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Alt 10.11.2007, 13:20   #1
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Wieviel LUST ist gut für die Gesellschaft?

Der Thread Körper, Liebe, Doktorspiele hat dieses Thema bereits angeschnitten.

Es wird viel nackte Haut in der Werbung gezeigt, kaum ein Film kommt ohne Sexszene aus, die Nachtprogramme sind voll von Stripperinnen und Telefonsex-Angeboten, die mit Mutter&Tochter-Sex werben, immer mehr außergewöhnliche sexuelle Neigungen drängen an die Öffentlichkeit, Ehen werden zu einer Lebensform unter vielen - erlaubt ist, was Lust macht.
Ist das so? Sollte es keine Grenzen diesbezüglich geben?

Sollte nicht die Lust, der Sex etwas sein, was ausschließlich im Privaten ausgeführt wird?

Meiner Meinung nach ist erlaubt was Lust macht, solange nicht jemand darunter leiden muss.
Aber wie seht ihr das?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.
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Alt 10.11.2007, 18:35   #2
tyska
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Registriert seit: 26.08.2006
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tyska befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Diese Sex-Angebote in der Werbung finde ich geschmacklos/primitiv/abstossend.
Oft auch noch rassistisch angehaucht.

Das Niveau in Deutschland ist schon ziemlich abgesunken.


Ist schon merkwürdig, dass die Gesellschaft so etwas(und noch ganz andere -dinge, wie die vielen tausend Sexsklavinnen, a.B. aus osteuropäischen Ländern) toleriert, aber auf der anderen Seite(angeblich) so sehr bemüht ist, den Status von Frauen(besonders den von Einwanderinnen)zu verbessern.

Eine widerliche Doppelmoral ist das.
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Alt 10.11.2007, 18:53   #3
tyska
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tyska befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen

Meiner Meinung nach ist erlaubt was Lust macht, solange nicht jemand darunter leiden muss.
Aber wie seht ihr das?

Ist nur nicht immer so klar zu erkennen, dieses "leiden".

Man könnte ja auch sagen, die Frau aus Moldawien, die an der Strassenecke steht und sich(freiwillig....) für 15 Euro anbietet, tut sich selbst etwas Gutes.

Geschäft auf Gegenseitigkeit. Oder?


Die Frau, die sich jahrelang in ihrer Beziehung sexuell demütigen lässt, z.B. in Sado-Maso-Spielen, dies auch vorgeblich aus freien Stücken, dabei aber eine Kindheit hinter sich hat, wo sie ständig erniedrigt, verbal und körperlich misshandelt wurde. Freie Wahl?
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Alt 10.11.2007, 19:15   #4
Au.Souchy
Master of Desaster
 
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Registriert seit: 05.09.2006
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Beiträge: 621
Au.Souchy befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich denke das Prostitution, ausser vielleicht in ganz seltenen Ausnahmefällen, hier schon als "leiden" angesehen wird.
Für mich ist ganz klar die Lust gelaufen sobald Geschäfte ins Spiel kommen. Die Sozialhilfepornos, die man nächtens bewundern darf find ich billig, nervig und haben im TV nichts zu suchen. Tagsüber Gleichstellung der Frau als oberstes Gebot und nachts die Frau als Samengrab.
Ansonsten sag ich: Gut ist was allen Beteiligten Spass macht und vielleicht ein wenig diskret. Ich mein, wer will schon im Sommer im Park durch wild koppulierende Paare spazieren.
__________________
„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“
Albert Einstein



Lieber die Polizei am Telefon, als die Strassen voll bewaffneter Irrer.
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Alt 12.11.2007, 13:06   #5
Leitwolf
Querschläger
 
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Beiträge: 1.093
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach ist erlaubt was Lust macht, solange nicht jemand darunter leiden muss.
Wenn meine Freundin fremdgeht oder mich gar verlässt, dann leide ich darunter. Demnach also verboten? Oder vielleicht einfach nur eine Frage dessen was ich persönlich in meiner Beziehung toleriere?

Zitat: tyska Beitrag anzeigen
Die Frau, die sich jahrelang in ihrer Beziehung sexuell demütigen lässt, z.B. in Sado-Maso-Spielen, dies auch vorgeblich aus freien Stücken, dabei aber eine Kindheit hinter sich hat, wo sie ständig erniedrigt, verbal und körperlich misshandelt wurde. Freie Wahl?
Sehr interessante Aussage von jemandem der sich andernorts über Doppelmoral aufregt. Ich soll einerseits Schwule, Lesben und Transsexuelle tolerieren, weil sie eben so sind. Andererseits sind nun aber Frauen die sich gerne bei SM Spielen demütigen lassen automatisch Opfer und damit ist so etwas nicht mehr zu tolerieren. Wie passt das zusammen?

Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Ich denke das Prostitution, ausser vielleicht in ganz seltenen Ausnahmefällen, hier schon als "leiden" angesehen wird.
Sind Prostituierte denn wirklich grundsätzlich Opfer oder ist diese Sicht einfach nur durch den Zwang bedingt sich unbedingt politisch korrekt äussern zu müssen? Ich möchte wetten, dass die Masse der Prostituierten durchaus noch andere Möglichkeiten hätten, als für Geld die Beine breit zu machen. (Und nein, die wenigsten Prostutierten sind "Sexsklavinnen" aus Osteuropa!)

Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Für mich ist ganz klar die Lust gelaufen sobald Geschäfte ins Spiel kommen.
Völlig in Ordnung. Für andere aber u.U. nicht. Willst du deshalb Prostitution verbieten?

Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Tagsüber Gleichstellung der Frau als oberstes Gebot und nachts die Frau als Samengrab.
Dann frage ich mich allerdings, warum die Darstellerinnen da mitmachen.

Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Ansonsten sag ich: Gut ist was allen Beteiligten Spass macht und vielleicht ein wenig diskret. Ich mein, wer will schon im Sommer im Park durch wild koppulierende Paare spazieren.
Tja, das ist in den meisten Städten verboten und kostet dann ein Verwarnungsgeld. Andererseits darf mir aber jeder Politiker im Wahlkampf seine sexuellen Vorlieben kundtun, so lange sie sich nur auf das gleiche Geschlecht beziehen. Auch eine Form von Indiskretion.
__________________
"Political correctness is tyranny with manners".
Charlton Heston

Lieber eine Waffe in der Hand, als einen Polizisten am Telephon.

Leute die keine Waffe besitzen sollten, halten sich nicht an Waffengesetze.
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Alt 12.11.2007, 13:24   #6
Au.Souchy
Master of Desaster
 
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Sind Prostituierte denn wirklich grundsätzlich Opfer oder ist diese Sicht einfach nur durch den Zwang bedingt sich unbedingt politisch korrekt äussern zu müssen? Ich möchte wetten, dass die Masse der Prostituierten durchaus noch andere Möglichkeiten hätten, als für Geld die Beine breit zu machen. (Und nein, die wenigsten Prostutierten sind "Sexsklavinnen" aus Osteuropa!)
Wo sind diesbezüglich verlässliche Zahlen einsehbar?

Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Völlig in Ordnung. Für andere aber u.U. nicht. Willst du deshalb Prostitution verbieten?
Nein, warum auch. Ich fänd es aber schön wenn sich Prostitution erübrigen, ganz einfach Sang- und Klanglos im Rahmen eines gesellschaftlichen Wandels verschwinden würde.

Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Dann frage ich mich allerdings, warum die Darstellerinnen da mitmachen.
Ich auch.

Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Tja, das ist in den meisten Städten verboten und kostet dann ein Verwarnungsgeld. Andererseits darf mir aber jeder Politiker im Wahlkampf seine sexuellen Vorlieben kundtun, so lange sie sich nur auf das gleiche Geschlecht beziehen. Auch eine Form von Indiskretion.
Auch wenn das gut so ist, ist es reichlich geschmacklos.
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Alt 12.11.2007, 16:55   #7
Leitwolf
Querschläger
 
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Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Wo sind diesbezüglich verlässliche Zahlen einsehbar?
Nirgendwo, denn Kriminelle haben es so an sich, dass sie ihre Aktivitäten nicht amtlich registrieren lassen.

Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Ich fänd es aber schön wenn sich Prostitution erübrigen, ganz einfach Sang- und Klanglos im Rahmen eines gesellschaftlichen Wandels verschwinden würde.
Ich fände auch so einiges schön, aber so funktioniert die Welt nicht. Die Menschen werden sich ebensowenig ändern, wie die Naturgesetze.
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Alt 12.11.2007, 17:14   #8
Au.Souchy
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Nirgendwo, denn Kriminelle haben es so an sich, dass sie ihre Aktivitäten nicht amtlich registrieren lassen.
Das weiss ich auch. Aber es hätte ja sein können, dass es Zahlen z.B. über unabhängige Prostituierte gibt.

Zitat:
Ich fände auch so einiges schön, aber so funktioniert die Welt nicht. Die Menschen werden sich ebensowenig ändern, wie die Naturgesetze.
Ja, das ist wohl leider so.
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Alt 12.11.2007, 17:17   #9
Leitwolf
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Wieso leider? Wer weiss wie die Welt aussehen würde, wenn die menschliche Natur anders wäre, oder sich nach Belieben ändern liesse?
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Alt 12.11.2007, 22:02   #10
tyska
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Sehr interessante Aussage von jemandem der sich andernorts über Doppelmoral aufregt. Ich soll einerseits Schwule, Lesben und Transsexuelle tolerieren, weil sie eben so sind. Andererseits sind nun aber Frauen die sich gerne bei SM Spielen demütigen lassen automatisch Opfer und damit ist so etwas nicht mehr zu tolerieren. Wie passt das zusammen?




Automatisch...

das hast du ins Spiel gebracht.

Das ist deine Fehlinterpretation.


Ich habe gesagt, dass es oft sehr schwer ist, zu bestimmen, ob jemand spezielle Dinge freiwillig und gern tut.

Wobei ich persönlich glaube, dass IN DER MEHRZAHL DER FÄLLE es sich um psych. gestörte Menschen(gibt auch männl. Probanden)handelt.

Dass jemand mit intakter Psyche und Selbstbewusstsein sich gern solchen Praktiken(gehe jetzt mal nicht näher auf die Details ein, meine aber auch nur die wirklichen Hardcore-Sachen)aussetzt, geht über meinen Horizont. Der deinige mag da ja etwas weiter sein.
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Alt 13.11.2007, 11:30   #11
Leitwolf
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Jemand der sich gerne demütigen lässt ist also u.U. gestört und benötigt eine Therapie. Wer Personen des gleichen Geschlechts liebt ist dagegen völlig normal und sollte akzeptiert werden wie er ist. Und wer mit seiner eigenen sexuellen Identität nicht klarkommt, den bestärken wir in dieser Meinung indem wir ihm die Eier abschneiden und ihm einen Frauennamen geben.
Das ist in meinen Augen durchaus als Doppelmoral zu bezeichnen. Oder vielleicht auch schlichtweg als bescheuert...
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Alt 13.11.2007, 21:07   #12
tyska
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Jemand der sich gerne demütigen lässt ist also u.U. gestört und benötigt eine Therapie. Wer Personen des gleichen Geschlechts liebt ist dagegen völlig normal und sollte akzeptiert werden wie er ist. Und wer mit seiner eigenen sexuellen Identität nicht klarkommt, den bestärken wir in dieser Meinung indem wir ihm die Eier abschneiden und ihm einen Frauennamen geben.
Das ist in meinen Augen durchaus als Doppelmoral zu bezeichnen. Oder vielleicht auch schlichtweg als bescheuert...

Ja, die Tour ist bekannt...

wenn die Thematik zu schwierig wird(bzw. man nicht fähig ist zu differenzierterer Analyse) dann wird es als "bescheuert" bezeichnet.


(ein Tipp: nicht zuviel in eine Suppe vermengen, das verwirrt nur unnötig)
tyska ist offline  
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