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#16 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
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AW: Azubi-Abiturienten
Beim Führerschein etwa hab ich auch immer Leute in meiner Fahrschule gesehen, da diese Fragebögen wirklich auswendig gelernt haben und damit konnte man eigentlich auch bestehen. Normale Leute (darunter auch ich) haben aber bei Fragen wie "Kinder spielen auf der Straße. Was tun sie?" gewußt, dass die Antwort "Ich hupe und fahre mit Vollgas vorwärts" nicht richtig sind. Ich denke mal die Inhalte auf der Berufsschule werden sich auf ähnlich niedrigem Niveau befinden. Ich wundere mich auch immer, wer auf die hirnrissige Idee gekommen ist in Kindergärten oder Grundschulen mit Englisch anzufangen. Ich find Englisch toll und meine, dass so eine wichtige Sprache heute ruhig jeder können sollte, aber ob man die Leute damit nicht eher "überlastet" oder zumindest Zeit verschwendet, die man wieder mal für wichtigere Dinge hätte einsetzen können? Blöd ist ja bei der Sache auch noch, dass ja auch schon in der Grundschule die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Schülern klar werden. Manche Schüler hätten sicher kein Problem mit Englischuntericht gefördert zu werden und würden nur davon profitieren und manch andere haben noch immer nicht das 1x1 gelernt und sollen jetzt noch Vokabeln lernen? Wer jahrelang immer im Einsteigerkurs war, wird keinen Platz an der Schule finden an der die Leute aus dem "Ehren"-Kurs hingehen. Das man da auch nicht mehr aufschließen kann, außer man läßt die Hauptschüler 13 Jahre in der Schule und läßt die Abiturienten schon nach 10 Jahren gehen, sollte auch klar sein. Selbst wenn dann das Zeugnis für alle gleich heißt, so wird doch jeder Arbeitgeber nachschauen, welche Leistungsstufe die Kurse auf dem Endzeugnis haben und alles ist wie vorher. Da möchte ich auch noch mal ansprechen, dass ich diese neue Idee von Profilklassen an Gymnasien absolut nicht leiden kann. Zumindest zu meiner Schulzeit gab es nie eine ganze "Klasse" voll an außergewöhnlich begabten Schülern. Soll es dann bald auch noch eine vierte Schulform geben? Das Elite-Gymnasium? Ich seh auch keinen so großen Nutzen. Die begabten Leute am Gymnasium waren meist schlau genug, um sich selbst zuhause sinnvoll zu beschäftigen und den langweiligen Müll, der von den Lehrern in der Schule verzapft wurde, einfach zu ignorieren. Was soll es jetzt bringen, wenn so einem armen Lehrer jetzt ein ganzes Heer von Leuten gegenüberstehen, die 10mal schlauer sind als er, statt wie jetzt nur 2-4 pro Klasse. In meinem Abitur wurde im 11. Schuljahr so wenig gemacht, dass dieses außerdem wohl auch von "normalen" Schülern einfach hätte weggelassen werden können. Immerhin waren ja auch ein paar eher einfach gestrickte Leute das Jahr im Ausland (USA) und durften dort die "Schule" besuchen. Ihr Abitur haben die trotzdem bekommen. Wer braucht also Profilklassen?
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#17 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.917
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Btw. durch das Kürzen in anderen Fächern, könnten neue Problemherde entstehen, die zur Zeit nicht existieren. ![]() Überlege halt einfach mal, wieviel Zeit ein Kind mit Freunden, Videospielen und Fernsehen verbringt, rechne die Schulstunden dazu und dann den Kontakt mit den Eltern - letzteres dürfte im Vergleich eher gering sein. Ok, dies gilt noch nicht für ein Kleinkind, aber je älter das Kind wird, desto mehr fremden Einflüssen wird es ausgesetzt, darum ist es wichtig die Sprache in der Schule zu fördern.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#18 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
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Wenn man manchen deutschstämmigen Hauptschülern zuhört, ist man auch nicht davon überzeugt, dass diese ihren Freunden etwas beibringen können. Eine Beeinflußung dieses Umfelds ist wohl sehr schwer. Ein Intelligenztest bewertet nur wie gut jemand einen Intelligenztest lösen kann. Während dieses Ergebnis wohl nicht absolut wertlos ist, sollte man doch wohl beachtet, dass auch viele nicht "intelligente" sehr wohl mit genügend Lernaufwand ihr Abitur ergattern können. Das ist zumindest meine eigene subjektive Beobachtung. Das "Intelligenz" auch nicht unbedingt ein Garant für gute Noten ist, sollte auch klar sein. Mir haben Intelligenztests etwa eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigt und ich halte mich selbst auch für schlau, aber gute Noten hatte ich nie. Ich habe hier noch ein schönes Halbjahres-Zeugnis mit drei Fünfen oder mein Abiturzeugnis mit den zwei Punkten in der Abschlußklausr eines meiner LKs. Fürs Mathematikstudium reicht ein Abischnitt von 2,7 jedoch natürlich aus, sodass mich das alles nie gestört hat.
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#19 |
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Benutzer
Registriert seit: 18.02.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 448
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Ebenso dürfte es sich mit Sprachen verhalten, wenn die Kinder des Deutschen nicht ausreichend mächtig sind, dürfte es wohl kein Problem darstellen ein Jahr vor Schulbeginn bereits Sprachkurse durchzuführen. Das Alles kostet sicherlich eine Menge Geld, aber Investitionen in Bildung zahlen sich sicherlich nicht nur für den Einzelnen aus, sondern auch für den Staat. Insgesamt halte ich eine relativ breite Bildung schon für wichtig, doch frage ich mich schon manchmal, ob die Schule der richtige Ort ist diese Informationen zu vermitteln. Jedenfalls habe ich durchaus nicht nur Interesse an technischen Dingen, doch versagte die Schule eher mein Interesse für Literatur zu wecken. Vielleicht weil es, wie System ja schon richtig dargestellt hat, kein Ort ist wo man schrecklich gerne hingeht. Spaßfächer sind eher nicht vorhanden, doch ohne Spaß an der Sache versiegt das Interesse schnell. Alleine durch die Struktur ist das Gebilde sehr unflexibel, so werden zwar z.B. oft AGs angeboten, doch diese nur Nachmittags, man haelt sich dann in der Schule auf, während die Anderen frei haben. Wäre es nicht sinnvoller in der Woche 3-4 Stunden mehr Unterricht einzuführen, der die Möglichkeit für solche AGs bereitstellt. Diese Veranstaltungen können ja durchaus stufenübergreifend sein und müssen nicht an den Klassen- oder Stufenverband gebunden sein, so dass man ein breiteres Spektrum anbieten kann. Der Mehraufwand wäre wohl mit relativ wenig mehr Personal machbar und die Lehrkräfte würden auch einmal etwas flexibler werden und wieder mehr Spaß an der Arbeit haben.
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"Nothing in life is to be feared, it is only to be understood." Marie Curie |
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#20 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.917
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- eine Zuteilung der wenig Sprachbegabten Kinder zu einer Schule mit entsprechendem Förderunterricht - oder die zusammenlegung aller Schulformen zu fordern. Dies sollte nach dem Kindergarten geschehen, um genug Zeit zu haben, bevor sich dieses "Fenster" für das Lernen von Sprachen schließt. Das ist jetzt alles sehr auf Sprache gemünzt, gleiches gilt aber auch für Mathematik - immerhin waren dies die beiden Fächer, die du besonders ausbauen wolltest auf der Hauptschule.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#21 |
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Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Systems Argumentation ist abgehoben und verachtend. Zudem hat er meine Forderung nicht verstanden...
Ich will keine Klassen zusammenlegen sondern ich möchte Stärken und Schwächen zusammenlegen... Situation 1: Der Schüler (Gymnasiast) hat Probleme in Mathematik. Sie kommen mit dem Stoff des Gymnasiums nicht mit, hinken hinterher, die Basics fehlen irgendwann und den aufbauenden Stoff versteht er nicht. Die tollen Schüler (wie du) bremst er aus und schwächt das Lerntempo der Klasse, was wiederum Desinteresse und Langeweile bei den "starken" Schülern auslöst - ja sie sind sogar angenervt. Situation 2: Der Schüler (Hauptschule) ist ein super Mathematiker. In der Schule langweilt er sich, ist gnadenlos unterfordert und kommt nicht mit. Warum jetzt dem Hauptschüler einen anspruchsvolleren Unterreicht verwehren, nur weil er in Deutsch und Religion nicht auf dem Level für das Gymnasium ist? Lösungsansatz: Warum nicht beide dort fördern, wo sie es brauchen? Warum nicht einen Mathematikkurs für schwache, durchschnittliche und starke Schüler? Warum kann der Schüler aus Situation 2 nicht in Mathematik sein volles Pensum abrufen und wird in Deutsch übergangen und ist überfordert? Um einen Unterricht auf die Klasse anzupassen muss sie auch den gleichen Leistungsstand haben - und den hab ich auch nicht auf dem Gymnasium. Jeder Mensch hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Der Schüler kann oftmals nocht nicht einmal was dazu - dennoch wird er aussortiert... Wenn dir Biologie nicht liegt, dann wählst du es eben nciht als LK - fertig. Dafür wählst du Informatik und für dich ist die Sache gegessen... Du wählst, das was dich interessiert und das was dir spaß macht - kurz: das was du gut kannst... Du sagst die Schulform zählt nichts mehr? Oh doch sehr wohl... Oftmals wirst du als Hauptschüler von vornherein aussortiert... Du gehst hier von dem Prinzip aus, dass ein Mensch schon schlecht geboren wird oder aggressiv etc wird... Das ist doch aus psychologischer Sicht absoluter Müll... Erwiesen ist jedoch, dass der Bildungsstand ganz eindeutig vom sozialen Umfeld und dem Bildungsstand der Eltern abhängt... Sport, Musik und Religion abzuschaffen ist absoluter Schwachsinn... Sport ist sehr wichtig für Mothorik und Konzentrationsfähigkeit Ebenso die Musik Religion ist wichtig für die Wertevermittlung und das Bewusstsein - Bibeltexte etc. werden doch längst nicht mehr unterrichtet. Alle 3 Fächer sind wichtig - vielleicht nicht für das spätere Berufswissen - aber für die Fähigkeiten.... Wir sollten mal weg von unserem Engstirnigen Denken und mal über das Augenscheinliche hinausschauen... Schuluniformen sind ein ganz anderes Thema das mit Sicherheit seine Vor- und seine Nachteile mit sich trägt, darauf möcht ich nicht näher eingehen. Hingegen 5-10 unterbezahlte Menschen (vlt. 1€-Jobber) einzustellen ist mehr als unverständlich... Zum Einen den Niedriglohnsektor ausbauen zu wollen zum anderen aber die Repression vor der Prävention walten zu lassen. Vielleicht sollten wir ja auch noch 1€Jobber in den Schulbussen mitfahren lassen um den Schulterror zu bekämpfen... Vielleicht auch eine Kameraüberwachung einführen.... Mein Gott, man sollten die Probleme einmal an den Wurzeln bekämpfen und nicht das Ergebnis an sich... Bei dem Argument der Unterrichtsgestaltung stimme ich Dir voll zu... Ein Lehrer muss alleine durch Fragen seinen Unterricht gestalten können. Und nur so lernt der Schüler auch, weil er selbst auch mitdenkt. Frontalunterricht, das hört man von den Lehrern selbst, sei Schwachsinn... Man müsse Teamarbeit machen - was wird tatsächlich getan? Man sucht einen Themenblock und bildet 5er Gruppen und jeder der Gruppe übernimmt einen Teil des Themenblocks... Wo war das jetzt eine Teamarbeit. Auch deine Idee mit dem "Spaßunterricht" finde ich sehr interessant. Was ich hingegen kritisiere ist, dass er morgens sein soll. Es gibt ja einen natürlichen Zyklus der aufnahmefähigkeit... Was bringt es wenn ich in diesem Loch ein Unterrichtsfach habe, das Prüfungsrelevant ist? Das Problem, dass die Jugendlichen nicht in die Schule geben ist in Deutschland kaum gegeben - dafür haben wir ja auch schon Repressionsmöglichkeiten geschaffen - die Zahl hat nicht abgenommen - ist aber auch nicht das Hauptproblem unseres Bildungssystems. Ein guter Lehrer wird niemals auf eine Hauptschule gehen... Er verdient weniger, muss mehr leisten und wird weniger geachtet... Was soll den Lehrer also dahin bewegen? Genauso brauchen wir endlich Sozialpädagogen und Psychologen an den Schulen... Wir sollten uns mal andere Länder ansehen, die uns um einiges voraus sind... Ganztagsschulen find ich im Übrigen sehr sinnvoll, sofern am Nachmittag die weniger relevanten Fächer unterrichtet werden... Sehr interessant hierzu: http://www.youtube.com/watch?v=MR8MuIvYev8 http://www.youtube.com/watch?v=zHs8S_XW_60
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
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#22 |
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Schlächter
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
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![]() Hatte ich außerdem nicht schon erwähnt, dass ich dafür bin die unnötigen Fächer zu streichen? Wer entweder in Mathematik oder Deutsch schlecht ist, kann einfach nicht aufs Gymnasium. Ich muß nunmal wissen, was so jemand mit diesem oder diesem Abschluß kann. Leider ist das heutzutage ja auch nicht so zuverlässig, aber mit einem Abschluß für alle mit komplizierten Auflistungen, welche Kurse besucht wurden, wird das sicher nicht einfacher. Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch von Natur aus die Fähigkeit hat alles zu werden, was er will, wenn man ihn es nur versuchen läßt. Deswegen versteh ich nicht, wieso du mir genau das Gegenteil unterstellst. Allerdings bekommt jeder eben nur eine Chance und deswegen habe ich auch kein Mitleid mit den Hauptschülern. Die sind wohl oft einfach zu gern auf Partys gegangen usw. Die Kinder sollten lieber von ihren Eltern an einen Sport herangeführt werden, den sie dann auch regelmässig machen. Einmal die Woche eine Doppelstunde Fußball hat sicher überhaupt nichts gebracht, da hab ich ja in der Schulwoche auf dem Pausenhof mehr Sport getrieben als in der kurzen Zeit. |