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#31 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 668
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Der erste Schritt zurück zur Verklemmtheit und Prüderie ist der erste Schritt zum Kreationismus. |
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#32 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.947
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Wieviel Lust unsere Gesellschaft verträgt, darüber kann man ja mal gesondert diskutieren. Vielleicht macht jemand von euch dazu ein Thema auf?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#33 |
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Benutzer
Registriert seit: 10.11.2007
Beiträge: 2
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danke, dass ich hier die broschüren noch bekommen konnte.
ich finde sie sehr gut und finde, dass es darum geht, kinder mit ihrem körper vertraut zu machen und damit vor mißbrauch zu schützen und nicht umgekehrt! ich bin ebenfalls von frau von der leyen entäuscht. 2001 wurde eine evaluation gemacht, die sehr gut ausgefallen ist: http://www.sexualaufklaerung.de/cgi-...tch.php?id=459 und nach 6 jahren kommt die presse auf die broschüre und prangert sie an? sehr seltsam. hier die stellungnahme des Instituts für Sexualpädagogik (isp): http://www.isp-dortmund.de/downloadf...0des%20isp.pdf mag sich also jeder seine eigene meinung bilden. |
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#34 |
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Benutzer
Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 37
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Ich bin von Frau v. der Leyen nicht enttäuscht! Es war sehr richtig die Unterstützung dieser Broschüren zurückzuziehen! Vielleicht muss man kritischer lesen und die meisten Leser die hier FÜR die Broschüre sind, haben eventuell nicht kritisch genug gelesen!
Für eine richtige Textanalyse müsste man einzelne Textstellen herausnehmen und analyisieren. Mir sind die Broschüren und Texte zu liberal und offen und zu hemmungslos! |
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#35 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 668
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#36 |
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Benutzer
Registriert seit: 23.09.2007
Beiträge: 37
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Das würde ich so nicht sagen. Prinzipiell ist es nicht verboten aus einem Text bestimmte Kernaussagen und sehr markante Sätze herauszunehmen und auf ihre mögliche Bedeutung und ihre Aussagekraft zu analysieren.
Das wird mit den Sätzen von Eva Hermann, Martin Hohmann und Reinhard Günzel auch gemacht. Täglich werden von den Medien Sätze von Politikern aus Reden oder Presse-Konferenzen analyisert und auf ihre mögliche Bedeutung hin abgeklopft. Das man dabei zu ganz unterschiedlichen Resultaten kommen kann, liegt sicher an der politisch-gesellschaftlichen Grundhaltung die ein Kommentator oder Analysator einnimmt! |
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#37 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 668
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Nur weil das ständig gemacht wird, wird es nicht richtiger. Im Gegenteil. Das ist eher das Problem. So diffamiert man Leute.
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#38 |
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Benutzer
Registriert seit: 10.11.2007
Beiträge: 2
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ich lese die broschüre nicht als textanalysator, sondern ich lese sie als mutter von zwei kindern.
und unter diesem gesichtspunkt hat mir der text gut gefallen und ich fühle mich nicht dazu angeleitet mein kind zu missbrauchen. auch bei textanalysen einzelener passagen, darf ich den kontext nicht vernachlässigen. das ist es ja was wir menschen den computern voraushaben. außerdem kann ich selbst den von dir genannten passagen nichts negatives entnehmen. warum ist es z.b. negativ, wenn dort steht, dass kinder in ihrem wohlgefallen nicht zwischen matschen im schlamm, kitzeln am zeh oder dem berühren ihrer genitalien unterscheiden? ich bin dafür kinder nicht zu verkrampft und prüde aufwachsen zu lassen. was nicht heißt, dass sie nicht gleichzeitig die grenzen anderer respektieren lernen sollen. in der broschüre wird ja ausdrücklich darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die grenzen der kinder zu achten und auch nicht gegen den eigenen willen zu handeln. so erzogene kinder würden eben auch respektieren, dass du andere grenzen hast als ich. trotzdem dürfen sie später ihre eigene sexualität so unbekümmert und ohne schuldgefühle ausleben wie sie wollen. was ist also dabei dein schaden? |
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#39 |
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Benutzer
Registriert seit: 10.08.2008
Beiträge: 3
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Tag zusammen, mein erster Beitrag hier.
Ich habe erst vor kurzem von der Angelegenheit um die Broschüren erfahren und fand die Diskussion hier recht interessant. In einer acht-teiligen Serie, beginnend hier: http://kheck.info/archives/432 habe ich meine eigenen Erfahrungen aus den 70ern aufgeschrieben, die mit solchen Broschüren, die damals Standard waren, anfingen. Die Zielsetzung hinter solchen Broschüren sind nicht unbedenklich, und um so bedenklicher, je unbedachter man Bedenken einfach wegwischt... In vielem kann ich mit Karl-Wilhelm übereinstimmen. |
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#40 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.947
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Welche Zielsetzungen siehst du denn? Gender Mainstreaming wird in dieser Diskussione immer wieder eingebracht, aber einen sinnvollen Bezug konnte noch niemand herstellen.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#41 |
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Benutzer
Registriert seit: 10.08.2008
Beiträge: 3
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Ziel Gender Mainstreaming
Ohne Zweifel ist das Ziel dieser Broschüren Gender Mainstreaming, allein schon, weil, wie aus dem Namen „Mainstreaming” hervorgeht, dieses politische Ziel eine s.g. Querschnittsaufgabe darstellt, die in allen politischen Bereichen mittlerweile vorgegeben ist. Aber auch konkret geht dies aus einzelnen Passagen der beiden Broschüren hervor. Während ich ja zunächst meine eigene "70er-Jahre-Karriere" aufgeschrieben habe, bin ich nun dabei:
http://kheck.info/archives/583 die Gefährlichkeit solcher Broschüren und den Zusammenhang zu Gender Mainstreaming zu beleuchten. Ich bin aber noch nicht ganz fertig, vielleicht erst morgen anklicken... Die Schwierigkeit besteht darin (nicht nur für mich, sondern *glücklicherweise* auch für die Vertreter dieser Ideologie selbst) das Ziel greifbar zu machen. So wird etwa gesagt, dass ja, wenn eines Tages die Geschlechterkonstruktionen als Mann und Frau überwunden wären, eine Vielzahl von Geschlechtern sichtbar würde, so wie man heute schon sagt etwa, dass in jedem Mann ja auch ein bisschen eine Frau und umgekehrt stecke. Tatsächlich bedeutet aber die angestrebte Dekonstruktion der Geschlechter eben keine Pluralität. Wenn jeder sein eigenes Geschlecht hätte, dann gäbe es eben nur noch individuelle Merkmale. Man kann das gut mit der Multi-Kulti-Idee vergleichen: Wenn ich heute ein Curry koche und morgen thailändisch und übermorgen italienisch, dann heißt das nicht, dass ich heute Inder, morgen Thai und übermorgen Italiener wäre, ich tue einfach nur, wozu ich gerade Lust habe. Die Multi-Kulti-Strategie will ja erklärtermaßen auch keine Völker, sondern eine bunte Mischung vielfältiger Einzelner ohne *traditionelle* Bindungen. Und Gender Mainstreaming will eben auch traditionelle Geschlechter-"Bindungen" abschaffen. Das wird in den Broschüren auch direkt so gesagt. — Ich hoffe, ich habe das nicht zu wirr ausgedrückt. Nebenbei möchte ich mal sagen, dass ich dieses Forum noch gar nicht kannte und über die Sachlichkeit der Beiträge hier angenehm überrascht bin. |
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#42 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 668
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@KHeck
Über Gender Mainstreaming kann man gewiss geteilter Meinung sein. Ich bin nach meinen Erfahrungen mit meinen eigenen Kindern auch nicht wirklich überzeugt davon. Es wird da deutlich über das Ziel hinaus geschossen. Dennoch erschließt sich mir der Zusammenhang zu sexuellem Mißbrauch oder gar der Anleitung dazu nicht. |
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#43 |
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Benutzer
Registriert seit: 10.08.2008
Beiträge: 3
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@Au.Souchy:
Mir geht es zum einen um den Zusammenhang von Gender Mainstreaming mit den Broschüren, dies ist notwendig, um sie besser verstehen zu können. Mit dem, was Gesetzgeber oder Medien als "sexuellen Missbrauch" bezeichnen, ist GM natürlich nicht identisch. Sprachlich gesehen kann ich mir dagegen keinen größeren Missbrauch von Sex (Geschlecht) vorstellen, als das Bestreben, Sex (die beiden Geschlechter) zu vernichten. Aber das meintest du sicher nicht. In dem in meinem letzten Beitrag verlinkten Text (der inzwischen auch fertig ist), verteidige ich die Auffassung des Reaktionärs Kardinal Degenhard, dass es in unserer Gesellschaft (in der, wie Foucault zu Recht kritisierte) immer noch jede Erotik-Kunst fehlt, es in vielen Fällen besser wäre, stimulierendes Schmusen mit nackter Kinderhaut lieber den Müttern zu überlassen, da sonst das, was wir als sexuellen Missbrauch bezeichnen, sehr leicht die Folge ist. Hier ist dein Zusammenhang zu GM: Vater, Mutter, Ersatzvater, Ersatzmutter müssen nach dieser Ideologie unbedingt als gleichwertig angesehen werden. GM kann also keinesfalls Degenhards Forderung akzeptieren. Um es vorwegzunehmen: Ich sage nicht, dass Mütter oder ältere Mädchen so etwas wie sexuellen Missbrauch nicht unternehmen würden; sie werden aber kaum als „Sittenstrolche” etikettiert. GM hat also hier eine Art Double Bind-„Bombe” im Programm: der Vater, der sich nicht dem „nackten Kind” nähert, wird als untauglich, konservativ, ausgemustert. Der Vater, der es macht, gerät spätestens vor Gericht in Erklärungsnot, wie es denn kommt, dass er mit erigiertem Penis „erwischt” wurde, als er mit den Kleinen badete, z.B. Argumentiert er dann damit, dass er nur auf die Wünsche der Kinder eingehen wollte, wird es ihm als typische Rechtfertigung Pädophiler zur Last gelegt. Nehmen wir dagegen eine Mutter: ich habe einmal beobachtet, wie sich eine Mutter von ihren Kindern schlagen ließ, angeblich, weil sie diese ungerechtfertigt angeschrien hatte. Dass hier masochistische Lust der Mutter im Vordergrund stand, war mir klar. Man könnte also theoretisch von „sexuellem Missbrauch” sprechen. Aber dass sich hier Jugendamt, Justiz usw. einschalten würden, ist äußerst unwahrscheinlich. |
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