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#1 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Die Gefährdung der Freiheit
Eine wirkliche Gefahr aus dem Geschnatter des Alltags heraus zu wittern ist manchmal nicht einfach und natürlich zeigt erst der Lauf der Dinge, was wirklich wichtig und ernst war und was nur als quiekende Sau durchs Dorf getrieben wurde.
Ich fühle mich heute stolz bestätigt in einer meiner Witterungen und gleichzeitig etwas niedergeschlagen weil ich lieber erfahren hätte, dass ich zu pessimistisch in die Zukunft blicke. Heute steht im Handelsblatt ein Kommentar von Michael Hüther (Institut Deutsche Wirtschaft) zum Thema Freiheit. Er hat mehr Fakten angeführt und ist nicht so polemisch wie ich - einige neue Aspekte sind auch zu entdecken. Ich finde wichtig, dass wir wachsam bleiben und unter keinen Umständen zulassen dass Deutschland erneut einen dunklen, totalitären Pfad beschreitet. http://www.handelsblatt.com/News/Pol...-freiheit.html |
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#2 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.692
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Ich denke, die Wirtschaft hat bewiesen, dass bestimmte Regulierungen notwendig sind, weil ansonsten rücksichtslos agiert wird. Wenn man bedenkt, wo der Artikel steht, dann kann man sich ausdenken, wem da nach dem Mund geredet wird.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#3 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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"Belasten sie mich nicht mit Fakten, meine Meinung steht fest" Lies doch auch mal was, wo Du nicht vorher weisst, was drinn steht. |
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#4 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.692
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Hey, auf einem anderen Forum wurde ich als FDP nahe bezeichnet, also hör mal auf hier.
![]() ![]() Unter Rot-Grün wurden der Wirtschaft bereits Steuersenkungen verschafft, weiterhin unter der jetzigen Großen Koalition. Riesige Gewinne werden von der Wirtschaft eingefahren, während die Arbeiter länger arbeiten müssen und das Gehalt gleich bleibt, trotzdem sich alles verteuert - schlimmstenfalls werden sie sogar entlassen. Abzuführende Steuern werden mit Verlusten in Sri Lanka oder sonstwo verrechnet. Durch die jetzige Bankenkrise steht zu befürchten, dass die Gemeinschaft für die Verluste aufkommen muss, die von der Finanzbranche verursacht wurden. Ackermann ruft jetzt nach dem Staat der eingreifen soll, während er vor ein paar Jahren noch ganz anders über diese Eingriffe des Staates sprach...
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#5 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Ausserdem braucht Deutschland eine liberale Partei und die sollte man nicht Zahnärzten und Apothekern überlassen - also trag diese Bezeichnung nicht als Beschimpfung. Die langsame Enteignung und das Schwinden der Kaufkraft liegt darin begründet, dass Kapitalinhaber für Ihr Kapital Rendite verlangen - und zwar eine prozentuale. Das Kapital vermehrt sich also zunächst exponentiell. Entgegen landläufiger Meinung arbeit Geld aber eben nicht. WIR - also ich weiss nicht ob Du - aber ich zumindest - arbeite. Und nun muss ich dass eben intensiver, denn der Renditebedarf der Kapitalisten ist gewachsen. Ausserdem müssen mehr Leute arbeiten - in China und Indien z.B. Deshalb brauchen wir Dämpfungsglieder - Kapitalsteuern (wie Heiner Geissler (ATAC) das verlangt) und die kriegen wir ja auch vermehrt. Denn ewig geht dass natürlich nicht weiter mit diesem Kettenbrief. Irgendwann kommt ein Crash, der viel Kapital vernichtet - eine Revolution ein erster Weltkrieg oder soetwas. Ich hoffe aber, dass gerade Deutschland einiges gelernt hat aus den vielen auf diese Weise erzeugten Krisen und den daraus folgenden Katastrophen. Das zweite Leiden der Welt und Deutschlands ist übrigens die Disziplinlosigkeit in Haushaltsdingen und die Inkompetenz in monetärpolitsichen Dingen (die Schmidt schon bei der SPD beklagte) - deshalb beschimpfe ich diejenigen als Korrupt, die heute mit den Milliarden um sich streuen, als hätten wir keinen exponentiellen Schuldenberg. Hoffnung habe ich trotzdem. Denn es ginge eben auch anders. Wenn mal der ein oder andere Hedgefond oder die ein oder andere Investmentbank pleite geht - dann wird Kapital vernichtet und der Renditeanspruch revidiert sich wieder. Wenn dazu eine etwas intelligentere Haushaltspolitik kommt, die eben nicht den Unternehmern erschwert an Kapital zur Erweiterung ihrer Produktivität zu kommen, es ihnen aber wohl erschwert an von Arbeit völlig abgekoppelte Renditen aus warentermin geschäften und tollen Kreditschuldverschreibungen zu kommen - dann geht es eben nach vorne los - die Deutschen haben eben einiges auf dem Kasten als Gesellschaft. Meine erste Betriebsversammlung bei meinem jetzigen Arbeitgeber sah so aus, dass die Herren tariflich Angestellten ihre audis, daimler und BMWs morgens etwas später auf den Parkplatz gestellt haben und dann dem Wehklagen des Betriebsratbosses zugehört haben, wie schlimm es sei, dass das Unternehmen, dass nun seit 2 JAhren aus den Miesen ist, ihnen nicht auch 15% geben will... so wie der Gewinn gewachsen ist (den man erst seit einem Jahr wwieder hat) Vorteil bei diesem Unternehmen - wie bei vielen anderen auch. Der Pfeffersack dahinter ist Hauptaktionär. Dem geht's darum das die Kohle auch morgen noch kommt. Stabilität ist dem viel wichtiger als Rekordgewinne iin den von Renditeoptimierern benutzten Unternehmen. Ich glaube aber, dass die Heuschrecken eben nicht effizienter sind und der Markt persönlich den Herren das ein oder andere Lektiönchen erteilt - ich hätte aber auch nicht sooo viel gegen die ein oder andere Regel, die in diesem bereich dazu kommt - aber bitte nicht in panik und nicht durch schwachbirnen wie Lafontaine - die machen wirklich nur alles Kaputt. Es gibt übrigens Techniker und Monteure in der Firma in der ich arbeite, die kommen auf über 50k€ brutto und die sind nicht lehr ausgegangen bei den letzten Gehaltsrunden. Das ist keine Ausnahme in Deutschland. Die Metallindustrie hat in der Geschichte Deutschlands noch nie so viele Jobs geschaffen wie im letzten Jahr. Ich sehe bisher noch nicht, dass der Steinbrück weich wird... obwohl er vielleicht irgendwann weich werden muss. Wenn unser solider Mittelstand irgendwann keinen Zaster mehr bekommt, weil die Kreditgeber alle blank sind und es keine funktionierenden Finanzierungsvehikel mehr gibt -dann fallen Jobs und Löhne schnell ins Bodenlose. |
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#6 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 657
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Hi
was soll ich eigentlich unter Enteignung verstehen? Ich habe darunter eigentlich bisher immer folgendes verstanden: Der Staat nimmt einem Privatmann etwas weg. Sei es nun ein Grundstück, weil da ein Autobahn gebaut werden soll oder eine Firma geht in Staatsbesitz über. Ersteres kommt vor, letzteres wäre mir in Deutschland vollkommen neu. Letztendlich halte ich diesen Artikel von Herrn Hüther nur für geschwafel. Er reißt ein paar Themen an, nennt bestenfalls nur Schlagworte, bringt aber nicht rüber, wie es anders laufen sollte. Das ganze könnte genausogut ein Lafontaine geschrieben haben (freilich mit anderen Schlagworten). Ebenso Inhaltslos.
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mfg tdd
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#7 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Ich hatte ihn ausgewählt, weil er schön die aktuellen Themen zusammenfasst, bei denen den Regulierern die Pferde durchgehen. Mit den Themen Mindestlohn und Krankenkasse hat er den Nagel mit bravour auf den Kopf getroffen: Wir brauchen den Staat nicht, um unsere Löhne zu verhandeln - er soll' lediglich' den passenden rechtlichen Rahmen schaffen. Deutlicher und einfacher kann man es kaum sagen - oder nicht ? |
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.692
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#9 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 471
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Auch das dumme neoliberale Geschwätz des Herrn Hüther ändert nichts daran das die Wirtschaft, der in den letzten Jahren viel zuviel überlassen wurde, erst dafür gesorgt hat, dass der Staat in die Lohnpolitik eingreifen muss. Die zügellose Preistreiberei der der Energiekonzerne lässt für den Bürger die Lebenshaltungskosten explodieren. Das ließe sich beliebig fortsetzen. Wenn wir die mittelständigen Unternehmen nicht hätten, die die Solidarität mit den eigenen Mitarbeitern noch nicht aufgekündigt haben, hätten uns die Neoliberalen und ihre Adepten schon lange mit Lichtgeschwindigkeit an die Wand gefahren.
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„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ Albert Einstein |
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#10 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.692
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Die Aufhebung von diversen Regelungen bedeutet mitunter genau das Gegenteil von Freiheit. Steigen die Preise immer höher, fallen die Löhne immer weiter, ist das nur ein Zugewinn an Freiheit für wenige.
Solange sich jeder um seine Angelegenheiten kümmern kann, Geld reinbekommt, kann man mit dieser Freiheit leben. Kann man sich nicht mehr um Altersvorsorge, Krankenversicherung etc. kümmern, kommt kein Geld rein, egal aus welchen Gründen auch immer, fällt man in einer liberalen Gesellschaft in ein tiefes Loch. Dafür gibt es in Deutschland Regelungen, die mehr oder weniger erfolgreich die Menschen vor dieser Erfahrung bewahren.
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#11 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Gute Regeln sind gut, keine Regeln währen schlecht. Über schlechte Reglen, spontan erfundene Wohltatenregeln und Regelregelungsregeln mags Du Dich nicht gerne äußern aber wenn Du gezwungen würdest fändest Du wahrscheinlich schlechte Regeln schlecht. Jaaaa - genau das finde ich auch - das finden alle auch - denke ich. |
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#12 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Der Staat ist nicht gezwungen worden, in die Lohnpolitik einzugreifen - er kann es gar nicht wirklich. Wenn ein Job sich nur für 5€ rechnet (Erntehilfe) wird er durch einen Mindestlohn von 10€ unrentabel und diese Gelegenheit des Broterwerbs erlischt oder man muss die Produktivität einer andere Tätigkeit belasten, die dadurch dann weniger rentabel wird. Was wirklich rentabel ist, entscheidet auch in Zukunft der Verbraucher und nicht der Staat. Der Staat kann ausgleichen um soziale Härten zu vermeiden aber eben nur zu dem Preis, das an anderer Stelle etwas weniger rentabel wird und dazu noch Verwaltungskosten anfallen. Die zügellose Preispolitik der großen Energiekonzerne ist ein Problem, dass wohl auch mit geschickten neuen Regeln gelöst werden muss. Da ist allerdings ein bischen viel Lobby und Klüngel davor. Inflation übertrifft heute wahrscheinlich in der Realität das, was per Statistik zusammengeschraubt wird. Ich glaube auch, dass die Teuerung galoppiert. Die Energiekonzerne machen es schlimmer, denn sie können des gehortete Kapital nicht gewinnbringend investieren - woran auch die Deutsche Hin- und Her Energiepolitik schuld ist. Sind aber auch nicht der Löwenteil des Problems - sondern eine verkehrte Finanzpolitik der FED und auch ein bischen der EZB. Wir werden in naher Zukunft wahrscheinlich auch an dieser Stelle recht brutal von den Zusammenhängen der Marktwirtschaft eingeholt. Arbeit ist an Geld gekoppelt - auch wenn man lang so tun kann als währe es nicht so und Geld einfach nur zu drucken ist, wenn man die Statistiken im Griff hat. IKB - eine staatlich regulierte Bank - kostet uns mehr als der ungerechtfertigte Teil der Preispolitik der Energiekonzerne. Das passiert, wenn man die Regeln entgegen den Gesetzen des Marktes aufstellt und Regeln dem Politklüngel der Gefälligkeit entspringen. |
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#13 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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