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Alt 08.07.2008, 10:13   #1
Leitwolf
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Nur mal so am Rande: Wir leben in einem Land, in dem die Menschen (bis in die höchsten Positionen) auf die Barrikaden gehen wenn es um den Abschuss eines von Terroristen gekaperten und als Selbstmordwaffe verwendeten Flugzeuges geht. Der Verteidigungsminister wird kurzer Hand zum Verfassungsfeind erklärt und die Würde des Menschen und der Schutz des Lebens einiger Todgeweihter bis aufs Messer verteidigt.
Soll aber ein aus Sicht der Gutmenschen "unwertes Leben" (ja der Begriff wurde bewusst gewählt) beendet werden, dann gelten all diese Prinzipien auf einmal nicht mehr. Plötzlich darf getötet werden, im Namen der Menschlichkeit selbstverständlich.
Wie auch bei der Debatte um Abtreibung entlarvt sich auch hier die Doppelmoral unserer vermeintlich friedlichen und gewaltfreien Gesellschaft. Töten wird durchaus akzeptiert, ja sogar zur Wohltat hochstylisiert, wenn man nur die richtigen Motive vorgibt.
__________________
"Political correctness is tyranny with manners".
Charlton Heston

Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon.

Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze.
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Alt 08.07.2008, 13:30   #2
Imago
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@Leitwolf
ja, willst du etwa das man keinen Unterschied macht zwischen dem Töten einiger hundert Hundert unschuldiger Personen an Board einer gekapertern Maschine und dem Töten einer unheilbar kranken, nur noch vor sich hinvegetierenden Person indem man Sterbehilfe leistet?
Das hat auch imho nix mit Doppelmoral zu tun. Töten is ja nun mal nicht gleich Töten und hängt eben immer von den Umständen und Motiven ab.
Die ganze Geschichte mit der Moral funktioniert halt nicht nach dem Schwarz-Weiß-Prinzip
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Alt 14.07.2008, 15:36     #3
Leitwolf
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Zitat: Imago Beitrag anzeigen
ja, willst du etwa das man keinen Unterschied macht zwischen dem Töten einiger hundert Hundert unschuldiger Personen an Board einer gekapertern Maschine und dem Töten einer unheilbar kranken, nur noch vor sich hinvegetierenden Person indem man Sterbehilfe leistet?
Doch da ist durchaus ein Unterschied. Sogar ein gewaltiger. Im einen Fall geht es darum einen Angriff auf das Leben von hunderten, wenn nicht sogar tausenden Menschen abzuwehren. Im anderen Fall soll dagegen ein Leben beendet werden, von dem nur die Gefahr ausgeht nach den Maßstäben unserer Gesellschaft nicht "lebenswert" zu sein.
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Alt 14.07.2008, 20:50   #4
Imago
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Doch da ist durchaus ein Unterschied. Sogar ein gewaltiger.
eben, und damit erübrigt sich ja wohl die ganze Diskussion hier.
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Alt 14.07.2008, 21:10     #5
Leitwolf
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Für mich nicht, aber um das zu erkennen sollte man vielleicht mehr von meinen Posts lesen als nur 2 Sätze.
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Alt 15.07.2008, 10:31   #6
Imago
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*shrug* ok, nochmal zu Verdeutlichung für dich:
Für mich ist jeder weitere Vergleich zwischen den beiden Fällen sinnlos, weil die Umstände einfach grundverschieden sind.
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Alt 21.07.2008, 12:50     #7
Leitwolf
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Darauf, dass die Umstände grundverschieden sind habe ich bereits deutlich hingewiesen. Siehe "Angriff auf Menschenleben abwehren" und "lebensunwertes Leben beenden".
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Alt 23.07.2008, 22:14   #8
Wespe
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Nur mal so am Rande: Wir leben in einem Land, in dem die Menschen (bis in die höchsten Positionen) auf die Barrikaden gehen wenn es um den Abschuss eines von Terroristen gekaperten und als Selbstmordwaffe verwendeten Flugzeuges geht. Der Verteidigungsminister wird kurzer Hand zum Verfassungsfeind erklärt und die Würde des Menschen und der Schutz des Lebens einiger Todgeweihter bis aufs Messer verteidigt.
Soll aber ein aus Sicht der Gutmenschen "unwertes Leben" (ja der Begriff wurde bewusst gewählt) beendet werden, dann gelten all diese Prinzipien auf einmal nicht mehr. Plötzlich darf getötet werden, im Namen der Menschlichkeit selbstverständlich.
Wie auch bei der Debatte um Abtreibung entlarvt sich auch hier die Doppelmoral unserer vermeintlich friedlichen und gewaltfreien Gesellschaft. Töten wird durchaus akzeptiert, ja sogar zur Wohltat hochstylisiert, wenn man nur die richtigen Motive vorgibt.



Das Spiel der gleichgeschalteten Presse.
Heute Geladen, der Verein der Blinden, das Thema:“ alles was man im Hellen so erkennen kann“.
Ich betrachte die Abtreibung als einzige Möglichkeit, schaue ich mir den Wissenstand sowie die Alternativen an, nämlich keine.
Nach meiner Abtreibung habe ich eine Feuerangst entwickelt, ich bin Sprichwörtlich durch ein Fegefeuer gegangen ohne zu wissen wie mir geschah.
Alternativen gab es für mich weder im Vorfeld, noch im Nachhinein.
Eine Debatte auf fehlendem Untergrund zu führen ist mehr als Scheinheilig.
Ein Leben mit immerwährenden Schmerzen führt schnell zu dem Verlangen nicht mehr zu können und von daher aufgeben zu wollen. Menschen Schmerzfrei die verbleibende Zeit leben zu lassen, das wäre der Wahre Untergrund.
In meinem Fall, mir hätten Gespräche im „Vertrauen“ geholfen, nicht erst nach 15 Jahren.

Es wäre klug mit Menschen zu reden die Erfahrungen haben als diese- was könnte wenn, und vielleicht doch nicht, aber immerhin Debatten zu führen.
Zum einen werden die Menschen durch Gesetze in den Zustand der Ausweglosigkeit versetzt, auch durch die Abstimmung des Verteidigungsministers, zum Anderen, genau diese Menschen dann zum Abschuss freigeben wollen. weil sie ja auch nicht anders Handeln.
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