![]() |
|
| Registrieren | Wissens-Bank | Chat | Neue Beiträge | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|||||||
|
|
#1 |
|
Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.917
|
Stellenabbau, Preiserhöhung, Standortaufgabe bei der Bahn
Nachdem am Wochenende eine Einigung erzielt werden konnte, hat Mehdorn heute die Konsequenzen daraus gezogen: Stellenabbau, Fahrpreiserhöhungen und Standortaufgabe
So die kurze Antwort auf den Abschluß vom Wochenende, bei dem sich Mehdorn mit Schell und Tiefensee auf 11% plus für die Lokführer geeinigt hat. Wie muss man das jetzt bewerten? Die Bahn hat einen Gewinn erwirtschaftet, zugegebenermaßen ist dieser im Verhältnis zum umsatz nicht groß, dürfte aber doch für die Lokführer reichen, schließlich kostet dieser Abschluß keine Milliarden. Ein anderer Kritikpunkt ist die Einmischung Tiefensees in die Verhandlungen. Er unterläuft damit das Prinzip der Tarifautonomie -so die Kritik. Auf jeden Fall hat Mehdorn mit dieser Ankündigung erstmal ne Menge Porzellan zerschlagen. Was davon unter dem Strich bleiben wird, werden wir sehen.
__________________
Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
|
|
|
|
|
#2 |
|
Benutzer
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Jena
Beiträge: 65
|
War doch klar, dass die bahn auf die höheren Ausgaben irgendwie reagieren muss. Das Geld, was die Lokführer jetzt mehr bekommen fällt ja schließlich nicht vom Himmel.
|
|
|
|
|
|
#3 |
|
Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 711
|
Hi
ich halte das für eine Trotzreaktion. Immerhin hat die Bahn ja letztes Jahr Gewinne gemacht. Das könnte auch ins Personal stecken, statt das sich Medorn selber das Gehalt erhöhen lässt.
__________________
mfg tdd
|
|
|
|
|
|
#4 |
|
Beiträge: n/a
|
Als ich, vor rund 25 Jahren, zum letzten Mal mit der Bahn fuhr, war die Fahrkarte nicht nennenswert teurer als die entsprechenden Spritkosten.
Heute, trotz unverhältnismäßig höherer Spritkosten, fahre ich mit meinem ohnehin vorhandenem Auto deutlich billiger. Stopfe ich noch 4 weitere Personen + Gepäck + Fahrräder (meine Familie) in und auf meine Karre, müßte ich für meine beabsichtigte Reise einen Geldscheißer im Keller stehen haben. |
|
|
|
#5 |
|
Administrator
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Wolfsburg
Beiträge: 711
|
Hi
naja, günstig Bahnfahren geht schon. Es ist allerdings eher Glückspiel, da es nur begrenzt günstige 29€ Tickets gibt, und spontan fahren ist nicht drin.
__________________
mfg tdd
|
|
|
|
|
|
#6 |
|
Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 272
|
Ja genau - diese Unternehmer sind wie Kleinkinder. Erst wollen sie ein Unternehmen gewinnbringend aufstellen und dann wohlmöglich noch Mehrkosten an den Markt weitergeben. |
|
|
|
|
|
#7 |
|
Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
|
Leute was beschwert ihr euch eigentlich? Wer will denn die Privatisierung? So lange die Post in Bunds hand war, flossen da Milliarden jedes Jahr zurück an den Staat... Gelder die man dann wieder für uns ausgegeben hat.
Mehdorn führt ein Aktienunternehmen im Kapitalismus... Regel des Marktes: Ein Unternehmen ist nicht erfolgreich, wenn es Gewinn macht, bzw. mehr einnimmt als ausgibt, sondern: Ein Unternehmen ist dann erfolgreich, wenn es mehr Gewinn erzielt als im letzten Jahr... Hier rennen doch die rum, die diese ganze Aktienscheiße befürworten - dahin hats uns getrieben... Dann wird an Stecken gespart, Bahnhöfe nicht mehr angefahren... Bei der Post wird die Post dann irgendwann nicht mehr in den Briefkasten geworfen, sondern gibts Sammeldepots an denen du morgens deine Post holen kannst... Ihr wolltet die Privatisierung - da isse! Viva la .. ach egal
__________________
..:: visit (¯`·. www.intim-board.info .·´¯) ::..
Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
|
|
|
|
|
#8 |
|
Benutzer
Registriert seit: 21.01.2008
Ort: Jena
Beiträge: 65
|
Damit eine Privatisierung den Kunden die meisten Vorteile bringt, braucht es Wettbewerb. Und den hat die Regierung ja bei der Post jetzt für die Zukunft erfolgreich abgewürgt.
![]() Aber auch so ist es schon besser als früher. Auch bei privatisierten Unternehmen mit Monopol merkt man, das Kunden nicht mehr als ungebetene Unterbrechungen des täglichen schlafens wahrgenommen werden, sondern als die, die dem Unternehmen das Geld bringen. Oder nehmen wir als Beipiel den Mobilfunk. Wenn der nicht von Anfang an liberalisiert wäre, sondern der deutschen Bundespost unterstehen würde. Da könnte man nicht mal so einfach in einen Laden gehen und mit einem freigeschalteten Handy wieder herauskommen. Da müsste man erstmal einen Antrag ausfüllen und ein paar Monate warten. Und die Tarife wären auch viel teurer. Und ein kostenloses Handy zum Vertrag, davon könnten wir nur träumen... In den privatisierten Betrieben ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber es ist immer noch wesentlich besser, als wenn die Betriebe nicht privatisiert worden wären. |
|
|
|
|
|
#9 |
|
Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 272
|
|
|
|
|
|
|
#10 |
|
Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
|
Benny ich mach dir ein Beispiel:
Netzausbau Bundespost - 100% (damals aktuellste Technik) Jeder kann Telefon haben DSL-Ausbau liberalisierter Markt - nicht annähernd 100% Es bekommt der DSL, bei dem es sich für das Unternehmen rentiert Achja und beim Service hat man ja seeeeehr zugelegt.. Manometer... Jeder Telekommitarbeiter schämt sich ja mittlerweile für das was die KOnzernchefs in den Sand setzen - aber naja, das haste ja bei jedem Anbieter... Die liberalisierung hat uns dahingetrieben, dass niemand mehr am Telefon Geschäfte abshcließt jährlich mehrere 100.000 Anschlüsse unberechtigte Tarifumstellungen oder PreSelections zugeschaltet werden... Jaja für den Kunden hat sich unheimlich was getan... Die Einheiten sind günstiger - aber die Telefonrechnung deshalb nicht niedriger - zumindest in den meisten Fällen... Und wenn man dann mal bei der 5.- Pauschalrechnung angekommen ist, platzt das alles wieder - kleinere Anbieter faulen weg und wir haben wieder ein Monopol oder ne Monopolähnliche Situation... Der ganze Scheiß kann doch auf Dauer gar nicht funktinoieren - denn auf ewig jedes Jahr mehr Gewinn machen, geht nicht... Aber noch hat man ja genügend MItarbeiter, die man der Dividende zu Dank rauswerfen kann - so lange funktionierts noch... Achja weil wir vom Telekommunikationsmarkt reden... Sieh dir an, was man in ehemaligen Staatsunternehmen Leute rausgeworfen hat und wieviele Stellen bei der KOnkurrenz geschaffen wurden....
__________________
..:: visit (¯`·. www.intim-board.info .·´¯) ::..
Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
|
|
|
|
|
#11 |
|
Weltmeister
Registriert seit: 25.10.2007
Beiträge: 272
|
Früher war der Service der telekom / bundepost natürlich vom feinsten (gelächter) Kleine Unternehmen und Unternehmen in Privatbesitz haben es leichter auch antizyklische Personalpolitik zu betrieben und eine erhöhte Personaldecke durch den Winter zu bringen um mit bewährten Kräften dann in den Aufschwung zu starten. Wenn aber auch auf Dauer zu viele an Bord sind, handelt man als Unternehmer nicht eben Verantwortungsbewusst zu lasten des Gewinns Leute zu füttern, die man nicht braucht. Die Konkurrenz wird dies nutzen, um vorbeizuziehen und so wird das unternehmen als ganzes gefährdet. Die AG ist übrigens eine Gesellschaftsform, die es Unternehmern erlaubt Kapital von Investoren zu nutzen und gleichzeitig die Kontrolle nicht zwingendermaßen an Finanzinvestoren zu übergeben - daher ist sie so beliebt im deutschen Mittelstand - da wo die Welt noch in Ordnung und die Löhne noch hoch sind und die Belegschaft die Krisen oft noch gemeinsam meistert. |
|
|
|
|
|
#12 |
|
Registriert seit: 24.12.2003
Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
|
Deiner Regel zu Folge läuft es tatsächlich - denn das ist das Gesetz der Kapitalspekulation. Aber würde es genau diese nicht geben, wäre es Aufgabe des Betriebes im nächsten Jahr weiterhin zu bestehen und die Zielgruppe mit dem Produkt zu versorgen. Warum muss ich denn zig Mitarbeiter entlassen? Nur damit ein Stück Papier an Wert gewinnt? Normalerweise müsste ich den Mitarbeiter beschäftigen, damit er sich mein Produkt auch leisten kann und ich muss dem Markt das bieten, was er möchte... Das - und nur das ist der Sinn des Ganzen, dass ein paar wenige daraus Kapital schlagen wollen, sieht man ja an dem Beispiel - aber deshalb ist es nicht legitimer...
__________________
..:: visit (¯`·. www.intim-board.info .·´¯) ::..
Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken. George Bernard Shaw (1856-1950) |
|
|
|
|
|
#13 |
|
Forenbetreuer
Registriert seit: 26.11.2003
Ort: Emden/Göttingen
Beiträge: 2.917
|
Bei dem ganzen sollte man aber auch nicht vergessen, dass der weitaus größte Teil der Arbeitsplätze nicht in Börsenunternehmen steckt, sondern in mittelständischen Unternehmen.
__________________
Good judgement comes from experience, experience comes from bad judgement. |
|
|