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Alt 16.01.2008, 00:16   #1
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Stellenabbau, Preiserhöhung, Standortaufgabe bei der Bahn

Nachdem am Wochenende eine Einigung erzielt werden konnte, hat Mehdorn heute die Konsequenzen daraus gezogen: Stellenabbau, Fahrpreiserhöhungen und Standortaufgabe

So die kurze Antwort auf den Abschluß vom Wochenende, bei dem sich Mehdorn mit Schell und Tiefensee auf 11% plus für die Lokführer geeinigt hat.

Wie muss man das jetzt bewerten? Die Bahn hat einen Gewinn erwirtschaftet, zugegebenermaßen ist dieser im Verhältnis zum umsatz nicht groß, dürfte aber doch für die Lokführer reichen, schließlich kostet dieser Abschluß keine Milliarden.

Ein anderer Kritikpunkt ist die Einmischung Tiefensees in die Verhandlungen. Er unterläuft damit das Prinzip der Tarifautonomie -so die Kritik.

Auf jeden Fall hat Mehdorn mit dieser Ankündigung erstmal ne Menge Porzellan zerschlagen. Was davon unter dem Strich bleiben wird, werden wir sehen.
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Alt 24.01.2008, 02:58   #2
Benny
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Benny befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
War doch klar, dass die bahn auf die höheren Ausgaben irgendwie reagieren muss. Das Geld, was die Lokführer jetzt mehr bekommen fällt ja schließlich nicht vom Himmel.
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Alt 24.01.2008, 21:46   #3
tdd
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Hi
ich halte das für eine Trotzreaktion. Immerhin hat die Bahn ja letztes Jahr Gewinne gemacht. Das könnte auch ins Personal stecken, statt das sich Medorn selber das Gehalt erhöhen lässt.
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tdd
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Alt 27.01.2008, 07:39   #4
Andreas57
 
Beiträge: n/a
Als ich, vor rund 25 Jahren, zum letzten Mal mit der Bahn fuhr, war die Fahrkarte nicht nennenswert teurer als die entsprechenden Spritkosten.
Heute, trotz unverhältnismäßig höherer Spritkosten, fahre ich mit meinem ohnehin vorhandenem Auto deutlich billiger.
Stopfe ich noch 4 weitere Personen + Gepäck + Fahrräder (meine Familie) in und auf meine Karre,
müßte ich für meine beabsichtigte Reise einen Geldscheißer im Keller stehen haben.
 
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Alt 27.01.2008, 14:32   #5
tdd
Administrator
 
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Ort: Wolfsburg
Beiträge: 710
tdd hat die Renommee-Anzeige deaktiviert
Hi
naja, günstig Bahnfahren geht schon. Es ist allerdings eher Glückspiel, da es nur begrenzt günstige 29€ Tickets gibt, und spontan fahren ist nicht drin.
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Alt 28.01.2008, 17:47   #6
T-Rex
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Zitat: tdd Beitrag anzeigen
Hi
ich halte das für eine Trotzreaktion.

Ja genau - diese Unternehmer sind wie Kleinkinder.

Erst wollen sie ein Unternehmen gewinnbringend aufstellen und dann wohlmöglich noch Mehrkosten an den Markt weitergeben.
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Alt 02.02.2008, 12:10   #7
Killerkeks
 
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Ort: Keksdose ;)
Beiträge: 838
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Leute was beschwert ihr euch eigentlich? Wer will denn die Privatisierung? So lange die Post in Bunds hand war, flossen da Milliarden jedes Jahr zurück an den Staat... Gelder die man dann wieder für uns ausgegeben hat.

Mehdorn führt ein Aktienunternehmen im Kapitalismus... Regel des Marktes: Ein Unternehmen ist nicht erfolgreich, wenn es Gewinn macht, bzw. mehr einnimmt als ausgibt, sondern: Ein Unternehmen ist dann erfolgreich, wenn es mehr Gewinn erzielt als im letzten Jahr...

Hier rennen doch die rum, die diese ganze Aktienscheiße befürworten - dahin hats uns getrieben... Dann wird an Stecken gespart, Bahnhöfe nicht mehr angefahren...
Bei der Post wird die Post dann irgendwann nicht mehr in den Briefkasten geworfen, sondern gibts Sammeldepots an denen du morgens deine Post holen kannst...

Ihr wolltet die Privatisierung - da isse! Viva la .. ach egal
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Es ist manchmal besser, überhaupt nicht zu denken als intensiv und falsch zu denken.

George Bernard Shaw (1856-1950)
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Alt 03.02.2008, 01:20   #8
Benny
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Ort: Jena
Beiträge: 65
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Damit eine Privatisierung den Kunden die meisten Vorteile bringt, braucht es Wettbewerb. Und den hat die Regierung ja bei der Post jetzt für die Zukunft erfolgreich abgewürgt.


Aber auch so ist es schon besser als früher. Auch bei privatisierten Unternehmen mit Monopol merkt man, das Kunden nicht mehr als ungebetene Unterbrechungen des täglichen schlafens wahrgenommen werden, sondern als die, die dem Unternehmen das Geld bringen.



Oder nehmen wir als Beipiel den Mobilfunk. Wenn der nicht von Anfang an liberalisiert wäre, sondern der deutschen Bundespost unterstehen würde. Da könnte man nicht mal so einfach in einen Laden gehen und mit einem freigeschalteten Handy wieder herauskommen. Da müsste man erstmal einen Antrag ausfüllen und ein paar Monate warten. Und die Tarife wären auch viel teurer. Und ein kostenloses Handy zum Vertrag, davon könnten wir nur träumen...


In den privatisierten Betrieben ist auch nicht alles Gold was glänzt, aber es ist immer noch wesentlich besser, als wenn die Betriebe nicht privatisiert worden wären.
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Alt 04.02.2008, 12:42   #9
T-Rex
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Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen

Hier rennen doch die rum, die diese ganze Aktienscheiße befürworten - dahin hats uns getrieben...
Oh Gott -wir stehen vor dem Ruin anstatt in die goldene Zukunft der volkseigenen Betriebe gestrebt zu haben ;-)
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Alt 06.02.2008, 19:59   #10
Killerkeks
 
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Benny ich mach dir ein Beispiel:

Netzausbau Bundespost - 100% (damals aktuellste Technik)
Jeder kann Telefon haben

DSL-Ausbau liberalisierter Markt - nicht annähernd 100%
Es bekommt der DSL, bei dem es sich für das Unternehmen rentiert

Achja und beim Service hat man ja seeeeehr zugelegt.. Manometer... Jeder Telekommitarbeiter schämt sich ja mittlerweile für das was die KOnzernchefs in den Sand setzen - aber naja, das haste ja bei jedem Anbieter...

Die liberalisierung hat uns dahingetrieben, dass niemand mehr am Telefon Geschäfte abshcließt jährlich mehrere 100.000 Anschlüsse unberechtigte Tarifumstellungen oder PreSelections zugeschaltet werden...

Jaja für den Kunden hat sich unheimlich was getan... Die Einheiten sind günstiger - aber die Telefonrechnung deshalb nicht niedriger - zumindest in den meisten Fällen...

Und wenn man dann mal bei der 5.- Pauschalrechnung angekommen ist, platzt das alles wieder - kleinere Anbieter faulen weg und wir haben wieder ein Monopol oder ne Monopolähnliche Situation...

Der ganze Scheiß kann doch auf Dauer gar nicht funktinoieren - denn auf ewig jedes Jahr mehr Gewinn machen, geht nicht... Aber noch hat man ja genügend MItarbeiter, die man der Dividende zu Dank rauswerfen kann - so lange funktionierts noch...

Achja weil wir vom Telekommunikationsmarkt reden... Sieh dir an, was man in ehemaligen Staatsunternehmen Leute rausgeworfen hat und wieviele Stellen bei der KOnkurrenz geschaffen wurden....
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Alt 07.02.2008, 13:24   #11
T-Rex
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Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Benny ich mach dir ein Beispiel:

Netzausbau Bundespost - 100% (damals aktuellste Technik)
Jeder kann Telefon haben

DSL-Ausbau liberalisierter Markt - nicht annähernd 100%
Es bekommt der DSL, bei dem es sich für das Unternehmen rentiert
Im Sozialismus hätte es sofort ein flächendeckendes DSL gegeben !

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Achja und beim Service hat man ja seeeeehr zugelegt.. Manometer... Jeder Telekommitarbeiter schämt sich ja mittlerweile für das was die KOnzernchefs in den Sand setzen - aber naja, das haste ja bei jedem Anbieter...
Ja das hat man überall -Leute die meinen alles besser zu wissen als der Boss nur leider in der Schule nicht richtig mitgekommen sind weil sie 'ne problematische Kindheit hatten und deswegen ungerechter Weise nicht im Vorstand gelandet sind.

Früher war der Service der telekom / bundepost natürlich vom feinsten (gelächter)


Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen
Jaja für den Kunden hat sich unheimlich was getan... Die Einheiten sind günstiger - aber die Telefonrechnung deshalb nicht niedriger - zumindest in den meisten Fällen...
Also ich zahle etwa die 75% wie zu Bundespostzeiten und habe noch einen Breitbandinternetzugang zusätzlich ... wenn man von einer Inflationsrate von 3% ausgeht ist dass schon recht ordentlich billiger für viel mehr Leistung

Zitat: Killerkeks Beitrag anzeigen

Der ganze Scheiß kann doch auf Dauer gar nicht funktinoieren - denn auf ewig jedes Jahr mehr Gewinn machen, geht nicht... Aber noch hat man ja genügend MItarbeiter, die man der Dividende zu Dank rauswerfen kann - so lange funktionierts noch...
United internet stellt Leute ein. Mehr Gewinn jedes Jahr geht natürlich nur solange sich Umsatz und Effektivität erhöhen lassen. Wenn man mehr Gewinn machen kann mit weniger Leuten und dies auch nachhaltig funktioniert, so muss ein Unternehmen das natürlich auch tun.

Kleine Unternehmen und Unternehmen in Privatbesitz haben es leichter auch antizyklische Personalpolitik zu betrieben und eine erhöhte Personaldecke durch den Winter zu bringen um mit bewährten Kräften dann in den Aufschwung zu starten. Wenn aber auch auf Dauer zu viele an Bord sind, handelt man als Unternehmer nicht eben Verantwortungsbewusst zu lasten des Gewinns Leute zu füttern, die man nicht braucht. Die Konkurrenz wird dies nutzen, um vorbeizuziehen und so wird das unternehmen als ganzes gefährdet.

Die AG ist übrigens eine Gesellschaftsform, die es Unternehmern erlaubt Kapital von Investoren zu nutzen und gleichzeitig die Kontrolle nicht zwingendermaßen an Finanzinvestoren zu übergeben - daher ist sie so beliebt im deutschen Mittelstand - da wo die Welt noch in Ordnung und die Löhne noch hoch sind und die Belegschaft die Krisen oft noch gemeinsam meistert.
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Alt 11.02.2008, 13:48   #12
Killerkeks
 
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Zitat: T-Rex Beitrag anzeigen
Wenn man mehr Gewinn machen kann mit weniger Leuten und dies auch nachhaltig funktioniert, so muss ein Unternehmen das natürlich auch tun.
Nein eben nicht... Immerhin hat der Betrieb eine soziale Verantwortung... Niemand sagt etwas, wenn es dem Unternehmen schlecht geht, dass man Maßnahmen ergreifen muss... Aber rein für die Gewinnmaximierung Existenzen und Leben zu zerstören muss man eben nicht...

Deiner Regel zu Folge läuft es tatsächlich - denn das ist das Gesetz der Kapitalspekulation. Aber würde es genau diese nicht geben, wäre es Aufgabe des Betriebes im nächsten Jahr weiterhin zu bestehen und die Zielgruppe mit dem Produkt zu versorgen. Warum muss ich denn zig Mitarbeiter entlassen? Nur damit ein Stück Papier an Wert gewinnt? Normalerweise müsste ich den Mitarbeiter beschäftigen, damit er sich mein Produkt auch leisten kann und ich muss dem Markt das bieten, was er möchte... Das - und nur das ist der Sinn des Ganzen, dass ein paar wenige daraus Kapital schlagen wollen, sieht man ja an dem Beispiel - aber deshalb ist es nicht legitimer...
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Alt 12.02.2008, 00:36     #13
Fokker
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Fokker befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Bei dem ganzen sollte man aber auch nicht vergessen, dass der weitaus größte Teil der Arbeitsplätze nicht in Börsenunternehmen steckt, sondern in mittelständischen Unternehmen.
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