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#1 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 765
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Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Hi
dank den 10€, die wir beim Arztbesuch zahlen müssen, haben die gesetzlichen Krankenkassen tatsächlich aus den roten Zahlen geholfen. Eine Milliarde Euro haben die Krankenkassen in den ersten drei Monaten eingenommen. Somit hat die Gesundheitsreform das erste Ziel erreicht. Ulla Schmidt fordert nun die Kassen auf ihre beiträge zu senken, damit die Lohnnebenkosten gesenkt werden. Ich finde das ist etwas zu kurzfristig gedacht. Schließlich haben die Krankenkassen eine Menge an Schulden, die sie erstmal abbauen sollten. Wenn die Zinsen auf ein erträgliches maß gesenkt wurden, können die beiträge dauerhaft gesenkt werden. Links zum Thema: Krankenkassen machen wieder Gewinne Schmidt empfiehlt Kassenwechsel
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mfg tdd
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#2 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.01.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 139
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Genau, und in meinem Arbeitsbereich kenne ich nicht wenig Menschen, die nicht mehr zum Arzt gehen, weil sie sich die dann verschriebenen Medikamente eh nicht leisten können. Klasse Reform, wenn z.B. Diabetiker, die täglich 5 mal Insulin spritzen müssen, damit sie nicht sterben, nicht als chronisch Kranke anerkannt werden. So dürfen sie ihr Insulin selbst bezahlen.
Diese Reform wird vielen armen Menschen den Tod noch früher ins Haus bringen. Auch das ist eine Methode, die Kosten zu senken.... |
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#3 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.255
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Übrigens werde ich als Allergiker auch nicht als chronisch Kranker anerkannt. Das bedeutet Frau Schmidt sieht es als zumutbar an, dass ich im Sommer mit laufender Nase und tränenden Augen rumrenne, sollte ich mir die Medikamenten-Zuzahlung nicht leisten können - was zum Glück nicht der Fall ist. Die Folge von unbehandelten Allergien ist Asthma - dann wär ich ein chronisch Kranker.
![]() Angesichts dieser Tatsachen fände ich es schon angebracht, wenn die Kassen ihre Beiträge senken würden. Frau Schmidt sollte sich dieses Themas auch nocheinmal annehmen...
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#4 |
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Benutzer
Registriert seit: 17.01.2004
Ort: Berlin
Beiträge: 139
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Ich bin dafür das Gesundheitswesen völlig neu aufzubauen. So kann es nicht mehr lange laufen. Weg mit Krankenkassen und Beiträgen, hin zum steuerfinanzierten Gesundheitswesen. Das sorgt für Gerechtigkeit und senkt die Lohnnebenkosten erheblich.
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#5 |
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Benutzer
Registriert seit: 12.05.2004
Beiträge: 12
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Es gab doch in den vergangenen Monaten die Diskussion, ob man das Gesundheitssystem in Zukunft über eine Bürgerversicherung, oder durch eine Kopfpauschale finanzieren sollte, was zum Teufel ist daraus eigentlich geworden?
Das ist das, was mich an der hiesigen Politik am meisten nervt, es werden Vorschläge für Reformen gemacht und dann werden sie durch die Parteien einfach zerredet. Ich mein die Probleme im Gesundheitssystem haben sich doch nicht in Luft aufgelöst, aber die Reformdebatte ist scheinbar eingeschlafen, vieleicht liegts aber auch daran, das wir mal wieder irgend welche Wahlen haben, wo die Politiker nur das Reden, was der populärsten Meinung grad recht ist, armes Deutschland! Würd gern wissen welche Meinung ihr zur Bürgerversicherung oder zur Kopfpauschale habt |
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#6 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 765
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Hi
die kopfpauschale finde ich ungerecht. Da zahlt jeder genau das gleiche ein, egal ob man nun 1000€ oder 10.000€ verdient. Da sind die geringverdiener klar im Nachteil. Bei der Bürgerversicherung bin ich mir nicht so sicher. Hört sich ja gut an, dass alle einzahlen müssen. Aber gilt das dann auch für die Rentner? Viele bekommen nur sehr wenig Rente, und davon müssen sie dann auch noch eine Versicherung bezahlen. Auch nicht das wahre.
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mfg tdd
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#7 |
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Benutzer
Registriert seit: 18.02.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 498
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Falls jemand die Infos hat: Könnte jemand einmal Infos zur Bürgerversicherung posten oder zusammenfassen? Aber bitte etwas ausführlicher als einen Absatz
![]() Danke
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"Nothing in life is to be feared, it is only to be understood." Marie Curie |
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#8 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 765
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Hi
auf die schnelle hab ich folgendes gefunden: http://www.tagesschau.de/aktuell/mel...SPM1%2C00.html So wie es scheint müssen alle Bürger einzahlen, die Geld verdienen - auch Freiberufler oder Beamte. Da sind dann die Rentner ausgeschlossen. Interessant ist auch folgender Link: http://de.wikipedia.org/wiki/B%FCrgerversicherung
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mfg tdd
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#9 |
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Benutzer
Registriert seit: 18.02.2004
Ort: Aachen
Beiträge: 498
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Auf Wikipedia hätte ich auch selber kommen können
. Naja, egal, danke .Die Kopfpauschale dürfte das Modell sein, was von CDU und FDP eingefordert wird, um ihre klassischen Wählergruppen zu bedienen. Ich würde dieses Modell ablehnen, da sozial schwache schon ausreichend belastet werden. Die Bürgerversicherung, wo jeder einen gewissen Prozentsatz einzahlt, macht wohl am meisten Sinn. Was ist dagegen auch einzuwenden? Die von Bonus angesprochene Zerredung von Reformen ist wirklich schrecklich. Auch aus diesem Grund halte ich derzeit alle größeren Parteien für unfähig. Statt sich mal auf das Wohl des Bürgers zu besinnen (ihre eigentliche Aufgabe) streiten sie um kleinste Angelegenheit und versuchen dem Anderen auch ja nicht recht zu geben. Das wäre ja schlecht fürs Image Derzeit sind SPD und CDU jedenfalls reformunfähig.
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#10 |
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Registriert seit: 28.04.2004
Ort: Berlin, beim Kanzler
Beiträge: 18
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Um die Ausgabenpraxis bei den Krankenkassen zu reformieren, folgende Vorschläge, die ich in nem früheren Thread schon mal gepostet hatte:
- endlich eine Positivliste, so dass nur noch Medikamente erstattet werden, deren Wirksamkeit unter einheitlichen Testbedingungen bewiesen wurde. Es werden immernoch zu viele unsinnige Medikamente (z.B. Lutschtablette bei Erkältungen oder Halzschmerzen) bezahlt, wer sowas braucht soll es als Konsummittel selbst bezahlen. - Nur noch die billigsten Generika werden bezahlt. Es kann nicht sein, dass die Krankenkassen Bayer für sein uraltes Aspirin immernoch Millionen den Rektalbereich schieben, obwohl Acetylsalicylsäure nun wirklich billiger zu haben ist. (Ich war am Freitag in der Apotheke und stand hinter einer jungen Frau, die mit nem Rezept kam. Der Arzt hatte ihr irgendein Markenprodukt verschrieben, der Apotheker hat sie freundlich gebeten, ein billigeres Generika zu nehmen, mit dem Hinweis, Wirkstoff und Dosierung seien gleich und es sei billiger. Die Frau wollte das unter keinen Umständen, warum sollte sie auch, ihre Zuzahlung ist ja bei beiden gleich, es geht ja in Festbeträgen nach der Packungsgröße. Wer so einen Unfug macht, sollte ihn zumindest selbst bezahlen. Dem Argument, diese Praxis würde den Pharmakonzernen die Gewinne beschneiden, und so den Anreiz zu Neuentwicklungen verringern, kann IMHO mit dem Hinweis auf das derzeitige Patentrecht bei Arzeimitteln begegnet werden. Normalerweise darf ein neu patentiertes Medikament 5 Jahre lang nicht kopiert werden. Noch ein paar Worte zu einem steuerfinanzierten Gesundheitswesen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht finde ich das nicht schlecht, weil dadurch direkt die Lohnnebenkosten gesenkt werden könnten. Allerdings muss man da aufpassen, dass der Gerechtigkeitsaspekt nicht zu kurz kommt, wenn man von der paritätischen Finanzierung Abstand nimmt. Gerade in Hinblick auf die massiven Möglichkeiten der Steuerabschreibung für Unternehmen könnte es schwer werden, ein solches Konzept zu argumentieren. Ansonsten müsste man beachten, dass es bei einem steuerfinanzierten System sicherlich starke Mitnahme-Effekte geben könnte. Was kostenlos ist, nimmt man halt "mal" mit. Jedenfalls wäre die Nachfrage höher, als beim derzeitigen System mit Zuzahlungen usw. Aber da wäre es ja kein Problem, ein neues, steuerfinanziertes Gesundheitssystem auch mit klaren Regeln (z.B. wie oben vorgeschlagen) und Zuzahlungen zu versehen. Ein bisschen Markt ist zum Steuern der Nachfrage nicht schlecht.
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Antennen hoch, Luken dicht, Klar zum Gefecht !! Der Motor brüllt, der Fahrer lacht - schon wieder ´n VW plattgemacht |
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#11 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 3.255
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Generika sind schön und gut, aber man darf nicht vergessen, dass dort aber auch nur der Wirkstoff gleich ist. Füllstoff und Sprengstoff etc. können anders aufgebaut sein und so zu unverträglichkeiten führen. Also würde ich nicht vorschnell mit solchen Verurteilungen sein! Weder du noch der Apotheker haben in Bezug auf diese Patientin den Durchblick.
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#12 |
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Beiträge: n/a
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Ein relativ aktuelles und, glücklicherweise, recht harmloses Beispiel im Telegrammstil: Wegen arthrotischer Veränderungen in einigen Fingergelenken tut es häufig ziemlich weh. Ich, deshalb mal wieder beim Arzt, bekomme von ihm ein Medikament, offensichtlich von einem Pharmavertreter dagelassen, in die Hand gedrückt. Drei Wochen später erneuter Arztbesuch. Arzt: "Und, wie war das Präparat?" Ich: "Naja, Zuckerwürfel schmecken besser." Arzt: "Hmm, hab´ ich mir fast gedacht." Soviel zum Durchblick. Aber macht ja nix. Versuchskarnickel haben auch eine, gewisse, Lebenserwartung. |
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#13 |
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Benutzer
Registriert seit: 28.03.2004
Beiträge: 185
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AW: Erste Auswirkungen der Gesundheitreform
Es ist nichts ungewöhnliches, dass ein Arzt mal ein paar Medikamente durchprobieren muss, bevor er das richtige findet.
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