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Alt 11.04.2008, 16:50   #1
Neuklon
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Rudi Dutschke

11. April 1968 - Tatort Kurfürstendamm Ecke Joachim-Friedrich-Straße in Berlin - Josef Bachmann, aufgehetzt von der Springerpresse (Damals: "Stoppt Rudi Dutschke" / "Dutschke Volksfeind Nr.1") fragt sich zu ihm durch und schiesst 3 mal auf seinen Kopf, mitten auf der Straße - am gleichen Tag noch beginnen die Berliner Osterunruhen - 11 Jahre später stirbt Dutschke an den Spätfolgen - Der Täter nahm sich schon lange zuvor im Gefängnis das Leben

11. April 2008 - Gedenkfeier am Ort des Geschehens
Morgen im RBB: Samstag: 20:15 Uhr "Die 68'iger"...

Wer war dieser Mann? Ich denke man kann emotionslos davon sprechen das er Deutschlands bisher letzter Revolutionär war. Politisch distanzierte er sich schon früh von der Politik der USA und der Sowjetunion. Ich habe schon mit vielen über das Thema geredet. Keiner konnte aber bisher, ich selbst zweifle bisweilen auch an meinem Standpunkt, überzeugend darlegen wofür Dutschke eigentlich eintrat im politisch-idealistischen Sinne. Einige sehen in ihm einen Marxisten, andere lediglich einen Antikapitalisten oder "Zeitkritiker"...wiederum andere zählen ihn zu den Anhängern der "Kritischen Theorie" von Max Horkheimers. Kann man ihn überhaupt einordnen? Was meint ihr, welche Meinung habt ihr zu diesem Mann?
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Verfallen wir nicht in den Fehler, bei jedem Andersmeinenden entweder an seinem Verstand oder an seinem guten Willen zu zweifeln.
Otto von Bismarck

Geändert von Neuklon (11.04.2008 um 18:08 Uhr).
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Alt 11.04.2008, 19:31   #2
Leitwolf
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Bachmann war kein Leser der "Bild" oder eines sonstigen Springerblattes, sondern der "Nationalzeitung" und des "Stern" (den man wohl eher links der Mitte sehen kann). In der waren auch die angesprochenen Schlagzeilen abgedruckt. Aber mit dem Wahrheitsgehalt ihrer Parolen haben es die 68er sowieso nie so genau genommen.
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Alt 11.04.2008, 21:18   #3
Neuklon
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Es ist unbestritten das die Springerpresse die journalistische Hetzjagd auf Dutschke und Co. anführte. Von der Intensität bis hin zur Auflagenverbreitung, kein anderes Verlagshaus besaß einen größeren und flächendeckenderen Einfluss. Richtig ist, auch andere Unternehmen schlossen sich in ähnlicher Manier an. Man hätte nicht einmal irgendeines dieser Blätter lesen müssen, das Thema war damals in aller Munde.

Wer (30% wochentags und 90% sonntags) gemessen an der Gesamtauflage aller Zeitungen einen so großen Einfluss hat und dann kühl berechnend die damalige Meinungsmache anzettelte, ist und bleibt der Hauptaktivist. In welcher Zeitung/Zeitschrift nun letztlich die beiden bekanntesten Schlagzeilen standen, entgeht meiner genauen Kenntnis. Mir war so als wenn sie von Springer kamen, aber ich kann mich da auch irren. Man mag mir das verzeihen. Vielleicht habe ich dazu auch einmal fehlerhafte Informationen gelesen, wer weiß. Nun ändert das aber nichts an der Ausgangslage, es war beileibe kein Zufall das sich der Hauptprotest noch am Tage des Attentates gegen den Axel-Springer-Verlag richtete.
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Alt 12.04.2008, 13:44   #4
Delegado Zero
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Kommentar vom Mörder:

Zitat:
„Ich möchte zu meinem Bedauern feststellen, dass Dutschke noch lebt. Ich hätte eine Maschinenpistole kaufen können. Wenn ich das Geld dazu gehabt hätte, hätte ich Dutschke zersägt.“
Reue ist anders.
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Alt 12.04.2008, 18:05   #5
Leitwolf
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Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
Es ist unbestritten das die Springerpresse die journalistische Hetzjagd auf Dutschke und Co. anführte.
Man kann der "Bild" wirklich viel unterstellen. Vor allem beschissenen Journalismus, den übrigens auch schon so mancher Lieblingsfeind der "Linken" zu spüren bekommen hat. Aber eine Kampagne die gezielt auf eine Ermordung Dutschkes hingearbeitet hat, hat sie sicher nicht betrieben.

Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
es war beileibe kein Zufall das sich der Hauptprotest noch am Tage des Attentates gegen den Axel-Springer-Verlag richtete.
Natürlich war es das nicht. Die 68er wussten schon sehr gut wie man agitiert. Die Schuld am Attentat dem Lieblingsfeind Springer in die Schuhe zu schieben nahm die verhasste Gesamtgesellschaft in die Verantwortung. Nicht nur einen einzelnen rechtsradikalen Spinner, der diese Gesellschaft wahrscheinlich genauso ablehnte wie die 68er selbst.
Das Ganze wurde bewusst politisch und agitatorisch ausgenutzt, wie so manch anderer Zwischenfall auch.

Zitat: Delegado Zero Beitrag anzeigen
Reue ist anders.
Wow, ist jetzt etwa auf einmal doch jemand für seine Taten selbst verantwortlich und nicht nur aus Verzweiflung kriminell geworden?
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Alt 12.04.2008, 18:17   #6
Fokker
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@Delegado
Das hat er kurz nach dem Attentat ausgesagt. Es gibt Leute die behaupten, dass Bachmann sich tötete, als der Kontakt zu Dutschke einschlief, dieser hatte nämlich mit seinem Attentäter Kontakt aufgenommen.

----------------------

Als letzten Revolutionär würde ich Dutschke nicht bezeichnen, der Mauerfall hat da sicher auch noch ein paar hervorgebracht.
Ich weiß nicht wie ich ihn bewerten soll. Ich frage mich auch, wie wichtig er wirklich für die Studentenbewegung war. Schließlich war die Bewegung schon in Gang, bevor er bundesweit bekannt wurde.
Dennoch bleibt er wohl für viele das Gesicht der 68er...

Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Man kann der "Bild" wirklich viel unterstellen. Vor allem beschissenen Journalismus, den übrigens auch schon so mancher Lieblingsfeind der "Linken" zu spüren bekommen hat. Aber eine Kampagne die gezielt auf eine Ermordung Dutschkes hingearbeitet hat, hat sie sicher nicht betrieben.
Nö, aber die Bildzeitung hat es immerhin soweit getrieben, das ein armer Student letztlich von einem Mob bedroht wurde, der ihn totschlagen wollte.

Die Berichterstattung der Bildzeitung hat zur Eskalation beigetragen, was sich sicherlich auch Teile der 68er Bewegung zu eigen machen können.
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Alt 13.04.2008, 14:40   #7
Neuklon
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Man kann der "Bild" wirklich viel unterstellen. Vor allem beschissenen Journalismus, den übrigens auch schon so mancher Lieblingsfeind der "Linken" zu spüren bekommen hat. Aber eine Kampagne die gezielt auf eine Ermordung Dutschkes hingearbeitet hat, hat sie sicher nicht betrieben.
Das habe ich auch nicht behauptet. Eine journalistische Hetzjagd ist sicher noch kein politischer Aufruf zur Ermordung. Daraus entstehende Meinungen oder Handlungen können jedoch ungewollte Folgen haben. Medien besitzen mitunter hohe Machtanteile, dessen sollten sie sich bewusst sein. Zu damaliger Zeit war der Ton zu scharf, beiden Seiten muss man das vorwerfen. In solchen Situationen treten nicht selten Personen ins Scheinwerferlicht die geblendet oder aufgehetzt sind, so gesehen. Nach diesen Vorkommnissen wäre es zu einfach die Schuld alleinig beim Attentäter zu suchen. Stichwort: kognitive Stimulation in Zusammenhang mit Sensibilisierung

Die Hauptschuld für die Tat liegt bei Herrn Bachmann, in seiner Lebensgeschichte liegen die Antworten. Für den Aufbau und Übernahme des Feindbildes zeichnen sich dagegen andere verantwortlich. Wo Hass gesäht wird, gibt es stets Abnehmer. Wie groß letztlich die Teilhabeschuld der Springerpresse ist, vermag ich in Zahlen nicht auszudrücken. Unbedeutend war sie jedenfalls nicht...
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Alt 13.04.2008, 15:13   #8
Neuklon
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Als letzten Revolutionär würde ich Dutschke nicht bezeichnen, der Mauerfall hat da sicher auch noch ein paar hervorgebracht.
Ich weiß nicht wie ich ihn bewerten soll. Ich frage mich auch, wie wichtig er wirklich für die Studentenbewegung war. Schließlich war die Bewegung schon in Gang, bevor er bundesweit bekannt wurde.
Dennoch bleibt er wohl für viele das Gesicht der 68er...
An wen denkst du da? Mir fällt auf Anhieb ehrlich gesagt niemand ein dem ich dieses Schild um den Hals hängen könnte.
Ich denke die Bedeutung Dutschkes in der Hauptphase der Studentenbewegung war schon enorm. Spätere Größen wie Joschka Fischer gaben offen zu das sie von ihm mitgeprägt wurden.

Zur damaligen Stimmung: "Die Welt" im Februar 1968

"...Ein junger Mann wurde sogar verprügelt, weil ihn Demonstranten fälschlicherweise für Dutschke hielten. - Über einen Lautsprecher ertönte die Stimme eines Gewerk-schaftsfunktionärs: "Wer unsere Demokratie in Gefahr bringt, muss mit der Entschlossenheit der Gewerkschaft rechnen." Tosender Beifall. Bauarbeiter trugen ein Holzplakat mit der gelben Aufschrift: "Volksfeind Nr. 1 - Rudi Dutschke, raus mit dieser Bande!" ...
Nach Schluß der Versammlung elektrisierte das Wort "Dutschke ist hier" noch einmal mehr als 1 000 Personen. Unter Gejohle stürzte man sich zu dem vermeintlichen Aufenthaltsort des SDS-Ideologen. Man suchte Dutschke, doch man fand ihn nicht. Ein Bäckerladen wurde durchsucht, weil er angeblich dort sei; man rüttelte an einem Polizeifahrzeug, weil er sich hier versteckt haben sollte.
Schließlich wurde Dutschke in einem Geschäft für Grabsteine vermutet. ... Mehr als 100 Polizisten mit gezogenen Schlagstöcken mussten die Masse davor zurückhalten, das Geschäft zu stürmen. Ein anderer Augenzeuge hörte bei der Gelegenheit folgende Rufe: "Lyncht die Sau!" - "Schlagt ihn tot!" - "Kastriert das Judenschwein!" - "Dutschke ins KZ!"...


So geschehen in Berlin: Zeitzeugen berichten übereinstimmend folgendes:


"Es war ein SPD-Senat, der diesen "Volkszorn" organisiert hatte und ihn schürte. Unterstützt wurde er von der CDU, den Gewerkschaften und insbesondere der Springer-Presse. Das war die Stimmung in Berlin, die im übrigen West-Deutschland nicht viel besser war."
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Alt 14.04.2008, 06:46   #9
Fokker
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Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
An wen denkst du da? Mir fällt auf Anhieb ehrlich gesagt niemand ein dem ich dieses Schild um den Hals hängen könnte.
Nein, mir fällt auch kein spezieller ein, aber es wird viele Revolutionäre gegeben haben, schließlich bedurften die damaligen Protestaktionen und Demonstrationen auch einer gewissen Organisation.
Zitat: Neuklon Beitrag anzeigen
Ich denke die Bedeutung Dutschkes in der Hauptphase der Studentenbewegung war schon enorm. Spätere Größen wie Joschka Fischer gaben offen zu das sie von ihm mitgeprägt wurden.
Ich denke, die Massen konnte Dutschke nicht erreichen, dazu war er zu abgehoben. Weiterhin denke, ich dass die Bewegung an sich auch ohne ihn die Gesellschaft verändert hätte. Schließlich ist die Bewegung ja nicht auf das Jahr 68 begrenzt, das hatte alles ja schon weit vorher seinen Anfang genommen.
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Alt 15.04.2008, 14:35   #10
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Die Berichterstattung der Bildzeitung hat zur Eskalation beigetragen, was sich sicherlich auch Teile der 68er Bewegung zu eigen machen können.
Verzeihung, da stellen sich zigtausende Leute hin und erklären die komplette politische und gesellschaftliche Ordnung für falsch. Sie kippen gesellschaftliche Konventionen, sie begehen Straftaten und sie sympathisieren ganz offen mit dem System des erklärten Feindes.
Wieviel Toleranz solche Leute in unserer Gesellschaft erfahren erlebt man regelmäßig wenn es um das Thema Rechtsextremismus geht. Eskalieren Staat, Medien und Gesellschaft diesen Konflikt etwa auch?
Wieviel Sympathien hätten die Polen oder Franzosen in den 1930er Jahren wohl einer nationalsozialistischen Studentenbewegung entgegenbringen sollen?
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Alt 16.04.2008, 15:33   #11
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Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Verzeihung, da stellen sich zigtausende Leute hin und erklären die komplette politische und gesellschaftliche Ordnung für falsch. Sie kippen gesellschaftliche Konventionen, sie begehen Straftaten und sie sympathisieren ganz offen mit dem System des erklärten Feindes.
Die gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit waren ja auch kaum auszuhalten. In der Zeit wären mehrere meiner Freunde und Verwandten direkt durch Gefängnis bedroht, aufgrund von sinnfreien Gesetzen. In den Schulen gab es noch die Prügelstrafe und wer lange Haare trug oder sonstwie aus der Rolle fiel hatte es schwer in dieser Gesellschaft zu bestehen.

Die politische Ordnung sollte auch nicht generell verändert werden, da gab es ja unterschiedliche Strömungen der 60er Jahre. Die überwiegende Mehrheit wird sich wohl für Reformen eingesetzt haben, gegen den Vietnamkrieg und für die Rechte von Minderheiten. Natürlich gab es kommunistische Strömungen, die Bewegung der 60er Jahre allerdings darauf zu reduzieren ist falsch.

Sicher wurden Straftaten begangen, was zu verurteilen ist, aber dann muss man auch folgendes erwähnen, wie zB eben die Schlagzeilen der Springerpresse und anderen Zeitungen oder die Aktionen des Staates (Verteilung von Molotow-Cocktails etc. an Studenten, Organisation von Mobs, Benno Ohnesorg etc.).
Zitat: Leitwolf Beitrag anzeigen
Eskalieren Staat, Medien und Gesellschaft diesen Konflikt etwa auch?
Nein, sie rufen nicht zur Ergreifung der Rädelsführer, beleidigen diese nicht und rufen auch nicht zu Straftaten auf. Gegenüber Rudi Dutschke hat man sich in dieser Beziehung allerdings nicht zurückgehalten, was ja auch zu Ausschreitungen geführt hat.
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Alt 18.04.2008, 19:03   #12
Leitwolf
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Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Die gesellschaftlichen Konventionen der damaligen Zeit waren ja auch kaum auszuhalten.
Naja, mit unseren heutigen geht es mir persönlich nicht anders. Würde ich meine Ablehnung der herrschenden Gesellschaftsordnung heute zur Schau stellen wie seinerzeit die 68er, dann würde ich ähnliche Beißreflexe bei diversen linksliberalen Gutmenschen auslösen.
Tue ich allerdings nicht, weil ich im Gegensatz zu diesen Pseudorebellen mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehe.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Natürlich gab es kommunistische Strömungen, die Bewegung der 60er Jahre allerdings darauf zu reduzieren ist falsch.
Im Kern ging es hier um Rudi Dutschke und der ist nunmal untrennbar mit dem SDS und zumindestens den Sympathiesanten der RAF verbunden gewesen.
Klar hatte die Masse der 68er ziemlich schnell die Schnauze voll von der Revolution. Nämlich genau in dem Moment, als sie ihr Studium fertig hatten und Karriere machen wollten.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Sicher wurden Straftaten begangen, was zu verurteilen ist, aber dann muss man auch folgendes erwähnen, wie zB eben die Schlagzeilen der Springerpresse
Darf Herr Günzel jetzt auch Steine werfen gehen, weil man ihn in der Boulevardpresse als Rechtsradikalen verunglimpft hat?

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Verteilung von Molotow-Cocktails etc. an Studenten, Organisation von Mobs
Komisch, dass solche Aktionen immer rein aus Sicht der 68er dargestellt werden. Wer sagt eigentlich, dass jede Aktion eines V-Mannes mit der Behörde für die er berichtet abgesprochen war?

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Benno Ohnesorg etc.
Schön wenn man einen Märtyrer hat... Ob man einen tragischen Unfall allerdings als geplante Aktion des Staates hinstellen kann wage ich doch zu bezweifeln.

Zitat: Fokker Beitrag anzeigen
Nein, sie rufen nicht zur Ergreifung der Rädelsführer, beleidigen diese nicht und rufen auch nicht zu Straftaten auf.
Also mir persönlich erscheinen die Reaktionen in Presse und Politik nach angeblichen oder tatsächlichen fremdenfeindlichen Übergriffen durchaus als eine Art Hexenjagd. Ich erinnere z.B. an die Vorfälle in Potsdamm und Mügeln.
Beide Male letztlich nur ein Streit und Besoffenen, aber trotzdem werden Hundertschaften in Bewegung gesetzt, Verdächtige von vermummten Spezialkräften im Hubschrauber quer durch Deutschland geflogen und erstmal jeder Ossi präventiv als Nazi dargestellt.
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