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#46 |
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Benutzer
Registriert seit: 09.04.2008
Beiträge: 179
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@Benny
Was an der Eigenproduktion soll deiner Meinung nach denn noch wegfallen? Die Braunkohlekraftwerke werden so schnell ganz sicher nicht verschwinden, soviel ist sicher. Atom- + Braunkohleausstieg wäre zu viel des Guten...daran denkt heute kaum jemand. Das rückt frühestens in 20 Jahren in den Blickpunkt. Dunkle Wohnzimmer wird es nicht geben, die Umstrukturierung erfolgt nach klaren Konzepten. Niemand ist an solch einem Szenario interessiert auf Seiten des Staates.
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln. Otto von Bismarck |
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#47 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 490
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Die Lösung für die ausreichende Stromerzeugung liegen bereits seit 2003 vor. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine Lösung die den Einsatz von Brennstoffen vorraussetzt. Auch hier wird der Geothermie viel zu wenig Bedeutung beigemessen.
http://www.geothermie.de/kurzmeldung...tagsstudie.htm In dieser bereits 2003 veröffentlichen Studie wird klargestellt, dass unser gesamter Bedarf an Strom und Wärme aus geothermischen Anlagen gedeckt werden könnte. Ausserdem könnte die weitestgehend von uns entwickelte Technik zu einem neuen Exportschlager werden. |
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#48 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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So ist es auch mit der Sonne - sie strahlt genug Joules auf die Erde, um damit unseren Bedarf zu decken. Es ist natürlich nicht so, dass die Potentiale voll nutzbar sind. Wollte man ein Zehntel, der auf die Erde eingestrahlten Sonnenenergie wirtschaftlich nutzen wüchsen z.B. im Meer keine Algen mehr und alles Leben währe vermutlich zuende. Die milliarden und milliarden von Joule im flüssigen und festen Mantel und Kern der Erde sind auch nicht vollkommen wirtschaftlich verfügbar, denn kühlte die Erde innerlich ab, gäbe es kein Erdmagnetfeld mehr und kosmische Strahlung würde uns töten. Aber - von den Mengen Wärme, die die Menschheit evtl. in diesem Jahrhundert benötigen könnte, würde das Erdinnere nicht verändert werde. Diese Energiequelle ist also fast unauslöschlich - auf jeden fall für die Menschen in unserer Zeit. Die beste Nachricht für eine wirtschaftliche Nutzung ist wohl, dass Erdwärme ohne aufwändige Tricks Grundlastfähig ist. Hier ist ein Link zu dem Aachener Projekt, dass ich besichtigt habe: http://www.superc.rwth-aachen.de/cms...t.php?idcat=25 Die webpage berichtet nur von den Vorzügen - es gibt aber auch einen grund, warum die Republik nicht morgen anfängt im 100km Abstand Löcher zu bohren: Die Wärmemengen, die pro zeiteinheit entnommen werden können sind begrenzt durch die wärmeleitfähigkeit des gesteins um die Bohrung. Nach einigen Jahren bricht gewöhnlicher Weise bei Dry Rock die abrufbare Leistung stark ein und erhohlt sich dann wieder über eine längere Zeit. Es wird geforscht und entwickelt, man denkt an explosivmethoden und an Wasserdampfdruck zum Aufbrechen des Gesteins - aber die Abbaubaren Energiemengen sind technisch noch sehr begrenzt. Die Tiefbohrungen sind auch heute noch ein großes finanzielles Risiko -wenns schief läuft, rechnet sich das ganze Kraftwerk nicht mehr über die Lebenszeit. Das muss aber nicht so bleiben - ich glaube, dass Forschen und Bauen sich hier lohnen könnten. Es passt auch gut in den Wirtschaftsverbund der Republik und die Chinesen können uns da nicht die Anfangs benötigten Anlaufsubventionen abgreifen. Übrigens: Die alten Kohlebergwerke sind evtl. ein Schlüssel zur Nutzung von Geothermie - da gibt's tiefe Löcher umsonst - um's mal Salopp zu sagen. |
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#49 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.09.2007
Beiträge: 137
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Sondern eher nach: "Wir wissen dass es theoretisch gehen muss, wir suchen nur noch nach der Möglichkeit das ganze technisch umzusetzen". (Auch wenn mir die StepII Anlagen mit denen du das vergleichst nicht bekannt sind. (Link ?) ) |
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#50 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Die Dresdener Anlage dient nicht dazu, herauszufinden, ob man Problemisotopen beseitigen kann. Das ist geklärt. Es geht darum, welche verfahrenstechnische Parameter genutzt werden müssen. Also ist es kein 'Transrapid' oder 'Fusionskraftwerk' sondern eher ein Mautsystem... da geht's darum die gute alte Fischer Tropsch Synthese (mit der Deutschland im Krieg aus Kohle Sprit gemacht hat) zur Erzeugung von Sprit aus Holzabfällen zu nutzen. Das geht ganz gut - hat aber durch die Verbräuche für den Transport der Bioabfälle keine so tolle Bilanz. Bei der Energieerzeugung ist vor allem eine Größe zu betrachten: Entropie Das ist soetwas wie die Verteilung von Energie - Energie geht ja bekanntlich nicht verloren - aber Entropie kann sich nur im gesammt System (Universum) erhöhen. In diesem Fall bedeutet es: Wenn man über viel Energie in Form von Holzschnipseln verfügt - die Joules aber über die Republik verstreut sind - ist das Verfahren wertlos. Die geplante Anlage steht zwar 'im Wald' - dennoch schlagen die LKW-fahrten sehr zu Buche. http://de.wikipedia.org/wiki/BtL-Kraftstoff Schau mal in 'Spiegel Online Wissen' nach Rubbia. Ich mag einfach die Idee, einen Gesammteuropäischen zweiten Anlauf zur Beherrschung atomarer Technologie zu nehmen. (So wie jüngst zwischen Sarkosy und Gordon Brown bilateral beschlossen) Das schöne daran währe, dass Europa ein gemeinsames Ziel verfolgen müsste und die Unmengen an existierendem Atomdreck einer ehrenvollen Verwendung zuflössen. -Eon, RWE etc. hätten wieder eine sinnvolle Verwendung für ihr Kapital und hätten andere Probleme, als auf kommunaler Ebene Entsorger und Kleinkraftwerke platt zu machen. -Da die Welt ja nun mit Nachdruck auf Atomenergie setzt, wird sich soetwas sehr positiv auf unser soziales Gefüge ausüben. -Klimaschutz währe damit dann auch abgehakt. - Es ist eine Menschheitsaufgabe, die folgenden Generationen vom Dreck aus Zeiten des kalten Krieges zu befreien. |
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#51 |
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Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.797
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Forschung kann meinetwegen auch weiterhin stattfinden. Ist ja auch weiterhin erlaubt, nur kommerzielle Anlagen sind vom Neubauverbot betroffen.
Sollte die Technik dann tatsächlich zur Verfügung stehen, wären ja zumindest die Abfälle verwertbar... wenn denn der Einsatz der Abfälle zur Energieerzeugung sicher wäre, aber das ist derzeit ebensowenig garantiert. Dann muss die Forschung nur noch ein sicheres Atomkraftwerk entwickeln. Der THTR ist kein solches Kraftwerk und die Nachteile von diesen Reaktoren hast du bisher nicht widerlegt, außer mit dem Versuch die Quelle der Information herabzusetzen. ![]()
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Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
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#52 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Mit Müll kann man durchaus reich werden. Die Franzosen und Engländer betreiben und bauen die neuen Anlagen im Osten und die Deutschen importieren von dort Strom und bezahlen mit Geldern aus der Müllaufbereitung. ... auch gut. Aber auch gegen die Anti-Atombewegung wahrscheinlich nicht zu machen. Du hast mal gefragt: Was ist denn mit dem radioaktiven Staub - dem Abrieb der Graphitkugel-brennelemente des THTR? Der ist doch gefährlich ? Ja klar - ist der gefährlich. Alle gefährlichen Dinge auch die gefährlichen Stäube so zu begrenzen und zu handlen, dass auch bei plötzlichem Versagen aller Steuerungen oder aller Pumpen alles sicher bleibt ist doch geradde der Witz des Konzeptes. Da gibt's ne Bodenabsaugung und 'nen Zyklon das sind erprobte Verfahrenstechnische Mittel und wie jedes Agregat eines KKWs sind auch die 3 und v4 mal redundant. Wenn die aber ausfallen, egal wie lange egal welche Szenarien - brennt der Laden nicht ab - explodiert nicht - oder macht sonst irgendwelche gefährlichen Dinge. Du hast mal gefragt: Brennt graphit nicht ? Ja klar brennt Graphit - aber erst, wenn man sehr viel Wärme investieret - das ist keine Grillkohle. Bei Chernobyl hat sich durch die entstehended Wärme schnell mehr Wärme entwickelt und diese Rückkopplung die Katastrophe ausgelöst. Aufgrund der Beschaffenheit der Kugeln im THTR (mittlere Abstände der Nukleide) gibt es kein positives Rückkopplungsszenario. Es müsste um das Graphit in brand zu setzen 1. Sauerstoff an das Graphit gelangen 2. Lange zeit so viel wärme einwirken, dass es anfängt zu reagieren. Allein durch das Oberfläche zu Volumen Verhältnis der Kugeln und die isolierende Schichtstruktur des Graphits währe wohl soetwas nötig wie ein mit Sauerstofflaschen beladener Jumbo Jet, um diesen Haufen 'Grillkohle' zu zünden. Das Helium kann entweichen bei Volltreffer durch Artillerie - es wird aber nicht im Betrieb radioaktiv. Das Helium kann beim Entweichen Stäube mitziehen (nach Einschlag eines Himmelskörpers o. Ä.) - DAS ist die einzige Möglichkeit, die wohl technisch nur durch schwere Panzerung des Reaktors vollkommen vermieden werden kann, wie überhaupt durch eine Havarie aus dem Reaktor und Turbinenkreislauf Radioaktives Material entweichen kann. Die äußeren Lagen der Kugeln sind aber nicht mit Brennstoff versehen und bei großem Abrieb wird der Reaktor stillgelegt. Viel Radioaktiver Staub ist also nicht da zum Entweichen. Selbst bei einem Spaceshuttle Einschlag ist das Katastrophenpotential also nicht massiv. Benachbarte Orte würden nicht durch Strahlung auf ewig unbewohnbar und die Menschen der Umgebung nicht ausgerottet. Die Feuerwehr könnte sich dem Reakor nähern - ohne dass verrauschte Vidoaufnahmen entstehen, deren Ersteller bald an Leukämie erkranken. Das Konzept ist also inhärent viel sicherer, als die normalen Siedewasserreaktoren. Die zu erwartende Anzahl an Verkehrstoten beim Transport von Biomasse an einem GTL Standort dürfte ein Risiko sein, dass sich in ganz anderen Regionen bewegt und viel Elend und Verzweiflung über die betroffene Bevölkerung bringen wird. (Ähnlich dem, was während der Zuckerrübenernte passiert) Ich kann nicht beweisen, das ein THTR, so wie er mal vorgesehen war sicher ist. Ich kann nicht mal beweisen, dass es sicher ist Erdgas durch die Ostsee zu leiten. Wieviel sicherer die Welt durch unseren Ausstieg aus atomaren Technologien wird kann auch keiner sagen. Schließlich begibt sich eines der innovativsten Ingenieurländer aus der Thematik - ohne das die Frage nach dem 'Wohin mit dem alten Kram' beantwortet währe - und noch schlimmer - woher neue Energie wird auch nicht beantwortet. (außer in brochüren in denen die Deindustrialisierung festgeschrieben wird) Keine Sicherheitseinschätzung ist komplett ohne eine Betrachtung der Alternativen. |
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#53 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 490
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Das Hauptziel muss bleiben weg von allen fossilen Brennstoffen, ebenso von Uran oder sonstigen nur endlich verfügbaren Brennstoffen. Je eher desto besser. Selbst wenn man sehr optimistisch schätzt, sind in 200 Jahren alle Resourcen aufgebraucht. Allerdings stimme ich zu, dass man als Übergangslösung mit Kernkraft das kleinere Übel wählt.(Oh Mann, und das von mir
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#54 |
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Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 189
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Naja und so wirklich 'fossil' ist nuklear nicht. Eher sind ALLE Formen der Energieerzeugung letztendlich nuklear. |
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#55 |
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Benutzer
Registriert seit: 26.09.2007
Beiträge: 137
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#56 |
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Master of Desaster
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: Köln
Beiträge: 490
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Meine Favoriten für Grundlast bleiben Geothermie und Fusionsreaktoren, die allerdings leider noch sehr weit weg sind von nutzbar. |
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#57 |
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Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 685
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Hi
also ich sehe Afrika als Standort auch nicht wirklich als Problem. Da wird dann der erstbeste Diktator unterstützt, falls eine Demokratie nicht grade zur Hand ist und dann ist da ruhe. Das klappt mit der Ölindustrie auch gut. Iran, Venezuela und sogar Irak wären dafür Beispiele. Oder hat wer in letzter Zeit etwas von Anschlägen auf Ölanlagen gehört? Die Transmutation hört sich zwar toll an, ist aber bisher nur für kleine Mengen geeignet. Zudem bleibt die Strahlung trotzdem noch so um die 3000-4000 Jahre gefährlich. Vor 3500 Jahren habt die Menschheit noch Pyramiden gebaut. Die werdens ja wohl Wissen: http://www.iket.fzk.de/cube/index.ph...5e4ce6bcc86b5c @T-Rex Wieso machst du dir eigentlich hier keine Sorgen um die zukünftigen Generation. Bei den läppischen 12Mrd. € hast du noch den Untergang des deutschen Haushaltes herauf, was die nächsten Generationen erschlagen würde. Hier werden Kosten verursacht, die locker mal eine Millionen Jahre bestehen könnten.
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mfg tdd
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