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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Kusch hilft Würzburgerin beim Sterben
Roger Kusch hat einer alten Dame aus Würzburg beim sterben geholfen. Sterben wollte die Frau, weil sie Angst davor hatte in ein Altersheim zu kommen. Bereits letztes Jahr hatte er einen Apparat vorgestellt, der die Selbsttötung erleichtern sollte. Diesen hatte er im aktuellen Fall allerdings nicht angewendet.
Kusch nutzte die alte Frau aus um seine Ziele zu verfolgen, es ging meiner Meinung nach hierbei nicht um den Menschen, sondern vor allem um Kuschs Ziele und das halte ich für äußerst verwerflich. Wieder einmal muss man konstatieren, dass es bei der organisierten Sterbehilfe nicht um den Sterbewilligen sondern um Geld oder die Interessen anderer.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 552
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Den Fall kenne ich bisher nicht, könntest du bitte noch eine Meldung beifügen?
Bei der Thematik fällt es ganz schwer objektiv zu bleiben. Das Problem ist offensichtlich, eine völlig legale und uneingeschränkte Sterbehilfe beinhaltet große Risiken der "Ausnutzerei" und das Gegenteil lässt Menschen in Unwürde sterben. Das Schicksal Chantal Sébire dürfte jeden noch heute bewegen. Wie sieht ein vernünftiger Mittelweg aus? Ein Gesetz das Sterbehilfe in Eigenregie per Zustimmung ermöglicht ist genauso fatal wie ein generelles "Nein". Es wäre aber zu überdenken Menschen bei unheilbaren Krankheiten und großen Schmerzen seelischer wie körperlicher Natur ihrem Leid früher zu entlassen, wenn dies gewünscht ist. In Würzburg hat er Kusch dagegen lediglich Ängste einer alten Frau ausgenutzt und sie "überredet". Das ist keine Sterbehilfe sondern Anstiftung zum Selbstmord, wenn ihr mich fragt.
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#3 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Nachrichten findest du mittlerweile genug, einfach mal "Kusch" bei einer Nachrichtensuchmaschine eingeben...
Bei Wikipedia steht es mittlerweile auch im Artikel über Kusch. Eines ist jedenfalls klar, wenn es um Sterbehilfe geht, dann sind Selbsttötungsmaschinen und Vereine wie Dignitas nicht der richtige Weg. Vielmehr sollte eine psychotherapeutische Begleitung stattfinden, deren Ziel es ist auch andere Auswege aufzuzeigen.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#4 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 737
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Hi
ich sehe gar keine Möglichkeit, die Sterbehilfe nicht komerziell zu betreiben. Der Staat hat die Aufgabe Leben zu schützen. Produkte zur Sterbehilfe müssen natürlich käuflich erworben werden. Hier entsteht bei Legalsierung sofort ein Markt und somit auch ein Interesse, möglichst viele solcher Produkte zu verkaufen.
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mfg tdd
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.09.2007
Beiträge: 192
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@tdd
Aber besteht dieses Problem nicht sowieso bei Medikamenten generell ? |
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#6 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.173
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So einfach ist das mit der Anstiftung zum Selbstmord nicht. Es kommt dabei wesentlich darauf an, aus welchen Motiven und in welcher Weise der Anstifter handelt. Wer einen anderen gezielt und vorsätzlich in den Tod treibt bleibt weiterhin als Mörder oder zumindestens Totschläger strafbar.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#7 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 737
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Hi
den Vergleich mit Medikamenten zieht nicht, Medikamente sind dazu da, um Krankheiten zu heilen oder Symptome zu lindern. Mir wäre kein Medikament bekannt, das damit wirbt, dass sie einen besonders gut Umbringen können.
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mfg tdd
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#8 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.173
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Mal ehrlich, die Mittel welche bei der Sterbehilfe zum Einsatz kommen sind im großen und ganzen ganz normale Narkosemittel in tödlicher Dosis. Ein Unternehmen wird sicher mehr daran verdienen Opa Meier jede Woche eine Ampulle Morphium für seine Schmerzen zu verkaufen, als einmalig zwei Ampullen mit denen er sich das Leben nimmt.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#9 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.09.2007
Beiträge: 192
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Deutsches Rechtssystem => ![]() Nur sicher kann man ein teures,unnötiges und nichts bewirkendes Medikament leichter verkraften als wenn man grad zur Sterbehilfe überredet worden ist. Insofern passt der Vergleich vielleicht nicht wirklich 100% ![]() |
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#10 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
Ort: Nürnberg
Beiträge: 1.173
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Die unterlassene Hilfeleistung (bzw. Tötung durch Unterlassen) dagegen ist eine eigene Straftat. Diese hat nichts mit der vorherigen Anstiftungshandlung zu tun, sondern kann von dir auch ohne diese begangen werden.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon. Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze. |
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#11 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Medikamente werden zwar verkauft, jedoch unterliegt dieser Verkauf Regulierungen, die zB dem Apotheker sehr enge Grenzen bei der Preisgestaltung bieten. Das Kommerz-Argument kann man hier also nur eingeschränkt bringen. Der Arzt hätte auch wenig davon, wenn er die teuren Medikamente verschreibt, weil das ja zum einen auf sein Budget geht und zum anderen gibt es Richtlinien der Krankenkassen welche medikamente verschrieben werden sollen, das wird also eine Retourkutsche.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#12 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 552
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@Fokker
Sterbehilfen könnten das Problem mehrheitlich abmildern, natürlich in engen Rahmenbindungen. Ich halte es für zwingend notwendig nur Fälle zuzulassen in denen unheilbare und physisch wie psychisch hohe Belastungen eine Rolle spielen...wie eben bei dem genannten Fall aus Frankreich. Eine grundsätzliche Ablehnung ist nicht mehr lange tragbar. Nun brauchen wir uns aber nichts vorzumachen, alle Parteien sind noch ausnahmslos dagegen. Im Moment bereiten die Länder eine Gesetzesinitiative vor um organisierte wirtschaftliche Sterbehilfe zu verbieten. Damit würden sich dann Personen wie Kusch strafbar machen. Das kommt gleich nach dem Vers: "...denn sie wissen nicht was sie tun."
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#13 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 737
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Hi
auf Grund des hippokratischen Eides darf ein Arzt seinem Patienten nicht schaden und ihm eine Tötungspille verschreiben. Und das sollte auch so bleiben. Wenn der Arzt die Option bekommt, seine Patienten auch Töten zu können, wird der eine oder andere Anfangen seine alten Patienten dazu ermuntern die Todespille zu nehmen. Damit hat der Arzt dann sein Budget geschont und er kann sich wieder den Privatpatienten zuwenden. Aber darüber braucht man gar nicht nachzudenken, weil aktive Strebehilfe unmoralisch ist, und weiterhin verboten gehört. Eine Tötungskultur am lebenen Menschen ist ein absolutes No-go.
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mfg tdd
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