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Registriert seit: 09.03.2007
Beiträge: 14
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globale "new economy"
Liebe Freunde!
Ich wende mich an Euch anlässlich des Weltwirtschaftsgipfels der reichen, entwickelten Industriestaaten, der Anfang Juni in Heiligendamm unter Vorsitz der deutschen Bundesregierung stattfindet. (Schaut in diesem Zusammenhang doch einmal unverbindlich vorbei unter www.globalisierung-zaehmen.de). Welchen Weg soll Europa in Zukunft gehen? Deutschlandspielt in Europa und Europa spielt in der Welt eine gewichtige Rolle. Soll Europa gemeinsam mit den Schwellen- und Entwicklungsländern eine neue Art von globaler "new economy"aufbauen - in den sich dynamisch entwickelnden Wachstumsmärkten der "Dritten Welt" - in einem Klima von Geschäftstüchtigkeit und Fairness - in Partnerschaft und "Harmonie“ nach innen und außen und - unter Achtung international verbindlicher Regeln und - insbesondere des Völkerrechts, so wie von China vorgeschlagen. Oder soll sich Europa den USA anschließen, die sich einen unproduktiven und monströsen Militärapparat trotz hoher Verschuldung leisten und sich in Zukunft vielleicht einmal einlassen werden auf eine Rivalität mit Wachstums- und Atomstaaten wie China, Indien und Russland. Soll Europa eine exklusive „TransatlantischeFreihandelszone“ anstreben und die Märkte noch weiter öffnen für angloamerikanisches „Privates Kapital“, "Investment-Banking" und "Private Equity", das im Überfluss vorhanden und höchst liquide rund um den Globus auf der Jagd nach Renditen, Aktiengewinnen, Dividenden, Profiten ist? Ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Ich möchte meine Ideen in die öffentliche Diskussion einbringen, denn die Art und Weise, wie sich Globalisierung heute darstellt und wie sie gestaltet wird, eröffnet riesige Chancen im Kampf gegen die Armut, aber auch große Gefahren für den Frieden in der Welt. Seit dem letzten "Fünfjahres-Plan" der chinesischen Regierung vom März 2007 ist mehr und mehr deutlich geworden, dass China als eine gewichtige Kraft der sogen. BRIC- bzw. Schwellenländer nicht der "rote Drache" ist, wie es öfters dargestellt wird. Gott sei Dank, scheint China einen Weg eingeschlagen zu haben, der eine "harmonische Gesellschaft" im Innern und auf der Weltbühne „Harmonie“ zum Ziel hat auf der Grundlage einer „sozialistischenMarktwirtschaft“, was zumindest begrifflich an die „soziale Marktwirtschaft“ eines Ludwig Erhard zur Zeit des deutschen „Wirtschaftswunders“ erinnert, wobei der Staat in jedem Fall größere soziale Verantwortung übernehmen soll. Schwellenländer, wie China und Indien, sind mit ihrem Bevölkerungsreichtum und wirtschaftlichen Potential treibende Kräfte der Globalisierung geworden und könnten in Zukunft zu „Wachstumsmaschinen“ der Weltwirtschaft werden. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer nutzen ihre Chancen und „gestalten Globalisierung“, indem sie sie für die Entwicklung ihrer Volkswirtschaften nutzen und das mit einer erstaunlichen Krisenfestigkeit und auf hohem Wachstumsniveau seit Jahren, bzw. seit fast 20 Jahre, wie im Falle Chinas. China baut, wie andere Schwellenländer auch, mit politischem Verstand und mit großem politischen Geschick seine Volkswirtschaft, seine Industrie, seinen Arbeitsmarkt, sein technologisches Wissen, seinen Binnenmarkt und die soziale und materielle Infrastruktur auf - und das mit Hilfe modernster Technologien und Produktionsverfahren der entwickelten, reichen Industrieländer. Was könnte daran schlecht sein? Wenn die Zusammenarbeit respekt- und verantwortungsvoll nach innen und außen, partnerschaftlich und friedlich verläuft, winken riesige Wachstums-märkte und satte Gewinne auf allen Seiten. Armut kann auf diesem schon heute beschrittenen Weg weltweit besiegt werden. „Globale Ungleichgewichte“ können erfolgreich beseitigt werden. Im Inneren ebenso, wie bei den globalen Handels- und Leistungsbilanzen und den Währungsreserven der Welt. Eine bessere Welt ist möglich. Es führt ein Weg dorthin, der schon vielerorts, so auch bei uns, beschritten wird. Der „Exportweltmeister Deutschland“ profitierte mehrfach in Folge von dem neuen ökonomischen Umfeld und fühlt dabei schon den Atem des Verfolgers aus China im Nacken, das sich mit Riesenschritten anschickt, in den kommenden Jahren an Deutschland vorbeizuziehen, um die Führung bei der Exportweltmeisterschaft zu übernehmen. Von der glänzenden Entwicklung beim Maschinen- und Anlagenbau profitieren zur Zeit deutsche mittelständischeUnternehmen in besonderem Maße. Globalisierung, wie sie sich ins 21. Jahrhundert hinein entwickelt hat, treibt das weltweite Wirtschaftswachstum unumkehrbar in diese Richtung, denn nur auf diesem Wege scheinen die „globalen Ungleichgewichte“ reduziert werden zu können. Gesättigte Märkte, Überkapazitäten in den Industriestaaten und der erbarmungslose kapitalistische Wettbewerb bei der Jagd nach immer höheren Gewinnen treiben die global aufgestellten Unternehmen und angloamerik-anische Investoren bis in die hintersten Winkel der Erde und da, wo sie Lücken hinterlassen, wie in Afrika, stoßen Schwellenländer, wie China, Indien und andere nach immer auf der Suche nach Energie, Rohstoffen und Absatzmärkten. Diplomatisches Geschick und behutsames Handeln der Regierungen wird er-forderlich sein, um " Globalisierung zu zähmen " und " ihre Früchte zu ernten". Wenn die urwüchsig vonstatten gehende Kräfteverschiebung in der Welt weiterhin friedlich verläuft, dann kann ein angemessener und gerechter Anteil an der Zukunft Millionen von Menschen, Arbeitskräften und Verbrauchern in den Ländern zu Gute kommen, die bisher zu kurz gekommen sind. Internationale Unternehmen, Finanzinvestoren und allerhand "global player" werden ihnen weiterhin dabei helfen, denn sie befinden sich in einem unerbittlichen kapitalistischen Wettbewerb und müssen deshalb immer weiter steigende Profite erzielen bei Strafe des Untergangs. Die besten Gewinnchancen bieten derweil und in Zukunft die Wachstumsmärkte in den Schwellen- und Entwicklungsländern, insbesondere dann, wenn die internationalen Unternehmen eine Menge Arbeitsplätze, Kapital und Technologiemitbringen, denn danach besteht in den riesigen asiatischen Wachstumsregionen große Nachfrage. Warum sollte das schlimm sein, wenn sich so Gewinne erwirtschaften lassen? Langsam wird immer deutlicher, wer die Gewinner und wer die Verlierer von Globalisierung sind und warum Globalisierung nicht allen Menschen in gleicher Weise nutzt, vielmehr vielen auch großen Schaden zufügt. Das Mindeste sind Mindeststandardsund gerechte Entschädigungenfür jene, die im Zuge der Globalisierung ihren Arbeitsplatz und ihre Lebensqualität verlieren. Meiner Meinung nach ist Klarheit in dieser Frage dringend nötig, denn sonst werden falsche Fronten aufgebaut. Rattenfänger gibt es genug. "Globalisierung" als eine neoliberale Ideologie von "Freiheit" im Sinne von Vorherrschafteignet sich besonders gut für Chauvinismus und Fremdenfeindlichkeit. Liquides, angloamerikanisches "Privat Equity" in Investorenhand versucht immer rücksichtsloser, Extraprofite zu erwirtschaften und den Globalisierungs-prozess ausschließlich zum eigenen Vorteil zu nutzen. Es schickt sich an, die Vorherrschaft nach den Erfolgen in den USA und nach der Entflechtung der Deutschland-AG jetzt verstärkt auch in Kontinentaleuropa zu suchen und die europäischen Volkswirtschaften und Finanzmärkte zu dominieren, kurzsichtig und gierig immer nur auf der Jagd nachRenditen, Dividenden, Profiten, Gewinnen. Eine Herde von Spielern und Spekulanten, wie es scheint, die in den Unternehmen und auf den Finanzmärkten für Unruhe sorgen und mit ihren waghalsigen finanziellen Transaktionengesunde Unternehmen und eventuell sogar das ganze globale Finanz- und Wirtschaftsgefüge in Gefahr bringen. Die Risikobereitschaft und die Gier nach Profiten werden immer größer. Der Blick für soziale Verantwortung und die "soziale Komponente" in einer "freien Marktwirtschaft" scheint durch die Erwartung von immer höheren Renditen, Dividenden, Aktienkursen und Gewinnen getrübt. Ein stabiles, nachhaltiges Wachstum der Volkswirtschaften ohne Turbulenzen ist nicht das Ziel von angloamerikanischen Finanzinvestoren und Investment-Banken. Vielmehr sind Schwankungen im Währungs- und Finanzgefüge der Boden, auf dem spekulativeFinanztransaktionen am gewinnträchtigsten gedeihen, etwa am Aktien-markt, bei Übernahmen oder unter Ausnutzung von Währungsunterschieden. Aus Gründen des kapitalistischen Wettbewerbs müssen die weltweit aufgestellten Konzerne „Profitmaximierung“ betreiben, ob sie es wollen oder nicht, so wie die Finanzinvestoren, die ihnen dabei im Nacken sitzen. Der Konkurrenz um eine Nasenlänge voraus, rennen sie immer nur hinter steigenden Gewinnen her, währenddessen sich das Management großzügig aus dem „cash-flow“ bedient. Je höher die Produktivität und je enger der Markt wird, umso mehr müssen sie wachsen. Immer deutlicher wird, dass die amerikanische Volkswirtschaft und die regierende US-Administration unter der „neoliberalen“ Wirtschafts- und Finanzpolitik der Wall - Street und der amerikanischen Zentralbank Fed zunehmend selbst leidet. Heimisches Kapital samt Technologie wandert aus, zahlt keine Steuern, nimmt Arbeitsplätze und know-how mit, lässt Arbeitslosigkeit, überschuldete Verbraucher zurück und eine um seineproduzierende Industrie geschrumpfte amerikanische "Dienstleistungs- und Konsumgesellschaft,, deren Werte und Ziele sich im Besitzstreben, im Konsum und in der Profitmaximierung erschöpfen. Zu allem Überfluss leisten sich die Vereinigten Staaten auch noch einen unproduktiven Militärapparat, der zu monströs für die eigene Landesverteidigung, aber zu schwach ist, um "Neoliberalismus im Sinne von Vorherrschaft" in der Welt militärisch auf Dauer zu sichern. Dennoch kann man nie wissen, wie die einzig verbliebeneSupermacht USA in Zukunft reagieren wird. Lässt sie sich ein auf eine globale Rivalität mit Wachstumsstaaten und Atommächten wie China, Indien und Russland? Soll sich Europa den USA anschließen oder weiterhin auf Multilateralismus bauen, internationales Recht achten und partnerschaftliche Beziehungen mit den wachsenden Volkswirtschaften überall in der Welt pflegen? Europa braucht eine starke, demokratische Verfassung und Regierungen, die sich demokratischen Grundsätzen verpflichtet fühlen, die den Pfad von Freundschaft mit allen Völkern der Welt beschreiten, die gerechten und fairen Handel zu allseitigem Vorteil aktiv fördern, die soziale Verantwortung und Gerechtigkeit nach innen tragen und die das Völkerrecht und internationale Regeln achten. Eine zukünftige europäische Verfassung sollte es Europa erlauben, sich in die sich entwickelnde globale " new economy " einzufügen, um dort beim Aufbau derVolkswirtschaften überall in der Welt zu helfen und um so eine solide Grundlage für gesundes Wachstum und gerechten Wohlstand auf Dauer zu schaffen. Die Staaten sollten sich nicht aus ihrer Verantwortung für ein nachhaltiges Wachstum stehlen und die europäischen Volkswirtschaften nicht dem freien Spiel der Kräfte des "freien Marktes " überantworten. Globalisierung schreitet voran und gibt die Richtung vor. In einer "globalisierten" Welt entstehen die neuen Binnen- und Absatzmärkte der Zukunft in Übersee. Ein Millionenheer von preisgünstigen Arbeitskräften steht in den Niedriglohnländern auch in Zukunft bereit. Anders als in den "alternden" reichen Industrieländern, wachsen immer mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte nach in den Entwicklungs- und Schwellenländern mit ihren hohen Geburtenraten. Internet, Satellitentechnik, Datenautobahnen, Handytechnologie, Telekommunikation erleichtern es immer mehr, das Bildungsniveau weltweit anzuheben. Die Sogkraft nach Übersee und nach Osten ist ebenso mächtig, wie internationales Kapital im Überfluss vorhanden und hochliquide ist. Die Verschiebung der Kraft-linien in der Welt findet statt auf einer Stufe der Entwicklung, auf der das Kapital tatsächlich in der Produktion und im Warenhandel global geworden und in hohem Maße akkumuliert ist. Eine europäische Verfassung sollte einer neuen Ausrichtung der Weltwirtschaft, einer neuen Art von globaler "new economy", die ihre Kraft und innere Dynamik aus dem Wachstum und der Entwicklung der Volkswirtschaften schöpft, gebührend Rechnung tragen und nicht den Spielregeln derjenigen folgen, die immer nur dumpf hinter Gewinnen und Profiten herjagen. Mit freundlichen Grüßen Franz Nolte |
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Beiträge: n/a
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Recht spaßig.
Aber warum konntest Du es nicht beim link belassen? Erst verlinken und dann nochmal kopieren --- was soll der Scheiß? |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.952
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Zwischen sozialistischer und sozialer Marktwirtschaft liegen ja wohl auch noch Welten!!! ![]() Ebensowenig möchte ich in den Genuß von Chinas Harmonie kommen, weder im Inneren noch im Äußeren, man denke nur an Taiwan.
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Benutzer
Registriert seit: 09.03.2007
Beiträge: 14
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Hallo Focker
Zwischen China und uns liegen tatsächlich Welten. 1 3000 000 000 Menschen, die vor 20 Jahren noch in einem armen Entwicklungsland lebten, ohne Arbeit und Brot, schaffen Millionen von Arbeitsplätzen an hochmodernen Maschinen mit dynamisch wachsender Produktivität. Natürlich mit Hilfe ausländischer Unternehmen, Kapital und Technologie. Ist doch prima. 80 Millionen Menschen im Land des Exportweltmeisters Deutschland, führende Wirtschaftsmacht mit Japan und den USA in der Welt, quälen sich seit Jahren mit einem Sockel von 4 Millionen Arbeitslosen herum. Spätestens wenn uns China mit 10 Prozent Wachstum bei der kommenden Exportweltmeisterschaft überholt, sollten wir vielleicht einiges aus China als Leitbild nehmen. Wenn unsere "soziale Marktwirtschaft" auf hohem Niveau weiterhin so abbaut, wird bald kein Unterschied mehr sein zur Lebensqualität einer chinesischen Mittelschicht, die sich in den letzten Jahren erfolgreich millionenfach von unten nach oben hochgearbeitet hat. Natürlich will niemand chinesische Verhältnisse auf Europa übertragen... Aber ein bißchen Respekt und Anerkennung haben die Chinesen schon verdient in ihrem weltweiten Kampf gegen die Armut in der Welt, denn dort lebt immerhin jeder 6. Erdenbürger. Nichts für ungut aber mit den besten Grüßen Franz Nolte |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.952
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![]() So kann man die Unterversorgung der großen ländlichen Regionen in China nicht verändern. Und dort leben immer noch sehr viele Chinesen, die kaum etwas vom Wirtschaftsboom mitbekommen. China ist eine partiell boomende Region der Welt. Das ungenutzte Potential, was auf dem Land versauert kann nicht so schnell freigesetzt werden. Natürlich wird China das irgendwann schaffen... Aber bis dahin wird viel Wasser den Yangtze runterfließen und die Probleme, die die chinesische Wirtschaft jetzt schon hat müssen erstmal gelöst werden. Durch Liberalisierung von Marktsegmenten ist bald kein Wachstumsschub mehr auszulösen. Chinas Wachstum ist nicht stabil, es kann in sich zusammenbrechen, auf Nachhaltigkeit scheint es nicht ausgelegt zu sein.
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 718
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Hi
ich meine, dass China überschätzt wird. China ist derzeit nur Produktionsstandort für westliche Firmen. Gescheite eigene Entwicklungen gibt es nicht. Nur die bekannten Fälschungen. Zudem ist es ganz schön unsicher. Intel wird, laut heise.de Berichten, hin und wieder ein Container mit Computerchips geklaut. Das kann AMD in Deutschland nicht so schnell passieren. Und die sozialistische Regierung kann schalten und walten wie sie will. Das ist für Firmen auch ein extremer Unsicherheitsfaktor.
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mfg tdd
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Registriert seit: 09.03.2007
Beiträge: 14
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Lieber Herr Administrator tdd,
irgendwie klingt das gewöhnungsbedürftig. Es ist tatsächlich Fakt, allgemein akzeptiert und besonders in den letzten Jahren deutlich geworden: Schwellenländer und allen voran die sogen. BRIC-Länder Brasilien, Rußland, Indien, China legen seit einigen Jahren ein bemerkenswertes Wachstum hin, das eine solide Grundlage hat. Sie nutzen die Globalisierung, die global player, Konzerne und Finanzinvestoren schamlos und systematisch aus für ihre Zwecke. Nicht immer ist es bloße Profitgier, wie wir sie kennen von den Blackstones, Ackermanns und Co, die hinter einem politischen Konzept steckt. In der "Dritten Welt" scheint eine Strategie entwickelt worden zu sein, die "Globalisierung", solange es noch geht, für den Aufbau der Volkswirtschaften in diesen Ländern zu nutzen und das mit Erfolg. Dabei sind diese Länder relativ autark mit (ganz grob das Bild) Brasilien und anderen als Rohstoffliferanten, Rußland als Energielieferant, Indien als Denkfabrik und China als Produktionsstätte. Wenn das Ziel der Aufbau von Volkswirtschaften und nicht die bloße Bereicherung ist, finde ich das prima und wenn es dann noch funktioniert, beginne ich mich zu fragen, wieso funktioniert das so gut. Wenn ich dann aber höre, dass nach gängiger Auffassung, diese Länder mit ihrer neuen Art einer globalen "New Economy" in den nächsten 10 bis 20 Jahren an uns vorbeiziehen könnten, dann bekomme ich ein wenig Angst. Wenn ich dann auch noch höre, das es wahrscheinlich ist, das die USA in die Rezession mit Minuswachstum rutschen und ein Ende des Sinkflugs des Dollars nicht abzusehen ist, nachdem in Amerika die sogenannte Immobilienblase geplatzt ist, dann werde ich ein wenig panisch, da wir doch immer eine Lungenentzündung bekamen, wenn Amerika an Schnupfen litt. Vielleicht hat sich in der Welt ja auch etwas Grundlegendes geändert und dazu habe ich das Buch geschrieben: Globalisierung zähmen Beste Grüße Franz Nolte |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
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Hi
naja, China, Russland, Brasilien. Das sind ja auch die Katastrophen mit Chaosregierungen schlecht hin. Insbesondere der Unterbau ist doch fast zu 100% bestechlich. Damit kann man nicht weit kommen. Die Länder zeigen vielleicht gute Ansätze, doch der Wille fehlt. Brasilien kann da vielleicht noch am besten die Unabhängigkeit erreichen. Russland ist ohne sein Öl/Gas gar nichts. Und das ist ja bekanntlich begrenzt. China ist immer noch den nachweiß schuldig auch selber etwas gescheites auf die Beine stellen kann als nur Baugenehmigungen für westliche Fabriken auszustellen. Und so ein paar Minuspunkte im DAX oder DowJones sind kein Grund zur Panik. Das gabs immer schon und wird es immer geben. Das wird sich wieder einpendeln. Wenn sich dann auch noch durchsetzt, dass gleich bleibene Gewinne auch ganz gut sind, wie immer nur stiegende Gewinne. PS: Wusstest du, dass zu viel Eigenwerbung extrem negativ wirken kann?
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mfg tdd
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Registriert seit: 09.03.2007
Beiträge: 14
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Hallo "global talker" tdd!
Was die Eigenwerbung Globalisierung zähmen angeht: Du mit Deinen Ideen hast da keine Probleme. Wohin soll ich denn mit meinen Idee, die nun mal anders sind? Die wollen mich nicht bei "Der Welt", beim "Spiegel", bei der FAZ. Nicht mal bei der TAZ! (seufz/schnief). Auch die führenden Verlage wollten nicht so richtig ran. Die glauben mir nicht.Die wissen nämlich ganz genau, wie beschissen alles das ist, was die "Habenichtse" der "Dritten Welt so machen, weit abgeschlagen hinter der ersten Welt. Wir sind der Maßstab für Fortschritt und Wachstum in der Welt bei wachsender Weltbevölkerung trotz Pille. An uns, unserem Dollar, messen wir die Welt. In China verdient eine Arbeiterin 60-70 DOLLAR! im Monat. Das ist aber wenig. Dafür kriegt man ja nicht mal 3-4 CDs und darf nur 6-7 Mal dafür ins Kino gehn. Es gibt Leute, wie mich, die sagen vorraus, dass der US-Dollar in Kürze reichlich an Wert verliert. Leider Gottes ist die Immobilienblase, besonders wieder mal der kleinen Leute, in den USA geplatzt, so wie damals die Internetblase. Die konsumgetriebene und kreditfinanzierte "Wachstumsmaschine USA" verliert zusehends an Fahrt, eine Rezession droht nicht nur...wir werden sehen und können das gern hier im Forum kommentierte, wenn wir zu hause gemütlich am Laptop nichts davon abkriegen und wenn es den Wachstumstaaten der Dritten Welt, wie China, nicht gelingt, den Konjunktureinbruch in den USA durch eigenes Wachstum abzumildern...Wenn nicht sitzen wir nicht im Forum, sondern sind auf Jobsuche. Man wird sehen Euer Franz Nolte |
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Administrator
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Hi
nun, auch in China wird man früher oder später auf die Idee kommen Gewerkschaften durchzusetzen, damit die Entlohnung gerechter wird. Vermutlich werden wir aber nicht umhin kommen unser Lohnniveau abzusenken. Tun wirs nicht, steigen halt die Gehälter in China stärker, alle bekommen etwas Inflation und das Lohnniveau sinkt bei uns trotzdem. Das ist natürlich etwas blöd für uns, aber so ist das nunmal. Es gleicht sich alles aus, früher oder später. Werbung kannst du in deiner Signatur unterbringen. Dann können die anderen User entscheiden, ob sie das sehen wollen oder nicht.
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mfg tdd
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Registriert seit: 09.03.2007
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Hallo
O.K. Werbung beiseite. Ansonsten exakt meine Meinung: Auf längere Sicht wird Globalisierung dazu führen, dass in den Niedriglohnländern der Lebenstandard mit der Produktivität zwangsläufig steigt und gleichzeitig bei uns (besonders aber in den USA) verlangsamt wird, bis ein Zustand erreicht ist, wo die Konzerne samt Technologie wegen des angeglichenen Lohnniveaus keinen Grund mehr haben auszuwandern. Dann sind da aber noch die riesigen Wachstumsmärkte, die trotzdem und zunehmend im Überfluß und liquides Kapital ansaugen, denn nur dort lassen sich Extraprofite machen, wegen des Wettbewerbs. Dann produzieren die Konzerne vor Ort bei Ihren Kunden und werden das dann so lange machen, wie sie gegen die entstehende einheimische Konkurrenz bestehen können. Wenn nicht, dann werden sie geschluckt. Auf jeden Fall sind sie erst mal weg und kommen mit Sicherheit nicht wieder. Oder doch? Ist alles in meinem Buch lang und breit nachzulesen. Wirst Du neugierig? In der Hoffnung keine unzulässige Werbung lanciert zu haben verbleibe ich Euer Franz Nolte |
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