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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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Goodbye Deutschland?!?
Ich habe heute gerade wieder so eine Auswanderer-Sendung gesehen. Ich finde es immer wieder äußerst erstaunlich, wie unbekümmert diese Leute in das Ausland starten. Alle mit nahezu den gleichen Vorstellungen: Mehr freie Arbeitsplätze, weniger Arbeit insgesamt, entspanntere Lebensführung und mehr Geld.
Natürlich ist dem meistens nicht so... Wie kann man so naiv sein? Die meisten können nichteinmal die Sprache des Landes sprechen, in das sie auswandern - selbst am Ort unternehmen sie diesbezüglich keine Anstrengungen. ![]() So chaotisch würde ich das niemals angehen. Sprachkenntnisse würde ich mir vorher aneignen und ich würde mir schon von Deutschland aus eine Arbeitsstelle suchen...
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 383
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Die Personen in solchen Sendungen haben aber wirklich fast ausschließlich ganz utopische Vorstellungen. Oft wird schon der Entschluss gefasst in ein Land zu ziehen, indem man entweder noch nie oder nur mal für einen Urlaub war. Bevor man so weit weg zieht, sollte man sich lieber überlegen, ob nicht ein Wechsel des Bundeslandes ein einfacherer Weg wäre mal frische Luft zu schnappen. Manche von den Auswanderer konnten nach ihrer Schulzeit auch nur gebrochen Englisch. Wenn die Begabung für das Erlernen einer Sprache so gering ist, dann wird das Lernen doch teuer, da Kurse und Bücher Geld kosten. Alleine mit kostenfreien Internetmaterialen zu lernen, können sich nur Leute mit einem gewissem Talent und Durchhaltevermögen leisten.
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 21
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Ein guter Freund von mir ist Arzt und nach Norwegen ausgwandert. Er hat das allerdings von langer Hand geplant, die Sprache gelernt und zwischendurch schon immer mal über ein- bis zwei Jahre je zwei Wochen an seinem neuen Arbeitsplatz probegearbeitet. Als er sich sicher war das die Entscheidung richtig ist, ist er mit seiner Frau hochgezogen. Das Haus hat Ihm der neue Arbeitgeber besorgt.
Er hatte dann auch eine Anfrage von einem Fernsehsender. Als er denen erzählt hat wie er seine Auswanderung vorbereitet und geplant hat, haben die gleich abgewunken das sei zu unspektakulär und für sie nicht von Interesse. Es scheint wohl so als ob geziehlt nur über naive, unvorbereitete Auswanderer berichtet wird. So bekommt die Öffentlichkeit natürlich ein ganz anderes Bild über Auswanderer. |
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#4 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 383
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.11.2007
Ort: Schleswig-Holstein
Beiträge: 30
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Mein Sohn lebt seit einem Jahr mit seiner Familie in Kanada, er hatte sich von Deutschland aus über das Arbeitsamt einen Arbeitsplatz dort vermitteln lassen, hatte auch genügend
Kapital angespart und ist rundum zufrieden. Als Dachdecker verdient er dort wesentlich mehr, bei gleicher Arbeit wie in Deutschland. Miete und Energiekosten sind um die Hälfte günstiger, Kinder sind das A und O in Kanada und daher ist für sie vieles umsonst, sei es Freizeitparks oder sonstiges! Fazit: Auswandern lohnt sich , aber es muss gut vorbereitet sein!
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Die Hoffnung stirbt zuletzt
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#6 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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Hinzu kommen dann noch die Existenzängste, wenn die Auswanderung schief läuft. Das ist ja im Moment ein großes Thema im Fernsehen: Schuldnerberatungen und Privatinsolvenzen, Auswahlverfahren bei der Konkurrenz um einen Arbeitsplatz und eben die Auswanderershows, wenn man mit nichts im Ausland fest sitzt. Die Frage die sich hierbei stellt: was ist daran real und was wird evtl. nur durch die Sender inszeniert?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#7 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 383
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Eventuell haben manche von ihrer Schulzeit vielleicht noch genügend Grundkenntnisse in Englisch und Französisch, sodass man dort in dieser Zeit genug auffrischen kann um einigermaßen fürs Ausland gerüstet zu sein. Andernfalls wird der Zeitaufwand, der für eine gewisse Alltagstauglichkeit nötig ist, doch allenfalls für Schüler und Studenten bestreitbar sein. Ein VHS-Kurs und ein Audiokurs "Wie lerne ich Finnisch und Mandarin-Chinesisch in 10 Tagen" wird einen nicht sehr weit bringen. Wer einen Brieffreund oder ähnliches im Ausland sucht, muss sich ganz klar eine Weile gedulden, bis er jemand findet, der nach dem zweiten Brief nicht einfach nicht mehr antwortet. Sich einfach irgendwo per Internet in einen Chat oder ein Forum einzuklinken, schadet zwar nicht, aber dort lernt man weder wie man beim Bäcker ein Brötchen bestellt noch wie man etwa seinen neue Behausung bei den Behörden anmeldet.
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#8 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.165
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Englisch und Spanisch kann man durchaus in der Zeit erlernen, so dass man sie im Alltag fließend beherrscht. Mit entsprechendem Engagement in der Freizeit - vielleicht jeden Tag eine halbe Stunde neben dem Kurs - sehe ich keine Probleme.
Viele Ausländer chatten oder skypen bereitwillig mit dir, auch wenn du nur über die grundlegenden Vokablen und Kenntnisse verfügst - die Erfahrung habe ich mehrmals machen können, sowohl im Englischen wie auch im Niederländischen. Ich selber habe auch schon mit Ausländern Kontakt gehabt, die Deutsch lernten und denen ich zB Aufsätze nachgeguckt habe oder mich einfach nur mit ihnen unterhalten habe.
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#9 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Was ich sträflich finde, dass sich niemand Gedanken darum macht, warum sie gehen... Ich denke da an die Überlastung (Arzt der 20h im OP steht), unangemessene Löhne, keine Arbeit etc.
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#10 |
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Beiträge: n/a
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Die Diskussion verstehe ich nicht.
Ab Mitte der 70er bis Ende der 80er war ich jedes Jahr ca. 6 -8 Wochen in Portugal. Anfänglich hatte ich richtig Glück. Ich traf jede Menge Leute die der deutschen oder englischen Sprache mächtig waren. Blöd´ war nur, wenn ich in einer Dorfkneipe mehr als nur ein Bier bestellen wollte. Hmm, es war Volkshochschule angesagt. Die Dozentin war Brasilianerin und lehrte eben "transatlantisches" Portugiesisch. Ganz stolz wollte ich meine neuerworbenen Kenntnisse unter die Leute bringen. Der nächstschlechte Komiker hätte es kaum besser bringen können. Ich habe mich kräftig blamiert. Aber immerhin hatte ich nun die Grundzüge der Grammatik begriffen und konnte darauf aufbauen. Heute kann ich mich recht passabel über Standardthemen (Frauen, Autos, Saufen) unterhalten. Mithin sind 95% der üblichen Umgangssprache abgedeckt. |
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