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Alt 19.04.2008, 18:52   #46
Neuklon
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@Benny
Zitat:
Es kann auch passieren, dass man auch im linken Lager merkt, dass es nicht so ganz praktisch ist, in den nächsten 12-15 Jahren 80% von Deutschlands Energieproduktion ersatzlos zu streichen (Atomausstieg + erreichen der Kyoto-Ziele).
80% - eine nette Zahl die nicht doch ein wenig zu hoch angesetzt ist? Die Eigenproduktion von Atomenergie in Relation zur Gesamtproduktion beträgt ca. 45%. Das Kyoto-Protokoll wird/soll über Einsparungen, Effizienzerhöhung, Dämmung und alternative Umstiege (technologisch) erreicht werden.
Was an der Eigenproduktion soll deiner Meinung nach denn noch wegfallen? Die Braunkohlekraftwerke werden so schnell ganz sicher nicht verschwinden, soviel ist sicher. Atom- + Braunkohleausstieg wäre zu viel des Guten...daran denkt heute kaum jemand. Das rückt frühestens in 20 Jahren in den Blickpunkt.

Dunkle Wohnzimmer wird es nicht geben, die Umstrukturierung erfolgt nach klaren Konzepten. Niemand ist an solch einem Szenario interessiert auf Seiten des Staates.
__________________
Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
Otto von Bismarck
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Alt 19.04.2008, 19:17   #47
Au.Souchy
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Die Lösung für die ausreichende Stromerzeugung liegen bereits seit 2003 vor. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Lösung die den Einsatz von Brennstoffen vorraussetzt. Auch hier wird der Geothermie viel zu wenig Bedeutung beigemessen.
http://www.geothermie.de/kurzmeldung...tagsstudie.htm
In dieser bereits 2003 veröffentlichen Studie wird klargestellt, dass unser gesamter Bedarf an Strom und Wärme aus geothermischen Anlagen gedeckt werden könnte. Ausserdem könnte die weitestgehend von uns entwickelte Technik zu einem neuen Exportschlager werden.
__________________
„Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.“
Albert Einstein
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Alt 19.04.2008, 19:55   #48
T-Rex
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Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Die Lösung für die ausreichende Stromerzeugung liegen bereits seit 2003 vor. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Lösung die den Einsatz von Brennstoffen vorraussetzt. Auch hier wird der Geothermie viel zu wenig Bedeutung beigemessen.
http://www.geothermie.de/kurzmeldung...tagsstudie.htm
In dieser bereits 2003 veröffentlichen Studie wird klargestellt, dass unser gesamter Bedarf an Strom und Wärme aus geothermischen Anlagen gedeckt werden könnte. Ausserdem könnte die weitestgehend von uns entwickelte Technik zu einem neuen Exportschlager werden.
Die Energie, die wir brauchen ist da unten - sogar noch viel mehr. Das stimmt.

So ist es auch mit der Sonne - sie strahlt genug Joules auf die Erde, um damit unseren Bedarf zu decken.

Es ist natürlich nicht so, dass die Potentiale voll nutzbar sind. Wollte man ein Zehntel, der auf die Erde eingestrahlten Sonnenenergie wirtschaftlich nutzen wüchsen z.B. im Meer keine Algen mehr und alles Leben währe vermutlich zuende.

Die milliarden und milliarden von Joule im flüssigen und festen Mantel und Kern der Erde sind auch nicht vollkommen wirtschaftlich verfügbar, denn kühlte die Erde innerlich ab, gäbe es kein Erdmagnetfeld mehr und kosmische Strahlung würde uns töten.

Aber - von den Mengen Wärme, die die Menschheit evtl. in diesem Jahrhundert benötigen könnte, würde das Erdinnere nicht verändert werde. Diese Energiequelle ist also fast unauslöschlich - auf jeden fall für die Menschen in unserer Zeit.

Die beste Nachricht für eine wirtschaftliche Nutzung ist wohl, dass Erdwärme ohne aufwändige Tricks Grundlastfähig ist.

Hier ist ein Link zu dem Aachener Projekt, dass ich besichtigt habe:
http://www.superc.rwth-aachen.de/cms...t.php?idcat=25

Die webpage berichtet nur von den Vorzügen - es gibt aber auch einen grund, warum die Republik nicht morgen anfängt im 100km Abstand Löcher zu bohren:

Die Wärmemengen, die pro zeiteinheit entnommen werden können sind begrenzt durch die wärmeleitfähigkeit des gesteins um die Bohrung.

Nach einigen Jahren bricht gewöhnlicher Weise bei Dry Rock die abrufbare Leistung stark ein und erhohlt sich dann wieder über eine längere Zeit.

Es wird geforscht und entwickelt, man denkt an explosivmethoden und an Wasserdampfdruck zum Aufbrechen des Gesteins - aber die Abbaubaren Energiemengen sind technisch noch sehr begrenzt.

Die Tiefbohrungen sind auch heute noch ein großes finanzielles Risiko -wenns schief läuft, rechnet sich das ganze Kraftwerk nicht mehr über die Lebenszeit.

Das muss aber nicht so bleiben - ich glaube, dass Forschen und Bauen sich hier lohnen könnten. Es passt auch gut in den Wirtschaftsverbund der Republik und die Chinesen können uns da nicht die Anfangs benötigten Anlaufsubventionen abgreifen.

Übrigens:

Die alten Kohlebergwerke sind evtl. ein Schlüssel zur Nutzung von Geothermie - da gibt's tiefe Löcher umsonst - um's mal Salopp zu sagen.
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Alt 20.04.2008, 11:25   #49
Imago
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Antithese 1: In Dresden steht eine Anlage, mit der man langlebige Radionuklide in kurzlebige transmutieren kann. Es geht. Technisch.
meiste du diese hier:
Zitat:
Forschung zur Beseitigung langlebigen radioaktiven Abfalls
Dr. Christine Bohnet, Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden - Rossendorf e.V.
07.01.2008

Ende 2007 wurde ein neues Neutronenlabor im Forschungszentrum Dresden-Rossendorf in Betrieb genommen. Hier soll in Zukunft untersucht werden, wie langlebiger radioaktiver Abfall, der weltweit in Kernkraftwerken entsteht, so umgewandelt werden kann, dass er nur noch für historisch überschaubare Zeiten in ein Endlager eingeschlossen werden muss.
[...]
Eines der Hauptargumente gegen Kernenergie als Energiequelle ist der Abfall. Der gegenwärtig produzierte radioaktive Abfall muss für mindestens 1 Million Jahre eingelagert werden, bis seine Aktivität wieder die von natürlich vorkommenden Uranerzen erreicht hat. Transmutation ist die einzige bekannte Methode, mit der man diese Zeit entscheidend verkürzen kann, mit der also langlebige Radionuklide in kurzlebige oder stabile Nuklide umgewandelt werden können. Schnelle Neutronen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie können seit kurzem am Elektronenbeschleuniger ELBE in Rossendorf erzeugt werden.
[...]
Quelle: Pressemitteilung
Klingt mir nicht nach dem was du behauptest das es ist.
Sondern eher nach: "Wir wissen dass es theoretisch gehen muss, wir suchen nur noch nach der Möglichkeit das ganze technisch umzusetzen".
(Auch wenn mir die StepII Anlagen mit denen du das vergleichst nicht bekannt sind. (Link ?) )

Zitat:
Antithese 2: In Jülich gibt's Laborstudien das Purexverfahren (stand der jahrzehntelang praktizierten Verfahrenstechnik) auszuweiten auf Hf Am Np - in Japan wird ein Reaktor betrieben, in dem sich diese Stoffe verheizen ließen. In Jülich gibt's die fertige Chemie zur WAA.
Meines Wissens ist PUREX nur ein Trennverfahren von unverbrauchten(oder entstandenen) Brennstoff(U/Pu) aus den radioaktiven Abfällen. Selbst wenn du das erweiterst auf Am/Np bleiben aber immer noch langlebige radioaktive Abfälle zurück, oder?
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Alt 20.04.2008, 14:31   #50
T-Rex
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Zitat: Imago Beitrag anzeigen
meiste du diese hier:
Klingt mir nicht nach dem was du behauptest das es ist.
Sondern eher nach: "Wir wissen dass es theoretisch gehen muss, wir suchen nur noch nach der Möglichkeit das ganze technisch umzusetzen".
Ja. Es fehlen 10-20 Jahre bis zur Grosstechnik. Es ist also relevant für die jetzt fälligen energiepolitischen Entscheidungen.

Die Dresdener Anlage dient nicht dazu, herauszufinden, ob man Problemisotopen beseitigen kann. Das ist geklärt. Es geht darum, welche verfahrenstechnische Parameter genutzt werden müssen.

Also ist es kein 'Transrapid' oder 'Fusionskraftwerk' sondern eher ein Mautsystem...

Zitat: Imago Beitrag anzeigen
(Auch wenn mir die StepII Anlagen mit denen du das vergleichst nicht bekannt sind. (Link ?) )
BTL = Biomass to Liquids

da geht's darum die gute alte Fischer Tropsch Synthese (mit der Deutschland im Krieg aus Kohle Sprit gemacht hat) zur Erzeugung von Sprit aus Holzabfällen zu nutzen. Das geht ganz gut - hat aber durch die Verbräuche für den Transport der Bioabfälle keine so tolle Bilanz.

Bei der Energieerzeugung ist vor allem eine Größe zu betrachten:

Entropie

Das ist soetwas wie die Verteilung von Energie - Energie geht ja bekanntlich nicht verloren - aber Entropie kann sich nur im gesammt System (Universum) erhöhen.

In diesem Fall bedeutet es:
Wenn man über viel Energie in Form von Holzschnipseln verfügt - die Joules aber über die Republik verstreut sind - ist das Verfahren wertlos.

Die geplante Anlage steht zwar 'im Wald' - dennoch schlagen die LKW-fahrten sehr zu Buche.

http://de.wikipedia.org/wiki/BtL-Kraftstoff

Zitat: Imago Beitrag anzeigen
Meines Wissens ist PUREX nur ein Trennverfahren von unverbrauchten(oder entstandenen) Brennstoff(U/Pu) aus den radioaktiven Abfällen. Selbst wenn du das erweiterst auf Am/Np bleiben aber immer noch langlebige radioaktive Abfälle zurück, oder?
Es gibt für jedes Nukleid eine Trennungstechnologie. Das Gesammtkonzept ist das, was noch entwickelt werden muss. Ob da dann noch Rubbia Reaktoren erforscht werden oder Schnelle Brüter benutzt werden oder was auch immer - das ist dann zu planen.

Schau mal in 'Spiegel Online Wissen' nach Rubbia.

Ich mag einfach die Idee, einen Gesammteuropäischen zweiten Anlauf zur Beherrschung atomarer Technologie zu nehmen. (So wie jüngst zwischen Sarkosy und Gordon Brown bilateral beschlossen)

Das schöne daran währe, dass Europa ein gemeinsames Ziel verfolgen müsste und die Unmengen an existierendem Atomdreck einer ehrenvollen Verwendung zuflössen.

-Eon, RWE etc. hätten wieder eine sinnvolle Verwendung für ihr Kapital und hätten andere Probleme, als auf kommunaler Ebene Entsorger und Kleinkraftwerke platt zu machen.

-Da die Welt ja nun mit Nachdruck auf Atomenergie setzt, wird sich soetwas sehr positiv auf unser soziales Gefüge ausüben.

-Klimaschutz währe damit dann auch abgehakt.

- Es ist eine Menschheitsaufgabe, die folgenden Generationen vom Dreck aus Zeiten des kalten Krieges zu befreien.
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Alt 20.04.2008, 23:52   #51
Fokker
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Forschung kann meinetwegen auch weiterhin stattfinden. Ist ja auch weiterhin erlaubt, nur kommerzielle Anlagen sind vom Neubauverbot betroffen.
Sollte die Technik dann tatsächlich zur Verfügung stehen, wären ja zumindest die Abfälle verwertbar... wenn denn der Einsatz der Abfälle zur Energieerzeugung sicher wäre, aber das ist derzeit ebensowenig garantiert.

Dann muss die Forschung nur noch ein sicheres Atomkraftwerk entwickeln. Der THTR ist kein solches Kraftwerk und die Nachteile von diesen Reaktoren hast du bisher nicht widerlegt, außer mit dem Versuch die Quelle der Information herabzusetzen.
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement.
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Alt 21.04.2008, 14:12   #52
T-Rex
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Forschung kann meinetwegen auch weiterhin stattfinden. Ist ja auch weiterhin erlaubt, nur kommerzielle Anlagen sind vom Neubauverbot betroffen.
Sollte die Technik dann tatsächlich zur Verfügung stehen, wären ja zumindest die Abfälle verwertbar... wenn denn der Einsatz der Abfälle zur Energieerzeugung sicher wäre, aber das ist derzeit ebensowenig garantiert.

Dann muss die Forschung nur noch ein sicheres Atomkraftwerk entwickeln. Der THTR ist kein solches Kraftwerk und die Nachteile von diesen Reaktoren hast du bisher nicht widerlegt, außer mit dem Versuch die Quelle der Information herabzusetzen.
Ja es ist vielleicht schon als Vorteil zu verstehen, dass WAA Techniken weiterentwickelt werden dürfen.

Mit Müll kann man durchaus reich werden.

Die Franzosen und Engländer betreiben und bauen die neuen Anlagen im Osten und die Deutschen importieren von dort Strom und bezahlen mit Geldern aus der Müllaufbereitung.

... auch gut. Aber auch gegen die Anti-Atombewegung wahrscheinlich nicht zu machen.



Du hast mal gefragt: Was ist denn mit dem radioaktiven Staub - dem Abrieb der Graphitkugel-brennelemente des THTR? Der ist doch gefährlich ?

Ja klar - ist der gefährlich. Alle gefährlichen Dinge auch die gefährlichen Stäube so zu begrenzen und zu handlen, dass auch bei plötzlichem Versagen aller Steuerungen oder aller Pumpen alles sicher bleibt ist doch geradde der Witz des Konzeptes.

Da gibt's ne Bodenabsaugung und 'nen Zyklon das sind erprobte Verfahrenstechnische Mittel und wie jedes Agregat eines KKWs sind auch die 3 und v4 mal redundant. Wenn die aber ausfallen, egal wie lange egal welche Szenarien - brennt der Laden nicht ab - explodiert nicht - oder macht sonst irgendwelche gefährlichen Dinge.

Du hast mal gefragt: Brennt graphit nicht ? Ja klar brennt Graphit - aber erst, wenn man sehr viel Wärme investieret - das ist keine Grillkohle. Bei Chernobyl hat sich durch die entstehended Wärme schnell mehr Wärme entwickelt und diese Rückkopplung die Katastrophe ausgelöst. Aufgrund der Beschaffenheit der Kugeln im THTR (mittlere Abstände der Nukleide) gibt es kein positives Rückkopplungsszenario.

Es müsste um das Graphit in brand zu setzen 1. Sauerstoff an das Graphit gelangen 2. Lange zeit so viel wärme einwirken, dass es anfängt zu reagieren.

Allein durch das Oberfläche zu Volumen Verhältnis der Kugeln und die isolierende Schichtstruktur des Graphits währe wohl soetwas nötig wie ein mit Sauerstofflaschen beladener Jumbo Jet, um diesen Haufen 'Grillkohle' zu zünden.

Das Helium kann entweichen bei Volltreffer durch Artillerie - es wird aber nicht im Betrieb radioaktiv.

Das Helium kann beim Entweichen Stäube mitziehen (nach Einschlag eines Himmelskörpers o. Ä.) - DAS ist die einzige Möglichkeit, die wohl technisch nur durch schwere Panzerung des Reaktors vollkommen vermieden werden kann, wie überhaupt durch eine Havarie aus dem Reaktor und Turbinenkreislauf Radioaktives Material entweichen kann. Die äußeren Lagen der Kugeln sind aber nicht mit Brennstoff versehen und bei großem Abrieb wird der Reaktor stillgelegt. Viel Radioaktiver Staub ist also nicht da zum Entweichen.

Selbst bei einem Spaceshuttle Einschlag ist das Katastrophenpotential also nicht massiv. Benachbarte Orte würden nicht durch Strahlung auf ewig unbewohnbar und die Menschen der Umgebung nicht ausgerottet. Die Feuerwehr könnte sich dem Reakor nähern - ohne dass verrauschte Vidoaufnahmen entstehen, deren Ersteller bald an Leukämie erkranken.

Das Konzept ist also inhärent viel sicherer, als die normalen Siedewasserreaktoren.

Die zu erwartende Anzahl an Verkehrstoten beim Transport von Biomasse an einem GTL Standort dürfte ein Risiko sein, dass sich in ganz anderen Regionen bewegt und viel Elend und Verzweiflung über die betroffene Bevölkerung bringen wird.

(Ähnlich dem, was während der Zuckerrübenernte passiert)




Ich kann nicht beweisen, das ein THTR, so wie er mal vorgesehen war sicher ist. Ich kann nicht mal beweisen, dass es sicher ist Erdgas durch die Ostsee zu leiten. Wieviel sicherer die Welt durch unseren Ausstieg aus atomaren Technologien wird kann auch keiner sagen.

Schließlich begibt sich eines der innovativsten Ingenieurländer aus der Thematik - ohne das die Frage nach dem 'Wohin mit dem alten Kram' beantwortet währe - und noch schlimmer - woher neue Energie wird auch nicht beantwortet. (außer in brochüren in denen die Deindustrialisierung festgeschrieben wird)

Keine Sicherheitseinschätzung ist komplett ohne eine Betrachtung der Alternativen.
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Alt 21.04.2008, 15:14   #53
Au.Souchy
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Das Hauptziel muss bleiben weg von allen fossilen Brennstoffen, ebenso von Uran oder sonstigen nur endlich verfügbaren Brennstoffen. Je eher desto besser. Selbst wenn man sehr optimistisch schätzt, sind in 200 Jahren alle Resourcen aufgebraucht. Allerdings stimme ich zu, dass man als Übergangslösung mit Kernkraft das kleinere Übel wählt.(Oh Mann, und das von mir )
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Albert Einstein
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Alt 21.04.2008, 16:57   #54
T-Rex
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Zitat: Au.Souchy Beitrag anzeigen
Das Hauptziel muss bleiben weg von allen fossilen Brennstoffen, ebenso von Uran oder sonstigen nur endlich verfügbaren Brennstoffen. Je eher desto besser. Selbst wenn man sehr optimistisch schätzt, sind in 200 Jahren alle Resourcen aufgebraucht. Allerdings stimme ich zu, dass man als Übergangslösung mit Kernkraft das kleinere Übel wählt.(Oh Mann, und das von mir )
Nuklear ist ja nicht = Uran. Und schon gar nicht = 'rechts' oder 'links'. Vielleicht am Ende ja nicht mal = 1/'Grüne Partei'.

Naja und so wirklich 'fossil' ist nuklear nicht. Eher sind ALLE Formen der Energieerzeugung letztendlich nuklear.
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Alt 21.04.2008, 17:13   #55
Imago
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Na, hab mich auch schon gefragt, ob niemand diese Probleme sieht. Klar, wenn wir Energie in Afrika erzeugen wollen, muss noch einiges geschehen. Das ist aber kein Projekt was morgen begonnen und übermorgen abgeschlossen werden soll, den Zeitrahmen muss man wohl in mehreren Jahrzehnten berechnen.
ganz ehrlich, mir erscheint es wahrscheinlicher als dass wir unsere Energieversorgung durch technischen Fortschritt hier bei uns lösen als das die ganze Problematik Entwicklungsländer etc pp auch nur ansatzweise einer Lösung näherkommt.

Zitat: T-Rex
Die Dresdener Anlage dient nicht dazu, herauszufinden, ob man Problemisotopen beseitigen kann. Das ist geklärt. Es geht darum, welche verfahrenstechnische Parameter genutzt werden müssen.
*shrug* Mir fehlt echt das tiefere physikalische Verständnis hinter dem was die da nun genau machen und ich hab auch wenig Motivation da jetzt Zeit rein zu investieren drum machts wenig Sinn da weiter rumstreiten .

Zitat: T-Rex
BTL = Biomass to Liquids
BtL war mir soweit im groben schon ein Begriff. Nur hinter dem Begriff "StepII" hat sich per google nada finden lassen.

Zitat: T-Rex
Schau mal in 'Spiegel Online Wissen' nach Rubbia.
das hört sich in der Tat gut an(btw bei Wikipedia unter 'Rubbiatron' beschrieben)
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Alt 21.04.2008, 17:37   #56
Au.Souchy
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Nuklear ist ja nicht = Uran. Und schon gar nicht = 'rechts' oder 'links'. Vielleicht am Ende ja nicht mal = 1/'Grüne Partei'.
Uran ist aber der Grundstoff.

Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Naja und so wirklich 'fossil' ist nuklear nicht. Eher sind ALLE Formen der Energieerzeugung letztendlich nuklear.
Nicht unendlich bedeutet ja auch nicht fossil. Dein letzter Satz ist ja wohl ziemlich philosophisch.

Meine Favoriten für Grundlast bleiben Geothermie und Fusionsreaktoren, die allerdings leider noch sehr weit weg sind von nutzbar.
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Alt 21.04.2008, 22:23   #57
tdd
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Hi
also ich sehe Afrika als Standort auch nicht wirklich als Problem. Da wird dann der erstbeste Diktator unterstützt, falls eine Demokratie nicht grade zur Hand ist und dann ist da ruhe. Das klappt mit der Ölindustrie auch gut. Iran, Venezuela und sogar Irak wären dafür Beispiele. Oder hat wer in letzter Zeit etwas von Anschlägen auf Ölanlagen gehört?

Die Transmutation hört sich zwar toll an, ist aber bisher nur für kleine Mengen geeignet. Zudem bleibt die Strahlung trotzdem noch so um die 3000-4000 Jahre gefährlich. Vor 3500 Jahren habt die Menschheit noch Pyramiden gebaut. Die werdens ja wohl Wissen: http://www.iket.fzk.de/cube/index.ph...5e4ce6bcc86b5c

@T-Rex
Wieso machst du dir eigentlich hier keine Sorgen um die zukünftigen Generation. Bei den läppischen 12Mrd. € hast du noch den Untergang des deutschen Haushaltes herauf, was die nächsten Generationen erschlagen würde. Hier werden Kosten verursacht, die locker mal eine Millionen Jahre bestehen könnten.
__________________
mfg
tdd