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#1 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.174
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Amoklauf in Emsdetten
Gestern hat ein ehemaliger Schüler die Geschwister-Scholl-Realschule gestürmt. Bei seinem Amoklauf setzte er Rauchbomben ein und mehrere Gewehre. Er verletzte 37 Leute: 5 Personen durch Schusswaffen, 16 Polizisten durch die Rauchbomben. Das angeforderte SEK hat sofort nach Eintreffen zugegriffen. Der Amokläufer scheint sich jeder selbst erschossen zu haben, zmindest gab es keinen Schusswaffen-Einsatz seitens der Polizei. Am Körper trug der Täter mehrere selbstgebaute Sprengladungen.
Unter dem Namen ResistantX war der Täter im Internet unterwegs. Seine Hobbies waren Counterstrike und das Amateurfilmen (wohl überwiegend das Nachstellen von gewalttätigen Szenen). Nun, diese Enthüllungen werden jetzt wohl oder übel wieder zu einer Diskussion über die "Killerspiele" und Splatter-Filme führen. Einige Politiker wie Wiefelspütz sind ja schon auf den Zug aufgesprungen. Die Frage ist nur, ob die Spiele ein Symptom oder Ursache dieses Amoklaufs sind. So wie ich das sehe, ist das Spielen solcher eher ein Symptom und das ja auch nicht in jedem Fall, denn sonst wäre ich wohl auch ein potentieller Amokläufer. ![]() Wenn man im Internet mal etwas sucht, findet man auch noch einige Spuren vom Amokläufer. Seine Website / Homepage Stay Different ist gesperrt, jedoch kann man noch auf sein Blog bei livejournal (h*tp://resistantx.livejour...) zugreifen. Mehrere Foren, auf denen er registriert war findet man auch, wie zB das vfx-forum, dort hat er ab und an Videos veröffentlicht. Die dortigen User fragen sich nun, ob ihre Videosdemnächst vom Staat kontrolliert werden, als Frühwarnsystem für Amokläufe. Einen Thread direkt zum Thema gibt es auch schon.Im Beratungsnetz findet man dann auch einen Hilferuf von ihm, afaik wurde das schon häufiger diskutiert, hier kann man alles im Original nachlesen. Ist das Schulsystem an diesem Vorfall Schuld? Afaik hatte er die Realschule erfolgreich abgeschlossen. Hier liegt das Problem wohl eher in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Wird auf soetwas von den Lehrern zu wenig geachtet? Sind junge Menschen aleingelassen in der Schule?
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#2 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 742
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Hi
[sarkasmus]So viele Amokläufer sind grade unterwegs: http://www.steampowered.com/v/index.php?area=stats&[/sarkasmus] Was mich wundert ist, dass er Waffen hatte, obwohl er doch wegen illegalem Waffenbesitz vorgeladen war. Hat man nicht seine Wohnung/Zimmer durchsucht und ihm alle weggenommen? Offensichtlich scheit hier schon mal etwas ordentlich schiefgegangen zu sein.
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mfg tdd
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#3 |
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Benutzer
Registriert seit: 05.07.2006
Ort: Schneverdingen
Beiträge: 19
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Also ich mein, Killerspiele sind nicht so harmlos. Selbt wenn si e diese tat nicht ausgelöst haben könnten sie doch den Verlauf beschleunigt oder verschlimmert haben, oder?
Spieler von egoshootern = pot. amokläufer ...kann man aber nicht so stehen lassen. Sonst müßt ich mich vor meinem freund fürchten ![]()
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont. |
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#4 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.174
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Jetzt wird den Betreibern des Beratungsnetzes vorgeworfen nicht gehandelt zu haben. Diese wehren sich aber dagegen und sagen, dass die Überschrift, der Beitrag sei nicht als Ankündigung zu verstehen, keinen Anlass zum Handeln gab.
Diesen Vorwurf kann man dem Forum natürlich machen, aber würdet ihr so einen Beitrag ernst nehmen? In diesem Fall musste man das wohl... Generell wäre ich aber eher skeptisch bei solchen Beiträgen und würde sie nicht ernst nehmen.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#5 |
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unteilbar
Registriert seit: 17.08.2006
Ort: Großraum Stuttgart
Beiträge: 111
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Schulen sofort verbieten!
Ich hänge meinen jüngsten Blog-Eintrag einfach mal hier an:
Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Dreht mal wieder ein junger Mann durch und tut sich durch Gewaltätigkeiten an seiner Schule hervor ist der Sündenbock schnell gefunden: Blame Killerspiele! (Wobei ich zum Titel des zweiten Artikels sagen muss dass ich mich für ein Stoiber-Verbot in der Tat erwärmen könnte - aber lassen wir das...) Die Welt präsentiert in diesem Chor den wohl heraustechendsten Fall geistiger Dünnbrettbohrerei. Der völlig sinnfreie Gebrauch des Adjektives "pornographisch" ist hier längst nicht das Schlimmste, er hält den Leser immerhin schon frühzeitig davon ab von dem Artikel zu viel zu erwarten. Glasklar identifiziert Mariam Lau hier zunächst die Schuldigen für den Boom von Killerspielen: 'Feministische Denunziation' unterdrückt die real-life Aggression der männlichen Jugend (Sekunde, was war noch mal der Ausgangspunkt dieser Debatte? Naja, wurscht...), Jungs spielen mit Barbie-Puppen und zum Ausgleich Doom, Quake und Konsorten. Diesen profunden Einblick in die Lebensrealität heutiger Jugendlicher setzt Frau Lau schließlich mit der Klage, diese hätten Selbstverantwortung "nie gelernt", fort, wesshalb wir ihnen die für ihren Computerspielekonsum auch noch gleich abnehmen. Wenngleich grammatikalisch etwas unbeholfen (ich nehme an, das Objekt von auf "die Gesellschaft" zu schieben soll nicht irgendeine Verbindung sein, aber ein anderer Akkusativ bleibt in dem Satz nicht übrig) folgt schließlich der inhaltliche Lichblick des Artikels: Die klassische Antwort des "juste milieu" besteht, kurz gesagt, darin, irgendeine Verbindung zwischen dem Ausweichen auf den virtuellen Raum und dem realen Mord zu bestreiten, und auf "die Gesellschaft" zu schieben, die bekanntlich nicht als Ganzes reagieren kann - mit der Folge, das nichts folgt.In der Tat Frau Lau, so wenig Sie das vermutlich selber verinnerlicht haben (wie wäre es sonst zu erklären dass Sie am Ende des Artikels wieder unverdrossen davon schwadronieren, die Gesellschaft könne durch ein Verbot von "Killerspielen" ihre 'Missbilligung ausdrücken'), solcher Kollektivismus ist Schwachsinn. Danach geht es wie gehabt weiter, Gegenargumente, nachfolgend aus ihrem Artikel zitiert versucht sie nicht mal ansatzweise zu widerlegen, der letzte Absatz schließlich ließt sich wie "bringt zwar nichts, aber wir müssen trotzdem verbieten". schließlich werde nicht jeder zum Attentäter, der "Counterstrike" spielt - und salbt noch die brutalsten Hinrichtungsorgien mit dem Verweis auf den "Jungen Werther", der ja schließlich auch Mordphantasien gehegt und gelebt habe. Und habe das Verbot des Buches seine Attraktivität enorm gesteigert?Dem bleibt an sich nur hinzuzufügen dass man für Amokläufer vor dem Boom der "Killerspiele" gar nicht so weit in die Vergangenheit gehen muss. Eins vielleicht noch: Auffallend ist doch dass alle hier diskutierten Fälle, wie auch weitere spektakuläre Fälle der letzten Jahre sich auf Schulen oder sonstigen Bildungseinrichtungen zutrugen. Konsequenz: siehe Überschrift... http://my-impulses.blogspot.com/2006...verbieten.html
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Any world that can produce the Taj Mahal, William Shakespeare, and striped toothpaste can't be all bad. James Cagney als C.R. MacNamara in One, Two, Three |
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#6 |
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Benutzer
Registriert seit: 05.07.2006
Ort: Quickborn
Beiträge: 72
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Wer sich selbst treu bleiben will, kann nicht immer anderen treu bleiben. - Christian Morgenstern (1871 - 1914) |
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