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Alt 08.07.2004, 00:04   #16
Fokker
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Eine einsatzbereite Armee allein, bietet für mich schon ein gewisses Aggressionspotential.
Ohne Armee wird dann vielleicht auch niemand getötet.

Ich halte es für ein Gerücht, dass wir auf sie angewiesen sind.
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Alt 08.07.2004, 00:13   #17
Raptor
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Zitat: Fokker
Eine einsatzbereite Armee allein, bietet für mich schon ein gewisses Aggressionspotential.
Ja, natürlich hat sie das. Das ist auch der ganze Sinn einer Verteidigungsarmee. Was meinst warum es im Kalten Krieg nicht richtig geknallt hat? Wohl am ehesten, weil man jeweils das Aggressionspotential des Anderen fürchtete. Wenn es nichts zu fürchten gibt, kann man auch direkt einfach so einmarschieren. Dass ein wehrloses Land früher oder später einem Anderen zum Opfer fällt, ist wohl klar. So schlecht ist Deutschland wirtschaftlich nun auch wieder nicht....
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Alt 08.07.2004, 00:22   #18
Fokker
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Zitat: Raptor
Was meinst warum es im Kalten Krieg nicht richtig geknallt hat?
Was meinst du warum es überhaupt soetwas gab? Weil alle sich Blümchen hinters Ohr gesteckt haben?

Zitat: Raptor
Dass ein wehrloses Land früher oder später einem Anderen zum Opfer fällt, ist wohl klar.
Darüber kann man ja reden, wenn es soweit ist. So wie es aussieht, wird das aber noch auf sich warten lassen.
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Alt 08.07.2004, 01:14     #19
System
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AW: Arbeitslos? Dann schnapp dir einen Lappen

also den beitrag da oben von imago hab ich doch glatt übersehen
Zitat: Imago
Also über Sinn und Aufgaben der Bundeswehr in der heutigen Zeit kann man sicherlich streiten, aber deswegen alle Beschäftigten dort zu beschimpfen halte ich für ziemlich fragwürdig
Ich find auch viele Firmen/öffentliche Einrichtungen nicht gut, trotzdem stell ich deren Angestelle nicht als Idioten dar....
ist vielleicht auch ein fehler von dir. das kann ich jetzt nicht beurteilen.

Zitat: Imago
Also wenn es hier irgendeinen logischen Zusammenhang gibt der diesem Vergleich Sinn gibt, dann klär mich bitte auf. Ansonsten find ich es echt arm immer gleich die "KZ-Keule" als moralisches Totschlagargument rauszukramen
es gibt nur einen logischen zusammenhang aber keinen inhaltlichen. ich hätte auch von anderen dingen reden können. der punkt war nur, dass dein "sie werden benutzt" nicht heißt, dass sie gebraucht werden oder gar sinnvoll sind.


Zitat: Imago
siehe oben. Die militärischen Einsätze der Bundeswehr sind sicherlich diskussionswürdig. Aber was hat dass damit zu tun dass du alle Bundis als denkfaule Schmarotzer beschimpfst?
-> wenn die bundeswehr fragwürdige sachen macht, so würde ich doch denken, dass man bei sowas nicht mitmachen soll. wie du weißt kann man jederzeit auch noch nachträglich verweigern. selbst wenn man sich auf lange zeit verplichtet hat.


Zitat: Imago
möcht ich auch garnicht in Abrede stellen. Sicher gibts die. Aber sie machen eben nicht die große Masse aus.
(zumindest war es bei mir in der Kaserne so)
war noch nie in einer kaserne, deswegen kann ich nichts genaues dazu sondern nur vermuten.


Zitat: Imago
Klischeedenken hilft uns bei der Diskussion auch nicht weiter
aber es erzeugt diese schönen bilder in meinem kopf.


Zitat: Imago
Das muss ich als Argument leider akzeptieren . Das ist auch eine der Fragen die ich mir gestellt habe. Wobei Nichtkönner etwas hart ausgedrückt ist. Aber es ist schon so dass man quasi als GWDLer nachdem man endlich ausgebildet ist noch ein paar Wochen in seiner Stelle voll eingesetzt werden kann und dann schon wieder entlassen wird.
was lernt man denn so als gwdler überhaupt, was einen für den militär einsatz tauglich macht? bissel gesetzes und rang kunde? waffe zusammenstecken und zielen? aber da gibt es doch sicher noch mehr oder? auch etwas selbstverteidigung? sind das nicht eher sachen, die man nicht braucht oder bei bedarf in 5 minuten lernen kann? und besonders was den schußwaffengebrach angeht, ist es da nicht so, dass man die zielgenauigkeit nach kurzer zeit ohne übung schon wieder verliert?

Zitat: Imago
Also bitte. Heutzutage wird doch fast jeder KDV-Antrag genehmigt.Wenn du aus persönlich Gründen nicht hin willst, musst du in 99% der Fälle auch nicht.
ja, weil die leute alle lügen und der staat keine möglichkeit hat das zu kontrollieren. diese lücke in unserem system macht das ganze aber nicht besser.


Zitat: Imago
Unsere Leute die da unten helfen wollen das Chaos zu beseitigen auf eine Stufe mit den Amerikaner und deren völkerrechtswidrgen Handeln zu stellen, ist doch schon eine ziemliche Anmaßung
das ist wohl ansichtssache. man hätte lieber vorher einschreiten sollen als nachher. an klares nein an die usa, aber zu sowas haben wir ja scheinbar nicht genug macht. dafür würde ich mir ja ein starkes militär wünschen. aber solange wir nur handlanger des bösen sind und keine aktukte gefahr droht finde ich es sinnlos so viel geld zu verplempern.

Zitat: Imago
Ich komm da nicht ganz mit. Über welches Spiel sollten sich die Bundis denn deiner Meinung nach beschweren? Und wie schaden sie damit unserer Demokratie?
sie machen etwa bei dieser zwangsarbeitgeschichte mit. würden alle verweigern, wäre bald schluß mit dem wehrdienst. dann besteht natürlich immer die gefahr eines kriegse und das find ich auch nicht sonderlich demokratisch, wenn man da ein ganzes land besetzt und niemand da was mit entscheiden läßt.


Zitat: Imago
s.o. meine Meinung zu der "KZ-Keule". Dasselbe könnte ich hier auch schreiben
wie bereits erwähnt sollte das nur vordeutlichen, dass man nicht alles gemacht haben muß, um es schlecht zu finden.

Zitat: Imago
Siehe oben. Ohne die Wehrpflichtigen könnte die Bundeswehr nicht funktionieren.
und ich glaube das militärische Engagement und die Bundeswehr wird im Ausland doch relativ hoch geschätzt.
inwiefern sollte es die bundeswehr beeinflußen, wenn sie weniger leute ausbildet, die dann eh nie aktiv eingesetzt werden?


Zitat: Imago
Kann mich nicht erinnern dass dich jemand derartig angegriffen hat
hmm, zumindest niemand von euch beiden.

Zitat: raptor
Ja was denn jetzt? Ist es gestattet ausgebeutete und unterdrückte Menschen mit Gewalt zu befreien oder nicht? Wenn ja, kannst du den Einmarsch in Afghanistan wohl kaum kritisieren. Zudem wären die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan wohl froh wenn sie Panzer dort hätten. Aber die Bundeswehr hat ja kein Geld für einen Transporter der auch Großgerät transportieren kann.
im prinzip waren das rein innerstaatliche angelegenheiten und daher würde ich einen direkten militär einsatz zu landeseroberung/befreiung eigentlich ablehnen. da sollen sich die leute dort selbst drum kümmern. es ist nun mal ihr land (das soll jetzt nicht heißen, dass sie mir egal sind, aber es ist IHR land, nicht MEINS). wenn es eine minderheit ist, die da unterdrückt kann man gern helfen und sie da raus holfen und wenn es eine mehrheit ist, die unterdrückt wird, dann darf man diesen gern waffen geben damit sie sich SELBST befreien. alles andere ist böse und wir sehen ja heute wo die usa als befreier gefeiert werden. nirgends.

außerdem war der krieg in Afghanistan kein befreiungskrieg für unterdrückte. die amis haben ja nicht mal so getan als ob. man hatte eben "angst" und wollte die "terroristen" platt machen und vielleicht sich selbst noch was bereichern. niemand hat da an minderheiten gedacht. wenn ich wüßte, dass unsere wagenlenker da so nette menschen wären, hätt ich vielleicht nicht mal so viel gegen so viel kriegerische macht in staatshand.

Zitat: raptor
Stellt sich die Frage, wo die Menschen ihr Machtstreben besser verwirklichen können. Das steht für viele wohl noch über dem eigenen Gehalt.
und wer sind jetzt deiner meinung nach die besten politiker? vielleicht sollten wir ja die summen doch klein halten, damit nur noch idealisten kommen.

Zitat: raptor
Wo ist das Problem? Natürlich könnten sie das, die Bundeswehr ist in so einem horrenden Status, dass es wohl eher eine Frage des Wollens, als des Könnens ist.
ich denke nicht, dass die regierung eines dieser länder einen krieg gegen deutschland durchsetzen könnten, selbst wenn sie es vom ganzen herzen wöllten.

Zitat: raptor
Zudem solltest du den ehemaligen Ostblock vielleicht nicht vergessen, dort stehen auch einige Soldaten. Es ist richtig, dass die Gefahr derzeit gering erscheint, doch deswegen die Bundeswehr abzuschaffen ist doch wohl etwas schwach. Das Wissen das man später wieder aufbauen müsste, falls es wieder nötig äre, wäre ganz einfach verloren.
gegen ein paar leute sag ich ja nichts. wenn alles freiwillig ist hat man dann eben welche, wenn es wirlich mal nötig ist. aber diese vielen. und auch ein paar werden wir wohl kaum sinnvoll nutzen können.

Zitat: raptor
Zudem bilden Armeen unheimliche Technologieschmieden, da dort immer moderne Technik verwandt wird, die der Zivilen einige Schritte voraus ist. Nicht umsonst werden Waffensysteme möglichst im Inland eingekauft.
die summen von denen kann man auch in die private forschung investieren und kriegt sicher mehr dabei raus. die entwicklung der neusten kampfjets hat ja nicht so ein tolles preisleistungsverhältnis, dass es sich da wirklich lohnt, auch wenn was für den zivilien bereich abfällt.

Zitat: raptor
Was meinst warum es im Kalten Krieg nicht richtig geknallt hat?
da wäre ohne armeen nichts passiert. keine seite wollte doch wirklich was. also die usa wollten kein land erobern und die sowjetunion auch nicht. die hatten nur allein angst vor der idee, dass die anderen sie fertig machen wollen. daher etwa auch die errichtung des sozalischen satelittenstaaten-gürtels als verteidigungslinie gegen den westen und die späterene us eingriffe um das kippen weiter zu verhindern. das alles war für die katz und hat nur kohle ohne ende verschlungen. wieso mußten eigentlich zwei getrennte raumfahrtforschungen unternommen werden? hätte man da nicht sparen können ohne diesen nutzlosen konkurenzkampf?
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Geändert von Raptor (08.07.2004 um 03:08 Uhr). Grund: Korrektur von Klammern der Zitate
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Alt 08.07.2004, 02:16   #20
Raptor
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Zitat: System
im prinzip waren das rein innerstaatliche angelegenheiten und daher würde ich einen direkten militär einsatz zu landeseroberung/befreiung eigentlich ablehnen.
Nun, ob jetzt Afghanistan oder der Irak eine innerstaatliche Angelegenheit von in Deutschland lebenden Saudis ist weiß ich nicht. Jedenfalls ist es wohl eher nicht der Fall, dass sich das betroffene Volk selbst aus dem Dreck zieht, wie es die Afghanen ja nach dir auch hätten tun sollen.
Zitat:
außerdem war der krieg in Afghanistan kein befreiungskrieg für unterdrückte.
Ja, das ist natürlich richtig. Es war wohl der Fall, dass "Deutschland am Hindukusch verteidigt wird". Dem kann ich nichts Negatives ansehen, wenn denn dort auch die Gegner tatsächlich haftbar gemacht werden können. Mich wundert es allgemein, dass man nicht gegen Ausbildungscamps z.B. in Nordafrika geschlossen vorgeht. Immerhin wird Afghanistan nach dem Feldzug wieder aufgebaut und man versucht die Lage zu stabilisieren. Man hätte auch nach getaner Arbeit das Land wieder sich selbst überlassen können.
Zitat:
und wer sind jetzt deiner meinung nach die besten politiker? vielleicht sollten wir ja die summen doch klein halten, damit nur noch idealisten kommen.
Ich muss ehrlich sagen: Ich weiß es nicht. Ich habe in meinem bisherigen Leben nur diese kennengelernt, und im mir politisch bekannteren Ausland ist das auch nicht der Fall. Idealisten sind auch nicht immer die beste Lösung.
Zitat: System
gegen ein paar leute sag ich ja nichts. wenn alles freiwillig ist hat man dann eben welche, wenn es wirlich mal nötig ist. aber diese vielen. und auch ein paar werden wir wohl kaum sinnvoll nutzen können.
Viele? Das was da jetzt noch an den paar Männchen steht nennst du viele? Im V-Fall dürftest du ein vielfaches der paar Soldaten benötigen. Immerhin gibt es in Deutschland durch die Wehrpflicht eine große Menge an Menschen die wissen, wie man eine Waffe bedient, die pflegt und vielleicht auch ein wenig über militärische Grundlagen. Wie du ja selber sagst: Sollte dein System gefährdet sein, so wirst du dich auch zur Verteidigung dessen einsetzen. Die Frage ist ja viel eher ob du auch fähig dazu bist.
Zitat:
die summen von denen kann man auch in die private forschung investieren und kriegt sicher mehr dabei raus. die entwicklung der neusten kampfjets hat ja nicht so ein tolles preisleistungsverhältnis, dass es sich da wirklich lohnt, auch wenn was für den zivilien bereich abfällt.
Da irrst du gewaltig, so schrecklich teuer ist so ein Kampfjet gar nicht. Immerhin werden die Teile ja auch nicht vom Staat entwickelt, sondern privat und das Beste wird dann eben gekauft. Die Jets sind nur deshalb so teuer, weil eben die Technologie entwickelt werden muss. Meinst du Airbus entwickelt die Technologie für Nurflügler, hätte auch nur ein kleines bisschen in Fly-by-Light gesteckt, oder hat sich die kritischen Flügelprofile ausgedacht? Sie können nur so preiswert arbeiten, weil das Wissen schon da ist.
Zitat:
da wäre ohne armeen nichts passiert. keine seite wollte doch wirklich was.
Das ist richtig, doch diese Armeen standen nunmal schon in erheblicher Größe da. Alles Nachwirkungen vom 2. WK. Daher wurde ein Gleichgewicht automatisch hergestellt und das war beiden Seiten offenbar auch lieber so. Die Kubakrise war das größte Risiko was in dem jahrzentelangen Konflikt eingegangen wurde.
Ohne den Kalten Krieg wären wir im All wohl noch lange nicht so weit, ohne diesen Wettlauf wären niemals soviele Gelder investiert worden. So wie heute z.B. wo die Etats lange nicht mehr so hoch sind. Ebenso wie die Erfolge übrigens. Technologien wie das Shuttle oder Sojus konnten nur entwickelt werden, da ausreichend Gelder aufgrund des Wettstreits vorhanden waren. Ein Sportler der schwache Gegner hat rennt auch nur etwas mehr als nötig.
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Alt 08.07.2004, 13:03     #21
System
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Zitat: Raptor
Nun, ob jetzt Afghanistan oder der Irak eine innerstaatliche Angelegenheit von in Deutschland lebenden Saudis ist weiß ich nicht. Jedenfalls ist es wohl eher nicht der Fall, dass sich das betroffene Volk selbst aus dem Dreck zieht, wie es die Afghanen ja nach dir auch hätten tun sollen.
was für in deutschland lebende saudis? meinst du den einen elften september terroristen, der hier in deutschland gewohnt oder sowas ähnliches? nun, das sind privatleute und es ist mir ziemlich egal, wo die wohnen, die dürfen sich trotzdem für jede gruppe einsetzen zu der sie sich zugehörig fühlen.

und es gab widerstandsgruppen in afghansitan, die man hätte unterstützen können, ohne selbst einen fuß ins land zu setzen. die usa haben schon oft regierungen auf diese weise ausgetauscht, wobei sie nicht die mehrheit oder die demokraten an die macht brauchten, sondern eher den ihnen liebsten diktator.

die externen einwirkungen direkt auf diese länd selbst mit waffengewalt scheinen zumindest nicht sonderlich ertragreich zu sein. man erzeugt nur mehr fanatiker und us feinde im land und macht demokratie nur als unterdrückungsmittel von "us imperialisten" bekannt.

hier sieht man etwa, wer die wahren gewinner in solche befreiungskriegen sind:
http://www.gfbv.it/2c-stampa/03-1/030131de.html

Zitat: Raptor
Ja, das ist natürlich richtig. Es war wohl der Fall, dass "Deutschland am Hindukusch verteidigt wird". Dem kann ich nichts Negatives ansehen, wenn denn dort auch die Gegner tatsächlich haftbar gemacht werden können. Mich wundert es allgemein, dass man nicht gegen Ausbildungscamps z.B. in Nordafrika geschlossen vorgeht. Immerhin wird Afghanistan nach dem Feldzug wieder aufgebaut und man versucht die Lage zu stabilisieren. Man hätte auch nach getaner Arbeit das Land wieder sich selbst überlassen können.
die kriegerische eroberung eines landes gehört für dich also mit zu den normalen methoden der strafrechtsverfolgung?

Zitat: Raptor
Viele? Das was da jetzt noch an den paar Männchen steht nennst du viele? Im V-Fall dürftest du ein vielfaches der paar Soldaten benötigen. Immerhin gibt es in Deutschland durch die Wehrpflicht eine große Menge an Menschen die wissen, wie man eine Waffe bedient, die pflegt und vielleicht auch ein wenig über militärische Grundlagen. Wie du ja selber sagst: Sollte dein System gefährdet sein, so wirst du dich auch zur Verteidigung dessen einsetzen. Die Frage ist ja viel eher ob du auch fähig dazu bist.
wie bereits erwähnt sehe ich im moment keine aktute bedrohung durch einen massiven bodentruppen angriff. gegen moderene hightech kriegsführung wäre das auch nicht mehr sinnvoll. vermutlich haben wir nicht die nötige technik dafür hier, aber große truppenkonvente kann man mit brandboden und ähnlichem in sekundenschnelle auslöschen.

gut, vielleicht meinst du ja, man könnte die truppen verteilen und zu bewachung von gebäuden und ähnlichem einsetzen. nun für gewöhnlich kommen die meisten angriffe heute doch bei solchen fällen aus der luft und bei der abwehr solcher angriffe braucht man niemanden mit kleinen maschinenpistölchen. auch haben wir heute mehr keine flaks oder ähnliches, die von hand bedient werden, weil diese viel zu langsam wären. moderene luftabwehr kommt entweder selbst aus der luft oder wird von moderner computertechnik erledigt. nichts was deine gwdler schon gelernt hätten.

sollte dann doch mal bodenangriffe erfolgen, so wäre der gegner entweder schon mittem im land und daher sicherlich in der überzahl bei einer kleinen bewachungstruppe oder aber es würden terroristische sabotage anschläge und ähnliches erfolgen. wie man da sieht, sind die schutzmöglichkeiten gegen leute mit sprengstoffgürteln mehr als schlecht.

Zitat: Raptor
Da irrst du gewaltig, so schrecklich teuer ist so ein Kampfjet gar nicht. Immerhin werden die Teile ja auch nicht vom Staat entwickelt, sondern privat und das Beste wird dann eben gekauft. Die Jets sind nur deshalb so teuer, weil eben die Technologie entwickelt werden muss.
sie sind nicht schrecklich teuer, aber sie sind deshalb so teuer? also kampfjets sind teuer. sehr teuer sogar. mit diesem geld wird die forschung finanziert. das ist richtig. aber man hätte das geld auch so in die forschung stecken können. ich könnte mir bessere sachen vorstellen als lustige flügelförmchen, vielleicht ein mittel gegen krebs oder sowas?

Zitat: Raptor
Das ist richtig, doch diese Armeen standen nunmal schon in erheblicher Größe da. Alles Nachwirkungen vom 2. WK. Daher wurde ein Gleichgewicht automatisch hergestellt und das war beiden Seiten offenbar auch lieber so. Die Kubakrise war das größte Risiko was in dem jahrzentelangen Konflikt eingegangen wurde.
wenn es jetzt auch keinen zweiten weltkrieg gegeben hätte, weil man schon zu der zeit alle arten von armeen verboten hätte ;P

Zitat: Raptor
Ohne den Kalten Krieg wären wir im All wohl noch lange nicht so weit, ohne diesen Wettlauf wären niemals soviele Gelder investiert worden. So wie heute z.B. wo die Etats lange nicht mehr so hoch sind. Ebenso wie die Erfolge übrigens. Technologien wie das Shuttle oder Sojus konnten nur entwickelt werden, da ausreichend Gelder aufgrund des Wettstreits vorhanden waren. Ein Sportler der schwache Gegner hat rennt auch nur etwas mehr als nötig.
jaja, und wir haben wieder viele technologien als abfallprodukte der raumfahrt bekommen. ich hab auch nichts gegen antihaftbeschichete pfannen, aber im nachhinein kann ich natürtlich jetzt nicht mehr beurteilen, ob man nicht bessere sachen mit dem geld hätte machen können.

HINWEIS: es ist nur ein weitverbreitete irrmeinung das teflon aus der raumfahrt kommt. also bitte nicht nacherzählen :P
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Alt 08.07.2004, 16:53   #22
Raptor
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AW: Wehrpflichtige und Zivildienstleistende - alles Schmarotzer?

Zitat: System
und es gab widerstandsgruppen in afghansitan, die man hätte unterstützen können, ohne selbst einen fuß ins land zu setzen. die usa haben schon oft regierungen auf diese weise ausgetauscht, wobei sie nicht die mehrheit oder die demokraten an die macht brauchten, sondern eher den ihnen liebsten diktator.
Naja, mit der Unterstützung von Widerstandsgruppen in Afghanistan ist man seitens der USA ja schonmal auf die Nase gefallen. Besser gesagt mit der nun wieder entfernten Regierung. Vielleicht überlegt man es sich diesmal anders und setzt lieber eine Demokratie ein, die von einem vom Westen medial beeinflussten Volk gewählt wird. Eventuell erhofft man sich dadurch mehr Erfolg.
Zitat:
die kriegerische eroberung eines landes gehört für dich also mit zu den normalen methoden der strafrechtsverfolgung?
Zu den normalen sicherlich nicht, aber sollte es kein anderes Mittel geben solche Taten wenigstens einzuschränken, so ist es wohl eine Möglichkeit. Eher fraglich ist hingegen ob es nicht andere Möglichkeiten gegeben hätte.
Zitat:
wie bereits erwähnt sehe ich im moment keine aktute bedrohung durch einen massiven bodentruppen angriff. gegen moderene hightech kriegsführung wäre das auch nicht mehr sinnvoll.
Man hat den Eindruck, du glaubst in Deutschland würde ein Heer von ein paar 100000 Soldaten stehen. Diese moderne Hightechkriegsführung die du ansprichst ist zwar korrekt, doch 1. immer noch sehr anfällig und 2. kann man mit Großgerät und Flugzeugen nur sehr schwer Städte einnehmen. Es gestaltet sich geradezu schwer mit einem Panzer so durch ein Haus zu fahren, so dass man es auch später noch nutzen kann. Ein reiner offensiver Luftkrieg kann nur geführt werden, wenn man über die totale Luftüberlegenheit verfügt, was wohl nur gegen technisch Rückständige möglich ist. Um eben keine kleine Bewachungstruppe zu haben sollte eine weitere Verkleinerung wohl besser vermieden werden.
Zitat: System
ich könnte mir bessere sachen vorstellen als lustige flügelförmchen, vielleicht ein mittel gegen krebs oder sowas?
Ja, die Forschungen der Militärs beziehen sich ja nicht nur auf Luftfahrt. Das auch so Forschungen unterstützt werden ist dir vielleicht bekannt, z.B. am Beispiel Caesar in Bonn.
Zitat: System
wenn es jetzt auch keinen zweiten weltkrieg gegeben hätte, weil man schon zu der zeit alle arten von armeen verboten hätte ;P
Wenn, dann wäre, ja . Aber ich glaube es ist doch recht spekulativ .
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Alt 08.07.2004, 18:55   #23
Fokker
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Zitat: Raptor
Zu den normalen sicherlich nicht, aber sollte es kein anderes Mittel geben solche Taten wenigstens einzuschränken, so ist es wohl eine Möglichkeit.
Na siehste, also marschieren die Israelis zu recht in die palästinenser Gebiete ein.
Zitat:
2. kann man mit Großgerät und Flugzeugen nur sehr schwer Städte einnehmen.
Welche Städte willst du denn einnehmen?
Zitat:
Ja, die Forschungen der Militärs beziehen sich ja nicht nur auf Luftfahrt.
Na und? Ohne die Militärs wird man auch vorankommen. Und das, ohne Infrastrukturen zu zerstören, Waffen zu bauen, die noch in den nächsten Jahrzehnten freudig am strahlen sind und nicht zu vergessen ohne Massenvernichtungswaffen, die uns ausser dem mehrfachen Overkill doch nichts bringen.

Welcher Ost-Staat sollte denn in Deutschland einmarschieren wollen? Unser Land ist wertlos, als Wirtschaftspartner sind wir doch viel attraktiver für die. Zudem wir ja in der EU organisiert sind, also sowieso mittelfristig engstens Zusammenarbeiten werden.
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Geändert von Fokker (09.07.2004 um 00:36 Uhr).
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Alt 09.07.2004, 18:09   #24
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Zitat: System
da sie dort im gebiet keine polizei gewalt haben und trotzdem gut bewaffnet sind, fand ich den begriff beinah-soldaten doch akzeptabel.
Eine Waffe zu tragen und keine Polizeigewalt zu haben macht also Soldaten aus? Interessante Definition...
Die GSG 9 schützt dort unten unsere Botschaft und ihre Vertreter, was seit jeher Aufgabe des BGS ist. Personenschützer die Politiker begleiten sind ja auch noch lange keine Soldaten, nur weil sie im Ausland tätig werden.
Und der BGS ist auch schon seit Jahren nicht mehr "paramilitärisch" ausgebildet und bewaffnet.

Zitat: System
schlimmer kann es dadurch auch nicht werden
Da bin ich anderer Ansicht. So schlimm ist es noch nicht.

Zitat: System