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#16 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Wenn die damalige SPD-Regierung unter Willy Brandt nicht die Anerkennung der DDR durchgesetzt und somit die Öffnung des Ostblocks überhaupt erst ermöglicht hätte, wäre die friedliche Revolution 1989 in der DDR genauso zu Ende gegangen wie alle anderen friedlichen Revolutionen im Warschauer Pakt; mit Panzern der Sowjetunion.
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„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“ Albert Einstein |
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#17 |
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Registriert seit: 02.09.2007
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Falsch ist,dass die DDR durch die Bundesrepublik Deutschland völkerrechtlich Anerkannt wurde. Regierungserklärung des Bundeskanzlers Willy Brandt vom 28. Oktober 1969: ( Auszug ) Vergessen sollte man auch nicht,dass RAF Terroristen in der DDR Unterschlupf fanden. Die friedliche Revolution 1989 wurde durch Gorbatschow ermöglicht,der erkannte dass der Ostblock am Ende war.Er machte das nicht,weil er sich vom Saulus zum Paulus wandelte,sondern um zu retten,was zu retten war.Deshalb auch sein Einverständnis zur Wiedervereinigung Deutschlands.Hätte Honecker bestimmen können,dann wäre mit Sicherheit geschossen worden. Da es hier um Dutschke geht,sollten wir uns wieder diesem Thema zuwenden.
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Glober Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. Kurt Tucholsky 9.1.1890 - 21.12.1935 |
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#18 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
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Dutschke war zwar nicht der Pazifist als den ihn manche gerne dargestellt haben, aber er hat Gewalt gegen Personen immer abgelehnt.
@Leitwolf. Mancheiner begeht gewiss Straftaten, andere werden kriminalisiert. Die Proteste in deren Verlauf B.Ohnesorg getötet wurde, fanden nicht ohne Grund in dieser Heftigkeit statt. Asylperser sind im Vorfeld des Tyrannenbesuchs Pahlewi ohne Grund inhaftiert worden. Und Tatsache ist auch, dass die Polizei seinerzeit keine Gelegenheit zur Eskalation ausgelassen hat, nein, die Polizei war oft genug die treibende Kraft.
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#19 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
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Die Sendungen habe ich nicht gesehen und beziehe mich demnach auch nicht auf sie.
In meinen Augen hat Brandt Grundlagen geschaffen. Die Entspannungspolitik war zudem zeitgemäß, da auch andere westliche Staaten sie betrieben. Sicherlich hast du recht, wenn du sagst, die DDR-Bürger haben die Wiedervereinigung bewirkt. Dennoch sind auch die Umstände günstig gewesen für den Umsturz -und an diesen Umständen hat Brandt mitgewirkt, ihnen mit seiner Ostpolitik einen Stempel aufgedrückt. Wäre die Entspannungspolitik nicht von ihm eingeleitet worden, hätten die Spannungen zum Ostblock weiterhin bestanden und ein Zusammenbruch der sozialistischen Wirtschaftssysteme - wer weiß wohin der dann geführt hätte. Dutschke war tatsächlich nicht der Anführer von Arbeitern, da gebe ich dir recht und das habe ich bereits selber in diesem Thema geschrieben. Jedoch sind in der zeit auch diverse andere Dinge geschaffen worden, wie zum Beispiel die Schülervertretungen oder auch die sexuelle Revolution. Ganz abgesehen von den entstehenden WGs die entsprechende restriktive Gesetze ad absurdum führten - das sind jetzt die Dinge, die mir spontan einfallen. Mit einiger Sicherheit werden dies nicht nur Studenten gewesen sein, die diese Dinge im Rahmen der 68er vorangetrieben haben. Ganz abgesehen von den vielen Bürgerbewegungen, die in der Zeit oder kurz danach entstanden sind.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#20 |
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Benutzer
Registriert seit: 02.09.2007
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Befürwortest Du etwa Sabotageaktionen gegen Einrichtungen? Dutschke knüpfte Kontakte zur Eta in Spanien und zur IRA in Nordirland,bekanntlich Terrororganisationen,die viele Menschen ermordeten. Dutschke plante,gemeinsam mit Feltrinelli (näheres im Link) mit Dynamit ein Schiff,das mit Kriegsmaterial für Vietnam beladen war,in die Luft zu sprengen.Gott sei Dank blieb es nur beim Plan.
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#21 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
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Wenn irgendwelche Alt 68er oder ihre Bewunderer mir heute erzählen wollen sie hätten gesellschaftliche Zwänge abgeschafft könnte ich auf jeden Fall kotzen. Denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Wir sind heute so dermaßen auf politisch korrektes Verhalten, vorrauseilenden Gehorsam und Gutmenschentum fixiert, dass ich mich jeden Tag aufs Neue an die Geschichte von des Kaisers neuen Kleidern erinnert fühle. Die angeblichen großen Freiheiten die wir errungen haben sollen ersticken in Gesetzen und Verordnungen, die seit Jahrzehnten immer komplizierter und umfassender werden. Eine Bereitschaft zum Einsatz für diese Gesellschaft oder das so oft beschworene soziale Verhalten kann ich nicht mal im Ansatz erkennen. Stattdessen gibt es nichts weiter als ein massives Anspruchsdenken. Ich kann in dieser Gesellschaft nichts anderes als Dekadenz, Faulheit und Feigheit erkennen. Und ich hoffe nur, dass sie rechtzeitig aufwacht, bevor sie eines Tages daran erstickt. ![]() ![]() Aber selbst wenn irgendein V-Mann der Verfassungsschutzes sich so etwas besorgt haben sollte wüsste ich nicht warum die Behörde das zwangsläufig merken sollte. Man kann so jemanden doch nicht 24 Stunden am Tag beobachten. Und auf Schwarzmarktkäufe hat der Staat sowieso keinen Einfluß, das erkläre ich dir bei jeder Diskussion ums Waffenrecht aufs Neue.
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"Political correctness is tyranny with manners". Charlton Heston |
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#22 |
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Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 139
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@Glober
Alle seine gewalttätigen Planspielchen sind gedankliche Wirren die nie umgesetzt wurden. Er war ein Theoretiker der es immer ganz genau wissen wollte. Ich frage mich warum man ihm immer etwas anhängen will das er nie tat... „...Dennoch wäre es verfehlt, hier im nachhinein von einer intellektuellen Vorwegnahme der Roten Armee Fraktion (RAF) zu sprechen. Nicht nur weil es in einem konkret historischen Sinn falsch wäre, sondern auch weil es zwischen dem Aufruf vom Herbst 1967 und der Praxis der RAF eine unübersehbare qualitative Differenz gibt. Stadtguerilla wird von Dutschke und Krahl noch als Element einer Bewusstseinsstrategie definiert. Der Stellenwert der Militanz ergibt sich aus ihrer propagandistischen Funktion, nicht umgekehrt.“ (Wolfgang Kraushaar, Autoritärer Staat und Antiautoritäre Bewegung (1987) Dutschke wollte die damaligen Mißstände in der Welt nicht hinnehmen und versuchte auf seine Art und Weise (geprägt durch die Zeit) dagegen zu handeln. Er äußerte mehrfach das er sowohl das System der DDR, UdssR, USA und BRD ablehnte. Ebenso distanzierte er sich mehrfach vom Terror... http://www.trend.infopartisan.net/trd0407/t060407.html
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#23 |
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Querschläger
Registriert seit: 18.05.2004
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#24 |
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Registriert seit: 09.04.2008
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@Leitwolf
Hast du dir die Kolumne durchgelesen? Danach sollte es eigentlich keine Zweifel mehr geben.
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#25 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
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Rudi Dutschke ist mit der bewegung verbunden, diskutiert man über ihn, diskutiert man auch über die Bewegung. Ich hatte bereits am anfang dieser Strangs meine Meinung zum ausdruck gebracht, dass er für die Bewegung an sich nicht die Wichtigkeit hatte, diese wäre auch ohne ihn weitermarschiert. Umgekehrt sieht die Sache dann schon anders aus.
Die Reformen der 60er Jahre wurden sicher auch von der Großen koalition durchgeführt, schließlich war diese angetreten, um die Wirtschaft aus ihrem Tief zu befreien. Das dann gegen Ende Reformen wie die Veränderung des §175 herauskamen, ist aber wohl eher dem Wandel in der Gesellschaft zuzuschreiben, auf den die GK reagiert hat. Was ich mit der Demontage von Autoritäten meinte, sollte sich dir erschließen. Die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen hat ja gerade erst zur Katastrophe geführt. Das ein kritisches Denken eingeführt wurde und man anfing zu hinterfragen ist sicher nicht falsch. Was im übrigen auch aufzeigt, weshalb der Staat mit den Demonstrationen nicht umzugehen wußte, bisher hatte die Obrigkeitshörigkeit bzw Autoritätsgläubigkeit noch keien großen Demonstrationen,w ie sie in den 60ern stattfanden, hervorgebracht. Das die 68er auch nicht nur Sozialisten waren habe ich nun schon mehrfach erwähnt und versucht zu belegen. bei weitem nicht alle waren marxistisch oder sozialistisch eingestellt und zudem waren die Studenten nur die Spitze des Eisbergs. Die Bewegung an sich hat viel früher ihren Anfang genommen und hat viel länger angedauert. Schwarzer und die Grünen sind da nur zwei beispiele, die Wähler der sozialliberalen Koalition ein anderes. Wenn du Schwarzer nicht magst, so ist dies recht egal, denn auch sie war nur eine Gallionsfigur, viel wichtiger ist jedoch was erreicht wurde für die Rechte der Frauen. Auch die Grünen haben ihren Platz in der Gesellschaft eingenommen. Jubel- oder Prügelperser: Zuerst hieß es, dies wären Perser, die für den Schah demonstrierten, also keine Personenschützer oder dergleichen. Tatsächlich schienen es Angehörige des persischen Geheimdienstes gewesen zu sein. Ist es in Deutschland üblich, dass Hundertschaften von ausländischen - wie auch immer ausgebildeten - Einsatzkräften die Rolle einer Hilfspolizei übernehmen?
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#26 |
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Master of Desaster
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Die Reformen der grossen Koalition der 1960er waren ja wohl eher der Anlass für die Demonstrationen. Z.B. die Notstandsgesetze oder die Reform der Subventionsgesetze, wonach die Subventionen nicht mehr auf Darlehensbasis gezahlt wurden, sondern zu Gemeinschaftsaufgaben gemacht wurden und zum zusätzlichen Steuergeschenk wurden, daß von jedem Betrieb in Anspruch genommen werden konnte, auch wenn die wirtschaftliche Lage keine Subventionen erforderte. Dies geschah damals schon durch den Einfluss einiger Großkonzerne. So konnten erhebliche Summen an Betriebe fließen, die vor nicht allzu langer Zeit jemanden mit ihrem Geld ermöglicht hatten Deutschland ins Chaos zu stürzen. Im deutschen Bundestag gab es keine Opposition gegen den Eingriff in die Bürgerrechte noch gegen den Griff in die Taschen der Steuerzahler, der seitdem Unsummen verschlungen hat.
Als es dann zu den ersten Demonstrationen u.a. gegen den Vietnamkrieg kam, hat der Staat sein wahres Gesicht geteigt. Demomstrationsrecht ja aber nur solange es nicht wahrgenommen wird.
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