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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.920
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Nokia schließt Werk in Bochum
Gleichzeitig wird ein neues Werk in Osteuropa aus EU-Fördermitteln aufgebaut, wobei also deutsches Geld an der Vernichtung von deutschen Arbeitsplätzen beteiligt ist. ![]()
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 711
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Hi
das ist in der Tat tragisch. Einzig die Rumänen freut es natürlich. Aber wer kann es ihnen verdenken. Nokia scheint es allgemein nach Osteuropa zu ziehen. Sowohl mein Nokia-Handy als auch der Akku dadrin kommen aus Ungarn. Alles wehklagen ist jedoch vergebens. Nokia wird nicht mehr umkehren. So hart das für die Mitarbeiter ist, sie solten zusehen, sich nach einem neuen Job umzusehen. Die ersten werden vielleicht Glück haben. So kurzfristig werden in der Region nicht so viele Jobs aufzutreiben sein. Die Subventionen halte ich für verloren. Schließlich sind die Rückforderungsfristen ja verstrichen.
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mfg tdd
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#3 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 272
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Irgendwie verstehe ich da unsere sozialistischen Medien nicht ganz - da wird im Spiegel die Frage gestellt, wer Schuld an der Fehlsubventionierung hat ... Nokia hat doch geleistet, was verabredet war: 60 millionen kassieren - dafür bis 2006 in Bochum bleiben und Leute beschäftigen. Das die danach den besseren Standorten hinterherlaufen war sowas von Klar. Wer will denn Nokia vorwerfen, Motorola in Punkto Rentabilität Paroli zu bieten ? (Außer Wahlkämpfern auf Dummenfang ?) In der Zeit bis heute haben die 4000 Arbeitsplätze in Bochum für über 100 millionen Euro Steuerrücklauf gesorgt. So schlecht war die Investition also nun auch wieder nicht, wie z.B. der Spiegel behauptet. Da ist schon mehr Unfug mit Steuergeldern betrieben worden. Wer 'nen Job mit niedriger Qualifikation hat ist eben seit Urzeiten in den Allerwertesten gekniffen und muss von Zeit zu Zeit 'nen neuen finden - Sand schippen oder so. Das ist doch Selbstverständlich. Nicht toll - aber auch keine so große Überraschung. Jeder politsche Führer, der den unqualifizierten Massen die Krone angeboten hat war bisher ein Diktator - keine Außnahmen in Sicht (ausser Lafontaine ;-)) Wir können das Bildungssystem effizienter gestalten - aber ich habe eher die Vermutung, dass es eher an der Motivation fehlt dieses auch zu nutzen. Wenn man den Leuten immer nur einen vorheult wie schlimm die Welt, der Kapitalismus (Vorsicht - Heuschrecken und Neoliberale !) und die Unternehmer sind, wollen auch weniger Leute an Ihrer Bildung und Arbeitsmoral arbeiten. Dabei verbauen sie sich dann den Weg zum Glück - das ja Glücksforschern zu Folge eher im eigenen kreativen Schaffen und erfolgreichen Vermarkten liegt - also im eigenen Unternehmertum. Auf geht's Nokianer - zur Fortbildung zum Englischkurs und zur 40h Woche ! Macht 'ne Seniorenbetreuung auf, zieht ins Schwabenland, handelt mit gebrauchten Küchen aber versucht subventionierte Jobs zu meiden. Und Ihr AMD Malocher in Deutschland... lest mal den Artikel im aktuellen Handelsblatt und macht dann dasselbe - Neuorientierung fällt leichter, wenns nicht gleichzeitig 2000 Kollegen tun. |
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#4 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.920
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Gut, also ob Nokia tatsächlich auch in Rumänien Fördergelder bezieht für den Bau der neuen Fabrik ist mittlerweile garnicht mehr so sicher. Wäre ja auch ein Verstoß gegen EU-Richtlinien, da Verlagerungen nicht gefördert werden.
Mag sein, dass ein leichter Gewinn dabei rübergekommen ist. Vielleicht sollte man Subventionen ganz streichen und das Geld, welches dadurch verfügbar ist, den Unternehmen an anderer Stelle in Form von Steuersenkungen oder -Erleichterungen wieder zu gute kommen lassen. So würden die Kosten der Produktion in Deutschland sinken.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#5 |
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Beiträge: n/a
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Partiell gebe ich T-Rex durchaus recht.
In meinen Augen ist die, seit Jahrzehnten praktizierte, volkswirtschaftsschädigende und hirnlose Subventionspolitik das tatsächliche Übel. Was hat Nokia denn Böses gemacht? Die gegebenen und massiv aufgedrängten Vorteile genutzt? Mann, ist DAS pöse! |
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#6 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 272
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Das ist dann wie Opium - bei Schmerzen effektiv - darüber hinaus macht es abhängig und blöd. Ich glaube, dass sowas von Fall zu Fall und im Rahmen einer langfristigen konjunkturpolitschen Strategie entschieden werden muss. Ganz liberal kann das nicht laufen. |
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#7 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.920
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Wo liegt der entscheidende Vorteil, wenn jeder Subventioniert? Das Geld für die Subventionen wäre in langfristigeren Programmen zur Kosten- oder Steuersenkung wahrscheinlich besser angelegt.
So sieht man ja was passiert, kaum sind die Fristen verstrichen, ist das Geld auch weg. Weiterer Gewinn wird aus diesen Subventionen nicht mehr gezogen - und auch der erwirtschaftete Gewinn erscheint ja im Verhältnis nicht besonders groß.
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#8 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Sicher hat NSN hier moralisch verwerflich gehandelt, aber darüber beschweren sich die, die das alles erst möglich gemacht haben... Genau das wird doch seit Jahren gefordert, die Unternehmen nehmens in Anspruch und dann sind sie die bösen? Vlt. sollte man sich mal überlegen, ob man nicht auch mal den Parteien in den Arsch treten soll, die das ermöglicht. Was hatte dieser "Skandal" für eine Reaktion? Schnell noch mit in den Wahlkampf gezogen und eine kurze Schelte durch Presse und Volk... Ist es heut noch ein Thema???
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#9 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.920
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Die Staatsanwaltschaft hat im übrigen die Ermittlungen gegen Nokia eingestellt, es gibt keine Hinweise darauf dass Subventionen unrechtmäßig bezogen wurden, ergo muss auch nichts zurückgezahlt werden.
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