen, wenn ein Tsunami oder Erdbeben hunderte Menschen tötet oder tausende obdachlos werden. Dann wird einige Wochen darüber berichtet, danach versinkt auch dies im Vergessen...
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#3 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Beiträge: 471
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Ich vergaß Titel und Autor des Artikels zu erwähnen.
Kommt das Ende der Not? von Jürgen Schaefer erschienen in der Geo 11|Nov 2005.
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#4 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
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Beiträge: 2.759
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Wir fördern die, dann haben wir am Ende noch einen Staat mit wachsendem Energie-(Öl)Verbrauch. Wer will das schon?
Wir schaffen stabilere Verhältnisse dort, dann wandern unsere Konzerne dorthin ab und nehmen Arbeitsplätze mit.
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Beiträge: n/a
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Provokativ und gegen den mainstream!:
Aus welchem Grund fühlen sich eigentlich die Industrienationen verpflichtet, den sogenannten Entwicklungsländern Unterstützung zu bieten? Weil Europäer die Kolonialmächte waren? Weil alle Neger hilfsbedüftig sind? Weil so viele kleine Negerlein verhungern? Weil Europa den Zustand Afrikas zu verantworten hat? Ja Herrgottsgewitter! Seid Ihr denn alle bescheuert? Verhungern wird, wer nicht denken kann! Der Betroffene selbst wird es eventuell noch schaffen, seine Kinder aber nicht mehr. Ist das nicht eigentlich Darwinismus? Genetische Auslese? Afrikaner strömen in Scharen nach Europa. Sie wollen für sich und ihre Nachkommen ein besseres Leben. Viele werden es schaffen. Die Zurückgebliebenen nicht. Um die Mitte des vorletzten Jahrtausends gab es in Europa eine ähnliche Problematik. Unter anderen Vorzeichen zwar, aber zumindest prinzipiell gleich. Rom konnte dem nicht widerstehen. Wenn wir es ebenfalls nicht können, so soll es wohl so sein. Jenseits von Humanismus, demokratischer Überzeugung und Gutmenschentum ist, zumindest mir, das Hemd näher als die Jacke. Es ist schlichtweg inakzeptabel, läßt sich ein Großteil der Menschheit über Jahrzehnte durchfüttern und projeziert Jahr für Jahr die Schuld auf Andere. Meine Eltern, wenn dieser Vergleich nachempfunden werden kann, hätten mich hochkant rausgeschmissen, hätte ich auf deren Schuld (meiner Geburt) verwiesen. |
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#7 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Wer sich selbst als Verfechter der Moral und Bewahrer der Menschlichkeit darstellt, sollte dann diesem Anspruch zumindest ansatzweise gerecht werden.
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#8 |
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Benutzer
Registriert seit: 05.07.2006
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Solange in vielen Ländern der 3. Welt noch Diktatoren herrschen brauchen wir uns über Entwicklungshilfe nicht streiten. Die versackt in den Taschen der Herrschenden.
Der Kongo ist da schon auf dem richtigen Weg, denn dort findet ja jetzt eine Demokratisierung statt, zwar mit Problemen, aber es findet statt. |
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#9 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Registriert seit: 24.12.2003
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#11 |
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Master of Desaster
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A.Souchy
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#12 |
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Forenbetreuer
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#13 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Die Analyse mutmaßlicher Verfehlungen einer Bundesregierung bei den Beschlüssen in Fragen der Politik in den sog. Krisengebieten ist wenig hilfreich dabei die drängenderen Probleme auf der Erde in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Im Laufe von jeweils ca. zwölf Tagen wiederholt sich ständig die Katastrophe des Tsunamis Weihnachten 2004.
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