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Alt 12.09.2006, 09:35   #1
Fokker
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Beitrag Gen-Reis bei ALDI

Zitat: Yahoo.de
Der bei Aldi Nord erhältliche Langkornreis der Marke Bon-Ri aus den USA enthält nach Angaben von Greenpeace genmanipulierten Reis. Dies hätten Laboranalysen ergeben, teilte die Umweltschutzorganisation in Hamburg mit. Der dabei gefundene Gen-Reis sei gegen das von Bayer hergestellte Unkrautvernichtungsmittel Liberty Link resistent. Sehr wahrscheinlich handle es sich um die Sorte LLRice 601, die in keinem Land für den menschlichen Verzehr zugelassen und nicht abschließend auf Gefahren für Umwelt und Gesundheit getestet sei.
Quelle

Hm, und wie kommt das? Wieso sind auf einmal Lieferungen mit dem Zeugs versetzt? Eine Erklärung wäre, dass die eher laschen Bestimmungen in den USA zu einer Verunreinigung unbehandelter Reispflanzen führten. Oder irgendeine heini hat den Lieferschein falsch ausgefüllt...
Ich kauf meinen Reis häufig beim chinesischen Händler um die Ecke... ob ich da allerdings sicher sein kann was drin ist ...
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Alt 12.09.2006, 10:34   #2
Jockel
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Leider bist du dir da bei deinem Chinamann auch nicht mehr sicher, ich habe letztens einen Bericht gelesen in dem stand, dass in einem asiatischen Land, in einem der Anbaugebiete, Genreis der nicht für den Verzehr frei gegeben ist, gefunden wurde. Leider finde ich den Bericht nicht mehr, er war auf einer der hier im Board verlinkten Zeitungen/Zeitschriften.
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Alt 12.09.2006, 15:16   #3
Au.Souchy
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Das Problem besteht nicht nur beim Reis. Vor einer Weile habe ich einen Artikel gelesen in dem Bauern die Kreuzung ihrer Pflanzen mit genetisch veränderten Pflanzen beklagten. Durch Wind und Tiere wurde Saatgut übertragen, dass so seinen Weg in die nicht genetisch veränderten Pflanzen fand.
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Alt 12.09.2006, 15:20   #4
Golesipe
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Zitat: A.Souchy Beitrag anzeigen
Das Problem besteht nicht nur beim Reis. Vor einer Weile habe ich einen Artikel gelesen in dem Bauern die Kreuzung ihrer Pflanzen mit genetisch veränderten Pflanzen beklagten. Durch Wind und Tiere wurde Saatgut übertragen, dass so seinen Weg in die nicht genetisch veränderten Pflanzen fand.
Sollte man ihn dann nicht verbieten.
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Karl Heinrich Waggerl
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Alt 12.09.2006, 17:19   #5
Jockel
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Wie soll man es dem Wind und den Tieren denn verbieten?
Nein mal im ernst, so etwas kann man nur verhindern, wenn Felder mit genmanipulierter Wahre hermetisch abgeriegelt wird.
Wenn die Bauern sich beklagen, dass geschieht diese Vermischung mit der eigenen Saat sicher nicht zu deren Freude
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Alt 12.09.2006, 20:13   #6
System
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Zitat: http://www.usda.gov/wps/portal/!ut/p/_s.7_0_A/7_0_1OB?contentidonly=true&contentid=2006/08/0307.xml
"Based on the available data and information, the U.S. Food and Drug Administration has concluded that the presence of LLRICE 601 in the food and feed supply poses no safety concerns.
Zitat: http://www.organicconsumers.org/2006/article_1584.cfm
Johanns said Bayer had not finished the process of getting LLRICE 601 approved for marketing before dropping the project years ago. But the company did complete the process for two other varieties of rice with the same gene. And although neither of those two were ever marketed, he said, that approval offers reassurance that 601 is probably safe, too.
Gefährlich ist der "Gen-Reis" also vermutlich nicht und es muß auch niemand auf Reis "ohne Gene" umsteigen. Das ungefährliche Pflanzen sich mit anderen mischen, sehe ich jetzt auch nicht so als Problem an. Die Pfanzen, die wir so verzehren, sind doch ebenfalls durch Züchtungen usw entstanden, sind also ähnlich manipuliert und werden vor einer Freigabe nicht so penibel auf Gefahren getestet wie gentisch veränderte Produkte.
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Alt 13.09.2006, 02:48   #7
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Zitat: System Beitrag anzeigen
Gefährlich ist der "Gen-Reis" also vermutlich nicht und es muß auch niemand auf Reis "ohne Gene" umsteigen. Das ungefährliche Pflanzen sich mit anderen mischen, sehe ich jetzt auch nicht so als Problem an. Die Pfanzen, die wir so verzehren, sind doch ebenfalls durch Züchtungen usw entstanden, sind also ähnlich manipuliert und werden vor einer Freigabe nicht so penibel auf Gefahren getestet wie gentisch veränderte Produkte.
So einen Scheiß habe ich schon lange nicht mehr gelesen!
Züchtung und Genmanipulation auf ein und dieselbe Stufe setzen zu wollen, zeugt von kaum zu übertreffender Ignoranz.
 
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Alt 13.09.2006, 09:32   #8
Au.Souchy
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Zitat: Jockel Beitrag anzeigen
.
Wenn die Bauern sich beklagen, dass geschieht diese Vermischung mit der eigenen Saat sicher nicht zu deren Freude
Genau das ist der Punkt. Wenn eine Kreuzung mit genetisch veränderten Pflanzen stattgefunden hat war es das mit Bio. Selbst herkömmliche Betriebe nehmen die Produkte der Bauern dann nicht mehr ab, weil keine ausreichenden Erkenntnisse über die Auswirkungen dieser Veränderung vorliegen.
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Alt 13.09.2006, 13:25     #9
Fokker
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Zitat: A.Souchy Beitrag anzeigen
Vor einer Weile habe ich einen Artikel gelesen in dem Bauern die Kreuzung ihrer Pflanzen mit genetisch veränderten Pflanzen beklagten. Durch Wind und Tiere wurde Saatgut übertragen, dass so seinen Weg in die nicht genetisch veränderten Pflanzen fand.
Zitat: Jockel Beitrag anzeigen
Wie soll man es dem Wind und den Tieren denn verbieten?
Nein mal im ernst, so etwas kann man nur verhindern, wenn Felder mit genmanipulierter Wahre hermetisch abgeriegelt wird.
Dagegen gibt es Maßnahmen. Hermetische Abriegelung der Felder ist ziemlich sicher übertrieben. Die EU hat Richtlinien zur Koexistenz genetisch veränderter und konventioneller Kulturen erarbeitet (siehe Anhang).
Dort wird zB angegeben, dass es Hecken als Barrieren für den Pollenflug geben soll, Pufferzonen/Sicherheitsabstände zu anderen Feldern - je nach GVO, Ausrichtung auf unterschiedliche Blütezeiten, Verwendung von Sorten mit geringerer Pollenbildung, Säuberung der Maschinen usw. ...

Zitat: Andreas57 Beitrag anzeigen
Züchtung und Genmanipulation auf ein und dieselbe Stufe setzen zu wollen, zeugt von kaum zu übertreffender Ignoranz.
Aha, und wie würdest du die Kreuzung zweier Organismen bezeichnen, die aus unterschiedlichen Erdteilen kommen? Ich kenne mich nicht bei Pflanzen aus, aber in der Tierwelt gibt es ja doch Beispiele, wo durch eingeschleppte Neozoen sehr konkurrenzfähige Hybriden entstanden sind.
Zudem werden bei Pflanzen oft polyploide Züchtungen eingesetzt, die ein erhöhtes (Frucht-)Wachstum & Vitalität verursachen.
Auch wenn der Vergleich sicher nicht alle Aspekte umfaßt, so ist er nicht ganz von der Hand zuweisen.
Angehängte Grafiken
Dateityp: pdf Leitlinien_Koexistenz.pdf (146,1 KB, 2x aufgerufen)
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Alt 13.09.2006, 16:30   #10
Au.Souchy
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Genau dies Richtlinien sind kritisiert worde.

Zitat:
Für eine Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzensorten zum Anbau auf den heimischen Äckern sei die Koexistenzfrage in Deutschland zufriedenstellend zu regeln, forderte Sonnleitner. Dies sei bisher nicht geschehen. Seit drei Jahren würde der Bauernverband darauf drängen, durch einen transparenten und kontrollierten Erprobungsanbau bisher fehlende Erfahrungswerte in Deutschland zu sammeln. Wenn man gar nicht wisse, über welche Entfernung oder unter welchen Anbaubedingungen zum Beispiel Raps, Weizen oder Mais durch Pollenflug beeinflusst werde, könne man auch nicht in einem Gesetz oder in einer Verordnung das Nebeneinander von gentechnikfreier und gentechnikhaltiger Produktion regeln
Den gesamten Artikel kann man hier einsehen.
http://www.bauernverband.de/pressemitteilung_1182.html

Zitat:
Für den DBV bleibt die Sicherung der Koexistenz, also das Nebeneinander des Anbaus mit und ohne gentechnisch veränderte Pflanzen, ein zentrales Anliegen. Wer in der deutschen Landwirtschaft auf die Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen verzichten will, muss ebenso eine dauerhafte Perspektive erhalten wie diejenigen, die gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen. Deswegen darf die Koexistenz, wie im vorliegenden Gentechnikgesetz, sich nicht als Einbahnstraße für eine bestimmte Form des Anbaus entwickeln.
Auch hier kann der gesamte Artikel eingesehen werden.
http://www.bauernverband.de/konkret_1927.html
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Alt 13.09.2006, 17:38   #11
Killerkeks
 
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Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Bei uns soll/wird Genmais angebaut... Das Zeugs vermischt sich mit dem Bauernmais, der seine Produkte nicht mehr mit "Genfreies Gemüse" plakatieren darf und Umsatzeinbrüche verbüst... Das soll jetzt ausgeweitet werden... Somit zerstöre ich deren Existenz und ziehe die Anbietervielzahl aus dem Verkehr und ersetze sie durch wenige Anbieter von Gensaatgut... Ist es das was wir wollen?

Pfälzisches Gemüse gehört zu dem Beliebtesten in Deutschland. Wir nehmen dem Endverbraucher also die Wahl ob er genmanipuliertes Gemüse oder natürliches Gemüse essen will.. Werfen wir bald auch Rind und Schwein zusammen und verkaufen es als "Steak"?

Ach mist der Vergleich hinkt... Wir züchten ja sicher bald Schweider


kex
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken.

George Bernard Shaw (1856-1950)
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Alt 14.09.2006, 01:05   #12
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
...

Aha, und wie würdest du die Kreuzung zweier Organismen bezeichnen, die aus unterschiedlichen Erdteilen kommen? Ich kenne mich nicht bei Pflanzen aus, aber in der Tierwelt gibt es ja doch Beispiele, wo durch eingeschleppte Neozoen sehr konkurrenzfähige Hybriden entstanden sind.
Zudem werden bei Pflanzen oft polyploide Züchtungen eingesetzt, die ein erhöhtes (Frucht-)Wachstum & Vitalität verursachen.
Auch wenn der Vergleich sicher nicht alle Aspekte umfaßt, so ist er nicht ganz von der Hand zuweisen.
Die "Kreuzung" zweier Organismen, Fokker, setzt zumindest rudimentäre Kompatibilität voraus.
Bereits bei Pferd und Esel wird das nix mehr.
So ein paar Jahre Evolution haben da doch wohl offensichtliche Erfahrungsgrenzen gesetzt.
 
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Alt 14.09.2006, 01:25     #13
Fokker
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Zitat: A.Souchy Beitrag anzeigen
Genau dies Richtlinien sind kritisiert worde.
Jup, deswegen gab es 2004/2005 einen Erprobungsanbau. Seitdem gibt es Empfehlungen, wie groß zB die Sicherheitsabstände sein müssen. Desweiteren wird in den Artikeln vor allem die Haftung kritisiert - die Richtlinien eher weniger. Es werden sogar die Vorteile der GVOs genannt. Weiteres kannst du auch hier nachlesen:
Bezgl. der Haftung
Erprobungsanbau, Ergebnisse und Empfehlungen
Koexistenz und Erprobungsanbau


Zitat: Andreas57 Beitrag anzeigen
Die "Kreuzung" zweier Organismen, Fokker, setzt zumindest rudimentäre Kompatibilität voraus.
Bereits bei Pferd und Esel wird das nix mehr.
So ein paar Jahre Evolution haben da doch wohl offensichtliche Erfahrungsgrenzen gesetzt
Dies sind nicht die einzigen Tiere auf unserem Planeten. Es gibt diverse Tierarten, die sich untereinander paaren können und zeugungsfähige(!!) Nachkommen gebären können. Ein solches Tier lebt in einem Aquarium bei mir.
Es gibt sogar Gattungsmischlinge - zu deren zeugungsfähigkeit kann ich allerdings nichts sagen, ich nehme aber stark an, dass sie nicht gegeben ist.
Im übrigen ist bei vielen Arten die einzige Fortpflanzungschranke eine räumliche Trennung.
Jedoch war dies nicht mein einziges Argument.
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