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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.950
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Der Goebbels von Scientology
Meiner Meinung nach hat Gandow mit diesem Vergleich schon recht. Das sich Scientology darüber aufregt, sollte uns am ***** vorbeigehen. ![]()
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Kann mich mit dem Gedanken anfreunden, hätte man vielleicht anders formulieren können - aber wie immer - hätte das dann keine Aufmerksamkeit erregt ;-)
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 19.08.2006
Beiträge: 94
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Der Vergleich ist absolut unangebracht und die Reaktion der Scientology nachvollziehbar. Ich lehne diese Sekte zwar ab, aber die Ablehnung muss anders artikuliert werden !
Insbesondere wenn so ein Nazi-Vergleich von Deutschen kommt, dann wirkt das immer wie ein Freikaufen von der eigenen Verantwortung bzw. Vergangenheit. Goebbels, Göring und Co. sind Deutsche und das ändern solche bescheuerten Vergleiche auch nicht. Niemand sollte mit solchen Vergleichen versuchen die deutsche Geschichte zu vertuschen oder zu verwischen und schon gar nicht die Deutschen selbst !!!
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" Two New York Intellectuals talking at a party: ' Listen, I've written an essay against antisemitism.' - ' Did you? Nice. I prefer a bat.' " >Woody Allen< |
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#4 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Verstehe deinen Beitrag gar nicht... Zu vertuschen wird in meinen Augen nicht versucht...
Die Kirche sollte sich jedoch mal überlegen, was sie denn gg. den Holocaust gemacht hat... kex
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 19.08.2006
Beiträge: 94
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Wenn man an der Singularität der Shoa zweifelt bzw. an ihr rüttelt, dann wird meiner Meinung nach auch vertuscht.
Das ist ein ganz einfacher Mechanismus der schon seit Jahrzehnten angewandt wird. Man nimmt einfach irgend ein Ereignis oder eine Persönlichkeit und vergleicht sie mit einem Ereignis aus der Shoa oder einer NS-Persönlichkeit (diese Vergleiche sind, wie in unserem Fall meist lächerlich, weil sie in gar keinem Verhältnis stehen). Dadurch werden die Verbrechen der Deutschen zwar nicht in Abrede gestellt, aber es wird aufgezeigt, dass diese Verbrechen auch von anderen bzw. noch heute begangen werden. Wenn dies so wäre, dann wäre der Holocaust nur noch ein Verbrechen von vielen,die Verbrecher eben nur noch Verbrecher, damit würde in der Bedeutungslosigkeit aufgehen. Oft wird dieser Mechanismus auch als rhetorisches Mittel genutzt um Tatsachen zu verdrehen und sich selbst aufzuwerten. Im Nahost-Konflikt wurde und wird oft folgender Ausspruch (im Bezug auf die Israelis) genutzt : " Aus den Opfern von damals sind die Täter von heute geworden !" und "Die Juden haben nichts aus dem Holocaust gelernt!" Hiermit wird impliziert, dass die Juden bzw. Israelis auch nicht besser als ihre Mörder seien und das lässt die shoa dann doch viel weniger schlimm erscheinen, nicht wahr ? Es wirkt fast so als standen sich damals zwei gleichstarke Gegner gegenüber und dies gibt insgeheim sogar noch eine Begründung für den Holocaust. Durch die zweite Parole erscheint die These Ausschwitz sei nur eine Besserungsanstalt gewesen und allen Mühen der Deutschen zum Trotz haben die Juden trotzdem ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Die ganze Problematik fast der Professor für Geschichte an der FU Berlin, Wolfgang Wippermann, in einem ansonsten auch recht lesenswerten Interview, zusammen :
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#6 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.950
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Ein Goebbels macht noch keine Shoa.
Bei der Singularität geht es darum, dass der Staat und seine Institutionen systematisch geplant und legalisiert haben, was wir heute als den Holocaust kennen und das ohne eine Bedrohungslage durch die Juden bzw. allein durch eine rassistische Ideologie geleitet. Zudem halte ich den Begriff Singularität für zweifelhaft, bzw. zu sehr in die Vergangenheit orientiert. Ich glaube nicht, dass der holocaust ein Ereignis ist, welches nur ein einziges mal stattfinden kann, schließlich impliziert dies der Begriff "Singularität". Meiner Meinung nach kann sich dieser Horror wiederholen und es hängt allein davon ab, wie die menschen mit ihrer Geschichte umgehen. Darum halte ich es für falsch jedweden Vergleich mit Geschehnissen aus der NS-Zeit zu verbieten mit dem Argument, es würde die Singularität relativieren. Sicherlich können Vergleiche dazu genutzt werden den Holocaust zu relativieren, aber: Ein Goebbels macht noch keine Shoa.
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