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#16 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Dies geschieht im besten Falle zuhause. Ist dies nicht möglich, können Patienten in Hospize Lebenspartner, Einrichtungsgegenstände und Haustiere mitnehmen, um in einer angenehmen Umgebung zu sterben. Das wovon der Artikel berichtet ist nicht das Konzept, welches ich meine. Die Patientin war auf einer normalen Klinikstation und erhielt keine interdisziplinäre Betreuung, das kann man vielleicht palliativ nennen, weil keine Therapie statfand die heilen sollte, aber Palliativmedizin war es nicht - was übrigens auch auf der letzten Seite des Berichts zugegeben wird. Durch dieses fehlende Hintergrundwissen kommt es dann schnell zu "Horrorgeschichten". Zusätzlich deckt sich dann oft nicht die Erwartungshaltung mit den Ergebnissen. Letztlich sind natürlich auch nur Ärzte und Pflegekräfte Menschen und machen auch Fehler, auch dies ist einfach nicht 100% auszuschließen. Unter dem Strich ist das deutsche Gesundheitswesen immer noch eines der Besten. Vergleichbares muss man auf der Welt schon suchen.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#18 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 551
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@Fokker
Darauf möchte ich letztlich gar nicht hinaus. Es geht mir nicht um Fälle bei denen Menschen ihre letzten Wochen und Monate in "angenehmer" Umgebung verbringen möchten. Es gibt eben auch Personen die lieber sofort sterben wollen um sich das eigene Elend zu ersparen. Vielleicht kann sich der eine oder andere nicht vorstellen auf ein halbes Jahr Lebenszeit zu verzichten, ein halbes Jahr mit dem Bewusstsein unheilbar krank zu sein und sterben zu müssen ... dann doch lieber gleich. Aber halt, genau das ist nicht möglich. Nur das kritisiere ich die Ganze Zeit, nicht mehr und nicht weniger. Also bitte keine Debatte über "Sollte ein Arzt töten dürfen"...oder "Was wäre moralisch besser"... Palliativ Sympathisanten besitzen u. U. die Möglichkeit nach ihren Vorstellungen aus dem Leben zu scheiden. Andere hingegen stellen sich der Forschung zur Verfügung und wieder andere reisen nochmal wie wild durch die Gegend sofern sie nicht ans Bett "gefesselt" sind. Nur Sterbewillige...die genau wissen das ihr Leben in Kürze vorbei sein wird und nichts mehr erwarten als das es vorbei geht...diese Gruppe besitzt nicht das Recht in Würde zu sterben, es ist ihnen versagt aus falscher moralischer Beanstandung. Das zum einen, die andere Seite der Medaille sind Personen wie Herr Kusch. Der Würzburger Fall zeigt beeindruckend die Schattenseiten die unbedingt beachtet werden müssen. Nun versuchen wir uns einmal in die Lage der alten Frau zu versetzen. a) Sie möchte keine Last werden... b) Altersheime, O mein Gott, was man da immer wieder für Schreckensmeldungen hört - niemals... c) wohlmögliche Isolation, geringe Einbindung in das gesellschaftliche und soziale Leben d) vielleicht fühlt sie sich auch schon überflüssig ohne einer direkten Aufgabe e) Angst vor Alterskrankheiten...etc. f) Und wer weiß ob nicht schon längst eine Entmündigung bevor stand Und dann kommt ein Herr Kusch um die Ecke der ihr die einfachste Lösung überhaupt präsentiert, eine Lösung für alle Sorgen und sie sogar noch bestärkt. Wie ich schon einmal schrieb ist das keine Sterbehilfe sondern ein Versuch Menschen in eine Richtung zu lenken sodass sie dann von dem Weg überzeugt sind. So eine "Sterbehilfe" sollte nicht möglich sein, da bin ich bei euch Kritikern.
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#19 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Das ist durchaus kein Musterbeispiel. Leider gibt es nicht überall diese Palliativ-Stationen.
Aber warum Elend... Das Sterben muss kein Elend sein und es muss auch nicht würdelos sein. Was ist würdelos, was ist Elend? Bettlägrig zu sein? Dann wäre Kuschs Handlung ja aus Sicht der Sterbehilfe-Befürworter gutzuheissen. Wieviele Leute betrifft soetwas und wieviele müsste man dann erlösen? Schmerzen? Dagegen kann man etwas tun und gerade durch eine gute Schmerztherapie, die von einem Fachmann durchgeführt wird, kann viel Lebensqualität wiederhergestellt werden. Nicht zu hause zu sterben? Hier kann die Behandlung ambulant erfolgen oder es können vertraute Einrichtungsgegenstände in die Pflegestationen mitgenommen werden.
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#20 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 551
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Ich habe das Gefühl du möchtest eine einzige Lösung für alle Betroffenen finden. Das wird nicht gelingen. Palliativmedizinische Behandlungen mögen sicherlich für einen Teil die beste Lösung sein, wiederum andere favorisieren keine oder die standardisierte Behandlung und dann gibt es eben u.a. auch noch die Personen die am liebsten sofort sterben wollen und nicht erst in 3 Monaten, wobei immer der Fakt des Sterben müssens fest steht.
Für alle gibt es eine Möglichket, nur die Sterbewilligen lässt man nicht in Würde sterben. Du fragst was Elend in diesem Zusammenhang bedeutet? Es trifft zu wenn ein Mensch gegen seinen Willen am Leben gehalten wird oder ihm nicht zugestanden wird wie er von dieser Welt gehen möchte. Es geht mir nach wie vor um jene die nicht auf den Tod warten wollen, nicht im Krankenhaus, nicht zuhause und auch nicht in bester Betreuung....sondern sofort unter ärztlicher/fachlicher Leitung dem Leben ein Ende setzen möchten. Genau das ist aber in Deutschland nicht freigegeben, weswegen diejenigen in eigener Unwürdigkeit das Leben verlassen müssen...eine Form von Elend.
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#21 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.137
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Nein, nicht eine einzige Möglichkeit, jeder soll die letzte Zeit so verbringen, wie er möchte- aber dies doch mit der besten Betreuung.
Die Idee ist es hier anzusetzen und diese Ängste oder Gedanken aus dem Weg zu räumen! Den Menschen in dieser Situation, in seinem Elend, einfach allein zu lassen und ihm diesen Ängsten auslifern, das ist das Elend.
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#22 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 890
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Sterbehilfe darf nur die allerletzte Lösung sein. Wenn der Mensch nicht mehr mit seinem Umfeld kommunizieren kann. Bis das der Fall ist, kann bei der richtigen Betreuung jeder noch Freude aus seinem Leben ziehen. Was überhaupt nicht geht, ist gesunde Menschen den Selbsmord aus Lebensüberdruß zu ermöglichen. Wenn ich das bei einer 70jährigen mache die Angst vor ihrer Wohnsituation hat und davor die Gesellschaft zu belasten, muss ich das auch bei 18jährigen tun. Die meisten Fans hat Herr Kusch bestimmt bei den Besuchern von Suicidforen junger Leute die auch des Lebens überdrüssig sind.
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