Global-Talk
Registrieren Wissens-Bank Chat Neue Beiträge Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren
Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 26.08.2006, 19:17   #16
System
Schlächter
 
Benutzerbild von System
 
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
System befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Azubi-Abiturienten

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Eine Verringerung des Unterrichtsspektrums...
Kunst, Musik, Sport und Religion - meinetwegen. Obwohl man sicher große Probleme hätte soetwas durchzusetzen.
Harz IV, die Mehrweitsteuererhöhung und ähnliche Spielerein konnte man ja auch gut durchsetzen ohne das es da Probleme gab.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Verbunden mit der Streichung/Kürzung von Fächern ist, dass dies auf die Berufsschule abgewälzt wird - dort müssten Defizite aufgeholt werden.
Auf welcher Berufsschule braucht man etwa Religion oder Musik? Wenn man nicht einfach nur streicht, sondern die neue "freie" Zeit nutzt um den Unterricht zu ergänzen, haben die Berufsschulen vielleicht weniger Arbeit. Übrigens wären wohl diese genau eine der Stellen, wo man mal nachfragen sollte, was man bei den Hauptschülern an Fähigkeiten so vermisst. Vielleicht stört es die ja nicht, dass manche Leute dort wie lebende SMS-Nachrichten reden und dann wäre mehr Deutschuntericht nicht sonderlich sinnvoll.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Nicht nur das, denn dann werden die Jugendlichen plötzlich mit einem anderen Unterrichtssystem konfrontiert, dass zB nicht aus Lehrvideos besteht. In dem Fall würden die Hauptschüler wiederum in der Berufsschule zum Problem werden und man müsste auch hier Veränderungen für diese Schüler schaffen.
Also wenn man es nicht so hinbekommt, dass die Leute nicht auch ohne Musikvideo etwas lernen können, hat man auf jeden Fall versagt. In dem Alter sollte ein Ex-Hauptschüler doch problemlos dem Stoff der Berufsschule folgen können. Leider weiß ich nicht, wie gut oder schlecht Hauptschüler da im Moment abschneiden.

Beim Führerschein etwa hab ich auch immer Leute in meiner Fahrschule gesehen, da diese Fragebögen wirklich auswendig gelernt haben und damit konnte man eigentlich auch bestehen. Normale Leute (darunter auch ich) haben aber bei Fragen wie "Kinder spielen auf der Straße. Was tun sie?" gewußt, dass die Antwort "Ich hupe und fahre mit Vollgas vorwärts" nicht richtig sind. Ich denke mal die Inhalte auf der Berufsschule werden sich auf ähnlich niedrigem Niveau befinden.


Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Die Probleme beginnen bei vielen doch schon in niedrigeren Klassenstufen, wo diese Schüler wichtige Lerninhalte nicht aufnehmen.
Da kann ich dir nur zustimmen.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Denn jemand, der in der Hauptschule noch nicht (ansatzweise) richtig Deutsch sprechen und schreiben kann (also mit ca. 11 Jahren), dem kann man das dort auch kaum noch vermitteln.
Hier muss man vielleicht auch die Zeitfenster, die es für das erlernen bestimmter Fähigkeiten gibt beachten. Bei der Sprache schließt sich dieses nach 12 Jahren, damit sind die Möglichkeiten der Lehrer in der Hauptschule begrenzt.
Fragen muß man sich wohl auch, ob man da überhaupt in der Schule was machen kann, wenn die Eltern der Kinder selbst kein Wort Deutsch können oder sich weigern mit den Kindern zuhause Deutsch zu sprechen. Was sollen ein paar Schulstunden im Vergleich mit täglichem Training von Geburt an ausrichten?

Ich wundere mich auch immer, wer auf die hirnrissige Idee gekommen ist in Kindergärten oder Grundschulen mit Englisch anzufangen. Ich find Englisch toll und meine, dass so eine wichtige Sprache heute ruhig jeder können sollte, aber ob man die Leute damit nicht eher "überlastet" oder zumindest Zeit verschwendet, die man wieder mal für wichtigere Dinge hätte einsetzen können?

Blöd ist ja bei der Sache auch noch, dass ja auch schon in der Grundschule die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Schülern klar werden. Manche Schüler hätten sicher kein Problem mit Englischuntericht gefördert zu werden und würden nur davon profitieren und manch andere haben noch immer nicht das 1x1 gelernt und sollen jetzt noch Vokabeln lernen?

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Nach diesen Gedanken müsste man also schon viel eher selektieren, am besten im Kindergarten mit Intelligenztests.
Ich mag das Konzept eines Intelligenztests nicht und glaube auch nicht, dass sowas den vielen Fazetten der menschlichen Intelligenz gerecht wird. Aber man kann natürlich gern die Leistungsfähigkeiten in den einzelnen Fächern testen. Wer im Deutschtest schlecht abschneidet kommt in die Einsteiger Klasse und so weiter. Aber noch früher zu selektieren, würde ja noch mehr der Zusammenlegung der Schulen entgegensprechen.

Wer jahrelang immer im Einsteigerkurs war, wird keinen Platz an der Schule finden an der die Leute aus dem "Ehren"-Kurs hingehen. Das man da auch nicht mehr aufschließen kann, außer man läßt die Hauptschüler 13 Jahre in der Schule und läßt die Abiturienten schon nach 10 Jahren gehen, sollte auch klar sein.

Selbst wenn dann das Zeugnis für alle gleich heißt, so wird doch jeder Arbeitgeber nachschauen, welche Leistungsstufe die Kurse auf dem Endzeugnis haben und alles ist wie vorher.

Da möchte ich auch noch mal ansprechen, dass ich diese neue Idee von Profilklassen an Gymnasien absolut nicht leiden kann. Zumindest zu meiner Schulzeit gab es nie eine ganze "Klasse" voll an außergewöhnlich begabten Schülern. Soll es dann bald auch noch eine vierte Schulform geben? Das Elite-Gymnasium? Ich seh auch keinen so großen Nutzen. Die begabten Leute am Gymnasium waren meist schlau genug, um sich selbst zuhause sinnvoll zu beschäftigen und den langweiligen Müll, der von den Lehrern in der Schule verzapft wurde, einfach zu ignorieren. Was soll es jetzt bringen, wenn so einem armen Lehrer jetzt ein ganzes Heer von Leuten gegenüberstehen, die 10mal schlauer sind als er, statt wie jetzt nur 2-4 pro Klasse.

In meinem Abitur wurde im 11. Schuljahr so wenig gemacht, dass dieses außerdem wohl auch von "normalen" Schülern einfach hätte weggelassen werden können. Immerhin waren ja auch ein paar eher einfach gestrickte Leute das Jahr im Ausland (USA) und durften dort die "Schule" besuchen. Ihr Abitur haben die trotzdem bekommen. Wer braucht also Profilklassen?

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Danach die Schüler entsprechend fördern.
Welche Möglichkeiten sich daraus ergäben kann ich nicht sagen, aber ich bin mir sicher, dass das Niveau der Hauptschüler durch eine frühe Förderung mehr angehoben wird, als wenn man damit spät beginnt.
Das liegt im Begriff "zu spät" wohl auch schon. In Mathematik sieht man das aber auch sehr deutlich, was da verpasst wurde. Hier gibt es etwa Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler mit Klausurpflicht für den Schein an der Uni und da fallen die Leute (ca 65% letzes Mal) auch immer durch, wenn man nicht allein durch "richtig haben" der bruchstrich-freien Teile bestehen kann.


Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Vielleicht kann man dann tatsächlich die Hauptschule abschaffen.
Oder wir nennen wir nennen sie einfach in Heldenschule um? Das fördert ja sicher das Ansehen in der Öffentlichkeit. Generell sollte das Ansehen der Hauptschule in der Öffentlichkeit wohl besser sein. Vielleicht sollte man dann wie früher anstreben, dass eher 60% der Leute auf die Hauptschule gegen und sich der Rest auf Gymnasium und Realschule aufteilen. Oder eine neue Werbekampange ala "Du bist Hauptschule" muss her. Ich bin jetzt erstmal zu müde um das zu entscheiden und schlaf deswegen mal ein wenig darüber.
__________________
System ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2006, 17:53     #17
Fokker
Forenbetreuer
 
Benutzerbild von Fokker
 
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.952
Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: System Beitrag anzeigen
Auf welcher Berufsschule braucht man etwa Religion oder Musik? [...] Übrigens wären wohl diese genau eine der Stellen, wo man mal nachfragen sollte, was man bei den Hauptschülern an Fähigkeiten so vermisst.
Du sprachst auch von Kürzungen in anderen Nebenfächern.
Btw. durch das Kürzen in anderen Fächern, könnten neue Problemherde entstehen, die zur Zeit nicht existieren.

Zitat: System Beitrag anzeigen
In dem Alter sollte ein Ex-Hauptschüler doch problemlos dem Stoff der Berufsschule folgen können. Leider weiß ich nicht, wie gut oder schlecht Hauptschüler da im Moment abschneiden.
Es sieht doch momentan so aus, dass viele Hauptschüler in den Berufsfachschulen sitzen, weil sie keinen Arbeitsplatz bekommen. Eine lehrerin hat mir erzählt, dass der Unterricht dort sehr mühselig ist, weil die Schüler schon davon ausgehen, dass sie diese Schule auch nicht schaffen und mit dem entsprechenden Elan dann dabei sind.

Zitat: System Beitrag anzeigen
Fragen muß man sich wohl auch, ob man da überhaupt in der Schule was machen kann, wenn die Eltern der Kinder selbst kein Wort Deutsch können oder sich weigern mit den Kindern zuhause Deutsch zu sprechen. Was sollen ein paar Schulstunden im Vergleich mit täglichem Training von Geburt an ausrichten?
Es kommt hier nicht so sehr auf die Eltern an, sondern auf das Umfeld. Mögen die Eltern Timbuktuisch mit ihren Kindern sprechen, so ist dies vielleicht in den ersten Jahren die dominierende Sprache. Dies andert sich zB mit dem Eintritt in den Kindergarten - hier sollte man dann mit der etsprechenden Sprachschulung beginnen. Hinzukommt, dass der Alltag der Kinder auf Deutsch abgewickelt wird - d.h. Freundesgruppen, Fernsehen und Videospiele laufen auf Deutsch ab. Damit kriegen die Kinder vergleichsweise mehr Deutsch ab, als Timbuktuisch.

Überlege halt einfach mal, wieviel Zeit ein Kind mit Freunden, Videospielen und Fernsehen verbringt, rechne die Schulstunden dazu und dann den Kontakt mit den Eltern - letzteres dürfte im Vergleich eher gering sein.
Ok, dies gilt noch nicht für ein Kleinkind, aber je älter das Kind wird, desto mehr fremden Einflüssen wird es ausgesetzt, darum ist es wichtig die Sprache in der Schule zu fördern.
Zitat: System Beitrag anzeigen
Ich wundere mich auch immer, wer auf die hirnrissige Idee gekommen ist in Kindergärten oder Grundschulen mit Englisch anzufangen.
Eigentlich denke ich auch so, aber es ist nunmal Fakt, dass die Aufnahmefähigkeit der Kinder für Sprachen in dem Alter am größten ist. Deswegen sollte man es ausnutzen.

Zitat: System Beitrag anzeigen
Ich mag das Konzept eines Intelligenztests nicht und glaube auch nicht, dass sowas den vielen Fazetten der menschlichen Intelligenz gerecht wird.
Nun, irgendwie musst du selektieren. Ob das nun mittels Intelligenztests geschieht oder mittels schulischen Leistungen... Zumindest genügt ein Intelligenztest wissenschaftlichen Ansprüchen...
__________________
Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.
Fokker ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 28.08.2006, 18:57   #18
System
Schlächter
 
Benutzerbild von System
 
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
System befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Du sprachst auch von Kürzungen in anderen Nebenfächern.
[...], könnten neue Problemherde entstehen, [...]
Man darf nur kürzen, was unwichtig ist. Das ist nicht alles, aber zu meiner Schulzeit war es vieles. Klar ist, dass diese Auswahl nicht einfach ist.
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Es sieht doch momentan so aus, dass viele Hauptschüler in den Berufsfachschulen sitzen, weil sie keinen Arbeitsplatz bekommen [...] und mit dem entsprechenden Elan dann dabei sind.
Ärgerlich. Leute in dem Alter noch für die Schule zu motivieren und ihren Selbstvertrauen zu geben, halte ich auch nicht für einfach.
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Es kommt hier nicht so sehr auf die Eltern an, sondern auf das Umfeld.
Ich kann mich an eine Fernsehsendung erinnern, wo eine Schuldirektorin damit geprallt hat, dass sie eine Deutsch-Pflicht auf dem Schulhoft einführen und durchsetzen konnten. Davor hat dort fast niemand Deutsch gesprochen.

Wenn man manchen deutschstämmigen Hauptschülern zuhört, ist man auch nicht davon überzeugt, dass diese ihren Freunden etwas beibringen können. Eine Beeinflußung dieses Umfelds ist wohl sehr schwer.
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
[..] Fakt [ist], dass die Aufnahmefähigkeit der Kinder für Sprachen in dem Alter am größten ist. Deswegen sollte man es ausnutzen.
Die Aufnahmefähigkeit für alles ist in diesem Alter am größten und mir scheint es so, als könnten Grundschulen oder Kindergärten dieses Potential bei vielen nicht ausnutzen. Jetzt einfach noch mehr zu unterichten, ist da sicher kein Wundermittel.
Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Nun, irgendwie musst du selektieren. Ob [..] mittels Intelligenztests [...] oder [...] schulischen Leistungen [...] ein Intelligenztest [genügt] wissenschaftlichen Ansprüchen
Nach der Grundschule wird doch nur nach Schulnoten ausgewählt, welche Schule der Schüler danach besucht und das klappt auch ohne wissenschaftliche Anerkennung ganz gut. Immerhin wird ja an der nächsten Schule genauso unwissenschaftlich bewertet und es geht ja darum, ob jemand später gute Noten bekommt und die Schule besteht.

Ein Intelligenztest bewertet nur wie gut jemand einen Intelligenztest lösen kann. Während dieses Ergebnis wohl nicht absolut wertlos ist, sollte man doch wohl beachtet, dass auch viele nicht "intelligente" sehr wohl mit genügend Lernaufwand ihr Abitur ergattern können. Das ist zumindest meine eigene subjektive Beobachtung.

Das "Intelligenz" auch nicht unbedingt ein Garant für gute Noten ist, sollte auch klar sein. Mir haben Intelligenztests etwa eine überdurchschnittliche Intelligenz bescheinigt und ich halte mich selbst auch für schlau, aber gute Noten hatte ich nie. Ich habe hier noch ein schönes Halbjahres-Zeugnis mit drei Fünfen oder mein Abiturzeugnis mit den zwei Punkten in der Abschlußklausr eines meiner LKs. Fürs Mathematikstudium reicht ein Abischnitt von 2,7 jedoch natürlich aus, sodass mich das alles nie gestört hat.
__________________
System ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 29.08.2006, 04:05   #19
Raptor
Benutzer
 
Benutzerbild von Raptor
 
Registriert seit: 18.02.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 448
Raptor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: System Beitrag anzeigen
Die Aufnahmefähigkeit für alles ist in diesem Alter am größten und mir scheint es so, als könnten Grundschulen oder Kindergärten dieses Potential bei vielen nicht ausnutzen. Jetzt einfach noch mehr zu unterichten, ist da sicher kein Wundermittel.
Mehr zu unterrichten ist vielleicht nicht der richtige Weg, doch gibt es wohl durchaus auch noch eine Zeit vor der Grundschule. Es gehen lange nicht alle Kinder in den Kindergarten, wo sie doch wenigstens schon einmal den Umgang mit anderen Kindern erlernen und so simple Dinge wie Bastelb oder Ähnliches. Solche Fähigkeiten fehlen heute viele Schulanfängern, doch ist es für Schulanfänger durchaus hilfreich zu wissen, wie man mit Stift und Schere umgeht. Wenn man vorher noch nie einen Stift in der Hand hatte, bzw. damit nie gezielt versucht hat zu agieren, wird man wohl schon beim Erlernen des Schreibens einige Probleme haben.
Ebenso dürfte es sich mit Sprachen verhalten, wenn die Kinder des Deutschen nicht ausreichend mächtig sind, dürfte es wohl kein Problem darstellen ein Jahr vor Schulbeginn bereits Sprachkurse durchzuführen. Das Alles kostet sicherlich eine Menge Geld, aber Investitionen in Bildung zahlen sich sicherlich nicht nur für den Einzelnen aus, sondern auch für den Staat.

Zitat: System Beitrag anzeigen
Ein Intelligenztest bewertet nur wie gut jemand einen Intelligenztest lösen kann. Während dieses Ergebnis wohl nicht absolut wertlos ist, sollte man doch wohl beachtet, dass auch viele nicht "intelligente" sehr wohl mit genügend Lernaufwand ihr Abitur ergattern können. Das ist zumindest meine eigene subjektive Beobachtung.
Hier kann ich wohl nur zustimmen. Die Grundschulnoten sind da wohl schon halbwegs Aussagekraeftig, zudem wird von den Lehrern wohl auch eine Art Brief für die weiterführende Schule verfasst, inkl. Bewertung. Jedenfalls war das damals so, wenn ich mich recht entsinne. Es werden also nicht nur reine Noten weitergeleitet, sondern wohl auch Dinge wie Auffassungsgabe, soziales Verhalten und ähnliches Relevantes.

Insgesamt halte ich eine relativ breite Bildung schon für wichtig, doch frage ich mich schon manchmal, ob die Schule der richtige Ort ist diese Informationen zu vermitteln. Jedenfalls habe ich durchaus nicht nur Interesse an technischen Dingen, doch versagte die Schule eher mein Interesse für Literatur zu wecken. Vielleicht weil es, wie System ja schon richtig dargestellt hat, kein Ort ist wo man schrecklich gerne hingeht. Spaßfächer sind eher nicht vorhanden, doch ohne Spaß an der Sache versiegt das Interesse schnell. Alleine durch die Struktur ist das Gebilde sehr unflexibel, so werden zwar z.B. oft AGs angeboten, doch diese nur Nachmittags, man haelt sich dann in der Schule auf, während die Anderen frei haben. Wäre es nicht sinnvoller in der Woche 3-4 Stunden mehr Unterricht einzuführen, der die Möglichkeit für solche AGs bereitstellt. Diese Veranstaltungen können ja durchaus stufenübergreifend sein und müssen nicht an den Klassen- oder Stufenverband gebunden sein, so dass man ein breiteres Spektrum anbieten kann. Der Mehraufwand wäre wohl mit relativ wenig mehr Personal machbar und die Lehrkräfte würden auch einmal etwas flexibler werden und wieder mehr Spaß an der Arbeit haben.
__________________
"Nothing in life is to be feared, it is only to be understood." Marie Curie
Raptor ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2006, 17:40     #20
Fokker
Forenbetreuer
 
Benutzerbild von Fokker
 
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.952
Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: System Beitrag anzeigen
Wenn man manchen deutschstämmigen Hauptschülern zuhört, ist man auch nicht davon überzeugt, dass diese ihren Freunden etwas beibringen können.
Deswegen solltest du so konsequent sein und entweder
- eine Zuteilung der wenig Sprachbegabten Kinder zu einer Schule mit entsprechendem Förderunterricht
- oder die zusammenlegung aller Schulformen
zu fordern. Dies sollte nach dem Kindergarten geschehen, um genug Zeit zu haben, bevor sich dieses "Fenster" für das Lernen von Sprachen schließt.
Das ist jetzt alles sehr auf Sprache gemünzt, gleiches gilt aber auch für Mathematik - immerhin waren dies die beiden Fächer, die du besonders ausbauen wolltest auf der Hauptschule.

Zitat: System Beitrag anzeigen
Die Aufnahmefähigkeit für alles ist in diesem Alter am größten und mir scheint es so, als könnten Grundschulen oder Kindergärten dieses Potential bei vielen nicht ausnutzen. Jetzt einfach noch mehr zu unterichten, ist da sicher kein Wundermittel.
Ich würde hier zwischen Kindergarten und Grundschule unterscheiden! Denn, seien wir mal ehrlich, im Kindergarten gibt es doch nur Kuschelpädagogik und die Vermittlung von Wissen steht weit hinten an. Hier könnte man durchaus etwas ändern! Es muss kein knallharter Unterricht sein, man kann das ganze spielerisch aufziehen.

Zitat: System Beitrag anzeigen
Nach der Grundschule wird doch nur nach Schulnoten ausgewählt
Und wonach willst du im Kindergarten auswählen?

Zitat: Raptor Beitrag anzeigen
Es gehen lange nicht alle Kinder in den Kindergarten, wo sie doch wenigstens schon einmal den Umgang mit anderen Kindern erlernen und so simple Dinge wie Bastelb oder Ähnliches.
In anderen Ländern ist der Kindergarten oder viel mehr die Vorschule Pflicht.

Zitat: Raptor Beitrag anzeigen
Das Alles kostet sicherlich eine Menge Geld, aber Investitionen in Bildung zahlen sich sicherlich nicht nur für den Einzelnen aus, sondern auch für den Staat.
Mehr Geld? Nunja, man müsste entsprechende Plätze schaffen - aber dazu hat sich der Gesetzgeber bereits verpflichtet. Außerdem bräuchte man doch nur die Erzieher(innen) entsprechend fprtzubilden/es in die Ausbildung integrieren. Hier sind wir sowieso irgendwie hinten an, in anderen Ländern studiert man, um als Erzieher arbeiten zu können.
__________________
Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.
Fokker ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2006, 21:13   #21
Killerkeks
 
Benutzerbild von Killerkeks
 
Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
Killerkeks befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Systems Argumentation ist abgehoben und verachtend. Zudem hat er meine Forderung nicht verstanden...

Ich will keine Klassen zusammenlegen sondern ich möchte Stärken und Schwächen zusammenlegen...
Situation 1: Der Schüler (Gymnasiast) hat Probleme in Mathematik. Sie kommen mit dem Stoff des Gymnasiums nicht mit, hinken hinterher, die Basics fehlen irgendwann und den aufbauenden Stoff versteht er nicht. Die tollen Schüler (wie du) bremst er aus und schwächt das Lerntempo der Klasse, was wiederum Desinteresse und Langeweile bei den "starken" Schülern auslöst - ja sie sind sogar angenervt.
Situation 2: Der Schüler (Hauptschule) ist ein super Mathematiker. In der Schule langweilt er sich, ist gnadenlos unterfordert und kommt nicht mit. Warum jetzt dem Hauptschüler einen anspruchsvolleren Unterreicht verwehren, nur weil er in Deutsch und Religion nicht auf dem Level für das Gymnasium ist?
Lösungsansatz: Warum nicht beide dort fördern, wo sie es brauchen? Warum nicht einen Mathematikkurs für schwache, durchschnittliche und starke Schüler? Warum kann der Schüler aus Situation 2 nicht in Mathematik sein volles Pensum abrufen und wird in Deutsch übergangen und ist überfordert? Um einen Unterricht auf die Klasse anzupassen muss sie auch den gleichen Leistungsstand haben - und den hab ich auch nicht auf dem Gymnasium. Jeder Mensch hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Der Schüler kann oftmals nocht nicht einmal was dazu - dennoch wird er aussortiert... Wenn dir Biologie nicht liegt, dann wählst du es eben nciht als LK - fertig. Dafür wählst du Informatik und für dich ist die Sache gegessen... Du wählst, das was dich interessiert und das was dir spaß macht - kurz: das was du gut kannst...

Du sagst die Schulform zählt nichts mehr? Oh doch sehr wohl... Oftmals wirst du als Hauptschüler von vornherein aussortiert... Du gehst hier von dem Prinzip aus, dass ein Mensch schon schlecht geboren wird oder aggressiv etc wird... Das ist doch aus psychologischer Sicht absoluter Müll...

Erwiesen ist jedoch, dass der Bildungsstand ganz eindeutig vom sozialen Umfeld und dem Bildungsstand der Eltern abhängt...

Sport, Musik und Religion abzuschaffen ist absoluter Schwachsinn...
Sport ist sehr wichtig für Mothorik und Konzentrationsfähigkeit
Ebenso die Musik
Religion ist wichtig für die Wertevermittlung und das Bewusstsein - Bibeltexte etc. werden doch längst nicht mehr unterrichtet.
Alle 3 Fächer sind wichtig - vielleicht nicht für das spätere Berufswissen - aber für die Fähigkeiten.... Wir sollten mal weg von unserem Engstirnigen Denken und mal über das Augenscheinliche hinausschauen...

Schuluniformen sind ein ganz anderes Thema das mit Sicherheit seine Vor- und seine Nachteile mit sich trägt, darauf möcht ich nicht näher eingehen. Hingegen 5-10 unterbezahlte Menschen (vlt. 1€-Jobber) einzustellen ist mehr als unverständlich... Zum Einen den Niedriglohnsektor ausbauen zu wollen zum anderen aber die Repression vor der Prävention walten zu lassen. Vielleicht sollten wir ja auch noch 1€Jobber in den Schulbussen mitfahren lassen um den Schulterror zu bekämpfen... Vielleicht auch eine Kameraüberwachung einführen....
Mein Gott, man sollten die Probleme einmal an den Wurzeln bekämpfen und nicht das Ergebnis an sich...

Bei dem Argument der Unterrichtsgestaltung stimme ich Dir voll zu... Ein Lehrer muss alleine durch Fragen seinen Unterricht gestalten können. Und nur so lernt der Schüler auch, weil er selbst auch mitdenkt. Frontalunterricht, das hört man von den Lehrern selbst, sei Schwachsinn... Man müsse Teamarbeit machen - was wird tatsächlich getan? Man sucht einen Themenblock und bildet 5er Gruppen und jeder der Gruppe übernimmt einen Teil des Themenblocks... Wo war das jetzt eine Teamarbeit.

Auch deine Idee mit dem "Spaßunterricht" finde ich sehr interessant. Was ich hingegen kritisiere ist, dass er morgens sein soll. Es gibt ja einen natürlichen Zyklus der aufnahmefähigkeit... Was bringt es wenn ich in diesem Loch ein Unterrichtsfach habe, das Prüfungsrelevant ist? Das Problem, dass die Jugendlichen nicht in die Schule geben ist in Deutschland kaum gegeben - dafür haben wir ja auch schon Repressionsmöglichkeiten geschaffen - die Zahl hat nicht abgenommen - ist aber auch nicht das Hauptproblem unseres Bildungssystems.

Ein guter Lehrer wird niemals auf eine Hauptschule gehen... Er verdient weniger, muss mehr leisten und wird weniger geachtet... Was soll den Lehrer also dahin bewegen?

Genauso brauchen wir endlich Sozialpädagogen und Psychologen an den Schulen...

Wir sollten uns mal andere Länder ansehen, die uns um einiges voraus sind...
Ganztagsschulen find ich im Übrigen sehr sinnvoll, sofern am Nachmittag die weniger relevanten Fächer unterrichtet werden...


Sehr interessant hierzu: http://www.youtube.com/watch?v=MR8MuIvYev8
http://www.youtube.com/watch?v=zHs8S_XW_60
__________________
..:: visit (¯`·. www.intim-board.info .·´¯) ::..

Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken.

George Bernard Shaw (1856-1950)
Killerkeks ist offline  
Digg this Post!Add Post to del.icio.usBookmark Post in TechnoratiSpurl this Post!Wong this Post!folk Post!Bei webnews.de bookmarken!Diesen Post bei linksilo.de bookmarken!Bei YiGG.de bookmarken!
Mit Zitat antworten
Alt 02.09.2006, 22:43   #22
System
Schlächter
 
Benutzerbild von System
 
Registriert seit: 07.05.2004
Beiträge: 382
System befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Systems Argumentation ist abgehoben und verachtend.
Das wußt ich nicht. Kannst du das auch belegen?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Zudem hat er meine Forderung nicht verstanden...
Vielleicht hast du dich nicht verständlich ausgedrückt? Vielleicht bin ich zu abgehoben für deine einfachen Gedankengänge?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Ich will keine Klassen zusammenlegen sondern ich möchte Stärken und Schwächen zusammenlegen...
Stärken und Schwächen zusammenlegen?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Situation 1: Der Schüler (Gymnasiast) hat Probleme in Mathematik. Sie kommen mit dem Stoff des Gymnasiums nicht mit, hinken hinterher, die Basics fehlen irgendwann und den aufbauenden Stoff versteht er nicht. Die tollen Schüler (wie du) bremst er aus und schwächt das Lerntempo der Klasse, was wiederum Desinteresse und Langeweile bei den "starken" Schülern auslöst - ja sie sind sogar angenervt.
Dann müssen solche Schüler eben wiederholen. Ich persönlich hätte hier auch nichts dagegen, wenn so eine Art Kurssystem an Schulen eingeführt wird, sodass man etwa nur den Mathematikkurs wiederholen muß und beim Rest normal weitermacht.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Situation 2: Der Schüler (Hauptschule) ist ein super Mathematiker. In der Schule langweilt er sich, ist gnadenlos unterfordert und kommt nicht mit. Warum jetzt dem Hauptschüler einen anspruchsvolleren Unterreicht verwehren, nur weil er in Deutsch und Religion nicht auf dem Level für das Gymnasium ist?
So ein Schüler gehört nicht auf die Hauptschule. Punkt. Wenn er wirklich ein super Mathematiker ist, kann er garantiert in den anderen Fächern auch durchschnittliche Leistungen schaffen. Ist er in Deutsch wegen einer Lese- oder Rechtschreibeschwäche schlecht, so sollte man diese bei der Notenfindung berücksichtigen und hier entsprechend helfen. Wegen Religion landet niemand auf der Hauptschule, da man diese bei Bedarf ja jederzeit "abwählen" kann.


Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Lösungsansatz: Warum nicht beide dort fördern, wo sie es brauchen? Warum nicht einen Mathematikkurs für schwache, durchschnittliche und starke Schüler?
Quasi ein Haupt-, Real- und Gymnasium-Mathekurs? Das gibt es aber schon.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Warum kann der Schüler aus Situation 2 nicht in Mathematik sein volles Pensum abrufen und wird in Deutsch übergangen und ist überfordert? Um einen Unterricht auf die Klasse anzupassen muss sie auch den gleichen Leistungsstand haben - und den hab ich auch nicht auf dem Gymnasium.
Das stimmt, aber wer die Leistung nicht erbringt, kann ja die Schulform wechseln. Allerdings ist es wie erwähnt völlig unproblematisch, wenn man in einem oder zwei Fächern völlig versagt. Ich hatte immer mal ein Fach, wo ich schlecht war und solange man in den anderen zum Ausgleichen gut genug ist, bleibt man weder sitzen noch muß man die Schule wechseln.

Hatte ich außerdem nicht schon erwähnt, dass ich dafür bin die unnötigen Fächer zu streichen? Wer entweder in Mathematik oder Deutsch schlecht ist, kann einfach nicht aufs Gymnasium. Ich muß nunmal wissen, was so jemand mit diesem oder diesem Abschluß kann. Leider ist das heutzutage ja auch nicht so zuverlässig, aber mit einem Abschluß für alle mit komplizierten Auflistungen, welche Kurse besucht wurden, wird das sicher nicht einfacher.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Jeder Mensch hat seine individuellen Stärken und Schwächen. Der Schüler kann oftmals nocht nicht einmal was dazu - dennoch wird er aussortiert... Wenn dir Biologie nicht liegt, dann wählst du es eben nciht als LK - fertig. Dafür wählst du Informatik und für dich ist die Sache gegessen... Du wählst, das was dich interessiert und das was dir spaß macht - kurz: das was du gut kannst...
Die Schule sollte Grundlagen vermitteln, die jeder wissen muß. Nichts davon, sollte man abwählen dürfen, weil man es nicht mag. Wer sich spezialisieren will, kann das bei der Ausbildung oder im Studium tun. Ich fand die Auswahlmöglichkeiten während des Abiturs zwar praktisch, aber weder Deutsch, Mathematik noch Englisch konnte ich da abwählen. Im Prinzip ist mir auch nicht ganz klar, was Sinn und Zweck des Abiturs ist und deswegen bin ich mir nicht sicher, wie sinnvoll die Auswahlmöglichkeiten dort sind. Für mein Mathematikstudium hab ich zumindest nichts aus meinem Abitur gebraucht.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Du sagst die Schulform zählt nichts mehr? Oh doch sehr wohl... Oftmals wirst du als Hauptschüler von vornherein aussortiert... Du gehst hier von dem Prinzip aus, dass ein Mensch schon schlecht geboren wird oder aggressiv etc wird... Das ist doch aus psychologischer Sicht absoluter Müll...
Jeder hat eine Chance in der Schule zu zeigen, was er kann. Wenn er dort versagt, dann versagt er vielleicht auch, wenn er für mich arbeitet. Ob das jetzt daran liegt, dass er blöd ist oder arme ungebildete Eltern hat, ist mir total egal.

Ich persönlich glaube, dass jeder Mensch von Natur aus die Fähigkeit hat alles zu werden, was er will, wenn man ihn es nur versuchen läßt. Deswegen versteh ich nicht, wieso du mir genau das Gegenteil unterstellst. Allerdings bekommt jeder eben nur eine Chance und deswegen habe ich auch kein Mitleid mit den Hauptschülern. Die sind wohl oft einfach zu gern auf Partys gegangen usw.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Erwiesen ist jedoch, dass der Bildungsstand ganz eindeutig vom sozialen Umfeld und dem Bildungsstand der Eltern abhängt...
Ja, das stimmt und ich sehe auch, dass unsere Schulen darin versagen diese Unterschiede in den Ausgangssituationen wieder auszugleichen. Ob es da hilft einfach die Schwachen und Starken in einen Raum zu packen, weiß ich nicht. Ich weiß allerdings auch gerade nicht, ob das dein Vorschlag ist.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Sport, Musik und Religion abzuschaffen ist absoluter Schwachsinn...
Also möchtest du damit sagen, dass ich absoluten Schwachsinn von mir gebe. Unabhängig davon, ob das vielleicht stimmt, solltest du wissen, dass man so nicht mit anderen Leuten diskutiert. Mich stört es nicht so, aber manch andere wird da vielleicht sauer und stänkert rum.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Sport ist sehr wichtig für Mothorik und Konzentrationsfähigkeit
Ebenso die Musik
Musik ist wichtig für die Motorik? Das glaube ich nicht. Auch haben die meisten Leute an meiner Schule auch schon so Sport gemacht. Wer da alles im Fußballclub war, kann ich nicht zählen. Ich hatte auch mal ein paar Klassenkameraden im Fitnessstudio getroffen. Ein paar waren mit mir im selben Tennisclubt usw usw.

Die Kinder sollten lieber von ihren Eltern an einen Sport herangeführt werden, den sie dann auch regelmässig machen. Einmal die Woche eine Doppelstunde Fußball hat sicher überhaupt nichts gebracht, da hab ich ja in der Schulwoche auf dem Pausenhof mehr Sport getrieben als in der kurzen Zeit.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Religion ist wichtig für die Wertevermittlung und das Bewusstsein - Bibeltexte etc. werden doch längst nicht mehr unterrichtet.
Das stimmt so nach meiner Erfahrung nicht. Erstens kann ich besonders die christliche Wertevermittlung nicht leiden und zweitens haben wir fast nur irgendwelchen Quatsch gelesen. Ich kenne jetzt zwar die meisten Bibeltexte, aber meine Werte habe ich mir woanders geholt. Auch bin ich ein großer Gegner der Vermischung von Staat und Religion. Daher sollte man bei Bedarf lieber ein Fach namens Ethik oder von mir aus auch Philosophie anbieten. Das fänd ich um ein vielfaches sinnvoller.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Alle 3 Fächer sind wichtig - vielleicht nicht für das spätere Berufswissen - aber für die Fähigkeiten.... Wir sollten mal weg von unserem Engstirnigen Denken und mal über das Augenscheinliche hinausschauen...
Ich habe das Wissen aus diesen Fächern augenscheinlich nie gebraucht. Für andere Menschen kann ich nicht sprechen, aber vielleicht verrätst du uns ja mal, welche Fähigkeiten dir diese Fächer vermittelt haben? Inbesondere Religion. Werte sind nämlich keine Fähigkeiten.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Schuluniformen sind ein ganz anderes Thema das mit Sicherheit seine Vor- und seine Nachteile mit sich trägt, darauf möcht ich nicht näher eingehen. Hingegen 5-10 unterbezahlte Menschen (vlt. 1€-Jobber) einzustellen ist mehr als unverständlich... Zum Einen den Niedriglohnsektor ausbauen zu wollen zum anderen aber die Repression vor der Prävention walten zu lassen.
Was? Die Repression vor der Prävention walten zu lassen? Was haben Schuluniformen mit unterbezahlten Menschen zu tun? Was haben unterbezahlte Menschen mit der Schule zu tun?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Vielleicht sollten wir ja auch noch 1€Jobber in den Schulbussen mitfahren lassen um den Schulterror zu bekämpfen... Vielleicht auch eine Kameraüberwachung einführen....
Wieso immer die Pünktchen? Benutz doch einfach einen Punkt um einen Satz zu beenden. Wie sollte eine Kameraüberwachung in Busen den Kindern helfen? Was für eine Art von Schulterror in Busen meinst du? Wieso sollte dieser Terror sich auf die Buse beschränken?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Mein Gott, man sollten die Probleme einmal an den Wurzeln bekämpfen und nicht das Ergebnis an sich...
Was ist denn die Wurzel des Übels? Welche Symptome hat man denn bisher versucht zu bekämpfen? Ich dachte bisher hat man immer nur blinden Aktionismus walten lassen und hat den armen Schülern mit Notebooks und Schulzusammenlegung gedroht.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Man müsse Teamarbeit machen - was wird tatsächlich getan? Man sucht einen Themenblock und bildet 5er Gruppen und jeder der Gruppe übernimmt einen Teil des Themenblocks... Wo war das jetzt eine Teamarbeit.
Ja, die Teamarbeit in den Schulen fand ich auch immer schlecht. Allerdings scheinen die Schüler auch immer sehr teamarbeitsresistent zu sein. Ich denke die Schüler werden da zuwenig gefordert. Die Aufgaben müßte mal ein Niveau erreichen, wo man sie allein nicht mehr lösen kann.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Auch deine Idee mit dem "Spaßunterricht" finde ich sehr interessant. Was ich hingegen kritisiere ist, dass er morgens sein soll. Es gibt ja einen natürlichen Zyklus der aufnahmefähigkeit... Was bringt es wenn ich in diesem Loch ein Unterrichtsfach habe, das Prüfungsrelevant ist?
Ich war morgens meist müde und in der ersten Stunde sicher nicht aufnahmefähig. Da an meiner Schule meist schon kurz nach 13 Uhr Schluß war, wird wohl der Großteil des Unterrrichts in den Morgenbereich fallen, auch wenn man mal mit einer Spaßstunde startet. In England gehts doch glaube ich auch erst um 9 Uhr los, während wir hier schon um 8 antanzen dürfen. England war meine ich bei Pisa nicht schlechter als wir. So wichtig wird die morgendliche Zeit also nicht sein.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Das Problem, dass die Jugendlichen nicht in die Schule geben ist in Deutschland kaum gegeben - dafür haben wir ja auch schon Repressionsmöglichkeiten geschaffen - die Zahl hat nicht abgenommen - ist aber auch nicht das Hauptproblem unseres Bildungssystems.
Ich war oft da, aber etwa müde oder unmotiviert. Wenn Schule Spaß gemacht hätte, wäre ich am Abend zuvor vielleicht rechtzeit schlafen gegangen.

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Ein guter Lehrer wird niemals auf eine Hauptschule gehen... Er verdient weniger, muss mehr leisten und wird weniger geachtet... Was soll den Lehrer also dahin bewegen?
Das versteh ich auch nicht. Man sollte eigentlich an allen Schule das selbe verdienen. Der Arbeitsaufwand auf Hauptschulen ist ja sicher nicht geringer, oder?

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Genauso brauchen wir endlich Sozia