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Alt 10.07.2007, 03:03   #1
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Störfälle in Kernkraftwerken in Schleswig-Holstein

Im KKW Brunsbüttel (KKB) und im Reaktor Krümmel (KKK) kam es ende Juni zu Zwischenfällen. Das KKB und das KKK mussten per Schnellabschaltung heruntergefahren werden. Im KKB war der Grund der Schnellabschaltung der Einbau eines Wandlers, welcher zu einem Kurzschluss führte.
Im KKK entzündete sich wahrscheinlich Motorenöl und setzte einen Transformator in Brand.

Soweit sind diese Vorfälle ja schon bedenklich genug, jedoch kam es zumindest im KKB zu einem weiteren Zwischenfall beim wiederanfahren des Reaktors. Hierbei handelte es sich wohl um einen Bedienungsfehler, durch den ein Problem beim einleiten des Wassers in den Reaktor entstand.
Zu allem Überfluss verzichtete die Betreibergesellschaft Vattenfall Europe AG auf eine Meldung des Zwischenfalls, so dass dieser erst fünf Tage später, am 06.07., bekannt wurde.
Die zuständige Ministerin Gitta Trauernicht kritisierte die Sicherheitskultur im KKB und drohte mit weiteren Schritten. Mittlerweile steht sie auch in der Kritik nicht eher etwas getan zu haben.
Angeblich gibt es auch eine mehrere Jahre alte TÜV-Mängelliste bezgl. des Kernkraftwerks, in die die Behörde bis heute keine Einsicht bekommen hat vom Unternehmen.

Andere Politiker fordern zwischenzeitlich von der Ministerin die Betriebserlaubnis für die KKWs zu entziehen.

Ich finde es erschreckend, wieviel doch im argen liegt bei der Erzeugung von Atomstrom in Deutschland. Es überrascht mich schon, wieviele Unzulänglichkeiten es scheinbar gibt und das in Deutschland mit seinen hohen Sicherheitsanforderungen.
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Alt 10.07.2007, 18:59   #2
Killerkeks
 
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Killerkeks befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Vor Allem, wenn man überlegt wieviel 100 Milliarden Euro dafür rausgeworfen wurden. Gelder in Probleme stecken, die nicht sein müssten, wenn man das Geld in andere Projekte gesteckt hätte... Naja, jetzt fehlen usn die Alternativen udn wir rennen mal wieder hinterher...

kex
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken.

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Alt 10.07.2007, 23:17   #3
tdd
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tdd hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Strahlende Zustände bei Vattenfall?

Hi
man könnte glatt meinen, die bei Vattenfall hätten einen neuen Sicherheitschef Namens Homer Simpson. Zumindest läuft bei denen derzeit alles schief, was nur schief gehen kann: technische Pannen, verspätete Meldungen an die Atomaufsicht, desaströse öffentliche Kommunikation und offenbar auch Fehler der Bedienmannschaften. Ich hoffe, die angekündigte Untersuchung wird jetzt konsequent durchgezogen.
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mfg
tdd
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Alt 11.07.2007, 13:13   #4
Jockel
...
 
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Jockel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Haben die den Störfall bei der Inbetriebnahme wirklich zu spät gemeldet? Immerhin haben sie fünf Tage zeit einen Zwischenfall zu melden
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Alt 11.07.2007, 16:22     #5
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ja, sie haben fünf Tage Zeit. Mitgeteilt wurde das Ereignis aber erst auf Nachfrage des Ministeriums.
Hinzu kommen noch andere Ungereimtheiten, wie die TÜV-Liste oder die Wasserstoff Explosion 2001:
Zitat:
Reflexartig spielen sie daher seit eh und je Störungen herunter. Nur so lässt sich die zögerliche Aufklärung der jüngsten Vorfälle erklären. Nur so lässt sich erklären, dass eine Wasserstoff-Explosion im Kraftwerk Brunsbüttel im Dezember 2001 zunächst als "spontane Leckage" qualifiziert wurde.

Bei Nachforschungen der Atomaufsicht erwies sich das Leck als meterlang zerfetzte Leitung.
Quelle
Das Vertrauen in den Konzern ist doch dahin.
Übrigens ist Vattenfall auch der Konzern, dem das schwedische KKW Forsmark angehört...
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Alt 16.07.2007, 18:06     #6
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Konsequenzen: Der deutsche Chef der Atomsparte und der Pressesprecher von Vattenfall wurden gefeuert. Das soll das Vertrauen in den Konzern wiederherstellen - schwach sehr schwach.

Die Befragungen zu den Vorgängen beginnen gerade erst. Auf jeden Fall muss am Ende dieser Befragungen klar sein, was genau los war und man sollte darauf achten, dass die Arbeiter besser auf die Sicherheit im AKW achten, darum muss man nicht nur in der Management-Ebene etwas verändern.
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