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Alt 06.01.2007, 03:31   #1
Fokker
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Pfeil Für immer 9 Jahre alt

Zitat:
Angefangen hatte es nach Ashleys Geburt. Sie war ohne jede Auffälligkeit zur Welt gekommen. Schon bald aber zeigte sich, dass das Baby geistig und körperlich zurückblieb. „Statische Enzephalopathie mit unklarer Ursache“ lautete die fatale Diagnose. Dem Kind wird bis zum heutigen Tag keinerlei Linderung in Aussicht gestellt. Ashley sei im kognitiven Stadium des Babys steckengeblieben.

Ashley wurde auf Wunsch ihrer Eltern von Ärzten des Children's Hospital in Seattle vorsätzlich verkrüppelt.
Mehr dazu hier...
Gebärmutter und Brustdrüsen entfernt und seitdem eine Östrogen Behandlung die das Wachsen verhindert. Die Eltern sagen sie hätten die Eingriffe machen lassen, um ihrer Tochter Unannehmlichkeiten zu ersparen (Regelblutung, Brüste die beim liegen stören...).

Notwendig war dieser Eingriff sicher nicht.
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Alt 13.01.2007, 23:12   #2
Jockel
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Für mich stellt sich da die Frage, ob es besser ist den Körper erwachsen werden zu lassen, auch wenn der Geist nie aus dem Baby Alter herrauskommt, oder die Versorgung des "Babys" ,durch massiven Eingriff in den natürlichen Werdegang des Körpers, zu gewährleisten.
Was würde aus dem Kind werden, wenn die Eltern sich ohne diese Operation nicht in der lage sehen es weiter zu versorgen?
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Alt 14.01.2007, 06:31   #3
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Denkst Du, daß das einen Unterschied macht, Jockel?

Stell´ doch einfach mal die, politisch inkorrekte, Frage, ob, unter solchen Umständen, das `Lebenlassen´ human erscheint.

Persönlich bin ich im Zwiespalt und maße mir keine ernsthafte Stellungnahme an.

Ich weiß es einfach nicht!
 
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Alt 14.01.2007, 15:23     #4
Fokker
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Ich sehe das Problem darin, dass man durch diese Operation jetzt eine Entwicklungsstufe ausläßt.
Das Ausbleiben der natürlichen Entwicklung hat körperliche Folgen, die man jetzt mit Hormongaben eindämmen muss. Ich weiß nicht, ob das optimal für das Mädchen ist, immerhin kann man annehmen, dass auch die Medikamente Nebenwirkungen haben oder das man die Folgen der ausbleibenden Entwicklung nicht 100% auffangen kann.

Zitat: Jockel
Was würde aus dem Kind werden, wenn die Eltern sich ohne diese Operation nicht in der lage sehen es weiter zu versorgen?
Was passiert mit den vielen anderen behinderten Menschen, deren Behinderung ähnlich schwer ist und die ausgewachsen sind?
Natürlich werden die Eltern es mit einem ewigen Kind leichter haben... Andererseits gibt es auch genug Hilfen, die auch den Umgang mit schwereren, bettlägrigen Patienten erlauben. Und jetzt mal eine Annahme: Das Kind stammt aus den USA. Wer dort einen solch schweren Eingriff vornehmen läßt, dürfte nicht schlecht verdienen, denn entweder hat er ne gute Krankenversicherung oder genug Geld, um den Eingriff privat zu finanzieren (wobei ich mich frage ob eine KV dafür überhaupt zahlen würde- ich denke nicht). Deswegen denke ich, dass die Eltern auch genug Geld hätten, um entsprechende Hilfen zu finanzieren.

Wie ich Andreas schon in einer PN geschrieben habe, ich verurteile die Eltern nicht für das, was sie getan haben. Vielleicht ist es durchaus zu begrüssen, dennoch habe ich dabei eine Assoziation mit Euthanasie. Auch hier wird ein Eingriff an einer Behinderten vorgenommen, dessen Nutzen zweifelhaft ist.
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Alt 14.01.2007, 17:15   #5
Jockel
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Beiträge: 192
Jockel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Ich weiß genauso wenig wie Andreas was ich davon wirklich halten soll, noch weniger wüßte ich was ich an stelle der Eltern machen würde. Dennoch finde ich ist es nicht Richtig einfach zu sagen, dass die Eltern falsch handeln, so habe ich es zumindest aus dem Artikel entnommen.
Sicher muss man vorsichtig sein, dass in Zukunft nicht einfach an jedem behinderten Menschen rum geschnitten wird, weil es grad jemandem passt, aber es muss auch geguckt werden welchen Vorteil es für die betroffene Person bringen würde.
Ich kann nicht beurteilen, ob es nun Vorteilhaft ist oder nicht, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass es aus reiner Schnibbelwut einiger Ärzte gemacht wurde. Ich sehe da einfach den Vorteil im Vordergrund, dass dieses Mädchen so bei ihren Eltern bleiben kann und dort sicher besser aufgehoben ist als in irgendeinem Heim. Auch wenn es maschinelle Hilfen gibt sind schon viele Behinderte weil sie einfach zu groß und schwer wurden im Heim gelandet. Warum also nicht durch solch einen Eingriff einem Menschen dieses ersparen??
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Alt 17.01.2007, 04:42   #6
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Warum also nicht durch solch einen Eingriff einem Menschen dieses ersparen??
Das bringt mich auf die Idee einen neuen Anglizismus zu kreieren:

Krüppelaussetzing

Immerhin haben das zahllose Völker in der Menschheitsgeschichte bereits erfolgreich betrieben.
 
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Alt 20.01.2007, 03:47   #7
ChiefofStaff
.:Big Al:.
 
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Pervers und eine Beleidigung an alle die sich um ihre körperlich und geistig Andersentwickelten Verwandten kümmern und pflegen. Medizinische Eingriffe dieser Art erinnern mich eher an eine braune Zeit in Deutschland als an notwendige Maßnahmen. Ob sie nun dadurch ein leichteres Leben hat lässt sich bezweifeln und solche Eingriffe bergen immer Risiken, das die Eltern dies eingehen, zeigt nur das ihre eigene Akzeptanz der pflegebedürftigen Tochter vollkommen fehlt...
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Alt 24.01.2007, 03:54   #8
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Tja Cheffchen!
Aber immerhin geht deren `Akzeptanz´ soweit, das sie evolutionären Schrott nicht einfach in eine staatliche Einrichtung entsorgen.
Sie lassen sich einen handhabbaren Krüppel schnitzen.

Der flügellahme Hamster darf in seinem Aquarium sicherlich niemals derartige Zuwendung erwarten.
 
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