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Alt 18.12.2007, 11:33   #1
Fokker
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Wolf erschossen => Strafanzeige

Zitat:
Der Wolf ist tot. Erschossen von zwei Jägern am Sonnabend auf einer Gesellschaftsjagd bei Gedelitz im Wendland. Mit Unverständnis und Bestürzung haben sowohl Jäger als auch Naturschützer auf den Abschuss des frei lebenden, streng geschützten Tieres reagiert. Die Hintergründe des Zwischenfalls müssten "rasch ermittelt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden", forderten unisono der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV), die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) und der Naturschutzbund Nabu.
Quelle
Eigentlich sollte man sich freuen, wenn ausgerottete Raubtiere wieder einwandern. Aber tut man das wirklich oder lehnt man den Zuzug dieser Tiere eher ab? Einen Problembären sind wir bereits wieder los.

Das wäre nicht das erste mal, dass Jäger Wölfe erschiessen. Auch hier scheint keine wirklich Berechtigung für ihr Handeln vorzuliegen, denn auch einen verletzten Wolf hätten sie nicht erschiessen dürfen.
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Alt 18.12.2007, 14:03   #2
Leitwolf
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Ist es denn wirklich wünschenswert, dass in einem so dicht besiedelten Land wie Deutschland eine große Anzahl von potentiell gefährlichen Raubtieren lebt? Denn eines ist sicher, früher oder später wird es dann auch mal zu unschönen Zwischenfällen kommen.
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"Political correctness is tyranny with manners".
Charlton Heston

Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon.

Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze.
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Alt 18.12.2007, 17:08     #3
Fokker
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Was verstehst du unter großer Anzahl? Bisher leben erst vier Rudel in Deutschland, ansonsten nur Einzeltiere.
Ein Wolf ist sicher gefährlich, aber Angriffe auf Menschen erscheinen doch recht selten und finden zumeist nur aufgrund von Provokationen statt.
Solange die Jäger ihr Wild auch noch anfüttern, sollte es auch keinen Nahrungsmangel geben.
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Alt 18.12.2007, 19:25   #4
Leitwolf
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Leitwolf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Natürlich sind die wenigen frei lebenden Wölfe in Deutschland derzeit kein Problem. Aber dein Text las sich so, als wünschtest du dir, dass der Wolf hier wieder heimisch wird. Und obwohl mich (wie mein Nick ja schon nahelegt) diese Tiere absolut faszinieren, sollte man an die möglichen Konsequenzen denken.
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Alt 18.12.2007, 21:06   #5
LPM
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Wieviele Menschen werden täglich von Hunden angegriffen?
Wieviele Menschen wurden in den letzten Jahren von Hunden getötet?

Eine Gefahr geht nicht nur von den Wölfen aus (zumal diese Tiere sich meistens vom Menschen fernhalten), sondern auch von unseren Haustieren. Um die Gefahr durch die Haushunde weitgehend einzudämmen, dürften nur noch diese Gucci-Taschenratten erlaubt sein.
Diese kleinen "Hunde" kann man zur Not noch problemlos wegtreten.
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Alt 18.12.2007, 23:17   #6
Leitwolf
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Leitwolf befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Und wie hat unsere mediengesteuerte Kuschelgesellschaft auf solche Vorfälle reagiert?
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Alt 19.12.2007, 13:02     #7
Fokker
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Natürlich sind die wenigen frei lebenden Wölfe in Deutschland derzeit kein Problem. Aber dein Text las sich so, als wünschtest du dir, dass der Wolf hier wieder heimisch wird. Und obwohl mich (wie mein Nick ja schon nahelegt) diese Tiere absolut faszinieren, sollte man an die möglichen Konsequenzen denken.
Warum sollte er nicht wieder heimisch werden? Es gibt ja einige Regionen, die genug Rückzugspotential bieten. Natürlich sollte man in dem Falle über eine wie auch immer geartete Kontrolle der Wölfe nachdenken, denn es macht sicher keinen Sinn wenn diese Raubtiere in Städte eindringen, dort sind Provokationen der Tiere vorprogrammiert.
Luchse hat man ja auch wieder an verschiedenen Orten der Bundesrepublik angesiedelt. Hier ist der Widerstand deutlich geringer, da diese Tiere auch viel weniger negativ belegt sind. Gut, Jäger protestierten, weil sie um ihre Wildbestände fürchteten, aber da kann man nur sagen, dass sich die Jäger unter Anderem ihre Berechtigung über das Fehlen von Beutegreifern holen und zudem selber für hohe Reproduktionsraten des Wildes sorgen, indem sie anfüttern.
Allein die Nutztierhalter kann ich in diesem Zusammenhang verstehen, aber hier könnte man es so halten wie mit Bruno, Tiere die wiederholt Nutztiere reißen zu fangen oder zu erschießen.

Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Und wie hat unsere mediengesteuerte Kuschelgesellschaft auf solche Vorfälle reagiert?
Mit verschärften Richtlinien für die Hundehaltung. Finde ich aber in Ordnung. Viele Hundehalter haben ihren Hund im Griff, so dass er auf Kommandos hört, außerdem vermeiden sie mit dem Hund stressige Situationen. Andere Hundehalter sind das genaue Gegenteil. Wenn diese einen Hundeführerschein, wie in der Hansestadt Hamburg machen müssen, finde ich das vollkommen gerechtfertigt. Denen, die ihren hund im Griff haben, wird es keine Schwierigkeiten bereiten und die anderen animiert es dann vielleicht ihre Haltung zu verbessern.
Eine Art Sachkundenachweis für die Haltung von größeren/gefährlichen/geschützten Tieren würde ich generell begrüßen, dann hätten Vereine wie ProWildlife auch keine Grundlage mehr.
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Alt 19.12.2007, 19:04   #8
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Natürlich sollte man in dem Falle über eine wie auch immer geartete Kontrolle der Wölfe nachdenken, denn es macht sicher keinen Sinn wenn diese Raubtiere in Städte eindringen, dort sind Provokationen der Tiere vorprogrammiert.
Und wie stellst du dir eine solche Kontrolle vor?

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Luchse hat man ja auch wieder an verschiedenen Orten der Bundesrepublik angesiedelt. Hier ist der Widerstand deutlich geringer, da diese Tiere auch viel weniger negativ belegt sind.
Und deutlich kleiner und für den Menschen ungefährlicher.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Gut, Jäger protestierten, weil sie um ihre Wildbestände fürchteten, aber da kann man nur sagen, dass sich die Jäger unter Anderem ihre Berechtigung über das Fehlen von Beutegreifern holen und zudem selber für hohe Reproduktionsraten des Wildes sorgen, indem sie anfüttern.
Die Jäger könnte man sehr schnell mit ins Boot holen, wenn man ihnen in Aussicht stellen würde, dass sie mittelfristig wieder den einen oder anderen Wolf erlegen können.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Mit verschärften Richtlinien für die Hundehaltung.
Nein! Mit blanker Hysterie. Manche Verordnungen gingen ja schon so weit, dass bestimmte Rassen faktisch ausgerottet werden sollten.
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Alt 19.12.2007, 22:41     #9
Fokker
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Und wie stellst du dir eine solche Kontrolle vor?
Mit Mikrochips und -Sendern beispielsweise? Wir stehen schließlich nicht vor einer Bevölkerungsexplosion der Wölfe.
Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Und deutlich kleiner und für den Menschen ungefährlicher.
Über die Gefährlichkeit von Wölfen hatten wir es ja gerade erst. Nutztieren wird der Luchs jedoch auch gefährlich. So groß ist der unterschied nicht.
Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Die Jäger könnte man sehr schnell mit ins Boot holen, wenn man ihnen in Aussicht stellen würde, dass sie mittelfristig wieder den einen oder anderen Wolf erlegen können.
Ja, auch eine Möglichkeit die Tiere zu "kontrollieren". Dann müssten die Jäger aber von ihrem Argument, der Wolf reisse ihnen das Wild weg, abrücken. Außerdem würden recht wenige Jäger in den Genuss kommen, einen Wolf zu erlegen - wie gesagt, eine explosionsartige Vermehrung der Population ist wohl nicht zu erwarten.
Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Nein! Mit blanker Hysterie. Manche Verordnungen gingen ja schon so weit, dass bestimmte Rassen faktisch ausgerottet werden sollten.
Auf jeden Fall ist hier die hysterie schon eher angebracht, als bei ein paar Wölfen in einigen wenigen Wäldern Deutschlands. Außerdem benutzt du ja schon selber die Vergangenheitsform. Hundeführerschein/Sachkundenachweis und dann kann man immer noch weitersehen.
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Alt 20.12.2007, 21:44   #10
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Mit Mikrochips und -Sendern beispielsweise? Wir stehen schließlich nicht vor einer Bevölkerungsexplosion der Wölfe.
Du meinst also, dass du jeden in Freiheit geborenen Wolf einfangen und mit einem Sender markieren kannst? Wir haben es ja nichtmal geschafft einen einzelnen Bären lebendig zu fangen.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Über die Gefährlichkeit von Wölfen hatten wir es ja gerade erst.
Hatten wir das? Seien wir mal realistisch: Wölfe sind Raubtiere. Und zwar solche die groß genug sind um einen Menschen anzugreifen. Wenn Menschen und Wölfe sich nicht aus dem Weg gehen, dann wird es früher oder später zu Zwischenfällen kommen.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Dann müssten die Jäger aber von ihrem Argument, der Wolf reisse ihnen das Wild weg, abrücken.
Sieh es mal aus ihrer Sicht: Die Jäger investieren viel Zeit und Geld in ihr Hobbie. Und dann sollen sie zurückstecken, damit sich andere ihren Ökotraum erfüllen können. Will man die Jäger auf seiner Seite haben, dann muss man ihnen fairerweise einen Ausgleich bieten.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Auf jeden Fall ist hier die hysterie schon eher angebracht, als bei ein paar Wölfen in einigen wenigen Wäldern Deutschlands.
Angebracht ist Hysterie niemals. Sonst wäre es keine Hysterie. Und ich kann jetzt schon den von der Presse aufgescheuchten Mob sehen, der zu wüten beginnen würde sobald das erste Kind von Wölfen angefallen wird.
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Alt 22.12.2007, 07:35     #11
Fokker
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Du meinst also, dass du jeden in Freiheit geborenen Wolf einfangen und mit einem Sender markieren kannst? Wir haben es ja nichtmal geschafft einen einzelnen Bären lebendig zu fangen.
Ein Bär und ein Wolf sind nicht identisch. Bären unternehmen größere Wanderungen, während ein Rudel ein Revier hat, welches es i.d.R. nicht verläßt.
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Seien wir mal realistisch: Wölfe sind Raubtiere. Und zwar solche die groß genug sind um einen Menschen anzugreifen. Wenn Menschen und Wölfe sich nicht aus dem Weg gehen, dann wird es früher oder später zu Zwischenfällen kommen.
Wieviele Menschen rennen denn nachts in Wäldern herum und vor allem welche Kinder machen das? Warum sollten die Wölfe diese dennn überhaupt angreifen? Da müssen die Menschen sich ja schon provozierend verhalten... Demnach müsste sich da schon eine extrem unglückliche Situation ergeben: Man müsste Nachts im Wald oder fern menschlicher Siedlungen unterwegs sein und unwahrscheinlicherweise auf einen Wolf treffen und diesen dann auch noch provozieren...
Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Die Jäger investieren viel Zeit und Geld in ihr Hobbie. Und dann sollen sie zurückstecken, damit sich andere ihren Ökotraum erfüllen können.
Wo stecken sie denn zurück? Das wird mir jetzt nicht klar.
Wenn wieder Beutegreifer einwandern, dann schießen sie eben entsprechend weniger oder füttern halt mehr an, schließlich erhöhen die Herren Jäger so ihre Abschussquote, da die Population abhängig vom Nahrungsangebot ist. Wildtierfütterungen dürfen aber eigentlich nur in Notzeiten durchgeführt werden, aber daran halten sich wohl viele nicht oder sehen eine geschlossene Schneedecke als ausreichenden Grund an.
Nicht vergessen darf man auch, dass das Jagen nicht allein Selbstzweck ist.
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Alt 22.12.2007, 14:13   #12
Leitwolf
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Ein Bär und ein Wolf sind nicht identisch. Bären unternehmen größere Wanderungen, während ein Rudel ein Revier hat, welches es i.d.R. nicht verläßt.
Naja... Wölfe können in einer Nacht auch bis zu 50km zurücklegen. Und insofern ist es kaum realistisch jeden einzelnen Wolf mit einem Sender zu kennzeichnen.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Wieviele Menschen rennen denn nachts in Wäldern herum und vor allem welche Kinder machen das?
Und nochmal: Ich sagte wenn sich Menschen und Wölfe nicht aus dem Weg gehen können. Das Rudel auf dem Truppenübungsplatz in Sachsen stellt ein durchaus vertretbares Risiko dar, da die Gegend mehr oder weniger menschenleer ist. Wenn der Wolf hier wieder heimisch wird, könnte das aber anders aussehen.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Warum sollten die Wölfe diese dennn überhaupt angreifen? Da müssen die Menschen sich ja schon provozierend verhalten...
Nochmal: Wölfe sind Raubtiere! Raubtier + Hunger + passende Beute = Angriff. Für ein Wolfsrudel ist es ein leichtes einen Menschen zu töten.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen